DE596254C - Klebstoffauftragvorrichtung an Fadenbuchheftmaschinen - Google Patents

Klebstoffauftragvorrichtung an Fadenbuchheftmaschinen

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DE596254C
DE596254C DEB156997D DEB0156997D DE596254C DE 596254 C DE596254 C DE 596254C DE B156997 D DEB156997 D DE B156997D DE B0156997 D DEB0156997 D DE B0156997D DE 596254 C DE596254 C DE 596254C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42BPERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
    • B42B2/00Permanently attaching together sheets, quires or signatures by stitching with filamentary material, e.g. textile threads
    • B42B2/02Machines for stitching with thread

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Klebstoffauftragvorrichtung an Fadenbuchheftmaschinen Bei den in Fadenbuchheftmaschinen hergestellten Büchern werden häufig die erste und letzte Lage mit der im gleichen Buch benachbarten durch einen schmalen Klebstrich in der Nähe des Falzrandes verbunden, um ihnen im Einband einen größeren Halt zu geben.
  • Das geschah bisher durch eine besondere den Leim von der Leimquelle aufnehmende und an die Lage abgebende Leiste, die so gesteuert wurde, daß sie die Lage in ihrer tiefsten Stellung bzw. während des Einschwingens am Falz berührte und dann aus der Bewegungsbahn des Zubringesattels herausschwang.
  • Aus den Anfängen des Fadenheftmaschinenbaues ist, aus der Patentliteratur auch eine Leimleiste bekannt, die sich unmittelbar an die angeheftete Lage legte und vorher mit ihrer Vorderkante über eine Leimquelle strich. Es handelte sich dabei um eine Fadenheftmaschine mit sich drehendem und dabei auf und ab steigendem sternförmigem Zubringesattel.
  • Bei diesem Vorschlag war aber auch eine besondere Abstreichleiste vorgesehen, auf der sich die zinkenförmige Leimleiste hin und her schob und dabei über einen Leimbehälter glitt, aus dessen Deckel durch entsprechende Öffnungen im geeigneten Augenblick Klebstoff gepreßt wurde.
  • Praktisch ist diese Einrichtung nie angewendet worden. Der Mechanismus war zu verwickelt, der Leimauftrag ganz unzuverlässig, und der Apparat verbaute vollständig die Zugängigkeit der Heftstelle.
  • Die ersterwähnte Einrichtung ist für Handanlage nicht verwendbar, da sie entweder im ganzen über dem Sattel sitzt, so daß nur die Leimauftragleiste in die Sattelbahn schwingt oder sich von unten nach oben bewegt. In beiden Fällen hindert diese Bewegung bzw. die ganze Anordnung das flotte Einlegen der Lagen von Hand.
  • Um diesen Übelstand zu beseitigen, sieht die vorliegende Erfindung das Auftragen des Klebstoffs unmittelbar unter den Nadeln vor und verwendet dazu die Abstreichleiste selbst, die ein notwendiges Element bei derartigen Maschinen bildet, weil sie durch das Zurückschieben der zuletzt gehefteten Lage und damit der bereits in der Maschine befindlichen Buchblocks Platz schaffen muß für die vom Sattel zugebrachte neue Lage. Diese Leiste besteht gewöhnlich aus einer flachen Schiene, die um eine über der Sattelspitze in deren höchster Stellung gelagerte Achse schwingen kann. Beim Aufschwingen des Sattels (gleichgültig ob es sich dabei um hin und her schwingende oder auf und ab steigende Auflegesattel handelt) schwingt sie von den angehefteten Lagen ab, damit die neue Lage an die Heftstelle gebracht werden kann, um sich sofort wieder an die neu zugebrachte zu legen, wenn deren Anheften erfolgt ist und der leere Sattel abschwingt. Durch dies Einschwingen wird zunächst der vordere Lagenschenkel von der Sattelspitze abgestrichen und dann die Lage bzw. der ganze Bücherstapel nach hinten geschoben. Die Leiste bleibt in dieser Stellung bis zum Aufbringen der nächsten Lage. Sie schwingt also hin und her. ,Diese hin und her schwingende Leiste wird nach rder Erfindung dadurch zum Klebstoffauftrag benutzt, daß eine von ihren schmalen Kanten gleichzeitig als Leimauftragkante verwendet wird, was man dadurch erreicht, daß diese Leiste außer ihrer Schwing- bzw. Horizontalbewegung sich noch um sich selbst zu drehen vermag, so daß wahlweise entweder die Abstreichkante oder die ihr gegenüberliegende Schmalkante wechselweise mit der Leimquelle und dann mit der angehefteten Lage in Berührung kommt. Der Mechanismus für diese Drehung selbst kann beliebig sein. Gleichgültig ist dabei, ob beim Abschwingen der Leiste die Abstreichkante sich dreht und in der ausgeschwungenen Stellung die Leimquelle, die feststehen oder sich auch bewegen kann, berührt, so daß Abstreichkante und Leimkante identisch sind, oder ob man beim Abschwingen die Drehung um sich selbst ausschaltet, so daß die dieser entgegengesetzt stehende Kante an die Leimquelle kommt und die Drehung erst bei dem Einschwingen der Leiste vornimmt. Im letzteren Falle bleibt die Abstreichkante stets frei von Klebstoff.
  • Wenn der Klebstrichauftrag nur periodisch erfolgen soll, so muß die Drehbewegung der Abstreichleiste normalerweise ausgeschaltet werden können. Es darf dann dieser Mechanismus nicht immer arbeiten. Die Abstreichleiste ist dann tunlichst in ihrer Normalstellung verriegelt und wirkt in bekannter Weise nur als Abstreicher. Nur wenn der Klebstoffauftrag vorgenommen werden soll, muß die Verriegelung aufgehoben werden. Die Leiste dreht sich dann in ihre andere Endstellung, gibt den Leim ab und schiebt die "zuletzt geheftete Lage zurück. In diesem Falle wirkt sie also doppelt.
  • Diese Ver- und Entriegelung kann auf die verschiedenste Art vorgenommen werden, z. B. kann die vor der Maschine sitzende Hefterin den Impuls durch Fußdruck, einen Handgriff o. dgi. vorbereiten und dadurch die Einschaltung des Entriegelungsmechanismus einleiten, der dann selbsttätig nach einmaliger Wirkung die Wiederaußerbetriebsetzung besorgt. Das Einschalten durch die Hefterin kann vor jeder zu klebenden Lage erfolgen, kann aber auch mechanisch so erfolgen, daß z. B. die vorletzte Lage des einen Buches und die erste des neuen, die stets in gleichmäßigem Abstand stehen, zwangsläufig durch einen Impuls der Hefterin betätigt werden, gleichgültig ob zwischen diesen Betätigungen ein Stillstand der Heftmaschine (etwa zum Einschieben eines Heftholzes) liegt oder nicht.
  • Zweckmäßig wird die Einrichtung so ausgeführt, daß auch an jeder beliebigen anderen Stelle die Klebebetätigung eingeschaltet werden kann.
  • Die völlige Ausschaltung der Mitwirkung der Hefterin bei dieser Klebtätigkeit der Maschine kann dadurch ermöglicht werden, daß in die Heftmaschine ein Zählwerk eingebaut wird, das der Lagenzahl des Buchblocks entsprechend in irgendeiner Weise eingestellt wird und damit den Zeitablauf und die dafür vorgesehenen Betätigungen zwangsweise regelt.
  • In der Zeichnung ist an einem Ausführungsbeispiel eine Klebstoffauftragvorrichtung dargestellt, bei der der neue Gedanke, die Abstreichleiste selbst dafür zu benutzen, durchgeführt ist, und zwar ist die Ausführung gewählt, bei der nicht die Abstreichkante der Leiste, sondern die ihr gegenüberliegende mit der Leimquelle in Berührung kommt und bei der ferner der den Klebmechanismus in Bewegung setzende Impuls für das Kleben der vorletzten Buchlage auch das Kleben der ersten angehefteten Lage des neuen Buches in einem Arbeitsgang herbeiführt, so daß erst dann der Klebmechanismus bis zur nächsten Impulsgebung ausgeschaltet wird.
  • Es stellen dar Fig. = die Ansicht der kombinierten Abstreich- und Leimleiste mit den zu ihrem Antrieb nötigen Elementen, Fig. a die Seitenansicht von Fig. i, Fig.3 und q. die Antriebsmechanismen der Abstreich- und Leimleiste in verschiedenen Arbeitsstellungen unter Weglassung der nicht zur Erfindung gehörigen Teile, Fig. 5 und 6 Teile der Abstreich- und Leimleiste, Fig. 7 eine zweite Ausführungsform der Drehbewegung der Abstreich- und Leimleiste und Fig. 8 die Abstreich- und Leimleiste in Klebstoffauftragstellung.
  • Im Ausführungsbeispiel ist der Erfindungsgedanke so dargestellt, daß die Klebstoffauftragvorrichtung durch Betätigung des Fußtrittes i erfolgt.
  • Durch den Fußtritt i wird die Kupplung z (Fig. z) eingeschaltet, die die in fünfmal 7:2' (vier Nocken und einen Stillstand) eingeteilte Nockenscheibe 3 (Fig. 3 und q.) in Drehung versetzt. Das Übersetzungsverhältnis von der Exzenterwelle q. zur Nockenwelle q.' ist i:5 gewählt, so daß die Nockenwelle q.' bei einer Umdrehung der Exzenterwelle ein Fünftel ihres Umfanges abwickelt. Diese Fünfteilung, die an sich willkürlich ist, entsteht folgendermaßen: Die Einschaltung des Klebmechanismus muß erfolgen, wenn die vorletzte Lage des in der Maschine entstehenden Buches angelegt wird, um die Kante der Abstreicherleiste, die den Klebstoff übertragen soll, mit letzterem zu versehen. Während der Heftung der letzten Lage (zweite Tour) bleibt der Mechanismus eingeschaltet. Dann kommt der beim Ausführungsbeispiel vorgesehene Leerstrich zwischen zwei Büchern (dritte Tour) ; dann kommt die erste Lage des neuen Buches (vierte Tour) und schließlich nach deren Anheften beim Einlegen der zweiten Lage die Klebstoffaufnahmefür die erste Lage (fünfte Tour) und das Ausrücken dieses Mechanismus. Jeder der vier Nocken 5 der Nockenscheibe 3 bedingt einen Ausschlag des Winkelhebels 6; der mit der Rolle 7 an der Nockenscheibe 3 anliegt und das Sperrad g durch Vermittlung der Sperrklinke zo des Doppelhebels zz und der Zugstange 8 um einen Zahn in Pfeilrichtung 12 fortbewegt. Fest mit dem Sperrad g ist das Zahnrad 13 verbunden, welches mittels der Zwischenräder 14, 15 (Fig. 3) auf das auf der Abstreich- und Leimleiste =7 sitzende Zahnrad 16 treibt. Bei jedem Arbeitsgang der Maschine, d. h. bei jeder Umdrehung der- Exzenterwelle 4 bewegt sich, wie schon beschrieben, die Nockenscheibe 3 um ein Fünftel ihres Umfanges. Jeder Nocken 5 der Nockenscheibe 3 bewirkt einen Ausschlag des Winkelhebels 6 und eine Drehung der Abstreich- und Leimleiste 17 mittels der Räderübersetzung 13, 14, 15 16 um z8o °.
  • Eine Variante der im Ausführungsbeispiel beschriebenen Drehung der Abstreichleiste um sich selbst ist, ohne dadurch die Konstruktionsmöglichkeiten des Erfindungsgedankens zu erschöpfen, die folgende: Auf der Schwingachse 27 der Abstreichleiste 17 sitzt lose ein Segment (Fig.7), das in das Zahnrad 16, das fest auf dem Drehzapfen 61 der Abstreichleiste 17 sitzt, eingreift. Dies Segment ist durch eine besondere Kurve steuerbar, aber in der Ruhestellung verriegelt, so daß es als Ganzes mit den Abstreichhebeln 25 (Fig. 3, 4) um den Drehpunkt 27 schwingt. Das Zahnrad 16 rollt sich also nicht ab, und die Leiste 17 führt keine Sonderbewegung aus. Wird aber das Segment z. B. durch die Hand der Hefterin entriegelt, so daß es der Bewegung der Kurve folgen kann, bewirkt diese Steuerung und die jetzt einsetzende Relativschwingbewegung zwischen dem Segment und der Abstreichleiste 17, daß die letztere sich um ihre Achse 6= nach Maßgabe der Kurve und der Schwingbewegung dreht. Auch hier kann der Zeitpunkt dieser Drehung in das Vor- oder Rückwärtsschwingen der Leiste 17 verlegt werden. Nach der einmaligen oder, wie schon erwähnt, in Gruppe gefaßten Drehbewegung der Leiste 17 tritt die Verriegelung bis zum nächsten Impuls ein.
  • Um eine Einstellung der Abstreich- und Leimleiste 17 zu ermöglichen, ist das Lager 18 (Fig. 5) der Leiste 17 mit einem Zapfen zg versehen, auf dem ein Lager 2o aufgeklemmt ist. Die Leiste 17 selbst ist mit einer Sperrvorrichtung 21 (im Ausführungsbeispiel durch eine federnd gegen die Aussparung 22 des Lagers 2o gepreßte Kugel 23) versehen. Ist die Leiste 17 aus irgendeinem Grunde einzustellen, so ist das aufgeklemmte Lager 2o zu lösen, einzustellen und nach der Einstellung wieder festzuspannen, wobei auch- die in der Länge einstellbare Zugstange einzustellen ist. Die Bewegung der Abstrich- und Leimleiste 17 zum Heftgut erfolgt durch Vermittlung des Doppelhebels 25, 26, der auf Bolzen 27 gelagert ist (Fig. 3, 4), der Zugstange 28 und des Winkelhebels 29 vom Exzenter 3o aus (Fig. 2).
  • Die Abstreich- und Leimleiste 17 ist im Ausführungsbeispiel rechteckig gestaltet, die Seite 3z (Fig. 6) dient in bekannter Weise als Abstreichleiste, die gegenüberliegende Seite 32 mit der Zunge 34 als Leimleiste; der vorspringende Ansatz 33 ist vorgesehen, um die zu beleimende Lage 62 (Fig. 4 und 8) vollkommen aus der Bahn der Leimzunge 34 zu bringen, ehe der Druck der Zunge 34 auf die zu beleimende Lage erfolgt, um so einen schmalen -Leimstrich an der Kante des Lagenrückens 63 (Fig. 4 und 8) zu erzeugen, also einem Verschmieren der zu verleimenden Lage vorzubeugen.
  • Naturgemäß kann die Abstreich- und Leimleiste 17 auch eine dementsprechend andere Gradeinteilung als z8o ° haben.
  • Den zum Leimstrich erforderlichen Leim erhält die Leimzunge 34 von der Leimabgabewalze 35 (Fig. 3, 4), die in Berührung mit der im Leimkasten 36 angeordneten Leimwalze 37 steht.
  • Um die Leimzunge 34 immer mit genügend frischem Leim zu versorgen, ist Anordnung getroffen, die Leimwalzen in Bewegung zu halten.
  • Der die Abstreich- und Leimleiste 17 zum Heftgut und wieder zurück bewegende Doppelhebel 25, 26 ist mit einer zweiten Nabe 38 (Fig. 4) versehen, die mittels der Zugstange 39 dem Klinkenhebel 40 mit Sperrklinke 41 genügend Bewegung erteilt, um das Sperrad 42 bei jedem Hub um einen Zahn vorwärts zu drehen. Das Sperrad 42 ist mit dem Zahnrad 43 verbunden, welches mit 44 kämmt und, da Zahnrad 44 mit Zahnrad 45 verbunden ist, die Drehbewegung auf das Rad 46 der Leimabgabewalze 35 überträgt. Es wird somit bei jedem Arbeitsgange der Maschine eine Drehbewegung der Leimwalze erfolgen, die genügt, der Leimzunge 34 den zum Leimstrich erforderlichen Frischleim zuzuführen.
  • Um zu ermöglichen, daß nur die Leimzunge34 der Leiste 17 mit Leim versehen wird, ist die Leiste 17 beiderseitig mit Scheiben 47 versehen, die gegen Scheiben der Leimabgabewalze 35 laufen (Fig. 6). Sie sind mit Vertiefungen 48 versehen, die mit den Zungen 34 abgestimmt sind, so daß nur, wenn diese Vertiefungen an den Gegenscheiben der Leimabgabewalze 35 anliegen, Leim abgegeben wird; während der übrigen Bewegung ist die Leiste 17 durch die Ringe 47 von der Leimabgabewalze 35 abgehoben.
  • Um ein leichtes Reinigen der Leimwalzen zu ermöglichen, ist der Leimkasten 36 bis auf die obere Seite geschlossen gehalten (Fig. iund3). Die Leimwalze 37, die Leimabgabewalze 35 und der Leimabstreicher 52 sind im Rahmen 49 angeordnet, der in Führungen 5o des Leimkastens 36 sitzt. Soll ein Reinigen der Leimwalzen und des Abstreichers erfolgen, so ist die Leimwalze 37 so zu drehen, daß der Schlitz der Kreuzkupplung 51, die die Verbindung der Leimwalze mit dem Antrieb 53 gibt, nach oben steht (Fig. i). Es kann dann sofort der Rahinen 49 mit den beiden Leimwalzen und der Abstreichleiste in Pfeilrichtung aus den Führungen 5o des Leimkastens 36 und somit aus der Maschine gehoben werden. Soll beim Heftvorgang mit Leimstrich gearbeitet werden, so wird, wie schon beschrieben, durch Niedertreten des Fußtrittes i die Kupplung 2 betätigt.
  • Hier im Ausführungsbeispiel ist die gebräuchlichste Heftart, das Verleimen der ersten mit der zweiten und der vorletzten mit der letzten Lage, erläutert; es ist jedoch selbstverständlich, daß erfindungsgemäß auch mehr Lagen als nur die ersten und die letzten beiden Lagen verleimt werden können, es können sogar alle Lagen eines Buches verleimt werden.
  • Im Ausführungsbeispiel wird, um die Ausbildung der Erfindung so einfach als möglich zu gestalten, mit dem Leimstrich der vorletzten Lage begonnen.
  • Die Rolle 7 läuft (Fig. 3) über den Nocken 5 der Nockenscheibe und bewirkt ein Drehen der Abstreich- und Leimleiste 17 durch Betätigung der Teile 6, 8, 9, io, 11, 13, 14, 15, 16 um 18o'. Folgt dann die Leiste 17 der Bewegung der Kurve 3o durch Übertragung der Teile 29, 28, 26, 25, so drückt die Zunge 34 der Leiste 17 auf die vorletzte Lage und gibt einen Leimstrich, worauf die Leiste 17, nachdem die Rolle 7 des Hebels 6 den Nocken 5 der Nockenscheibe 3 überschritten hat, ohne Drehbewegung in ihre Anfangsstellung zurückkehrt. Die Seite 31 der Leiste 17 ist also jetzt der Leimabgabewalze 35 zugekehrt. Beim nächsten Arbeitsgang der Maschine erfolgt derselbe Vorgang von neuem, die Abstreich- und Leimleiste 17 dreht sich um i8o °, so daß diesmal die Seite 31 der Leiste 17 die letzte Lage des Buches andrückt.
  • Zwischen dem fertiggehefteten und dem neu zu heftenden Buche ist im Ausführungsbeispiel ein Blindstich vorgesehen. Aus diesem Grunde ist die Nockenscheibe 3 mit einem Stillstand 54, also ohne Erhöhung, ausgeführt; die Abstreich-und Leimleiste 17 macht keine Drehbewegung, sondern arbeitet wieder mit der Seite 31 als Abstreichleiste.
  • Beim nächsten Arbeitsgang der Maschine läuft die Rolle 7 wieder über einen Nocken 5 der Nockenscheibe 3 und gibt, wie aus der vorgehenden Beschreibung bekannt, der ersten Lage des neuen Buches einen Leimstrich. Beim nun folgenden Arbeitsgang erfolgt wieder die Drehbewegung der Leiste 17, und die Seite 31 der Leiste 17 drückt die zweite Lage an die erste beleimte Lage.
  • Jetzt hat die Maschine fünf Arbeitsgänge gemacht, d. h. die Exzenterwelle 4 hat sich fünfmal gedreht, die Nockenscheibenwelle 4' einmal. Die Kupplung?, löst sich, und die Abstreich- und Leimleiste 17 arbeitet bis zum nächsten Einrücken der Kupplung, was bei der vorletzt zu heftenden Lage zu geschehen hat, nur mit der Kante 31 der Abstreichleiste 17.
  • Das Arbeitsspiel beginnt von neuem, wenn die Hefterin die vorletzte Lage des zu heftenden Buches anlegt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Klebstoffauftragvorrichtung an Fadenbuchheftmaschinen, bei welchen eine besondere Abstreichleiste die jeweils neu angehefteten Lagen und damit den ganzen Buchstapel zurückschiebt, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung des Klebstoffs von der Leimquelle auf die neu angeheftete Buchlage durch die Abstreichleiste selbst, wie an sich bekannt, unmittelbar unter der Anheftstelle erfolgt, derart, daß die Leiste durch eine Drehung um annähernd i8o ° um sich selbst wechselweise den Klebstoff von einer Leimquelle aufnimmt und an die zuletzt geheftete Lage unter gleichzeitigem Zurückschieben dieser Lage abgibt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf der Drehachse (61) der Abstreichleiste sitzendes Zahnrad (16) in deren rückwärtigen Endstellung in Eingriff mit einem Getriebe kommt, das nur im Gebrauchsfalle bewegt wird und dadurch die Abgabe des Klebstoffs an die Lage beim Anschwingen an die Heftstelle bewirkt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreichleiste auf ihrem Drehzapfen ein Zahnrad trägt, das in ein durch Kurve gesteuertes, lose, aber verriegelbar auf dem Schwingzapfen der Abstreichleiste sitzendes Segment eingreift, so daß die Drehung des Zahnrades nur nach erfolgter Entriegelung des Segmentes einsetzt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von außen kommende Impuls ein normal in Ruhe befindliches Getriebe einrückt, dessen Tätigkeit sich über mehrere Touren der Heftmaschine erstreckend den Leimauftragmechanismus so steuert, daß die erste und letzte Lage jedes Buches an ihre benachbarte am Falz angeklebt wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der von außen kommende Impuls ein mit der Heftmaschine verbundenes Getriebe (3, 5) einrückt, das erst nach entsprechend mehrmaligem Umlauf der Hauptwelle bzw. der Heftmaschine zur Ruhe kommt und dadurch die Klebstrichabgabe an den Falz der gewünschten Lagen innerhalb eines jeden Buches herbeiführt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe (3, 5) derart auf ein Schaltwerk (6 bis ii) einwirkt, daß je eine Umdrehung der Hauptwelle (q) die entsprechende Drehbewegung der Abstreichleiste (i7) als Zusatzbewegung zu ihrer Schwingbewegung herbeiführt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1064026B (de) * 1957-04-06 1959-08-27 Falz Und Heftmaschinenwerk Lei Steuerverfahren und -vorrichtung fuer Buchheftmaschine mit Leimauftragvorrichtung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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