DE495232C - Verfahren zur Herstellung von wasserarmen Bitumenemulsionen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wasserarmen BitumenemulsionenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C08L95/00—Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
- C08L95/005—Aqueous compositions, e.g. emulsions
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Description
- Verfahren zur Herstellung von wasserarmen Bitumenemulsionen Es ist bekannt, daß Teer, insbesondere Steinkohlenteer, sich mit Tonbrei zu einem homogenen Gemisch zusammenrühren läßt, das beim Verdünnen mit Wasser glatt eine Emulsion gibt. Diese Emulsion wird vielfach angewendet, um bei Herstellung von Makadamstraßen Teer in den Oberbau zu bringen. Auch für verwandte Zwecke, wie z. B. die Herstellung von Estrichen, namentlich in Schlachthäusern, ist dieses Material gut v erwen.dbar, wie überhaupt in allen Fällen, in denen es sich darum handelt, eine dichte, wasserabweisende Oberfläche zu erhalten, so insbesondere im Hoch- und Tiefbau.
- Die Herstellung einer derartigen Emulsion ist in der deutschen Patentschrift 2i6 2r2 beschrieben. Es ist aber auch schon vorgeschlagen worden, Ton als Emulsionsträger für künstliche und natürliche Bitumina, also Peche aller Art, zu verwenden. Alle so herstellbaren Emulsionen haben die Eigenschaft, nach einmaligem Trocknen nicht mehr emulgierbar zu sein; der Pechgehalt raubt, genau wie der Teergehalt, der einmal getrockneten tonhaltigen Emulsion die Eigenschaft, von Wasser leicht benetzt zu werden, dann in Wasser zu quellen und sich schließlich fein darin zu verteilen. Dieses Gemisch eignet sich daher vorzüglich, beim Einwalzen von Steinschotter zum Bau von Makadamstraßen an Stelle von Wasser und für ähnliche Zwecke verwendet zu werden. Beim ersten Austrocknen des Straßenbaues wird es unlöslich und schützt ihn dann bei Regenwetter vor Wasseraufnahme und innerer Durchweichung.
- Alle bisher bekannten Bitumentonemulsionen bilden flüssige bis pastenförmige Präparate, deren Anwendung und Versand in vielen Fällen unbequem und unwirtschaftlich ist. Es ist notwendig, dieselben in eisernen Büchsen oder sonst festen, flüssigkeitsdichten Packungen zu verschicken, die durch ihre Anschaffungs- und Frachtkosten das Straßenbaumaterial unverhältnismäßig verteuern und deren Füllung und Entleerung außerdem sehr umständlich und zeitraubend sind.
- Es war daher eine überraschende Beobachtung; daß durch Anwendung von Ton als Emulsionsträger, aber unter Zuhilfenahme von sehr wenig Wasser, künstliche und natürliche Bitumina aller Art in feste Emulsionskörper übergeführt werden können, d. h. in Produkte, die nicht mehr flüssiger oder breiiger Natur, sondern fest und daher streufähig, aber immer noch mit Wasser emulgierbar sind. Die Wasserlöslichkeit der erhaltenen Festemulsion läßt sich .dadurch beschleunigen, daß man vor dem Festwerden scharfen Sand, Splitt oder sonstige geeignete Materialien zusetzt.
- Die Vorteile der Verwendung dieses Materials für den Straßenbau bestehen darin, daß es in Säcken an die Baustelle transportiert, hier ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Hilfsmaschinen (Rührwagen o. dgl.) mit Rechen auf der Straffe verteilt und mit Wasser in der üblichen Weise eingeschlämmt und eingewalzt werden kann.
- Zur Herstellung dieser festen Emulsionen mischt man in- .beliebiger Reihenfolge erwärmtes Bitumen, erwärmten Ton und so wenig warmes Wasser innig, daß die Mischung beim Erkalten zu einer festen, brockenförmigen, streubaren Masse erstarrt. Beispiel x Zoo kg fetter Ton werden mit Zoo kg Wasser zusammengerührt. Sodann erwärmt man auf 4o bis 5o° und gibt unter ständigem Rühren in langsamem Strome 6oo kg geschmolzenes Steinkohlenteerpech hinzu. Es entsteht eine graue, in Wasser lösliche Paste, die beim Erkalten eine fast feste, stückige Masse bildet. Beispiel e 16o kg, fetter Ton werden mit i6o kg Wasser zusammengerührt; sodann erwärmt man auf 4.o bis 50° und gibt unter ständigem Rühren in langsamem Strome 5oo kg geschmolzenes Petroleumpech hinzu. Zu der entstandenen grauen Paste werden, noch warm, i8o kg scharfer Sand hinzugemischt. Beim Erkalten stellt das erhaltene Produkt eine fast feste, stückige Masse dar, die sich in Wasser leicht emulgiert.
- Es sind zwar feste Mischungen bituminöser Stoffe -und wasserfreier Emulsionsmittel, vorzugsweise Seifen, bekannt, welche durch Zusammenschmelzen und Verrühren ihrer Bestandteile gewonnen werden. Diese Erzeugnisse können auch durch nachträgliches Zugeben von Wasser emulgiert werden. Zur unmittelbaren Erzeugung von Straßenbelägen eignen sich diese Stoffmischungen aber nicht. Es ist nicht möglich, sie wie die gemäß vorliegender Erfindung erhältlichen Massen auf den Straßengrund mit der Hand oder maschinell aufzustreuen, mittels Rechen gleichmäßig zu verteilen und dann durch bloßes Aufsprengen von Wasser in Emulsionen zu verwandeln, welche beim Austrocknen unlöslich werden und einen festhaftenden Straßenbelag bilden.
- Es ist auch bekannt, aus Ton, Bitumen und Wasser bei gewöhnlicher Temperatur erhältlichen breiförmigen Emulsionen nach dem Aufbringen auf den Straßengrund Sand zuzufügen. Die erwähnten breiförmigen Mischungen lassen sich aber nicht wie die Erzeugnisse der vorliegenden Erfindung in Säcke verpacken und mit der Hand auf den Straßengrund aufstreuen, und der nachträgliche Zusatz von Sand verleiht ihnen diese vorteilhaften Eigenschaften natürlich ebenfalls nicht.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. VerfahrenzurHerstellungvonwasserarmen Bitumenemulsionen für Straßenbauzwecke durch Vermischen von erwärmtem Bitumen, Ton und Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz von Füllstoffen, dadurch gekennzeichnet, daB bei der Herstellung des Gemisches nur so. viel Wasser verwendet wird, daß eine streufähige Masse entsteht.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gemisch vor dem Festwerden scharfer Sand o. dgl. zugesetzt wird.
Priority Applications (1)
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