DE58603C - Fangkettenstuhl mit mehr als zwei Nadelreihen - Google Patents

Fangkettenstuhl mit mehr als zwei Nadelreihen

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DE58603C
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DENDAT58603D
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Firma BEER & Co. in Liegnitz
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B23/00Flat warp knitting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Fangkettenstuhl hat den Zweck, doppelflä'chige Waare zu arbeiten, welche auf jeder Seite an verschiedenen Stellen verschiedenartige Maschenformen und Fadenverbindungen, also Muster enthält.
Der gewöhnliche Fangkettenstuhl hat zwei Nadelreihen Hn1, Fig. 1, und jede derselben arbeitet, aus den Fäden einer oder mehrerer Kettenmaschinen m irgend eine Waare; beide Waaren sind entweder überall mit einander verbunden oder liegen streckenweise getrennt von einander. Je eine Nadelreihe,, η oder K1, kann auf allen ihren Nadeln nur eine und dieselbe Waare herstellen, da alle Nadeln einer Reihe an einer Nadelbarre (o oder O1) befestigt sind und in gleicher Weise bewegt werden. Um Abwechselungen zu erhalten, hat man in einer Nadelreihe abwechselnd Partien von Zungennadeln und Partien von geraden Stiften (Plüschnadeln) angebracht und erhält auf der betreffenden Waarenseite Langstreifen von Maschenstäbchen, wechselnd mit solchen von Plüsch. Oder man hat auf jeder Seite zwei Nadelbarren angebracht (wie Patent No. 27434) und kann nun in einer Maschenreihe schon verschiedene Fadenverbindungen herstellen, wenn man die beiden Nadelbarren verschieden bewegt. Diese Nadelbarren sind aber noch von einander abhängig, da sie beide an einer gemeinschaftlichen Abschlagschiene arbeiten; der Stuhl hat eben nur die zwei mittleren Abschlagschienen wie jeder gewöhnliche Fangkettenstuhl {οολ in Fig. 1), und die Maschen 1, Fig. 4, welche an ihm entstehen, haben alle gleiche Länge; sie können nicht verschieden weit aus einander liegend abgeschlagen werden.
Diese Beschränkung wird bei. vorliegendem Wirkstuhl in der Weise beseitigt, dafs jede Waarenseite nicht nur mit mehreren Nadelreihen K2 η und U1 K3 in Fig. 2 gearbeitet wird, sondern für jede dieser Nadelreihen auch eine besondere Abschlagschiene (b.2 für K2, b für η u.. s. f.) vorhanden ist, wodurch sie alle von einander unabhängig gemacht werden.' Es stehen nun die Nadeln auf einer Waarenseite nicht in einer Reihe, sondern sie bilden zwei Reihen hinter einander, wie κ2 η in'Fig. 2 und 7 und Ti1 K3 in Fig. 2, 6 und 7; sie brauchen auch nicht partieenweise mit einander abzuwechseln, sondern es kann κ an derselben Stelle Nadeln enthalten, an welcher H2 auch Nadeln hat; man kann ferner die eine Reihe seitlich gegen die andere verschieben (wie Fig. 6 bei K3 in Richtung χ zeigt). Die Abschlagschienen können verschieden hoch stehen und man kann die Nadelbarren verschieden hoch und tief heben und senken, um entweder Maschen oder Doppelmaschen zu bilden. .
Zwecks dieser Anordnung sind : die Nadelbarren aus Blechschienen 0 O1 O2 O3, Fig. 2, 3, 8 und 9, hergestellt und heben und senken sich durch seitliches Verschieben je einer Schiene s. Jede solche Schiene s greift mit mehreren in sie eingeschraubten Bolzen u, Fig. 8, durch waagrechte Schlitze / eines festliegenden Trägers ν und mit den vorderen Bolzenköpfen in schräge Schlitze r einer der Nadelbarren 0 O1 O2 O3. Jede Nadelbarre führt sich ferner mit lothrechten Schlitzen i, Fig. 3 und 9, an Bolzen I1 ihres

Claims (1)

  1. n5~<? 6
    Trägers ν. Wird nun die Schiene s seitlich verschoben (in Fig. 3 nach links und in Fig. 9 nach rechts), so drängen die Bolzen u in den schrägen Schlitzen r ihre Nadelbarre abwärts (Fig. 3) oder aufwärts (Fig. 9).
    Die Verschiebung der Schienen s erfolgt durch Hebel a, Fig. 2 und 3, und Schneidoder Musterräder c oder Kettengetriebe C1, Fig. 10, oder auch durch gewöhnliche Excenter. Jede Schiene s kann ihren besonderen Hebel a mit Getriebe haben, oder es kann, wie in Fig. 3 und in Fig. 2 links angegeben ist, ein Hebel a zwei Schienen s zugleich bewegen.
    Fadenverbindungen der mit dieser neuen Einrichtung gearbeiteten Waaren sind in Fig. 5, 6 und 7 gezeichnet. Die Waare Fig. 5 und 6 ist mit -drei Nadelreihen gearbeitet; hinter der Waare liegt Nadelreihe η an der Abschlagschiene b und vor der Waare liegen Nadelreihen Ji1 und w3 an den Schienen bx und 2>3. Die hintere Nadelreihe κ bildet aus den Fäden ein einfaches Grundgewirke 1; die vordere Nadelreihe K1 enthält auf eine längere Strecke hin nur eine Nadel und die Fäden arbeiten auf dieser Nadel ein Prefsmuster, d. h. sie bilden auf ihr abwechselnd Maschen 2 und Henkel 3 auf diesen Maschen; überdies werden diese Fäden auch mit auf Nadeln η gelegt, um 2, 3 mit ι zu verbinden. Die andere vordere Nadelreihe K3 enthält eine Partie Nadeln, welche aus den Fäden lange Maschen 4 arbeiten, da ihre Abschlagschiene b3 weit von der Waare entfernt liegt; sie wird zugleich nach jeder Reihe um eine Nadel seitlich verschoben (in Richtung x, Fig. 6, auf etliche Reihen und dann ebenso zurück), so dafs ihre Maschen 4,auf der Grundwaare 1 schief liegen; auch ihre Fäden werden auf die hinteren Nadeln η mit gelegt, um 4 mit ι zu verbinden.
    Bei Herstellung des Prefsmusters 2, 3, Fig. 5 und 6, ist es nöthig, dafs die Nadelbarre O1 W1 einmal nicht auf die gewöhnliche Höhe, sondern nur so hoch gehoben wird, dafs die Masche 2 noch auf der Zunge der Nadel W1 hängt und der neue Faden 3 nun mit auf sie und zur Masche 2 gelegt wird. Zu dem Zwecke mufs dann im Getriebe c C1 , Fig. 3 und 10, nicht ein hohes und ein niederes Glied regelmäfsig wechseln, sondern es mufs einmal auf ein niederes Glied ein weniger hohes als die gewöhnlichen Glieder folgen, wie C2 in Fig. 10, welches seine .Nadelbarre weniger hoch hebt, da es den Hebel α mit Schiene s weniger weit ausschiebt.
    In Fig. 7 ist eine andere Waare dargestellt, welche mit Nadelreihen n2 η hinter und K1 W3 vor der Waare gearbeitet wird und kurze und lange Maschen auf Vorder- und Rückseite enthält.
    Die vorliegende Stuhleinrichtung weicht hiernach von den bisher bekannten Fangkettenstühlen (Patente No. 27434, 46198 und 51921) darin wesentlich ab, dafs sie auf jeder Waarenseite mehrere ganz selbstständige Nadelbarren, jede mit ihrer besonderen Abschlagschiene versehen, enthält.
    Patent-Ansρruch:
    Ein Fangkettenstuhl, welcher behufs Herstellung verschiedenartiger Fadenverbindungen auf je einer Seite der doppelflächigen Waare für jede Waarenseite mehrere Nadelbarren so angeordnet enthält, dafs 1. jede derselben ihre besondere Abschlagschiene hat und unabhängig von den anderen arbeitet, und 2. die Nadelbarren durch seitliche Musterräder oder Kettengetriebe gehoben und gesenkt, also je nach der Waarensorte zur Maschen- oder Doppelmaschenbildung bewegt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT58603D Fangkettenstuhl mit mehr als zwei Nadelreihen Expired - Lifetime DE58603C (de)

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