DE589960C - Verfahren zur Herstellung von Bitumengallerten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von BitumengallertenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Bitumengallerten Es ist bekannt, lagerfähige Emulsionen zu erzeugen. Diese Emulsionen haben jedoch die Eigenschaft, daß nach längerer oder kürzerer Lagerung das Bitumen sich vom Wasser trennt und absetzt. Bei manchen dieser Bitumenemulsionen war es möglich, das abgesetzte Bitumen durch Aufrühren mit dem abgeschiedenen Wasser wieder in Emulsion zu bringen oder das abgeschiedene Wasser wegzuschütten, die buttrige Bitumenmasse zu verpacken, an die Verwendungsstelle zu versenden und sie durch Zusatz von Wasser bei gleichzeitigem Aufrühren wieder in eine gebrauchsfähige Emulsion zu verwandeln. Diese Emulsionen waren auch mit Wasser durch mehr oder weniger komplizierte Verfuhren verdünnbar.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun die Herstellung und Verwendung von bituminösen Gallerten, welche zum Unterschied von den vorgenannten Emulsionen die Eigenschaften haben, daß sie, ohne Wasser abzugeben, im Ruhestand eine starre Konsistenz annehmen und vollkommen homogen sind, obwohl das ursprünglich vorhandene Wasser in der gallertigen Masse vollkommen enthalten bleibt. Weiter genügt ein bloßes Durchrühren der starren Masse, um sie vollkommen dünnflüssig zu machen, worauf sie im Ruhezustand nach kurzer Zeit wieder ihre starre Form annimmt.
- Diese Bitumengallerten erhält man durch Verwendung und Mischung ganz bestimmter bituminöser Stoffe, welche auch in einem ganz bestimmten Verhältnis zuerst miteinander unter Erhitzung auf etwa iqo° vermischt und dann in heißes Wasser eingeführt werden. Die für den Zweck gemäß der Erfindung zu verwendenden Bitumenstoffe sind entweder Asphalt und Teer oder Asphalt, Petrolpech und Teer. Das zu wählende Mischungsverhältnis ist im erstgenannten Fall derart, daß auf 5o Teile Asphalt-Teer-Mischung mit wenigstens 71/2 Gewichtsteilen Teer nicht mehr als So bis 52 Gewichtsteile heißes Wasser kommen. Bei gleichzeitiger Verwendung von Asphalt, Petrolpech und Teer, wobei das Petrolpech einen teilweisen Ersatz des Asphaltes bildet, ist das Mischungsverhältnis so zu wählen, daß auf So Gewichtsteile der Mischung wiederum mindestens 71/2 Gewichtsteile Asphalt und wiederum wenigstens 71/2 Gewichtsteile Teer kommen, während der Rest von Petrolpech gebildet wird.
- Selbstverständlich kann man auch Gallerten gemäß der Erfindung reit geringerem Wassergehalt als etwa So Gewichtsteile herstellen, die dann allerdings durch bloßes Umrühren bei gewöhnlicher Temperatur nicht vollkommen dünnflüssig gemacht werden können, so daß sie hierzu eines Zusatzes von Wasser bedürfen, mit dem sie in jedem Verhältnis leicht mischbar sind.
- Die Gallertenform bei hohem Wassergehalt bildet ein bedeutsames Unterscheidungsmerkmal des gemäß der Erfindung hergestellten Produkts gegenüber den unter dem Namen Kaltasphalte bekannten Emulsionen, da diese Kaltasphalte erst bei einem Wassergehalt von -weniger als 30 % eine dickflüssige Form annehmen und selbst in dieser noch immer bei längerer Lagerung weiter Wasser abscheiden, was bei den bituminösen Gallerten, die gemäß der Erfindung hergestellt sind, nicht der Fall ist. Auch in ihrer Wirkungsweise unterscheiden sich die Kaltasphalte -wesentlich von den hier in Frage kommenden Gallerten.
- Da bei der Erstarrung kein Wasser abgegeben wird, sind die hier beschriebenen Gallerten äußerst lagerfähig; die durch bloßes Aufrühren gewonnene Emulsion kann durch einfachen Zusatz von Wasser -weiterhin beliebig verdünnt werden. Sobald man jedoch die durch Umrühren gewonnene Emulsion mit porösen Materialien in Berührung bringt, findet ein vollkommener Zerfall statt und ein vollkommenes Abscheiden des bituminösen Stoffes vom Wasser. Insbesondere geeignet ist die Verwendung dieser hier beschriebenen Emulsion zur Durchtränkung feinkörniger Sandschichten, auch in stärkeren Lagen von mehreren Zentimetern. Dies war bei Verwendung der bisher unter dem 'Namen Kaltasphalte bekannten Asphalt- und Teeremulsionen nicht möglich, -weil bei den bisherigen Asphalt- und Teeremulsionen die porösen Stoffe auf Grund ihrer hygroskopischen Wirkung das Wasser dem bituminösen Stoff rasch entzogen, so daß sich das Bitumen nur in der Oberschicht abfiltrierte, während die aus der bituminösen Gallerte gewonnene Emulsion fast genau die Wirkung hat -wie eine echte Bitumenlösung.
- Ein Durchdringen von feinkörnigen Sand-und Staubschichten war bis jetzt nur möglich bei Verwendung von Leicht- und Mittelölen und deren Emulsionen, -welche aber wieder den Nachteil hatten, daß sie leicht verwitterten und eine sehr geringe Bindefähigkeit besaßen.
- Bei Verwendung der vorerwähnten Gallerten ist es jedoch möglich, auf dem Wege der Durchtränkung der gewöhnlich geschlämmten wassergebundenen Makadamschichten dauerhafte Asphaltstraßendecken in der einfachsten Art herzustellen.
- Bis jetzt war es notwendig, bei gewöhnlichen wassergebundenen Makadamdecken die oberste Sandschicht wegzukratzen oder wegzuwaschen, bis die darunter befindlichen gröberen Schotterlagen klar zutage kamen, dann erst konnte ein festhaftender Asphaltüberzug angebracht werden.
- Ein Durchdringen oder gar Durchtränken einer wassergebundenen Makadamschicht mit bituminösen Stoffen, mit Ausnahme der vorgenannten Leicht- und Mittelöle, war bis jetzt nicht möglich. Dies ist nur bei Verwendung der bituminösen Gallerten durchführbar. Ebenso leicht ist die Herstellung von Sandasphaltdecken unter Verwendung fier vorbeschrieberien Gallerten im Mischverfahren; d. h. wenn feinkörnige Stein- und Sandmaterialien mit der bituminösen Emulsion vermischt und auf die Straßenoberfläche planiert und festgewalzt werden.
- Solche Bitumengallerten können fabrikmäßig oder an der Baustelle mit oder ohne Zusatz von Emulgierstoffen in der vorgenannten Zusammensetzung liergesiellt -werden.
- Der Zusatz von Einulgiermitteln wird dann notwendig, wenn besondere Arten von Teeren-und Asphalten zur Gallertenherstellung verwendet werden. In diesem Falle müssen solchen bituminösen Stoffen entsprechende Emulgiermittel bis zu einer Maximalhöhe von i l/,14 zugesetzt werden.
- plan hat bereits zur Herstellung von Emulsionen Mischungen von Teer mit festen bituminösen Stoffen benutzt, jedoch fehlte dabei die Erkenntnis der Vorteile des vorliegenden Verfahrens, und es fehlte daher auch die Regel für die Bitumenzusammensetzung, die für das vorliegende Verfahren wesentlich ist. Ausführungsbeispiel Es werden etwa 6o kg eines Naturbitumens mit .I0 kg Teer oder 6o kg Naturbitumen und 20 kg Petrolpech mit 2o kg Teer verschmolzen und auf etwa 40' C erhitzt. Diese heiße Schmelze wird in ioo 1 bis zum Siedepunkt oder nahe demselben erhitztes alkalisiertes Wasser (z. B. mit 0,3 °/° Ätzkaligehalt) unter Rühren langsam eingeleitet. Es resultiert beim Abkühlen eine Gallerte von buttriger Konsistenz.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Bitumengallerten, dadurch gekennzeichnet, daß 5o Gewichtsteile einer Asphalt-Teer-Mischung, deren Gehalt an Teer mindestens 71/2 und höchstens 25 Gewichtsteile ausmacht, auf etwa i4o' C erhitzt und in höchstens 5o Teile siedendes alkalisiertes Wasser eingeführt werden, -wobei dem bituminösen Gemisch bis zu i'/21/° Emulgiermittel beigemengt -werden können.
- 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Asphalt teilweise durch Petrolpech ersetzt wird, in der Art, daß auf 71/2 Teile Naturasphalt höchstens q.212 Teile Teer und Petrolpech zusammengenommen und davon mindestens 71/2 Gewichtsteile Teer kommen.
- 3. Verfahren zur Verwendung der nach Anspruch i und 2 hergestellten Gallerte für Straßenbauzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß die Gallerte durch Verrühren in flüssigen Zustand übergeführt und ohne oder mit Wasserzusatz entweder auf die Straße aufgebracht oder mit Straßenbaustoff vermischt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE (1) | DE589960C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062614B (de) * | 1955-02-11 | 1959-07-30 | Hochtief Ag Hoch Tiefbauten | Verfahren zur Herstellung von Fertigbauteilen |
-
1931
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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