DE60308C - Verfahren zur Darstellung eines antipyretisch wirkenden Chinolinderivates - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines antipyretisch wirkenden Chinolinderivates

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DE60308C
DE60308C DENDAT60308D DE60308DA DE60308C DE 60308 C DE60308 C DE 60308C DE NDAT60308 D DENDAT60308 D DE NDAT60308D DE 60308D A DE60308D A DE 60308DA DE 60308 C DE60308 C DE 60308C
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Dr. G. N. VIS in Freiburg i. B., Ringstr. 3
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    • C07D215/00Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
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    • C07D215/16Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
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Description

PATENTAMT.
Das bekannte o-Oxychinolin (Bedall und Fischer, Ber. XIV, 443) vom Schmp. 760 giebt mit Halogenäthyl und Natriumhydroxyd, in alkoholischer Lösung gekocht, den von Fischer und Renouf (Ber. XVII, 759) dargestellten o-Oxychinolinäthyläther vom Schmp. 2860.
Behandelt man diesen Aethyläther mit Salpetersäure oder mit Salpeterschwefelsäure, so entsteht neben einem in verdünnten Säuren unlöslichen Dinitroproduct ein Mononitroo-Oxäthylchinolin vom Schmp. 1280, in welchem der Nitrogruppe die ana-Stellung zugeschrieben werden mufs. Der Mononitroäther bildet aus Säurelösung, mit Ammoniak gefällt, gelbe mikroskopische Nädelchen, welche in Wasser unlöslich, in heifsem Alkohol leicht, in kaltem schwer löslich sind. In säurehaltigem Wasser löst er sich leicht unter Salzbildung auf.
Der Mononitroäther liefert bei der Reduction mit Zinn und Salzsäure, Zinnchlorür und Salzsäure, Eisenfeilspänen und anderen Reductionsmitteln das entsprechende o-Oxäthylana-amidochinolin vom Schmp. 8o°. Dasselbe bildet gelbe Nädelchen, welche mit ungespanntem Wasserdampf kaum flüchtig sind, sich in Alkohol leicht, in kaltem Wasser schwer und in Aether ziemlich schwer lösen. Beim längeren Kochen mit Eisessig oder in Form des salzsauren Salzes mit essigsaurem Natrium und Essigsäureanhydrid entsteht aus dem. Amidoproduct das o-Oxäthyl-ana-monoacetylamidochinolin vom Schmp. 1550. Das Acetylderivat löst sich in heifsem Wasser ziemlich leicht, in kaltem schwer. In Alkohol ist es sehr leicht löslich. Es besitzt noch basische Eigenschaften und löst sich in verdünnten Säuren mit Leichtigkeit auf. Es zeichnet sich durch seine antipyretische und antineuralgische Wirkung aus.
Beispiel:
A. Darstellung des Aethers.
100 g des käuflichen o-Oxychinolins werden in 500 g Alkohol gelöst und zu dieser Lösung 40 g Aetznatron, in 40 g Wasser gelöst, zugesetzt. Nach dem Abkühlen giebt man 110 g Bromäthyl hinzu und erwärmt zunächst vorsichtig, später energischer am Rückflufskühler auf dem Dampfbade. Alsdann wird der Alkohol abdestillirt und unter Einleiten von Kohlensäure (um das unveränderte Aetznatron in kohlensaures Salz zu verwandeln) auf dem Dampfbade in offener Schale erwärmt, um das Wasser zu entfernen. Die Masse wird hierauf mit Aether ausgezogen und der ätherische Extract destillirt. Zunächst geht Aether, dann etwas Wasser und schliefslich zwischen 2820 und 290° der o-Oxychinolinäthyläther über.
Ausbeute: 100 bis 110 g des angewendeten Oxychinolins.
B. Darstellung des Nitroproductes.
ι Volumen ο - Oxychinolinäthyläther wird langsam und unter Kühlen in 4 Volumen Salpetersäure (spec. Gew. 1,52) eingetragen, das Gemisch kurze Zeit bis zur Entwicklung von salpetriger Säure auf dem Wasserbad erhitzt und in das dreifache Volumen Wasser ge-

Claims (1)

  1. gössen. Die noch warme Lösung wird sofort von dem ausgeschiedenen Dinitroproduct (circa 4 pCt.) abfiltrirt und das Filtrat mit festem Aetznatrpn theilweise neutralisirt. Der weitaus gröfste Theil des Mononitrochmolinäthyläthers scheidet sich dann in Form des salpetersauren Salzes beim Erkalten aus. Dieses abgesaugt, mit wenig Wasser ausgewaschen, in Wasser gelöst und mit Ammoniak gefällt, liefert das o-Oxäthyl-ana-nitrochinolin vom Schmelzpunkt 1280. Aus der Mutterlauge des salpetersauren Salzes gewinnt man durch Fällen mit Ammoniak und Umkrystallisiren des Niederschlages aus Alkohol noch ein wenig des Nitroproductes.
    Ausbeute: 80 bis 85pCt. des angewendeten Aethers.
    C. Reduction des Nitroäthers.
    Die Reduction des Nitroäthers kann sowohl mit Zinn und Salzsäure, als mit Zinnchlorür und Salzsäure oder mit Eisen, sowie mit anderen Reductionsmitteln ausgeführt werden. In den ersten Fällen wendet man iopCt. mehr an, als die Theorie verlangt. Das nach dem Fällen des Zinnes mit Schwefelwasserstoff resultirende salzsaure Salz ist sofort rein. Die Flüssigkeit wird fast bis zum Trocknen verdampft und das salzsaure Salz abgesaugt und im Trockenschrank bei ioo° getrocknet.
    Ausbeute: nahezu quantitativ.
    Das salzsaure Salz, in Wasser gelöst und mit kohlensaurem Natrium bis zur alkalischen Reaction versetzt, spaltet sich unter Abscheidung des freien Amidoproductes, welches abgesaugt und mit wenig Wasser ausgewaschen wird.
    Ausbeute: wie oben.
    D. Darstellung des Acety.lproducSes.
    ι Theil Amidoproduct wird mit 3 Theilen Eisessig 4 Stunden am Rückflufskühler gekocht ; alsdann' in Wasser gegossen und mit Ammoniak vorsichtig neutralisirt, scheidet sich das Acetylproduct aus, welches durch Umkrystallisiren aus Wasser rein erhalten wird, oder man kann auch das bei der Reduction mit Zinn bezw. Zinnchlorür und Salzsäure resultirende salzsaure Salz mit der doppelten Menge essigsaurem Natrium und der dreifachen Menge Essigsäureanhydrid 2 Stunden am Rückflufskühler kochen, wobei sich das Monoacetylproduct beim Eingiefsen in Wasser und Neutralisiren mit Ammoniak ausscheidet.
    Ausbeute: 85 bis 90 pCt. der Theorie.
    Der Körper besitzt nach damit angestellten Versuchen ganz hervorragende antipyretische und antineuralgische Eigenschaften und soll zum Zweck der Verwendung in der Medicin dargestellt werden. . ■
    Patent-An s ρruch:
    Verfahren zur Darstellung des o-Oxäthylana-monoacetylamidochinolins durch Nitriren des o-Oxäthylchinolins mit starker Salpetersäure oder Salpeterschwefelsäure, Reduciren des gebildeten ana-Nitro-o-oxäthylchinolins zu ana-Amido-o-oxäthylchinolin mit Zinnchlorür, Zinn und Salzsäure, Eisenfeile und Salzsäure oder anderen Reductionsmitteln und Acetylirung des gebildeten ana -Amido- ο -οχ-äthylchinolins durch Erhitzen mit Eisessig, Eisessig und Essigsäureanhydrid, oder des salzsauren Salzes mit essigsaurem Natrium und Essigsäureanhydrid.
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