DE616198C - Einfadenwirkmaschine zum Ausbessern von Wirkwaren - Google Patents

Einfadenwirkmaschine zum Ausbessern von Wirkwaren

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DE616198C
DE616198C DESCH101044D DESC101044D DE616198C DE 616198 C DE616198 C DE 616198C DE SCH101044 D DESCH101044 D DE SCH101044D DE SC101044 D DESC101044 D DE SC101044D DE 616198 C DE616198 C DE 616198C
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    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B17/00Repairing knitted fabrics by knitting operations

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Einfadenwirkmaschine zum Ausbessern von Wirkwaren Die Erfindung betrifft eine Einfadenwirkmaschine zum Ausbessern von Wirkware, die nach Art einer Kettelmaschine arbeitet.
  • Bei den bisher bekannten Maschinen dieser Art wird die Fadenschleife von einer senkrecht zu der, ähnlich wie eine Nähmaschinennadel arbeitenden Einstechnadel liegenden Kuliernadel aufgenommen und die neu gebildete Masche in der Ebene der Längsachse der Einstechnadel gehalten. Um bei weiterer Arbeit das Eindringen der Eins' echnadel in die Öffnung der Masche zu ermöglichen, ist daher eine besondere Vorrichtung vorgesehen, die dazu bestimmt ist, die Masche aus der vertikalen Lage zu verdrehen, was aber infolge der Elastizität des Arbeitsstückes nur in geringem Maße vor sich geht. Da die Einstechnadel in festen Führungen gehalten wird, legen sich die einander folgenden Maschen übereinander, was eine Verwickelung des Arbeitsfadens zuläßt.
  • Außerdem geht hieraus hervor, daß die Mittelentfernung der Kuliernadel für den Durchgang des Maschenabnehmers sowie für den Arbeitsfaden genügend groß gehalten werden muß, wodurch die Herstellung eines dichtmaschigen Gewirkes verhindert wird.
  • Ein weiterer Nachteil ist das Aufspannen des Arbeitsstückes auf einen Rahmen, was unvermeidlich eine unnötige Erweiterung, d. h. Deformierung der Rißstelle und infolgedessen, nach Vollendung der Arbeit, eine Ausbauchung der Ware verursacht. Wenn es sich beispielsweise um die Ausbesserung von Gegenständen wie Ärmel, Strümpfe u. dgl. handelt, die gestülpt werden müssen, dann ist die Größe des Rahmens auf wenige Zentimeter beschränkt. Der aus diesem Arbeitsverfahren sich ergebende Übelstand besteht darin, daß bei Ausbesserung einer Fläche, die größer als der Spannrahmen ist, die Maschine mehrfach angehalten werden muß. Bei den einander folgenden Still- und Wiederingängsetzungen der Maschine ist es fast unmöglich, das Arbeitsstück vom Spannrahmen zu befreien und letzteren auf den noch der Verarbeitung unterliegenden Teil der Rißstelle zu verschieben und wieder zu spannen, ohne den Arbeitsfaden zu zerreißen und die letzte Maschenreihe von der Vorrichtung, auf der sie sich befindet, zu befreien. Demzufolge ist es auch möglich, das weitere Parallelverlaufen der Maschenraihen aufrechtzuerhalten.
  • Die Wirkmaschine nach der Erfindung ermöglicht die Abstellung der erwähnten Nachteile dadurch, daß ein auf eine ebene Unterlage frei aufgelegtes und ungespanntes Stück ausgebessert werden kann; der Antrieb der Maschine braucht nicht unterbrochen zu werden, bevor die Arbeit vollendet ist. Die Arbeitsweise der Einsteehnadel der beanspruchten Maschine unterscheidet sich von der aller bisher bekannten Nadeln dadurch, daß sie nicht auf die Führung des Fadens beschränkt ist, sondern eine bestimmte Reihe von Operationen ausführt.
  • Das wesentliche Merkmal der Maschine nach der Erfindung ist eine Stange, welche zwischen zwei in der Nähe des unteren Teiles des Maschinenkopfes einander gegenüber angeordneten verstellbaren Führungsstücken senkrecht abwärts gleitet und die den Arbeitsfaden führende Einstechnadel trägt, die ohne jegliche besondere Vorrichtung durch die bereits in horizontaler Lage auf einem Zahnlamm ruhenden Maschen 'hindurchgeht und gleichzeitig letztere der Reihe nach von den nach unten gerichteten Kammzähnen abnimmt und beim Beginn ihrer Aufwärtsbewegung sich um einen bestimmten, quer zur Antriebswelle gerichteten Winkel verstellt und dadurch die Maschen nach hinten verlegt, worauf die Stange über die Führungsstücke hiweggleitend die Einstechnadel in schräger Lage bis nach oben bewegt, wodurch der zur Bildung neuer Maschen nötige Raum so lange freigehalten wird, bis die Nadelspitze das Arbeitsstück verläßt.
  • Demzufolge knüpft sich jede neue Masche an die vorhergehende Masche an und da ein übereinanderlegen von Maschen nicht vorkommt, wird eine Fadenverwicklung verhindert und eine regelmäßige Arbeit bzw. eine selbsttätige Verschiebung des Stückes während der Ausbesserung gewährleistet.
  • Das Arbeitsstück wird auf eine parallel zur Antriebswelle verschiebbare Platte aufgelegt, an deren Unterseite ein waagerechter zu gleicher Zeit als Maschenbildner dienender Aufhängekamm angeordnet ist, dessen nach unten gerichtete Zähne einzeln als Häkchen ausgebildet sind, deren Lücken der Fadenstärke entsprechen. Durch die dicht nebeneinanderliegenden Maschen geht die Einstechnadel herunter und bringt den Arbeitsfaden in den Bereich des Greifers, der - aus zwei Schenkeln besteht, von denen einer sich verschwenkt und die Fadenschleife spreizt, welche nachher mittels beider Schenkel gegen eine Reihe von Hebeln oder Leitnadeln vorgestoßen wird, die die Fadenschleifen von den Spreizfingern des Greifers abnehmen und auf den Aufhängekamm ablegen.
  • Die Steuerung der Arbeitsglieder erfolgt von einer Welle, die mittels verschiedener Kurven oder Steuerscheiben den richtigen Ablauf der Bewegungen der einzelnen Arbeitsglieder sichert.
  • Eine Ausführungsform der neuen Wirkmaschine ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es zeigen: Fig. i und 2 eine Seiten- und Stirnansicht, Fig. 2a einen Einzelteil, Fig. 2a, 2b, 2c, 2d und 2e die Wirkungsweise der Nadel 3 in den verschiedenen Lagen, Fig.2a' die Nadel in ihrer höchsten Stellung, Fig. 2b die Teile nach Fig. 2a' von der Seite gesehen, Fig. 2c in gleicher Darstellung die Stellung des Nadelhalters zu Beginn seines Abwärtshubes, Fig. 2d den Nadelhalter in seiner tiefsten Stellung, Fig. 2e eine Seitenansicht der Nadel und des Nadelhalters in ihrer Stellung beim Beginn der Aufwärtsbewegung, Fig. 3 eine Draufsicht, Fig. q. bis 7 Einzelheiten des Nadelbarrens. Fig. 8 bis 14 solche des Greifers, Fig. 15 und 16 Einzelteile in größerem Maßstäbe, Fig. 17 und 18 die Wirkung des Winkelhebels und deren Zusammenarbeit mit den übrigen Teilen der Maschine bei der Maschenbildung.
  • Die neue Vorrichtung hat, ähnlich wie bei Nähmaschinen, zur Auflage des Werkstückes eine Grundplatte i, unter der die Werkzeuge zur Bildung der Maschen aus dem von der Einstechnadel 3 zugeführten Faden :2 gelagert sind. Die Nadel 3 ist in einem Ausleger 4. verschiebbar, in dem auch die Antriebswelle mit den verschiedenen Steuerscheiben und einer Handkurbel 5 oder einem sonstigen Antrieb gelagert ist.
  • Zur Herbeiführung des angestrebten Erfolges muß der Einstechnadel 3 neben der senkrechten Auf-,und Abbewegung bei jedem Stich noch eine Querbewegung erteilt werden. Der Rückgang der Nadel erfolgt daher in schräger Richtung zu der Ebene, in der sie zum Einstechen gesenkt wird. Hierzu hat der Kopf 6 des Auslegers q. eine im Querschnitt U-förmige, ortsfeste Führung 7 (Fig. 2), in der nahe ihrem unteren Ende zwei parallele Flachstücke 8 einander gegenüber angeordnet sind und die Seitenwände der Führungsbahn 7 durchsetzen. Sie werden von auf ihre abgewandten Flächen wirkenden Blattfedern 9 gehalten und können deren Druck entgegen aus der Führungsbahn 7 herausgedrängt werden.
  • Ein die Nadel 3 tragender Schieber io wird von einer Feder i i gegen den Boden der Führungsbahn 7 gepreßt und hat an der Kopfseite ein T-förmiges Glied 12 (Fig. 2a). Beim Niedergang der Nadel 3 werden die beiden Flachstücke 8 von dem breiten Teil des Führungsstückesi2 aus der Gleitbabn7 herausgedrückt, so daß der Nadelträger io am Boden der Führung 7 entlanggleitet. In der unteren Umkehrlage gibt das Führungsstück 12 die Flachstücke frei, die dann unter der Wirkung der Federn 9 ihre ursprüngliche, in die Gleitbahn 7 hineinragende Lage wieder einnehmen. Bei der nunmehr folgenden Aufwärtsbewegung der Nadel 3 gelangen die abgeschrägten Kanten 13 (Fig. 2a) am Querbalken des T-Stückes 12 mit den Flachstücken 8 in Eingriff und heben hierbei entgegen der Wirkung der Feder i i den Nadelträger io von dem Boden der Gleitbahn 7 ab, so daß die Nadel 3 in schräger Stellung zurückgeführt wird, bis das T-Stück sich oberhalb der Flachstücke 8 befindet und die Feder ii den Nadelträger io wieder in die Gleitbahn 7 eindrückt.
  • Unter der Grundplatte i befindet sich eine gerade Nadelbarre zur Aufnahme der von der Einstechnadel 3 und dem Greifer gebildeten Schleifen. Diese Nadelbarre besteht aus einem Rahmen 14 mit einer Querachse 15. Auf der Achse 15 sind eine Reihe von Leitnadeln 16 mittels einer U-förmigen Kröpfung 17 gelagert. Die Nadeln 16 enden in einen Schnabel 18, der nach oben gebogen ist. Der Schnabel i8 verbreitert sich schwalbenschwanzförmig und hat eine Mittelrippe i9 (Fig. 4 und 5). Jede der Flachnadeln 16 steht unter dem Druck einer Feder 2o, die vor dem Schnabel i8 von unten her angreift und sie auf der Achse 15 festhält. über den Enden der Nadelschnäbel 18 liegt ein geneigter Kamin 21 aus in eine Schiene eingeschnittenen Zähnen 2a, zwischen denen sich die Lücken 23' befinden (Fig. 6).
  • Auf der anderen Seite der Einstechnadel 3 (Fig. 2) gegenüber den Leitnadeln 16 befindet sich die Einrichtung zum Bilden und Offenhalten der Schleifen. Sie besteht aus zwei mit Fingern versehenen Greiferschenkeln 23, 24 (Fig. 2, 3, 8 bis 12), von denen der eine 23 auf einer Platte 25 angeordnet ist, die auf der Unterseite eine Öse 26 zum Anschluß einer Antriebskurbel hat. Die Grundplatte weist ferner einen im Kreisbogen um eine Bohrung 29 verlaufenden Schlitz 27 auf. Der Schenkel 23 hat eine waagerechte Ausfräsung 28, so daß er einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt hat. Die Wangen dieses U-förmigen Schenkels sind von der Bohrung 29 durchsetzt.
  • Der Gegenschenkel 24 ist doppelt gekrümmt und hat eine in die Ausfräsung 28 passende Rippe 3o. Die Schenkel 23, 24 sind durch einen in das Loch 29 und eine Bohrung 31 der Rippe 3o eingesetzten Stift beweglich miteinander verbunden. Unten am rückwärtigen Ende des Schenkels 24 ist ein Führungszapfen 32 vorgesehen, der durch den Schlitz 27 der Platte 25 hindurch in eine Führungsnut 34.' an einer festen Führung 32' eingreift (Fig. 13). Die Platte 25 ist in der ortsfesten Führung 32 auf der Unterseite der Grundplatte geführt (Fig. 2 und 14). Die Führung 32' liegt parallel zu den Nadeln 16 und hat eine Aussparung 33' zum Durchtritt der Öse 26. Die Nut 34' bewirkt bei der hin und her gehenden Bewegung der Grundplatte 25 in der Führung 32' eine Verdrehung des Schenkels 24 gegen den Schenkel 23.
  • Die Nadeln 16 und der Aufhängekamm 21 für die fertigen Maschen müssen während der Arbeit quer zum Einstechweg der Nadel 3 und zur Bewegung der Tragplatte 25 des zangen- oder scherenförmigen Schleifen spreizers 23, 24 verschoben werden. Hierzu ist die Nadelbarre 14, 15, 16, 21 an der Unterseite einer in Gleitbahnen an der Grundplatte verschiebbaren Platte 33 befestigt. Ihr Antrieb erfolgt durch zwei parallele Zahnstangen 34, 35, die mit der Platte 33 fest verbunden sind und mit ihren freien Enden in Führungen 36 der Grundplatte i laufen und deren Zähne zur Umkehr der Bewegung einander entgegengesetzt geneigt sind. Den Zahnstangen 34, 35 sind zwei Schaltklinken 37, 37' zugeordnet, die parallel zueinander an einer Seite eines kippbaren Bockes 38 angelenkt sind. Der Bock 38 selbst ist. um eine waagerechte Achse 41, die parallel der Gleitbahn der Platte 33 liegt, schwenkbar und kam außerdem um 0ine hierzu senkrechte Achsre 39 gekippt werden (Fig. 2). Die Achse 39 geht quer durch den Kippbock 38, der freibeweglich auf ihr sitzt, und hat zu ihrer Verdrehung einen in eine Treibkurve eingreifenden Finger 4o. Die zweite Achse 41 hat in ihrer Mitte quadratischen Querschnitt, liegt senkrecht zur Achse 39 und paßt unverdrehbar in den Ausschnitt des im Querschnitt U-förmigen Kippbockes 38. Die Enden der Achse 41 (Fig. i) ruhen in Lagern 42 eines an der Grundplatte i festen Bockes 43. Auf der die Schaltklinken 37, 37' tragenden Seite hat der Kippbock 38 eine kreisbogenförmige Ausnehmung 43' (Fig. i) und eine achsiale Bohrung 44', in der der Führungsschuh 45 eines Stellgliedes 46 eingelagert ist. Das Stellglied 46 hat einen achsial (das ist parallel der Achse 39) gerichteten Mitnehmerbolzen 47, der in die Ausnehmung 43' des Kippbockes 38 eingreift. Das Stellglied 46 ist mit der Stange 39 verkeilt und dient zum Antrieb der Schaltklinken 37, 37'. Eine den gewölbten Rücken des Kippbockes 38 übergreifende Bremsfeder 48 an dem Stellglied 46 hindert eine ungewollte gegenseitige Verschiebung dieser beiden Teile (Fig. 2).
  • Auf der Gegenseite des Kippbockes 38 ist eine Platte 49 mit zwei Gruppen von je zwei symmetrisch gelagerten Anschlagzapfen 5o, 51 angeordnet. Das auf dieser Seite befindliche Ende der Stange 39 ruht in einem Lager 52, das mittels einer Gabel 53 an einem Arm 54 eines Schiebers 55 aufgehängt ist. Der Schieber 55 gleitet in einer senkrechten Führung 56. Das Gegenende der Stange 39 ragt in einen senkrechten Führungsschlitz 57 einer seitlich an dem Ausleger 4 der Maschine befestigten Platte 58 (Fig. 1, 2). Der Schieber 55 hat noch einen zweiten Arm 59 zum Einhängen einer Feder 6o und einen Stellzahn 61, der mit einer Verzahnung 62 in der Mitte einer Stange 63 in Eingriff gebracht werden kann. Die Stange 63 ist parallel der Antriebswelle 77 verschiebbar und hat an den Enden je eine weitere Verzahnung 64, 65. Sie ist mit der die ?Nadelbarre tragenden Brücke 33 fest verbunden und hat zwei Stellstangen 66, 67, die an ihren einander zugekehrten Enden je eine ausschwenkbare Klinke 68, 69 tragen. Jede Klinke 68, 69 hat einen Anschlag 70 und eine Spannfeder 71. Die Außenenden der Stellstangen 66, 67 haben Bedienungsknöpfe 72 -und an einem Lagerböckchen 73 je eine um eine senkrechte Achse schwenkbare Kuppelklinke 74, die von einer Feder 75 in Eingriff mit -einer Verzahnung 64 und 65 der Stange 63. gehalten werden. Die Stellstangen 66, 67 können somit in verschiedenen Lagen zueinander auf der Führungsstange 63 gehalten werden, wobei die Klinken 68, 69 einander mehr oder weniger genähert sind. Diese Klinken 68, 69 dienen zum Schalten der den Kippbock 38 vierschwenkenden Platte 49 durch Anschlag an deren Zapfen 5o, 51.
  • Der Antrieb sämtlicher Arbeitsglieder erfolgt von der Welle 77 aus, die eine Reihe von Kurven- oder Steuerscheiben trägt. Die Scheibe 78 steuert einen Winkelhebel 79, dessen freier Schenkel durch einen Lenker 8o mit dem Kurbelarm 8 einer parallel zur Antz iebswelle 77 unter der Arbeitsplatte i liegenden Welle 82 gekuppelt ist. Die Welle 82 trägt noch eine zweite Kurbel 83, -die durch eine Schubstange 84 mit dem Lagerauge 26 der Grundplatte 25 der Schleifenspreizeinrichtung verbunden ist, Die Scheibe 78 steuert ferner einen um den Bolzen 84' schwenkbaren Hebel 83',. der durch einen Lenker 85 mit der Kurbel 86 einer Welle 87 gekuppelt ist. Die Welle 87 liegt der vorgenannten Welle 82 gegenüber unter der Arbeitsplatte i, verläuft ebenfalls parallel zur Antriebswelle 77 und hat einen zweiten Kurbelarm 88, der durch .eine Schubstange 89 mit einem Winkelhebel go verbinden ist. Der zweite Schenkel dieses Winkelhebels go läuft in eine Spitze 9 aus, die unter dem einen Ende einer der Nadeln 16 liegt und beim Verschwenken die Nadel 16 anhebt, unter der sie sich gerade befindet.
  • Unter den Triebwerksteilen ist ein Rahmen 92 (Fi . --2, 3) einseitig an der Unterseite der Grundplatte i angelenkt, der an der Vorderseite der Maschine seitlich aus der Grundplatte i heraustritt und hier eine Griffleiste 93 trägt, mittels deren er gegen die Platte i zu angehoben werden kann.
  • Der Bügel 93, der von Hand bedient wird, findet Verwendung, wenn man das gleichzeitige Abwärtsgehen aller Leitnadeln 16 erzielen will, um das Arbeitsstück freizugeben. Der Rahmen 92 hat eine über seine Oberkante vorspringende Querleiste 93', die parallel zur Antriebswelle 77 und unterhalb der hinter der Tragachse 15 liegenden Enden der Nadeln 16 verläuft. Durch das Anheben des Rahmens 92 werden die Nadeln 16 zur Freigabe der fertigen Maschen um, die Achse 15 gegen die Wirkung der Stützfedern 2o mit ihren Schnäbeln 18 nach unten geschwenkt.
  • Eine weitere Steuerscheibe 94 auf der Antriebswelle 77 dient zur Verstellung eines Hebels 95, der auf einer über der Arbeitsplatte i parallel der Arbeitswelle 77 gelegenen Welle 96 sitzt. Die Welle 96 ist in Böcken 97 gelagert und hat einen Kurbelarm 98, dessen Ende durch einen Lenker 99 mit dem Träger io der Einstechnadel 3 verbunden ist.
  • Die Nockenscheibe ioo auf der Antriebswelle 77 wirkt auf den mit einer Rolle ioi auf ihr aufliegenden Hebelarm log zusammen, der auf der kantigen Achse 41 des Kippbockes 38 sitzt.
  • Eine weitere Steuerscheibe io3 dient zur Verdrehung der zweiten Schwenkachse 39 des Kippbockes 38. In ihrer Umfangsnut läuft ein Gleitstein 104, der auf dem Finger 4o der Schwenkachse 39 sitzt. Wird der Kippbock 38 um die Achse 41 nach hinten umgelegt, so daß die Achse 39 zur Verstellung der Schaltklinken 37, 37' sich mit dem Finger 4o und seiner Rolle 104 in die Umfangsnut der Scheibe 103 einlegt, so ist die gesamte Anordnung dieser Teile gegen seitliche Verschiebung und seitliches Ausschwenken gesichert.
  • Die Maschine ist mit den üblichen Einrichtungen zur Führung des Fadens bis zur Einstechnadel 3 versehen, wie sie von Nähmaschinen her bekannt sind.
  • Zum Arbeiten mit der Maschine wird die auszubessernde Ware (Trikot o. dgl.) derart auf die bewegliche Brücke 33 aufgelegt, daß die beschädigte Stelle sich von der Einstechnadel 3 nach dem vorderen Teil der Maschine zu erstreckt. Es ist zunächst an der Maschenware selbst eine Maschenreihe zu bilden, an die sich dann die weiteren Maschenreihen zum Füllen der Rißstelle ansetzen. Durch den Maschinenantrieb wird der Einstechnadel 3 eine auf und ab gehende Bewegung erteilt, wobei durch das Fortschalten der Zahnstangen 34, 35 mittels der Sperrklinken 37, 37' die Brücke 33 nach jedem Aufwärtsgang der Nadel 3 um einen Zahn seitwärts verschoben wird, so daß nacheinander alle Nadeln 16 unter die Einstechnadel 3 gelangen. Diese führt den Faden vor die Schenkel oder Spreizfinger 23, 24. In diesem Augenblick wird die Grundplatte 25 mit den Spreizfingern 23, 24 gegen die Nadeln 16 vorgeschoben, ohne daß die Finger 23, 24 ihre gegenseitige Lage ändern, da der Führungsstift 32 während dieses Teiles der Bewegung noch in dem Teil der Nut 34' gleitet, der parallel zu der Bewegungsrichtung liegt. Die Spitzen der Finger 23, 24, die noch aneinmderliegen, schieben sich zwischen die Nadel 3, und den von ihr geführten Faden und werden dann bei ihrem weiteren Vorgang und während des Rückganges der Nadel 3, da der Führungsstift 32 nunmehr in den schräg verlaufenden Teil der Nut 34' gelangt, durch Abheben des Fingers a4 voneinander getrennt, wobei dieser den Faden 2 mitnimmt. Die der Einstechnadel 3 gegenüberliegende Nadel 16 ist zugleich mit dem Absenken der Nadel 3 mit ihrem Schnabel 18 nach unten geschwenkt worden. Sie geht erst nach dem Spreizen der Finger 23, 2.4 wieder nach oben, legt sich hierbei in die von diesen offengehaltene Schlaufe des Fadens 2 und hängt schließlich die Schlaufe auf den entsprechenden Zahn des Kammes 21 auf. Zum Schluß eines Arbeitsspieles geht die Schleifenspreizeinrichtung unter Schließen der beiden Finger 23, 24 in die Ausgangslage zurück.
  • Auf diese Weise wird Masche für Masche eine Reihe von Maschen an die Ware angesetzt, die zunächst auf den Zähnen des Kammes 21 verbleiben. Am Ende der Reihe wird die Nadelbarre 14 -f- 21 stillgesetzt, während die Einstechnadel 3 noch einen Stich ausführt und hierbei eine Fadenlänge zum Anfang einer weiteren Maschenreihe liefert. Die Nadelbarre 14 -f- 21 wird dann in entgegengesetzter Richtung verschoben und die Nadel 3 greift zur Bildung der neuen Maschen jeweils in die ihr zugeführte Masche der vorhergehenden Reihe ein. Die neue Masche wird, wie zuvor beschrieben, von den Fingern 23, 24 gespreizt, von der zugehörigen Nadel 16 aufgenommen und dann auf den Kamm 21 gehängt, nachdem die Masche der vorhergehenden Reihe von diesem abgezogen war und mit der Maschenware über die Platte 33 entgleitet.
  • Die zur Bildung der Maschenreihe notwendige Verschiebung des Arbeitsstückes erfolgt durch das Ausschwenken der Einstechnadel 3 beim Beginn ihrer Aufwärtsbewegung, in dem der Ausschlag der Nadel 3 einen Zug auf die zuvor gebildete Maschenkette ausübt, durch die Masche, die sie bei ihrem Abwärtsgang hindurchgestochen hatte. Die Verschiebung der Brücke 33 zur Weiterschaltung der auszubessernden Maschenware und der Nadelbarre 14 -(- 21 erfolgt je nach der Bewegungsrichtung durch den Eingriff einer der beiden Schaltklinken 37, 37' in die entsprechende Zahnleiste 34 oder 35.
  • Die Einzelbewegungen sind so zueinander abgestimmt, daß bei jeder Umdrehung der Antriebswelle 77 .die Platte 33 eine Zeitlang stillsteht und anschließend verschoben wird. Der Stillstand wird unter Entspannung der Feder 6o durch Absenken des Schiebers 55 herbeigeführt, wobei der Sperrzahn 61 in die mittlere Verzahnung 62 der fest mit der Platte 33 verbundenen Führungsstange 63 eingreift. Gleichzeitig wird die Achse 39, die mit dem Schieber 55 gelenkig verbunden ist, in eine Schräglage geschwenkt und kann dann weder zur Seite noch um ihre Achse gedreht werden, da der Gleitstein 104 des an ihr befestigten Fingers 40 in die Umfangsnut der Steuerscheibe zog eingreift. Das Zurückschwenken des Kippbockes 38 und der Achse 39 erfolgt durch .den -Arm io2, dessen Rolle ioi an der Nockenscheibe ioo anliegt. Durch den Rückgang der Achse 39 in die in Fig. 2 dargestellte Ausgangslage wird der Sperrzahn 61 aus der Verzahnung 62 herausgezogen und die Platte 33 zur weiteren Fortschaltung freigegeben. Gleichzeitig wird die Schaltklinke 37 oder 37' wie der mit der ihr zugeordneten Zahnstange 34 oder 35 in Eingriff gebracht. Die Steuerscheibe io3 schwenkt den Finger 4o und durch die dadurch bewirkte Verlagerung der Achse 39 das Stellglied 46, das auf die Schaltklinken 37, 37' zur Verschiebung der Zahnstangen 34, 35 einwirkt.
  • Die Umkehr der Bewegungsrichtung der Nadelbarre 14 -f- 21 wird von den einstellbaren Klinken 68, 69 eingeleitet. Der Kippbock 38 befindet sich zunächst in der Lage, in welcher einer der beiden Schaltklinken 37, 37' mit der zugeordneten Zahnstange 34, 35 in Eingriff steht. Mit der fortschreitenden Verschiebung greift schließlich eine der Klinken 68, 69 über einen der Zähne 5o, 51 der Scheibe 49 während der Schwenkbewegung des Kippbockes 38 um die der Antriebswelle 77 parallele Achse 41 und hält den Bock 38 in dieser Lage fest, so daß die Schaltklinken 37, 37' von ihren Zahnstangen abgehoben bleiben und eine Fortschaltung durch diese nicht mehr erfolgen kann. Die Nadel 3 kann also an der gleichen Stelle zur Lieferung des zum Ansetzen der nächsten Maschenreihe erforderlichen Fadentrumms einstechen. Die neue Maschenreihe beginnt dann mit dem nächsten Ausschwenken des Bockes 38, wodurch die im Eingriff stehende Klinke 68 oder 69 mit dem zweiten Zahn 5o oder 51 der Scheibe .19 in Eingriff gelangt und der Bock 38 um die Achse 39 zur Seite verschwenkt wird, so daß die andere Klinke 37 oder 37' mit der zugeordneten Zahnstange 34 oder 35 in Eingriff gelangt. Am Ende der Maschenreihe erfolgt dann in gleicher Weise wieder eine Umkehr der Bewegung und so fort.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einfadenwirkmaschine zum Ausbessern von Wirkware, die nach Art der Kettelmaschine arbeitet, gekennzeichnet durch eine Stange (io), welche zwischen zwei in der Nähe des unteren Teiles des Maschinenkopfes (6) einander gegenüber angeordneten verstellbaren Führungsstücken (8) senkrecht abwärts gleitet und eine den Arbeitsfaden führende, ähnlich einer Nähmaschinennadel arbeitende Einstechnadel (3) trägt, die durch die auf einer Zahnreihe (22) befindlichen Maschen hindurchgeht, dabei letztere der Reihe nach von den Zähnen abnimmt und beim Beginn ihrer Aufwärtsbewegung sich um einen bestimmten, quer zur Antriebswelle gerichteten Winkel verstellt und dadurch die Maschen nach hinten verlegt, worauf die Stange über die Führungsstücke (8) hinweggleitend die Einstechnadel (3) in schräger Lage aufwärts bewegt, wodurch der zur Bildung neuer Maschen nötige Raum so lange freigehalten wird, bis die Nadelspitze das Arbeitsstück verläßt.
  2. 2. Wirkmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite einer parallel zur Antriebswelle verschiebbaren Platte (33) ein waagerechter, zu gleicher Zeit als Maschenbilder dienender Aufhängekamm (21) angeordnet ist, dessen nach unten gerichtete Zähne einzeln als Häkchen ausgebildet sind.
  3. 3. Wirkmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer aus zwei Schenkeln (23, 24.) besteht, von denen der eine (2q.) beim Verschwenken die Fadenschleife spreizt und zum Vorstoßender Schleife gegen Leitnadeln (iC@) verschiebbar ist. ¢.
  4. Wirkmaschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitnadeln (16) um eine gemeinsame Achse (15) schwenkbar gelagert sind und einzeln von einem in der Ebene der Einstechnadel liegenden Nocken (9i) gesteuert werden.
  5. 5. Wirkmaschine nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragen der Fadenschleife von den Greiferschenkeln auf den Kammzahn (22) derart geschieht, daß beim Zurückgehen der bereits verschwenkten Leitnadel (16) in ihre ursprüngliche Lage, der abgesenkte vordere Teil (18) zwischen den gespreizten Greiferschenkeln (23, 2¢) hochgeht.
  6. 6. Wirkmaschine nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das um eine Achse (39) schwenkbar gelagerte Umstellglied (38) zwei Gruppen von zwei symmetrisch angeordneten Anschlagzapfen (50, 51) enthält, auf welche verstellbare Klinken (68; 69) derart wirken, daß der Übergang des Schlittens (33) in die neue Schaltrichtung über eine unwirksame Ruhelage beider Steuerklinken (37, 37') geschieht.
  7. 7. Wirkmaschine nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebe sämtlicher bewegten Teile von auf der Antriebswelle angeordneten Steuerscheiben abgeleitet werden.
DESCH101044D 1932-07-02 1933-04-25 Einfadenwirkmaschine zum Ausbessern von Wirkwaren Expired DE616198C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1585357B1 (de) * 1963-03-28 1970-02-26 Ida Schwetz Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines laufmaschenfesten Gestrickes

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DE1585357B1 (de) * 1963-03-28 1970-02-26 Ida Schwetz Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines laufmaschenfesten Gestrickes

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