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Vorrichtung zum Befestigen von mit Absatzklammern versehenen. Schlittschuhen,
Rollschuhen und Eissporen an Schuhen Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung
der durch Patent 563 350 geschützten Vorrichtung zum Befestigen von mit Absatzklammern
versehenen Schlittschuhen, Rollschuhen und Eissporen, welche im wesentlichen aus
seitlich am Absatz angebrachten nockenförmigen Erhöhungen bestehen, die als Gegengreifer
mit den Greifern der Absatzklammern zusammenwirken und letzteren einen sicheren
Angriff und einen festen Halt am Absatz gewähren.
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Zweck der Zusatzerfindung ist es, die nachträgliche Anbringung dieser
Gegengreifer am Absatz zu erleichtern, und zwar so, daß dadurch zugleich eine Anbringung
genau an der richtigen Stelle des Absatzes sichergestellt wird.
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Bei den im Hauptpatent dargestellten Ausführungsformen der vorzugsweise
aus Blech gepreßten Gegengreifer sind diese nämlich zur Erzielung einer sicheren
Befestigung am Absatz mit verhältnismäßig langen Einschlag- oder Einschraubspitzen
versehen. Infolgedessen ist die Anbringung der Gegengreifer in genau richtiger Lage
mit gewissen Schwierigkeiten verknüpft, deren Überwindung eine mehr oder weniger
große Geschicklichkeit erfordert. Die Anbringung geschieht meist in der Weise, daß
zunächst der Schlittschuh in üblicher Weise an die Gegengreifer durch Anziehen der
Schraubklammern am Absatz befestigt wird, so daß die vorzugsweise mit einer kreisförmigen
Schneide versehenen Klammern einen ringförmigen Eindruck am Absatz erzeugen und
damit diejenigen Stellen vorzeichnen, an welchen die Gegengreifer angebracht werden
müssen. Der Schlittschuh muß dann erst wieder abgeschraubt werden, und die Anbringung
der Gegengreifer an der gezeichneten Stelle kann erfolgen. Dabei tritt aber nicht
selten der Fall ein, daß der Gegengreifer schief eingeschlagen oder angeschraubt
wird und dann doch nicht die richtige Stellung einnimmt.
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Gemäß der Zusatzerfindung sind diese Mängel im wesentlichen dadurch
vermieden, daß die am Absatz anzubringenden nockenförmigen Gegengreifer selbst keine
oder nur sehr kurze Befestigungsmittel aufweisen, so daß sie zwecks Anbringung am
Absatz einfach in die Öffnungen der Absatzklammern eingelegt und dann durch Anziehen
der Klammern gegen den Absatz vorgedruckt werden können. Bei der so gesicherten
richtigen Lage des Gegengreifers kann dann leicht die eigentliche Befestigung durch
einen besonderen Befestigungskörper mit Hilfe eines gegebenenfalls durch die Klammeröffnung
hindurchgreifenden Schlagwerkzeuges vorgenommen werden. Dabei kann als Befestigungsmittel
zweckmäßig ein mehrspitziger Nagel dienen, der
von einer aus Blech
gepreßten Kopfplatte mit mehreren von ihrem Rande abgebogenen Einschlagspitzen gebildet
ist. Ferner kann dieser mehrspitzige Nagel vorzugsweise mit seinen Spitzen in Löchern
der Greiferplatte geführt und unter Klemmung darin gehalten sein, so daß beide Teile
ein zusammenhängendes Ganzes bilden, das als solches von der Innenseite der Absatzklammer
her in deren Öffnung eingesetzt werden kann.
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Infolge dieser neuen Ausbildung des Gegengreifers und seiner Befestigungsmittel
läßt sich dieser auch von ungeübten Personen ohne Schwierigkeit zuverlässig und
in genau richtiger Lage anbringen, und zwar zugleich mit der Anbringung des Schlittschuhes
selbst, ohne daß letzterer während der Befestigung der Gegengreifer wieder abgenommen
zu werden braucht. Ferner wird durch die mehrspitzige Ausbildung des Befestigungsnagels
ein unbedingt sicherer Halt unter größtmöglicher Schonung des Absatz-Leders erzielt.
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Schließlich wird wegen der lose zusammenhängenden Anordnung beider
Teile (d. h. des Gegengreifers und seiner Befestigungsmittel) sowohl deren Verkauf
und Lagerhaltung als auch die Handhabung ganz wesentlich erleichtert.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiele
dargestellt, und zwar zeigt Fig. i und 2 den eigentlichen Gegengreifer in Draufsicht
und Querschnitt, Fig. 3 und q. den mehrspitzigen Befestigungsnagel in Seitenansicht
bzw. Ansicht von unten, Fig.5 den Gegengreifer und sein mit den Spitzen darin eingeklemmtes
Befestigungsmittel als zusammenhängendes Ganzes, Fig. 6 und 7 die Anbringung des
Gegengreifers am Absatz, Fig. 8 einen Absatz mit daran angebrachtem Gegengreifer.
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In dem dargestellten Beispiel ist a der aus einer tellerförmig gepreßten
Blechplatte bestehende Gegengreifer, welcher am Rand seines vertieften Bodens b
mit drei Durchlaßöffnungen c für die Zacken des Befestigungsmittels versehen ist.
Das Befestigungsmittel besteht, wie aus Fig.3 und q. ersichtlich ist, aus einer
Blechplatte d, die an ihrem Rand eine Anzahl von nach hinten abgebogenen Einschlagspitzen
f besitzt. Diese Spitzen greifen durch die zugehörigen Öffnungen des Plättchens
a hindurch und sind darin mit etwas Klemmung gehalten, so daß, wie aus Fig. 5 ersichtlich
ist, beide Teile ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Zwecks Anbringung der Gegengreifer
wird, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, in die Öffnung einer jeden Absatzklammer g
von deren Innenseite her ein Plättchen a mit Befestigungsmittel
d eingesteckt und dann die Absatzklammer fest gegen den Absatz k angezogen.
Dabei drückt sich der scharfe Außenrand des Gegengreifers a etwas in das Absatzleder
ein und hält dadurch im Verein mit der kegeligen Klammeröffnung den Gegengreifer
genau in der richtigen Lage fest. Nun kann der im Gegengreifer steckende mehrspitzige
Nagel d leicht eingeschlagen werden, und zwar, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, mit
Hilfe eines (strichpunktiert angedeuteten) Bolzens i, auf den man mit einem Hammer
schlägt. Dabei ist ein schiefes Einschlagen ausgäschlossen, zumal die Befestigungsspitzen
f noch durch die Löcher c des Gegengreifers a in einem gewissen Abstand senkrecht
über ihre Eintrittsstelle in das Absatzleder geführt sind, und infolge der Verwendung
des Schlagbolzens i der Schlag besser seine genaue Richtung erhält. An Stelle eines
besonderen Schlagbolzens i kann natürlich auch noch ein anderer geeigneter - Gegenstand,
z. B. ein kräftiger Nagel, verwendet werden. Ist auch ein solcher Ersatzgegenstand
nicht vorhanden, so kann man auch nach Anziehen der Klammern einfach mit dem Hammer
einen Schlag auf den bei Fig. 6 noch -etwas vorstehenden Nagelkopf ausführen,
bis dieser mit der Außenfläche der Klammer bündig liegt.
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Dann hat der Gegengreifer und der Mehrspitznagel im allgemeinen schon
so viel Halt und Führung, daß nach Abnehmen des Schlittschuhes das völlige Eintreiben
des Mehrspitznagels mit einem gewöhnlichen Hammer erfolgen kann, ohne daß dabei
eine Verschiebung des Gegengreifers auftritt.
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Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt,
sondern es sind auch andere Ausführungsformen möglich, insbesondere könnte der Gegengreifer
an Stelle des glatten Messerrandes gegebenenfalls auch einen gezahnten Rand besitzen.
Diese Zacken dürfen allerdings nicht so weit vorstehen, daß dadurch die Anbringung
der Gegengreifer durch Einlegen in die Absatzklammer und Anziehen dieser unmöglich
gemacht wird.