DE600641C - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen

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DE600641C
DE600641C DE1930600641D DE600641DD DE600641C DE 600641 C DE600641 C DE 600641C DE 1930600641 D DE1930600641 D DE 1930600641D DE 600641D D DE600641D D DE 600641DD DE 600641 C DE600641 C DE 600641C
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Germany
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azo dyes
dyes
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Expired
Application number
DE1930600641D
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English (en)
Inventor
Dr Josef Haller
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/0025Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from diazotized amino heterocyclic compounds

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen Es wurde gefunden, daß man wertvolle Azofarbstoffe erhält, wenn man Diazo- oder Tetrazoverbindungen der sauren Schwefelsäureester von reduzierten blau oder violett färbenden indigoiden Küpenfarbstoffen, die außer der Schwefelsäureestergruppe keine weiteren wasserlöslich machenden Gruppen enthalten, mit Gelbkomponenten ohne wasserlöslich machende Gruppen kuppelt und die so erhältlichen Farbstoffe gegebenenfalls oxydiert. Beim Diazotieren der Leukoschwefelsäureester wird überraschenderweise im allgemeinen die Leukoschwefelsäureestergruppe nicht aufgespalten. In den Fällen jedoch, wo die Diazotierung in mineralsaurer Lösung gleichzeitig eine teilweise Abspaltung der Leukoschwefelsäurereste bewirkt, kann diese unerwünschte Reaktion vermieden werden, wenn man beim Diazotieren schwächere Säuren, z. B. gewisse organische Säuren, wie Ameisensäure oder Essigsäure, verwendet.
  • Die so erhältlichen Farbstoffe gehen durch Nachbehandeln mit Oxydationsmitteln bei Anwesenheit von Mineralsäuren in die schwer bzw. unlösliche Form über infolge der Abspaltung der Schwefelsäureestergruppe.
  • Vor den bekannten wasserlöslichen und wasserunlöslichen Azofarbstoffen von gleichem oder analogem Aufbau besitzen diese neuen Azofarbstoffe den Vorteil, daß sie nach dem Auffärben in wasserunlöslichem Zustande, also waschecht auf der Faser fixiert werden können. .
  • Die zur Herstellung der Diazoverbindungen verwendeten Leukoester von Aminogruppen enthaltenden indigoiden Küpenfarbstoffe können beispielsweise aus Aminogruppen enthaltenden indigoiden Küpenfarbstoffen erhalten werden, wobei man die Aminogruppen vor der Veresterung acyliert und schließlich den Acylrest wieder alkalisch abspaltet. Ein anderer Weg führt über die Nitrogruppen enthaltenden indigoiden Farbstoffe, die der Veresterung unterworfen und sodann alkalisch reduziert werden. Wenn die sauren Leukoschwefelsäureester besonders beständig sind, wie z. B. der Ester des 7 # 7'-Diaminothioindigos, können zur Diazotierung auch die Sulfaminsäuren der Estersalze verwendet werden, wobei nur der am Stickstoff sitzende Schwefelsäurerest abgespalten wird. Die Sulfaminsäuren entstehen direkt bei der Veresterung von indigoiden Farbstoffen, die eine primäre aromatisch gebundene Aminogruppe enthalten. Beispiel i i0,4 Gewichtsteile Leukoestersalz von der Formel löst man in ioo Gewichtsteilen Wasser, gibt 1,4 Gewichtsteile Natriumnitrit zu und tropft bei o° C unter gutem Rühren 15 Gewichtsteile ioprozentige Salzsäure langsam zu. Man erhält eine olivgrüne Lösung, die man sofort in eine alkalische Lösung von 4,5 Gewichtsteilen Acetessigsäureanilid einfließen läßt. Das gelbe Kupplungsprodukt wird durch Kochsalzzusatz gefällt und kann durch Lösen in heißem Wasser und Aussalzen gereinigt werden. Der Farbstoff stellt ein olivgelbes Pulver dar, das sich leicht in Wasser mit gelber Farbe löst. Gibt man zu dieser Lösung Natriumnitrit und säuert mit Salzsäure an, dann fällt ein unlöslicher grüner Farbstoff aus. Beispie12 In eine Lösung von 17 Gewichtsteilen Leukoestersalz des 5-Aminoindol-a-anthracenindigos und 2 Gewichtsteilen Natriumnitrit in 40o Gewichtsteilen Wasser werden bei etwa 15' C allmählich 6 Gewichtsteile Eisessig eingerührt. Die erhaltene oliv gefärbte Diazolösung läßt man in eine alkalische Lösung von 6 Gewichtsteilen i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon einfließen. Man erhält einen-gelben, bei oxydativer Spaltung nach Oliv umschlagenden Farbstoff.
  • Beispiel 3 i i,7 Gewichtsteile Leukoester des 4 # 7-Dimethyl-5 -aminoindol-4'-methoxynaphthalinindigos von der Formel werden in i5o Gewichtsteilen Wasser gelöst und durch Behandeln mit 44 Gewichtsteilen Natriumnitrit und 2o Gewichtsteilen 3oprozentiger Essigsäure in die gelb gefärbte Diazolösung übergeführt. Die Diazoverbindung wird in üblicher Weise mit 5 Gewichtsteilen Acetessig-o-anisidid gekuppelt und der Farbstoff durch Aussalzen isoliert. Er färbt die Faser intensiv gelb. Die Nachbehandlung mit Minerälsäuren und einem Oxydationsmittel fuhrt zu einem Grün.
  • Bei9pie14 6 Gewichtsteile Leukoestersalz des Farbstoffes von der Formel werden in Zoo Gewichtsteilen Wasser gelöst. Nach Zugabe einer wäßrigen _ Lösung von 2,5 Gewichtsteilen Oxalsäure werden unter Rühren 7 Gewichtsteile einer ioprozentigen Natriumnitritlösung eingetropft. Es bildet sich eine rotbraun gefärbte Diazolösung. Die Diazoverbindung liefert, mit i-(2'-Chlorphenyl) -3-methyl-5-pyrazolon gekuppelt, einen leicht löslichen gelben Farbstoff, der, sauer oxydiert, braunstichigoliv wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCT3: Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß Diazo- oder Tetrazoverbindungen der sauren Schwefelsäureester von reduzierten blau oder violett färbenden indigoiden Küpenfarbstoffen, die außer der Schwefelsäureestergruppe keine weiteren wasserlöslich machende Gruppen enthalten, mit Gelbkomponenten ohne wasserlöslich machende Gruppen gekuppelt und die so erhältlichen Azofarbstoffe gegebenenfalls oxydiert werden.
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