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Druckeinrichtung für Rechenmaschinen o. dgl. Die Erfindung betrifft
eine Druckeinrichtung für Rechenmaschinen o. dgl.
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Die Druckeinrichtung für solche Maschinen besaß bisher Hämmer, die
die Typenstangen zum Anschlag brachten, oder die Typenstangen selbst waren so angeordnet,
daß sie normalerweise gegen einen Druck gehalten wurden, der z. B. von Federn ausgeübt
wurde. Nach dem Einstellen wurden sie plötzlich ausgelöst, so daß der auf den Typenstangen
ruhende Druck den stoßartigen Anschlag gegen die Druckplatte bewirkte. Eine derartige
Druckeinrichtung weist den Nachteil auf, daB erhebliches Geräusch beim jedesmaligen
Anschlagen der Platte erzeugt wird. Ferner ist die Abnutzung der Maschine gewöhnlich
stark.
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Bei Druckeinrichtungen für Rechenmaschinen ist es auch bereits vorgeschlagen
worden, die Typen mit der Papierwalze entweder mittels einer Kurvenscheibe oder
durch Kniehebelwirkung in Berührung zu bringen.
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Der Hauptzweck nach der Erfindung besteht darin, eine einfache und
leistungsfähige Druckeinrichtung zu schaffen, bei der die Abnutzung auf ein Mindestmaß
verringert, ein durch Schlag erfolgendes Drucken vermieden und trotzdem ein bestimmter
Druck auf die Typenstangen zum Drucken ausgeübt wird. Ferner stehen die Typen beim
Anschlag in einer geraden Linie. Die hierzu verwendeten Teile sind einfach und leicht
herzustellen, leicht zusammenzubauen und besitzen eine lange Gebrauchsdauer.
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Nach der Erfindung ist eine Druckeinrichtung, bei der Typenstangen
mit Zähnen an einer Längskante angeordnet sind, deren Zahnlücken dem Typenabstande
an der gegenüberliegenden Kante entsprechen und bei der die Stangen in der Längsrichtung
bewegt werden, um eine bestimmte Type der Druckzeile der Papierwalze gegenüberzubringen,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Typenstange ein Winkelhebel zugeordnet ist, der
an dem einen Ende neben den Zähnen der Typenstangen einen Ansatz besitzt. Am gegenüberliegenden
Ende sucht eine Feder den Winkelhebel so zu verschwenken, daß sich der Ansatz nach
den Zähnen hin bewegt. Am Winkelhebel ist ein Hebel angelenkt, dessen eines Ende
in einen Schlitz der Typenstange greift und dessen anderes Ende scharnierartig am
Ende eines Hebels angelenkt ist, der sich unter der Wirkung einer Feder mit dem
Winkelhebel derart drehen kann, daß der am Winkelhebel angelenkte Hebel die Typenstange
nach dem Ansatz hin bewegt, bis letzterer in die Verzahnung eingreift, worauf sich
die beiden Hebel zusammen bewegen und die Typenstange mit dem Winkelhebel nach der
Papierwalze hin bewegt wird, und zwar unter der gemeinsamen Wirkung der Federn,
die den Winkelhebel und den angelenkten Hebel steuern.
Auf der Zeichnung
ist der Gegenstand der Erfindung bei einer Rechenmaschine dargestellt; es zeigen
Fig. = eine Seitenansicht der allgemeinen Anordnung und Steuerung der Druckeinrichtung
und Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung einer einzelnen Typenstange und ihrer
zugehörigen Druckeinrichtung und Drucksperreinrichtung, und zwar von der entgegengesetzten
Seite, wie Fig. i gesehen.
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Die Druckeinrichtung besteht aus einer Mehrzahl von Typenstangen 240.
An jeder sitzt ein Typenblock 246 mittels einer durchgehenden Tasche 245, die die
flachen Flächen der Stangen 240 erfaßt. Die Stangen 240 sind dicht zusammen an der
Rückseite der l@laschine angeordnet. Jede Typenstange 240 ist mit einem besonderen
Stellenrechenrad verbunden und kann in der Längsrichtung nach oben hin entsprechend
der Einstellung des Rades in bekannter Weise bewegt werden, z. B. durch Hebel 84,
die mit der Antriebseinrichtung des Rechenrades verbunden sind. Die Verbindung zwischen
den Hebeln 84 und den Typenstangen besteht aus den Zapfen 241, die in die offenen.
Schlitze 242 der Typenstangen eingreifen. Die Aufwärtsbewegung bringt die entsprechenden
Typen der Druckzeile einer Walze 243 gegenüber.
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Um die Typenstangen 240 nach der Walze zum Drucken zu bringen, ist
jede Stange mit einer Vorrichtung verbunden, die aus einem Winkelhebel 251 und einem
verschwenkbaren Glied besteht, die beide auf einer gemeinsamen Querwelle 252 gelenkig
angeordnet sind. Das schwenkbare Glied besteht, wie dargestellt, aus einem nachgiebigen
Hebel, der durch zwei Arme 248 und 248° gebildet wird. Sie sind bei 248° gelenkig
verbunden. Der Arm 248 ist an der Querwelle 252 gelenkig befestigt und an seinem
unteren Ende 248a mit einer Feder 265 verbunden, die an der Querwelle 26o befestigt
ist. Der Arm 248e- ist bei 248z mit dem Winkelhebel 251 gelenkig verbunden und besitzt
einen Zapfen 247, der in einem Schlitz 24o11 der Typenstange 2240 geführt wird.
Die Rückfläche jeder Typenstange 2q.0 besitzt Zähne 253, während der zugehörige
Winkelhebel 251 an seinem oberen Ende einen vorstehenden Zapfen 25o besitzt, der
zweckmäßig eine Rolle 254 trägt, die sich gegen die Zähne 253 der Typenstange 240
legt, um letztere vor dem Drucken auszurichten und auf die Typenstange einen Druck
auszuüben mittels einer Feder 255, die das untere Ende 25i11 jedes Hebels 251 mit
der Welle 26o verbindet. Der Druck der Feder 255 wird auch durch die Spannung der
Feder 265 erhöht, wie später angegeben wird. Der Abstand der Zähne 253 entspricht
dem Abstand der Typen. Weil sich die Zapfen 250 oder ihre Rollen 254 in die Zähne
legen, erfolgt das Ausrichten der verschiedenen Typenstangen zwangsläufig, so daß
die richtige Type gegenüber der Druckzeile liegt.
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Die Auf- oder Abwärtsbewegung der Typenstangen, die zum Ausrichten
notwendig sein kann, geht in folgender Weise vor sich Die Aufwärtsbewegung ist infolge
der Schlitze 242 möglich, in die die Zapfen 241 der Hebel 84 eingreifen. Die Abwärtsbewegung
ist möglich, wenn die Typenstangen in der Null- oder einer anderen Stellung sind,
und zwar dadurch, daß die Hebel 84 die in der Nullstellung befindlichen Typenstangen
mit einem gewissen Spiel zwischen den Enden der Schlitze 240a und den Zapfen 247
halten und daß die Hebel 84 auch derart nachgiebig mit der Antriebsvorrichtung des
Rechenrades verbunden sind, daß sie unabhängig von ihr nach unten gegen die Wirkung
ihrer Federn verschwenkt werden können.
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Das Drucken erfolgt kurz vor der Beendigung der ersten Drehung der
Bedienungskurbel 4 der Rechenmaschine und wird durch die Querschiene 261 gesteuert,
die durch zwei Schwenkhebel 2o3 gehalten wird. Diese sind bei 26o an den entsprechenden
Seitenrahmen 3 der Maschine angelenkt und werden durch die Hauptwelle i betätigt,
und zwar durch den Drucklenker 2o2. Der Schwenkhebel 203 ist, wie dargestellt, zweckmäßig
an beiden Seiten der Maschine unterhalb seines Anlenkungspunktes 26o verlängert
und mit einer Feder 203a verbunden, die am Rahmen 3 befestigt ist. Die Querschiene
261 legt sich normalerweise gegen die unteren Enden der Arme 251 und der Hebel 248,
um die Druckvorrichtung in unwirksamer Stellung zu halten, wie in der Zeichnung
dargestellt, und zwar entgegen der Wirkung der Federn 255 und 265. Der Lenker
2o2 ist mit der Antriebswelle i durch eine Zapfen- und Schlitzverbindung verbunden.
Diese wird durch einen Arm 262, der fest auf der Welle i sitzt, gebildet. Das freie
Ende des Armes trägt einen Zapfen 263, der in einem im Lenker 2o2 befindlichen Schlitz
264 von geeignetem Radius geführt ist. Während der ersten Bewegung der Handkurbel
4 in der Pfeilrichtung A nach Fig. i wird der Zapfen 263 zuerst im Schlitz 264 geführt.
Kurz vor Beendigung der Rechtsdrehung, d. h. nach der Bewegung, die nötig ist, um
die Maximalaufwärtsbewegung der Typenstangen zu bewirken, legt er sich gegen das
Ende 264a des Schlitzes. Dadurch wird der Lenker 2o2 nach rechts bewegt, und zwar
bei der weiteren Drehung der Kurbel. Dabei wird allmählich die Schiene z61 nach
rechts gegen die Federn 203a bewegt. Die Federn 2o3,1 suchen normalerweise die Schiene
261 gegen das untere Ende 248a und 25i11 der Hebel 248 bzw. der Hebel 251 zu drücken,
bis sich der Zapfen 263 gegen das Ende 264a des Schlitzes 264 legt. Angenommen,
daß der nicht beschriebene Mechanismus, der dazu dient, das Drucken von Nullen links
von der
höchsten am Tastenbrett eingestellten Zahlenstelle zu vermeiden,
betätigt worden ist, wie im folgenden beschrieben wird, wobei sich die Schiene 261
nach rechts bewegt, folgen die Enden 2486 ?m.d 25z6 des Hebels- 248 bzw. des Armes
251 jeder Druckvorrichtung, und zwar infolge der Einwirkung der Federn 265 und 255.
Infolgedessen werden die Hebel 248 und die Arme 251 um die gemeinsame Querwelle
252 verschwenkt. Die Verschwenkung der Arme 251 bewirkt, daß die Ausrichterollen
254 sich gegen die Typenstangen 24o bewegen. Die Verschwenkung der Hebel 248 bewirkt,
daß die zugehörigen Hebel 248c um die Anlenkungspunkte 248b der Arme 251 verschwenkt
werden. Infolgedessen bewegen sich die Typenstangen gegen die Ausrichterollen 254,
bis sich letztere gegen die Zähne 253 entsprechend der Einstellung der Typenstangen
legen. Diese Relativbewegung kann durch die Federn 244 unterstützt werden, die die
oberen Enden derArme 251 mit den Hebeln 248c verbinden. Nachdem die Rollen 254 in
die Zähne 253 eingetreten sind, bewegen sich die Hebel 248 und 248c jeder Druckvorrichtung
zusammen, so daß nach dem Ausrichten die Typenstangen 24o gegen die Papierwalze
243 bewegt werden, um das Drucken unter der gemeinsamen Wirkung der Federn 255 und
265 zu bewirken. Während der Drehung der Kurbel 4 nach der Aufwärtsbewegung der
Typenstangen 24o ist die Schiene 261 wirksam, um allmählich die Druckeinrichtungen
auszulösen zum gleichzeitigen Ausrichten aller Typenstangen und um darauf letztere
in Druckstellung zu bringen, so daß der Posten, der am Tastenbrett eingestellt ist,
gedruckt wird. Bei Rückdrehung der Kurbel 4 ermöglicht eine Bewegung des Armes 262
nach links (Fig. i) eine-Einwirkung der Federn 2o36 auf die Hebel 203. Infolgedessen
legt sich die Schiene 261 gegen die unteren Enden 2486 und 25x6 der Druckvorrichtung
und verschwenkt dadurch die Hebel 248 und die Arne 251 im Uhrzeigersinne, um die
Ausrichterollen 254 von den Zähnen 253 der Typenstangen 24o zu lösen. Die Typenstangen
sind darauf entriegelt und können wieder abwärts in die Normalstellung zurückgehen..
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Wenn die Druclisperrtaste toi heruntergedrückt wird, betätigt der
Winkelhebel gio den Drucklenker 2o2, um den Schlitz 204 für den toten Gang über
den Zapfen 205 am Ende der Schiene 261 zu bringen. In diesem Fall wird, wie
ersichtlich, eine Rechtsdrehung der Antriebswelle i nicht auf die Hebel
203 übertragen. Die Arme 251 und die Hebel 248 können nicht unter der Einwirkung
ihrer Federn 255 und 265 verschwenkt werden, so daß, obgleich die verschiedenenTypenstangen
eingestellt sein können, die Druckvorrichtungen ausgeschaltet sind. Ein Drucken
erfolgt nicht. Sobald die Drucksperrtaste toi gelöst wird, nimmt aber der Drucklenker
2o2 unter der Wirkung der Feder 2o6 seine Normalstellung ein. Eine darauffolgende
Rechtsdrehung der Kurbel 4 bewirkt ein allmähliches Auslösen der Druckvorrichtungen,
damit die Typenstangen das Drucken bewirken.