DE588740C - Herstellung gallertartiger Zeolithe - Google Patents

Herstellung gallertartiger Zeolithe

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DE588740C
DE588740C DEG77104D DEG0077104D DE588740C DE 588740 C DE588740 C DE 588740C DE G77104 D DEG77104 D DE G77104D DE G0077104 D DEG0077104 D DE G0077104D DE 588740 C DE588740 C DE 588740C
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solution
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DEG77104D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/36Silicates having base-exchange properties but not having molecular sieve properties
    • C01B33/46Amorphous silicates, e.g. so-called "amorphous zeolites"

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Herstellung gallertartiger Zeolithe Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gallertartigen Zeolithen durch Umsetzung von konzentrierten Reaktionslösungen, und zwar in der Art, daß man die beiden-Lösungen im Strömungsvorgang sich zum Reaktionsgemisch vereinigen läßt. Es ist in dieser Beziehung an sich bekannt, die Zeolithbildung durch Zusammentreten von aus Streudüsen ausströmenden bzw. verwirr Belten Flüssigkeiten der einen und anderen Art (silikathaltiger Lösung einerseits und aluminiumhaltiger Lösung andererseits) sich vorbereiten zu lassen, wobei aber eine gleichmäßige Beschaffenheit des Produkts wegen der Unregelmäßigkeit des Zusammenwirkens und weil ein konstantes Verhältnis der beiden Lösungen nicht einzuhalten ist, praktisch nicht erreicht werden kann. Dasselbe ist der Fall, wenn nach ebenfalls vorgeschlagener Methode die eine (aluminiumhaltige) Lösung in dünnem Strom mit beständiger Rührbewegung der anderen Lösung hinzugefügt wird.
  • Die Vervollkommnung des Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung besteht darin, daß kleine, abgemessene Ströme einer silikathaltigen Lösung und einer aluminiumhaltigen Lösung als räumlich getrennte Strahlen in gegenseitige Berührung gebracht und die vermischten Ströme beim Zusammenfließen gründlich umgerührt werden, worauf das erhaltene Gemisch in an sich bekannter Weise in einem Behälter gesammelt wird, in dem die Gallertbildung im Ruhezustand des Gemisches eintritt.
  • Dieses Verfahren ermöglicht die Schwierigkeiten zu überwinden, die den obenerwähnten und gewöhnlichen Verfahren anhaften. Mit Rücksicht auf die Schnelligkeit, mit welcher die Reaktion und die Bildung der Gallerte aus konzentrierten Lösungen vor sich geht, ist wesentlich, bei der Mischung vorsichtig zu sein, um Zwischenreaktionen zu vermeiden, die später beseitigt werden müssen, und dafür zu sorgen, daß die ganze Reaktionsmasse einen einheitlichen Niederschlag von bestimmter Zusammensetzung bildet. Eine Abhilfe wird in dieser Beziehung beim gebräuchlichen Verfahren nicht erreicht, auch wenn die Flüssigkeithinzuführung von heftigem Umrühren begleitet ist. Wollte man z. B. eine Lösung von Natriumsilikat einer Lösung von schwefelsaurer Tonerde zufügen, und zwar in dem richtigen Verhältnis, um ein Umsetzmaterial zu erzeugen, so ist es unvermeidlich, daß während der ersten Stufen des Mischens hydrierte Aluminiumsilikate von veränderlicher Zusammensetzung gebildet werden. Um das gefällte Natriumaluminiumsilikat zu erhalten, müßte eine weitere Reaktion beim Zusetzen des Restes der Silikatlösung eintreten. Wenn die Zwischenprodukte niedergeschlagen ` sind, was unter gewissen Umständen eintreten wird, ist die nachfolgende Umwandlung derselben in das gewünschte Endprodukt außerordentlich schwierig. Ähnliche Verhältnisse werden vorliegen beim Zusetzen des Aluminiumsulfates zu dem Natriumsilikat.
  • Die erwähnten Schwierigkeiten verstärken sich noch, wenn konzentrierte Lösungen verwendet werden, und zwar infolge der Schnelligkeit des Fallens und der Festigkeit der gebildeten Gallerte. Aus einem besonderen Grunde ist eine genaue verhältnismäßige Anteilsbemessung der miteinander in Reaktion kommenden Lösungen erwünscht, nämlich wenn man in dem Bestreben, die Dichtigkeit des Endprodukts zu erhöhen, es darauf anlegt, einen verhältnismäßig großen Anteil von Aluminiumsulfat anzuwenden. Je mehr nämlich das Reaktionsgemisch alkalinisch ist, d. h. je größer der Anteil an Natriumsilikat im Verhältnis zum Aluminiumsulfat ist, um so weniger dicht wird das Endprodukt ausfallen, während sich ein dichteres Produkt dann ergibt, wenn durch angepaßte Erhöhung des Anteils von Aluminiumsulfat (einer sauren Substanz) die Alkalität des Reaktionsgemisches herabgemindert wirrt. Bei ungenauer Anteilbemessung besteht also die Möglichkeit, daß in einem Teile der 'Gallerte des Alkalis vollständig neutralisiert worden ist, weswegen dann das entsprechende Produkt keine basische Umsetzungseigenschaft besitzen wird.
  • Diese und andere Nachteile der früheren Verfahren beim Mischen von rasch reagierenden Lösungen, um einen Niederschlag in der Form einer Gallerte zu erhalten, werden durch die Erfindung vermieden, nach welcher kleine abgemessene Ströme einer s.ilikathaltigen Lösung und einer aluminiumhaltigen Lösung als getrennte Strahlen in gegenseitige Berührung gebracht werden, während die Mischung beim Weiterfließen vollendet wird, worauf das Gemisch gesammelt und einem Behälter zugeführt wird, in dem sich die Gallerte bildet.
  • Bei der praktischen Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung werden die beiden zu mischenden Lösungen in besondere Behälter gebracht, von denen jeder am Boden eine Öffnung besitzt, an welche ein Rohr angeschlossen ist, das nach einer ?Mischkammer führt. Der Durchfluß' durch jedes Rohr kann durch einen für diesen Zweck vorgesehenen Hahn geregelt werden. Eines dieser Rohre mündet vorteilhaft senkrecht in die Mischkammer, während das andere an seinem unteren Ende eine waagerechte Verlängerung besitzt, die so angeordnet ist, daß sie die durchströmende Flüssigkeit unmittelbar in die Bahn der aus dem ersten Rohr strömenden Flüssigkeit ausströmen läßt. Die Behälter, Öffnungen und Rohre sind so bemessen, daß sie die Lösungen in- dem gewünschten Verhältnis ausströmen lassen. Vom Boden der Mischkammer führt ein Abzugrohr nach einem geeigneten Behälter, in welchem sich die Mischung zu einer festen Gallerte absetzt.
  • Beispielsweise sei angenommen, daß die Behälter gleiche Abmessungen besitzen, und daß die Rohre und die Öffnungen in dem Boden' der Behälter so bemessen sind, daß sie ein gleichmäßiges Entnehmen der Lösung ermöglichen. Es werde weiter angenommen, daß 75 1 einer wäßrigen Lösung von handelsüblichem Aluminiumsulfat mit 709 pro Liter in den einen Behälter und 2r,3 kg von handelsüblichem Wasserglas, gelöst auf 7 5 1 mit Wasser, in den anderen Behälter gebracht sind; der Hahn in jedem Rohr wird geöffnet, so daß die Lösungen in demselben Verhältnis durch die Rohre gehen und in der Nähe der Auslaßenden der Rohre innerhalb der Mischkammer zusammenfließen. Da die Reaktion und die Bildung einer Gallerte bald nach dem Mischen erfolgt, so ist es wünschenswert, daß das Material in der Mischkammer nur so lange bleibt, um eine recht gleichmäßige Mischung der Lösungen zu sichern, die beim Ausströmen in der Mischkammer vor sich geht. Ein rasches Entweichen ist durch das Abzugrohr ermöglicht, und wenn der Auslaß nach dem Behälter erreicht ist, so ist die Reaktion beendet, und die Mischung ist in der Lage, sich abzusetzen, was in dem Behälter stattfindet, während dauernd noch mehr von dem Material in den Behälter einströmt. Nach dem Setzen wird die Gallerte getrocknet und aufgebrochen.
  • Selbstverständlich kann die Vorrichtung und ihre Abmessung je nach den besonderen praktischen Erfordernissen auch entsprechend abgeändert werden. Während der Hauptvorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung in der Möglichkeit besteht, die Flüssigkeiten so zu mischen, daß ein homogenes Produkt von bestimmter chemischer Zusammensetzung erzielt wird, gibt es auch noch andere Vorteile dieses Verfahrens, z. B. ist es möglich, mit Erfolg beträchtlich stärkere Lösungen zu verwenden, als dies bei dem üblichen Mischungsverfahren möglich ist, wodurch eine wesentliche Ersparnis bei der Erzeugung und Trocknung des Produktes erzielt wird. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß eine höhere Mischungstemperatur mit Sicherheit verwendet werden kann. Bis jetzt ist es nötig gewesen, die Lösungen auf ungefähr 5° C abzukühlen, um den flüssigen Zustand lange genug zu erhalten und das Mischen und die nachherige Behandlung ° durchführen zu können. Bei der Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung wird eine gründliche und gleichmäßige Mischung so rasch erzielt, daß eine verlängerte Periode des flüssigen Zustandes nicht erforderlich ist. Infolgedessen kann das Verfahren bei höheren Temperaturen, z. B. bei normalen Zimmertemperaturen, durchgeführt werden, wodurch die Notwendigkeit der Abkühlung und die hierfür erforderliche Apparatur vermieden wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPPUCFI: Verfahren zur Herstellung von gallertartigen Zeolithen durch Umsetzung von konzentriertenReaktionslösungen, dadurch gekennzeichnet, daß kleine, abgemessene Ströme einer silikathaltigen Lösung und einer aluminiumhaltigen Lösung als räumlich getrennte Strahlen in gegenseitige Berührung gebracht und die vermischten Ströme beim Zusammenfließen gründlich umgerührt werden, worauf das erhaltene Gemisch in an sich bekannter Weise in einem Behälter gesammelt wird, in dem die Gallertbildung im Ruhezustand des Gemisches eintritt.
DEG77104D 1929-08-03 1929-08-03 Herstellung gallertartiger Zeolithe Expired DE588740C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1068232B (de) * 1958-01-16 1959-11-05 Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk Verfahren zur Herstellung von Alumosifficat-Gelien
DE1234696B (de) * 1963-02-27 1967-02-23 Union Carbide Corp Verfahren zur Herstellung von hochreinem Zeolith Y
DE1265149B (de) * 1963-07-11 1968-04-04 Mobil Oil Corp Verfahren zur Herstellung von kristallinem Zeolith

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1068232B (de) * 1958-01-16 1959-11-05 Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk Verfahren zur Herstellung von Alumosifficat-Gelien
DE1234696B (de) * 1963-02-27 1967-02-23 Union Carbide Corp Verfahren zur Herstellung von hochreinem Zeolith Y
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