DE596238C - Reinigung von Zuckersaeften bei der Herstellung von Entfaerbungskohle - Google Patents

Reinigung von Zuckersaeften bei der Herstellung von Entfaerbungskohle

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DE596238C
DE596238C DE1930596238D DE596238DD DE596238C DE 596238 C DE596238 C DE 596238C DE 1930596238 D DE1930596238 D DE 1930596238D DE 596238D D DE596238D D DE 596238DD DE 596238 C DE596238 C DE 596238C
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sugar
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purification
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YOSHIO INADA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/12Purification of sugar juices using adsorption agents, e.g. active carbon
    • C13B20/123Inorganic agents, e.g. active carbon

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Reinigung von Zuckersäften bei der Herstellung von Entfärbungskohle Gegenstand des Patents 529 80¢ bildet ein Verfahren zur Herstellung von Entfärbungskohle durch Glühen verkohlbarer kohlenstoffhaltiger Stoffe in Mischung mit Ätzkalk und Entfernung des Kalkes aus dem erhaltenen abgekühlten Reaktionsgemisch.
  • Es wurde gefunden, daß man dabei in vorteilhaftester Weise die Extraktion des Kalkes mit einer Raffinierung von Zuckersaft kuppeln kann, indem man der Kohle -entsprechende Mengen von Zuckersaft zur Extraktion des Kalkes verwendet und das gebildete Calciumsaccharat durch Einleiten von Kohlensäure, schwefliger Säure unter Bildung unlöslicher Kalkverbindungen zersetzt.
  • Gemäß der Erfindung wird danach die durch trockene Destillation des mit Kalk durchsetzten Rohstoffes erhaltene, von Kalkk durchsetzte Kohle mit Wasser zu einer Suspension verarbeitet und diese dann mit Zuckersaft oder Zuckerlösung vermischt, ohne daß vorher der Kalk aus der Kohle mit Säure herausgelöst wird. Der in der Kohle vorhandene Kalk reagiert mit der Saccharos:e und wird als Monocalciumsaccharat aus der Kohle herausgelöst, wobei die feinen Poren der Kohle, die durch die Herauslösung des Kalkes frei werden, augenblicklich mit Zuckersaft oder Zuckerlösung gefüllt werden. Luft kann dann nicht in die Poren der Kohle eintreten, die infolgedessen eine hohe Entfärbungswirkung aufweist. Dann leitet man in das Gemisch von Monocalciumsaccharat und Zuckerlösung Kohlensäure oder schweflige Säure, um Calcium als lösliches kohlensaures Salz oder schwefligsaures Salz unter Freimachung des Zuckers auszufällen, wobei das gebildete Kalksalz die Verunreinigungen absorbiert. Die Flüssigkeit wird gleichzeitig sauer und dabei vollständig durch die Entfärbungskohle entfärbt. Es ist wohlbekannt, zur Entfärbung von Zuckersaft oder Zuckerlösung pflanzliche Entfärbungskohle zu verwenden. Dabei verfährt man jedoch im allgemeinen so, daß man dem Zuckersaft und der. Zuckerlösung zunächst Calciumhydroxyd zusetzt, dann carbonisiert oder sulfitiert und schließlich vorher hergestellte Entfärbungskohle zufügt. Zur Herstellung von Entfärbungskohle benötigt man aber eine große Menge von Salzsäure, um den zur Kohleherstellung verwendeten Kalk zu extrahieren, die nach der Extraktion mit Wasser gewaschen werden muß. Dabei hat man erhebliche Kohleverluste durch Bildung von Kohlepulver.
  • Es ist weiter zu berücksichtigen, daß die Entfärbungskraft von Entfärbungskohle fast direkt proportional den Poren und ihrer Oberfläche ist. Je feiner deshalb die Poren sind, desto besser ist die Qualität der Kohle. Da jedoch die Luft, die die Poren der Kohle anfüllt, das Eindringen von Zuckersaft oder Zuckerlösung in die Kohle verhindert, wird dadurch die Entfärbungskraft der Kohle weiter herabgesetzt.
  • Das vorliegende Verfahren bietet demgegenüber einerseits den Vorteil, daß dabei mit einer auf bedeutend einfachere Weise hergestellten Kohle gearbeitet wird; denn nach dem bisher üblichen Vorgehen wird, wie bereits gesagt, Kalk mit Salzsäure aus der Kohle entfernt und später wieder als solcher gemischt mit Kohle zugegeben. Andererseits ist durch die vorliegende Erfindung ein erheblicher Fortschritt auch noch durch die Tatsache gegeben, daß dabei ein besseres Eindringen der Zuckerlösung in die Poren der Kohle und damit auch eine bessere Reinigungswirkung der Kohle dadurch herbeigeführt wird, daß der Zuckersaft während des Herauslösens des Kalkes zwangsläufig in die dadurch entstehenden Hohlräume eindringen muß, wohingegen bei Verwendung von kalkfreier poröser Entfärbungskohle letztere in ihren Poren stets so viel Luft enthält, daß ein Eindringen der Zuckerlösung sehr erschwert wird. Außerdem werden bei der folgenden Carbonisierung, Sulfitierung o. dgl. durch das Sauerwerden der Lösung und die Erhöhung der Viscosität bessere Bedingungen für die Wirkung der Kohle geschaffen und deren Wirkung auch noch durch das ausfallende Calciumcarbonat bzw. -sulfit wesentlich unterstützt. Man erhält damit durch die erfindungsgemäße Kupplung der Extraktion des Kalkes bei der Herstellung von Entfärbungskohle mit einer Raffinierung von Zuckersaft auf einfachste und wirtschaftlichste Weise gleichzeitig auch einen hochprozentigen, reinweißen Zucker. Beispiel Späne eines mäßig weichen Holzes werden mit ungefähr der gleichen Gewichtsmenge von gelöschtem Kalk, berechnet auf das trokkene Holz, verknetet, und das Gemisch wird bei einer Temperatur von ungefähr iooo° C verkohlt. Das Verkohlungsprodukt wird, wenn das Feuer gelöscht ist, etwa z bis 3 Minuten lang der Luft ausgesetzt, um -es vollständig zu verkohlen und den Kalk in Calciumoxyd umzuwandeln. Das auf diese Weise erhaltene Erzeugnis wird zerkleinert und in Wasser suspendiert. Wenn man i bis 5 Gewichtsteile, berechnet auf die Trockensubstanz dieser Suspension, in eine mehr als 5o 0/ö Rohrzucker enthaltende konzentrierte Zuckerlösung, die ioo Gewichtsteile feste Substanz aufweist, bei 6o° C hineinbringt, werden 84 % des in der Kohle vorhandenen Calciumoxydes schnell als Calciumsaccharat gelöst.
  • Das Reaktionsgemisch wird dann bis zum Eintreten durch Einleiten von Kohlensäure oder schwefliger Säure carbonisiert oder sulfitiert.
  • Der technische Fortschritt des neuen Verfahrens geht im einzelnen auch noch aus der nachstehenden Tabelle hervor, in der unter i die durch Entfärbung gemäß der Erfindung erhaltenen Daten angegeben sind, während sich unter z die Daten finden, die man erhält, wenn man den gleichen Zuckersaft mit einer fertigen Entfärbungskohle behandelt, und unter 3 die Daten sind, die man erhält, wenn man den gleichen Zuckersaft mit so viel Kalk versetzt, als in der Kohle vorhanden ist, die beim Versuch i verwendet wird und dann mit schwefliger Säure neutralisiert.
    Ursprünglicher Saft Ver- Stamrners
    feste wendete Farbwert
    Brix Substanz nach der
    Farbiv ert m . ioo ccm Kohle Ent-
    färbung
    (1) 50.34 6.o 62, 2 3 1,87 1,64
    (2) 5034 6,o 62,23 1,87 2,56
    (3) 5034 6,o 62,23 1,87 36z

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Reinigung von Zuckersäften bei der Herstellung von Entfärbungskohle nach Patent 5298o4, dadurch gekennzeichnet, daß die Extraktion des Kalkes mit einer Raffinierung von Zuckersaft gekuppelt wird, indem Zuckersaft zur Extraktion des Kalkes verwendet wird und das gebildete Calciumsaccharat durch Einleiten von Kohlensäure, schwefliger Säure u. dgl. unter Bildung unlöslicher Kalkverbindungen zersetzt wird.
DE1930596238D 1930-11-16 1930-11-16 Reinigung von Zuckersaeften bei der Herstellung von Entfaerbungskohle Expired DE596238C (de)

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