DE594433C - Unter Atmosphaerendruck brennende Quecksilberdampflampe oder Gleichrichter - Google Patents
Unter Atmosphaerendruck brennende Quecksilberdampflampe oder GleichrichterInfo
- Publication number
- DE594433C DE594433C DEK126189D DEK0126189D DE594433C DE 594433 C DE594433 C DE 594433C DE K126189 D DEK126189 D DE K126189D DE K0126189 D DEK0126189 D DE K0126189D DE 594433 C DE594433 C DE 594433C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vessel
- vapor lamp
- mercury
- mercury vapor
- cooler
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J13/00—Discharge tubes with liquid-pool cathodes, e.g. metal-vapour rectifying tubes
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J61/00—Gas-discharge or vapour-discharge lamps
- H01J61/02—Details
- H01J61/30—Vessels; Containers
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J2893/00—Discharge tubes and lamps
- H01J2893/0072—Disassembly or repair of discharge tubes
- H01J2893/0095—Tubes with exclusively liquid main electrodes
Landscapes
- Discharge Lamps And Accessories Thereof (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf unter Atmosphärendruck brennende Quecksilberdampflampen
oder Gleichrichter, bei denen das Zünden durch. Verdampfen von Quecksilber aus
— S einem Verdampfungsgefäß erfolgt und die mit einem elastischen Anodenpolgefäß und
einem vor diesem befindlichen senkrechten Kühler ausgerüstet sind. Ferner ist bei diesen
Lampen das Kathodenpolgefäß unter einem spitzen Winkel an das Leuchtrohr angesetzt.
Um ein schnelles und sicheres Zünden dieser Lampe zu erreichen, wird erfindungsgemäß
das Verdampfungsgefäß so angebracht, daß der tiefste Punkt seiner Mündung in dem
Leuchtrohr unterhalb des tiefsten Punktes des Knicks liegt, der einerseits durch das
Kathodenpolgefäß und andererseits durch das Leuchtrohr gebildet wird, und an der Übergangsstelle
des Verdampfungsgefäßes in das Leuchtrohr nach dem Scheitel der Kathode
hin eine die Zirkulation des Quecksilbers und des Quecksilberdampfes erleichternde Ausbuchtung
vorgesehen. Hierdurch wird aiuch noch der Vorteil .erreicht, daß das Verdampfungsgefäß'
im Gegensatz zu den bisher be-■kannten recht klein ausgeführt sein kann, da
.bis zur Zündung immer wieder Quecksilber in das Verdampfungsgefäß hineinfließt. Der
in dem Verdampfungsgefäß entwickelte Quecksilberdampf sammelt sich oberhalb der Kathode
und bewirkt, wenn genügend Dampf erzeugt ist, mit Sicherheit eine Trennung des Quecksilbers an der Übergangsstelle von Kathodenpolgefäß
zum Leuchtrohr nach viel kürzerer Zeit, als es bisher möglich war. Bei dem Gegenstand der Erfindung kann es nicht
wie bei den bisher bekannten Lampen vorkommen, daß sich eine Dampf blase im Verdampfungsgefäß
bildet, die nicht genügend Druck hat, um das Quecksilber im Laucht- 4"
rohr zu trennen, oder daß schlagartig Quecksilber in das Verdampfungsgefäß fließt, wodurch
dieses leicht zertrümmert werden kann. Es findet vielmehr stets ein ruhiges Fließen
von Quecksilber in das Verdampfungsgefäß hinein bzw. ein ruhiges Abströmen des erzeugten
Dampf es aus dem Verdampfungsgefäß heraus bis zur Zündung statt. Um eine genügende
Erwärmung des Kathodenpolgefäßes zu erreichen, wird ferner erfindungsgemäß der
Heizdraht sowohl um das Verdampfungsgefäß selbst als auch entlang der Ausbuchtung
um einen am Scheitel des Kathodenpolgefäßes angebrachten Knopf herumgelegt.
Ferner muß bei diesen Lampen darauf geachtet werden, daß das Anodenquecksilber
genügend gekühlt ist; es könnte sonst eine zusätzliche Dampfbildung an der Anode einsetzen,
die ein unruhiges Brennen der Lampe zur Folge hätte. Außerdem muß ajuch das
elastische Anodenpolgefäß vor zu hoher Erwärmung geschützt werden. Daher wird nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung der Kühler doppelwandig ausgeführt. Zu dem
gleichen Zweck kann auf dem oberen Teil des Kühlers ein auswechselbarer Reflektor, der
noch mit zusätzlichen Kühlflächen versehen sein kann, zwischen Leuchtrohr und Kühler
angeordnet werden. Endlich kann man den Kühler auch als mit Elektrodenmaterial ge-
füllten Spiegel ausbilden, der sowohl eben als auch nach einer geeigneten Exponentialkurve
gekrümmt sein kann.
Die bisherige Art der Dämpfung der An-5 ode mittels einer Kapillare bedingte vollkommen
vakuumdichte Quarzeinschmelziungen, da beim Erlöschen des Lichtbogens durch die
schlagartig auftretende Kondensation im Brennerinnern Vakuum entsteht und durch
ίο Eindringen von Luft durch die Einschmelzstelle
die Funktion gestört wurde. Das Reinigen und Füllen solcher Brenner war infolge der überaus engen Kapillare zeitraubend
und umständlich. Beim Auskochen gelegent-Hch des Füllens mit dem Elektrodenmaterial
trat oft infolge der schlagartigen Dampfentwicklung bzw. dessen Kondensation Bruch des
Quarzbrenners ein. Nach der Erfindung genügen gewöhnliche, billig herzustellende
so quecksilberdichte Elektrodeneinschmelzungen an Stelle der teuren, schwierig und mangelhaft
herstellbaren vakuumdichten. Dies wird
durch Anordnung eines Kugel- oder sonstig gestalteten Schwimmerventils an Stelle der
bisherigen Kapillare erreicht, da der Rückfluß des Quecksilbers vollkommen ungedämpft
vorsieh gehen kann, also eine Vakuumbildung überhaupt nicht in Frage kommt.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist der Ausbau des elastischen Anodenpolgefäßes.
Während bei den bisher verwendeten, als Vorratsgefäß dienenden elastischen Abschlußkappen
eine Druckänderung ohne weiteres nicht möglich war und das in die elastische Kappe
gedrückte Quecksilber infolge der auftretenden Heberwirkung druckvermindernden Einfluß
ausübte, ist durch die erfindungsgemäße Anordnung eines membranartig ausgebauten
elastischen Abschlusses sowohl eine Druckregelung während des Brennens der Lampe
möglich durch Auflegen eines entsprechenden Gewichtes, wie auch das Reinigen, Füllen
und Auskochen des Brenners leicht und ohne jede Bruchgefahr zu bewerkstelligen.
Die Zeichnung veranschaulicht in
Fig. ι den Brenner mit der Kathode in Vorderansicht,
Fig. 2 den Grundriß ■ davon, der die neue Zündvorrichtung und die Anordnung des Heizdrahtes
zeigt,
Fig. 3 die Vorderansicht des Brenners mit doppelwandigem Quarzkühler und auf diesen
gesteckt den Metallkühler mit Reflektor, Fig. 4 den Grundriß der Fig. 3;
Fig. 5 und 6 veranschaulichen einen Brenner in Auf- und Grundriß, bei dem der Kühler
als mit Elektrodenmaterial gefüllter Quarzspiegel ausgeführt ist,
Fig. 7 die mit dem elastischen Membranabschluß vereinigte Druckregulier- lund Dämpfungseinrichtung
im Vertikalschnitt.
Es bezeichnet in Fig. 1 und 2 a. das Verdampfungsgefäß
von etwa gleicher lichter "Weite wie das Leuchtrohr b, welches horizontal
dicht neben dem Kathodengefäß c angeordnet ist und durch den Heizdraht d erhitzt
wird. Die Ausbuchtung e des Verdampfungsgefäßes nach dem Scheitel des Kathodengefäßes
hat den Zweck, vermöge der hierdurch leicht vor sich gehenden Wärmezirkulation ein rasches Verdampfen und richtiges
Trennen des Quecksilbers an der Kathodenmündung zu bewerkstelligen. Der Heizdraht d
ist in Schraubenwindungen um das Verdampfungsgefäß α gelegt und zum genügenden Erwärmen
des Kathodenpolgefäßes an der Ausbuchtung e entlang über den Knopf/ an den
Knopf g geführt.
In Fig. 3 und 4 bezeichnen α das Verdampfungsgefäß,
h den doppelwandigen Hohlraum des zylindrischen Kühlers, i den metallenen
Kühler mit dem Reflektor/.
In Fig. 5 und 6 stellen α das Verdampf ungsgefäß,
k den reflektorartig mit Elektrodenmaterial gefüllten Kühler dar.
In Fig. 7 bezeichnen I den für die Aufnahme der Druckregulier- "und Dämpfiungseinrichtung
bestimmten Becher des Quarzbrenners, m die elastische Abdichtung, η den Ventilsitz mit
der Dämpfungsrille ρ und mit dem Steigrohr o,
q die Schwimmerkugel, r den Membranteller, s die Membran, t den Membranzwischenring,
11 das Membranfüllrohr, ν die Membranschutzhaube.
Die Kordelschraube w dient zum Pressen der elastischen Abdichtung m gegen
den Quarzbecher I. Die Schraubenkappe χ dient zum Verschließen der Füllröhre 11 und
als Träger der Druckreguliergewichte y.
An' Stelle der bisher üblichen Anordnung einer Dämpfungskapillare findet das durch
den Lichtbogen abgedrängte Quecksilber bei der Erfindung an dem neu angeordneten
Schwimmerventil den zur Dämpfung erforderlichen Widerstand, da das Quecksilber infolge
des Auftriebes des Ventilkörpers q nur durch die Rille/;, welches sich auf dem Ventilsitz«
befindet, entweichen kann. Das Ventil besitzt auf seinem Steigerohr 0 ein Membrangehäuse
mit einer elastischen Membran s, unter welche das Quecksilber abgedrängt wird und Raum
zur Aufspeicherung findet. Den Verschluß bildet die auf dem Membranfüllrohr ti befindliche
Schraubkappe x, welche gleichzeitig zur Aufnahme von Zusatzgewichten y bestimmt ist.
Die Druckregulier- und Dämpfungseinrichtung ist in' einer Olive des Quarzbrenners vermittels
eines elastischen Pfropfens m, welcher durch eine Schraubmutter w zusammengepreßt
werden kann, absolut dicht eingesetzt. Das Zurückfließen des Quecksilbers nach dem Erlöschen
des Lichtbogens geht infolge dieser Einrichtung ohne Dämpfung vor sich, da der
Ventilkörper q den Dämpfungsquerschnitt freigibt, so daß eine Vakuumbildung mit Sicherheit
verhindert wird.
Claims (8)
1. Unter Atmosphärendruck brennende Quecksilberdampflampe oder Gleichrichter,
bei der das Zünden durch Verdampfen von Quecksilber aus einem Verdampfungsgefäß erfolgt, mit elastischem Anodenpolgefäß,
mit unter spitzem Winkel an das Leuchtrohr angesetztem Kathodenpolgefäß und mit senkrecht vor dem Anodenpolgefäß
angeordnetem Kühler, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdampfungsgefäß so angebracht ist, daß der tiefste
Punkt seiner Mündung in dem Leuchtrohr unterhalb des tiefsten Punktes des Knicks
liegt, der einerseits durch das Kathodenpolgefäß und andererseits durch das
Leuchtrohr gebildet wird, und daß an der Übergangsstelle des Verdampfungsgefäßes
in das Leuchtrohr nach dem Scheitel der Kathode hin eine die Zirkulation des Quecksilbers und des Quecksilber dampf es
erleichternde Ausbuchtung vorgesehen ist.
2. Quecksilberdampflampe nach Anspruch. I, dadurch gekennzeichnet, daß der
Heizdraht sowohl um das Verdampfungsgefäß selbst als auch entlang der Ausbuchtung
und ium einen am Scheitel der Kathode als Heizkörper wirkenden Knopf
herumgelegt ist.
3. Quecksilberdampflampe nach. 'Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kühler (Ji) doppelwandig ausgeführt ist.
4. Quecksilberdampflampe nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem oberen Teil des Kühlers zwisehen Kühler und Leuchtrohr ein auswechselbarer
Reflektor angeordnet ist.
5. Quecksilberdampflampe ' nach Anspruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kühler (k) als ein mit Elektrodenmaterial gefüllter Spiegel ausgebildet ist.
6. Quecksilberdampflampe nach Anspruch ι bis S, dadurch gekennzeichnet,
daß das elastische Anodenpolgefäß als Membran mit regulierbarer Druckeinstellung
ausgebildet ist.
7. Quecksilberdampflampe nach Anspruch ι bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Dämpfung des in das Anodenpolgefäß ein- bzw. ausströmenden Quecksilbers
ein Schwimmerventil (q) dient, auf dessen Sitz sich eine Dämpfungsrille (p)
befindet.
8. Quecksilberdampflampe nach Anspruch ι bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfungs- und Druckreguliervorrichtung durch Zusammenpressen einer Dichtungslage (m) in einem olivenartig
ausgebauchten Anodenpolgefäßende (/), dicht mit demselben abschließend, befestigt
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK126189D DE594433C (de) | 1932-07-10 | 1932-07-10 | Unter Atmosphaerendruck brennende Quecksilberdampflampe oder Gleichrichter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK126189D DE594433C (de) | 1932-07-10 | 1932-07-10 | Unter Atmosphaerendruck brennende Quecksilberdampflampe oder Gleichrichter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE594433C true DE594433C (de) | 1934-03-16 |
Family
ID=7246063
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK126189D Expired DE594433C (de) | 1932-07-10 | 1932-07-10 | Unter Atmosphaerendruck brennende Quecksilberdampflampe oder Gleichrichter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE594433C (de) |
-
1932
- 1932-07-10 DE DEK126189D patent/DE594433C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1811817B2 (de) | Verdampfungsvorrichtung fuer ein fluechtiges narkosemittel | |
| DE2707295A1 (de) | Niederdruckquecksilberdampfentladungslampe | |
| DE594433C (de) | Unter Atmosphaerendruck brennende Quecksilberdampflampe oder Gleichrichter | |
| DE1931847C3 (de) | Dampfbügeleisen | |
| DE372965C (de) | Vorrichtung zum selbsttaetigen Ablassen des Kuehlwassers von Motoren bei Frostgefahr | |
| DE3208998A1 (de) | Vorrichtung zum entlueften von leitungssystemen | |
| DE16238C (de) | Ein Gaslöthkolben | |
| DE536288C (de) | Quecksilberdampflampe | |
| DE293586C (de) | ||
| DE306156C (de) | ||
| DE757473C (de) | Entladungsgefaess mit einer Dampffuellung, die aus einem im Roehrenfuss vorgesehenen Vorrat eines dampfbildenden Stoffes ergaenzt wird | |
| DE11121C (de) | Apparat zur Erzeugung von Leuchtgas aus Gasolin | |
| DE344515C (de) | Quecksilberdampf-Quarz-Lampe mit einer aus einem traegen Gas bestehenden Atmosphaere | |
| AT121764B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von Metalldampflampen. | |
| AT69350B (de) | Anzeigevorrichtung für das Undichtwerden von Kompressor-Stopfbüchsen. | |
| DE446185C (de) | Glasgleichrichter mit innerer Kuehlung | |
| DE16407C (de) | Vorrichtungen au Waggondeckenlampen zur Regulirung des Petroleumstandes und zum Auslöschen der Flamme | |
| DE635531C (de) | Sturmlaterne mit Verschlussstueck | |
| DE557469C (de) | Kondenswasserableiter fuer Dampfheizkoerper | |
| DE678036C (de) | Regeleinrichtung fuer durch Elektroden beheizte Geraete | |
| AT21929B (de) | Durch Änderung des Gasdruckes betriebene Zünd- und Löschvorrichtung für Gasflammen. | |
| DE42711C (de) | Neuerung an Beleuchtungsvorrichtungen für Mineralöl | |
| DE72072C (de) | Schnell-Infundirapparat | |
| DE215779C (de) | ||
| DE387825C (de) | Verschluss fuer Fluessigkeitsbehaelter mit einer Huelse aus Metallblech mit OEffnungen im Boden und einem in diesen eingesetzten Entlueftungsrohr |