DE591107C - Bekaempfung von Ruebenaaskaefern und ihren Larven - Google Patents

Bekaempfung von Ruebenaaskaefern und ihren Larven

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DE591107C
DE591107C DEP55466D DEP0055466D DE591107C DE 591107 C DE591107 C DE 591107C DE P55466 D DEP55466 D DE P55466D DE P0055466 D DEP0055466 D DE P0055466D DE 591107 C DE591107 C DE 591107C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/002Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing a foodstuff as carrier or diluent, i.e. baits
    • A01N25/006Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing a foodstuff as carrier or diluent, i.e. baits insecticidal

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bekämpfung von Rübenaaskäfern und ihren Larven und besteht in der Verwendung eines zweckmäßig vor dem Ausstreuen mit Flüssigkeit angeteigten Gemisches von Fraßgiften, wie Schweinfurter Grün, Natriumsilicofluorid, Arsena.ten u. dgl., mit Fischmehl, Fleischmehl oder Blutmehl als Köder und gegebenenfalls noch Verdünnungsmitteln, die, wie Kleie, zugleich Nahrungsmittel für die Schädlinge sein können. Die Erfindung betrifft ferner ein zur Durchführung des neuen Verfahrens besonders geeignetes Mittel, das aus einem Gemisch von Fischmehl mit Kleie und Silicofluorid besteht.
Es sind schon vielfach Versuche gemacht worden, eine Bekämpfung der Rübenaaskäfer durch Lockmittel, denen man auch Giftstoffe zusetzte, durchzuführen, jedoch hatten weder Wirbeltieraas, faulende pflanzliche Substanzen, Stallmist, noch mit Uraniagrün vergifteter Kuhmist die erstrebte Wirkung, so daß eine Bekämpfung des Rübenaaskäfers (Blitophaga opaca) durch Ködern mit diesen Stoffen nicht in Frage kommt. Die Verwendung von Kleie, die mit Sirup oder Melasse versetzt war oder von Rübenabfällen, denen als Fraßgift Natriumarsenat zugesetzt worden war, hatte wohl eine gewisse Wirkung, die aber durch leichtes Schimmeln oder durch Austrocknen oder durch Auswaschen mit Regen aufgehoben wurde, da die Voraussetzung bei allen diesen Ködern hinreichender Feuchtigkeits- und Zuckergehalt war, bei denen der erstere durch Austrocknen und der letztere durch Auswaschen (Regen) verlorenging.
Aus diesen Versuchen geht allgemein hervor, daß mit übelriechenden Ködersubstanzen bisher keinerlei Köderwirkung zu erreichen war und daß Köderwirkung, wenn auch nicht in ausreichendem Maße, lediglich dann eintrat, wenn frische, mit Sirup versetzte, dem Nahrungsbereich der Rübenaaskäfer entnommene Stoffe verwendet wurden. v
Gegenüber diesem bekannten Verfahren besteht das neue und überraschende Merkmal des neuen Verfahrens und des neuen Mittels ■ darin, daß Fischmehl, Blutmehl oder Fleischmehl als Köder verwendet werden und, ob- ■ wohl sie nicht zu den Nahrungsmitteln der Käfer gehören,"hervorragend wirksam sind. Versuche, die in großem Maßstabe mit dem neuen Schädlingsbekämpfungsmittel unternommen wurden, ergaben innerhalb weniger Stunden ein fast restloses Absterben der Rübenaaskäfer und ihrer Brut, während auf Parzellen, die mit der für die Bekämpfung von Rübenaaskäfern bekannten vergifteten Kleie ohne Zusatz von Fischmehl, Fleischmehl oder Blutmehl behandelt wurden, noch zahlreiche Tiere lebend angetroffen wurden. Da sich die Rübenaaskäfer sehr schnell vermehren, kommt es auf eine möglichst rasche Wirkung an, die bei der Verwendung von Mitteln gemäß der Erfindung erreicht wird.
■ . Beispiele
ι. 500 Gewichtsteile Kleie werden mit 90 Gewichtsteilen Natriumsilicofluorid und 10 Teilen Fischmehl innig in einer Mischmaschine vermischt, bis ein gleichmäßiges Pulver entstanden ist. Vor dem Ausstreuen wird diese Mischung mit der gleichen Gewichtsmenge Wasser angeteigt und auf die Felder verstreut.
2. 250 Gewichtsteile Kleie, 250 Gewichtsteile Bananenmehl, 90 Gewichtsteile Natriumsilicofluorid und iö kg Fischmehl werden gemischt und wie oben angegeben weiterbehandelt.
3. 500 Gewichtsteile Kleie, 50 Gewichtsteile Calciumarsenat, 10 Gewichtsteile Fischmehl.
In den oben angegebenen Beispielen können Natriumsilicofluorid oder Calciumarsenat, die die eigentlichen Fraßgifte darstellen, in entsprechender Weise ersetzt werden, z. B. kann an Stelle von Calciumarsenat Schweinfurter Grün und andere Arsenverbindungen, die für Schädlingsbekämpfungszwecke brauchbar sind, verwendet werden. An Stelle von Natriumsilicofluorid, das aber besonders wirksam ist, kann Natriumfluorid Verwendung finden, in welchem Falle größere Mengen des Fraßgiftes angewendet werden müssen. Des weiteren lassen sich Chromverbindungen verwenden oder andere Gifte ■anorganischer oder auch organischer Natur. Um die Mischungen durch ihr Aussehen schon von anderen Stoffen zu unterscheiden und gleichzeitig die anlockende Wirkung zu erhöhen, wird ihnen, wie das bei Schädlingsbekämpfungsmitteln üblich ist, ein Farbstoff zugesetzt, insbesondere ein grüner Farbstoff. So hat sich ein Zusatz von Brillantgrün in der Menge von etwa 0,25 °/o zur fertigen trockenen Mischung als zweckmäßig und ausreichend herausgestellt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Bekämpfung von Rübenaaskäfern und ihren Larven, gekennzeichnet durch die Verwendung eines vor dem Ausstreuen zweckmäßig mit Flüssigkeit angeteigtcn Gemisches von Fraßgiften, z. B. Schweinfurter Grün, Silicofluorid, Arsenaten u. dgl., mit Blutmehl, Fischmehl oder Fleischmehl und gegebenenfalls noch Verdünnungsmitteln, die, wie Kleie, auch Nahrungsmittel des Schädlinges sind.
  2. 2. Schädlingsbekämpfungsmittel für das \^erfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem Gemisch von Fischmehl mit Kleie und Silicofluorid besteht.
DEP55466D 1927-06-16 1927-06-16 Bekaempfung von Ruebenaaskaefern und ihren Larven Expired DE591107C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2630682A1 (de) * 1975-07-18 1977-02-03 Sandoz Ag Insektizide mittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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