DE216390C - - Google Patents
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- DE216390C DE216390C DENDAT216390D DE216390DA DE216390C DE 216390 C DE216390 C DE 216390C DE NDAT216390 D DENDAT216390 D DE NDAT216390D DE 216390D A DE216390D A DE 216390DA DE 216390 C DE216390 C DE 216390C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B21/00—Warp knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
- D04B21/10—Open-work fabrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
·- Ju 216390 KLASSE 25 a. GRUPPE
Echtfiletgewirke, Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. November 1908 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein auf dem Kettenstuhl hergestelltes
Echtfiletgewirke, welches in der Längsrichtung der Ware Streifen mit verschieden großen
Durchbrechungen hat. Gegenwärtig kann man bekanntlich auf Kettenstühlen ein Filetgewirke
herstellen, in welchem alle zu gleicher Zeit gefertigten Durchbrechungen der Ware die
gleiche Größe haben. Ein Filetgewirke entsteht bekanntlich dadurch, daß mehrere Touren
nacheinander der Kettenfaden immer um dieselbe Nadel herumgelegt wird, so daß ein
Maschenstäbchen von beliebiger Länge entsteht. Dann folgt eine blinde Legung, d. h.
der Faden wird auf die Nachbarnadel gelegt, und so wird die Verbindung zweier benachbarter Maschenstäbchen hervorgebracht. Je
langer das Maschenstäbchen gearbeitet ist, um so größer wird die Durchbrechung in der
Ware, und zwar sind bis jetzt alle in der Querrichtung der Ware erzeugten Durchbrechungen
von gleicher Größe gewesen. Man braucht bekanntlich zum Echtfiletgewirke zwei Lochnadelbarren; die geraden Fäden legen
sich auf die geraden Nadeln, die ungeraden Fäden auf die ungeraden Nadeln und zur
Verbindung der Maschenstäbchen legt sich Faden ζ um Nadel 2, Faden 2 um Nadel 1,
sie machen also die blinde Legung entgegengesetzt zueinander, was ohne Benutzung von
zwei Lochnadelbarren nicht geht.
Nun sollen in vorliegender Erfindung Echtfiletwaren mit Längsstreifen in der Kettenrichtung
hergestellt werden, und zwar sollen die Längestreifen verschieden weite Durchbrechungen
haben. Da für enge Durchbrechungen die Legungen andere sein müssen
als für weite Durchbrechungen, weil bei ersteren die blinden Legungen häufiger wiederkehren
als bei den letzteren, so gebraucht man vier Lochnadelbarren, zwei für die engen
und zwei für die weiten Durchbrechungen. So kann man gleichzeitig zweierlei Arten
Ware nebeneinander erzeugen, die während der Arbeit in passender Weise miteinander
verbunden werden. Solche Waren eignen sich z. B. für Schleier, Haarnetze und ähnliche
Artikel, bei denen es erwünscht ist, daß in der Längsrichtung ein Teil der Echtfiletwaren
große Durchbrechungen hat, während der Teil, der der größten Abnutzung und dem größten
Zuge ausgesetzt ist, zweckmäßig viel kleinere Durchbrechungen aufweist.
Fig. ι ist ein Aufriß der hauptsächlichen arbeitenden Teile einer Kettenwirkmaschine.
Fig. 2 zeigt die gegenseitigen Stellungen der Nadeln und Kettenführungsschienen, wie sie
zur vorliegenden Erfindung notwendig ist.
Fig. 3 zeigt das Bild eines Stückes Echtfiletgewirke, wie es auf der Maschine hergestellt
wird.
Fig. 4 zeigt ein ausgespanntes Stück fertiger Filetware nach vorliegender Erfindung.
Fig. 5, 6, 7 und 8 sind schematische Darstellungen, welche die Bewegungen der Kettenfadenführer
zeigen.
Zur Herstellung der besonderen Art eines Echtfiletgewirkes, wie es in den Zeichnungen
dargestellt ist, enthält die Maschine vier Sätze von Kettenfäden, die durch vier getrennte
Fadenführungsschienen 1, 2, 3, 4 (Fig. 2) ge*
tragen werden. Diese Fadenführungsscihienen
werden so angeordnet und bewegt, daß die großen, weiten Durchbrechungen durch die
Schienen ι und 2, die engen Durchbrechungen durch die Schienen 3 und 4 gebildet werden.
Die Führungsschiene 1 legt Fäden auf die geraden Nadeln, beginnend mit der Verbindungsnadel
10 und nach links weiter zählend, während die Führungsschiene 2 Fäden auf die
ungeraden Nadeln legt, beginnend . mit der
ίο Nadel 11 und nach links zählend. Die Führungsschiene
3. legt die Fäden auf die andere Verbindungsnadel 9 und alle ungeraden Nadeln
nach rechts hin zählend, während die Schiene 4 die Fäden auf die geraden Nadeln legt, beginnend mit Nadel 8 und nach rechts
weiter zählend. In den Zeichnungen sind die Fäden," die auf die geraden Nadeln gelegt
sind, mit punktierten Linien gezeichnet und die Fäden, die' auf die ungeraden Nadeln gelegt
sind, sind mit vollen Linien gezeichnet, so daß sich die Bewegungen der Fäden leicht
unterscheiden lassen.
■Bei jeder Tour der Maschine schwingen die Führungsschienen in bekannter Weise aufwärts
mit ihren Lochnadeln zwischen' den Hakennadeln hindurch; und wenn sie sich oberhalb
der Hakennadeln befinden, werden sie alle seitwärts zu den Nadeln bewegt. Diese Seitwärts-
. bewegung beträgt zur Bildung der Maschenstäbchen jedesmal eine Nadelteilung, während
zur Verbindung der Maschenstäbchen miteinander die Lochnadeln um zwei. Teilungen seitlich
verschoben werden.
Zur Herstellung des achttourigen Filetgewirkes,
welches auf der linken Seite der. Fig. 4 gezeichnet ist, legen die Führungsschienen 1
und 2 die Kettenfäden in. der gewöhnlichen Weise auf die zugehörigen Nadeln bei der
ersten,' zweiten, dritten, fünften, sechsten und siebenten Tour der Maschine, und bei der
vierten Tour wird Führungsschiene I nach rechts, bei der achten Tour nach links verschoben,
um Legungen auf den ungeraden Nadeln zu machen.. Zu der gleichen Zeit
wird Führungsschiene 2 in entgegengesetzter Richtung zur Schiene 1 verschoben und macht
Legungen auf den geraden Nadeln, so daß sich auf jeder. Querverbindung des Netzes
doppelte Maschen befinden. Das viertourige Filetgewirke, welches auf der rechten Seite
von Fig. 4 gezeichnet ist, entsteht: auf ähnliche Weise wie: das achttourige, nur werden
die doppelten, Wagerechten Verbindungsmaschen bei jeder zweiten Tour der Maschine
gebildet.
Um die Verbindung zwischen den beiden Arten des Filetgewirkes mit einer möglichst
geringen Verzerrung des Netzes herzustellen, ist es notwendig, daß die winkelförmigen
Ecken am Rande, einer jeden Art Ware durch einfache Maschen mit. einem gewissen Teil des
anderen Filetgewirkes verbunden werden. Um dies zu erreichen, werden die Führungschienen
ι und 3, welche die Fäden für die Verbindungsnadeln 9 und 10 enthalten, so bewegt,
daß die Schiene 1 niemals einen Faden auf die Nadel 9 zu der gleichen Zeit legt,
wo die Schiene 3 einen Faden auf Nadel 10 bringt.
Die Bewegungen der Fadenführerschienen zur Herstellung eines achtmaschigen Echtfiletgewirkes
und eines daneben liegenden viermaschigen sind folgende:
I. Tour: Alle Führungsschienen heben sich über die Nadeln, bewegen sich um eine Nadel
nach links (Fig. 5), sinken zwischen den Nadeln nieder und kehren in ihre Anfangsstellung
(Fig. 2) zurück. Jede Führungsschiene bildet so eine Masche auf ihrer eigenen Nadel, und
es werden. die Maschen a des achtmaschigen Netzes und die Maschen b des viermaschigen
Netzes gebildet (Fig. 3 und 4).
II. Tour: (Fig. 6). Alle Führungsschienen heben sich über die Nadeln. Die Führungsschienen
ι und 2 bilden das achttourige Gewirke, sie bewegen sich wie bei der ersten
Tour, und es werden M'asehen C des achttourigen
Netzes gebildet. , Die Führungsschiene .3 geht zwei Nadeln nach links und bildet die- Verbindungsmasche d auf den Na- go
dein 9 und 10, und sie beteiligt sich an den doppelten Verbindungsmaschen im viertourigen
Netz und in Richtung mit den Maschen d. Die Führungsschiene 4 bewegt sich eine Nadel
nach rechts und bildet den anderen Teil der Doppelmaschen im viertourigen Filetgewirke.
Nach Beendigung der seitlichen Bewegung senken sich die Führungsschienen und kehren
in die Anfangsstellung zurück. Die in' Fig. 3
und Fig. 4 gezeichneten Maschen C sind viel kleiner als die übrigen Maschen, da wegen
der gleichzeitig zu bildenden Querverbindungsmaschen D kein Warenabzug erfolgt, also die
Maschen C nicht in die Länge gezogen werden können. . ...'.' .
III. Tour: Dies ist genau dieselbe wie die erste Bewegung (Fig. 5), und es werden die
Maschen e und f gebildet.
IV. Tour: (Fig. 7). Alle Führungsschienen
heben sich über die Nadeln. Die Führungsschienen ι und 3 gehen eine Nadel nach rechts,
die Führungsschienen 2 und 4 zwei Nadeln nach links. Die Führungsschienen sinken
dann unter die Nadeln herab und kehren in ihre Anfangsstellung zurück. Bei diesen Bewegungen
bildet Führungsschiene 1 die Verbindungsmasche g auf den Nadeln 9 und 10,
und die Schienen 1 und 2 bilden Doppelmaschen h im achttourigen Netz und in Richtung
mit den Verbindungsmaschen g. Die Schienen 2 und 4 bilden die Doppelmaschen h
im viertourigen Netz. .
V. Tour: Dieselbe ist ebenso wie die erste Bewegung, und die Maschen i und / werden
gebildet.
VI. Tour: Diese ist dieselbe wie die zweite Legung, und die Maschen k und I werden gebildet,
wobei die Maschen k des achttourigen Netzes auch wieder sehr kurz ausfallen.
VII. Tour: Diese ist dieselbe wie die erste Legung, und die Maschen m und η werden gebildet.
VIII. Tour: (Fig. 8). Alle Führungsschienen heben sich über die Nadeln, die Schienen ι
und 4 bewegen sich zwei Nadeln nach links, die Schienen 2 und 3 eine Nadel nach rechts.
Dann sinken die Schienen unter die Nadeln und kehren in ihre Anfangsstellung zurück.
Bei diesen Bewegungen werden die Doppelmaschen 0 und -p gebildet.
Diese Reihenfolge von Bewegungen wiederholt sich bei jedem achttourigen Filetgewirke.
Bei entsprechender Einteilung der Hin- und Herbewegungen der Kettenführungssehienen
und der Verschiebung eines Satzes von Schienen zum anderen können Filetgewirke mit
verschieden tourigen Maschen, d. h. mit verschieden großen Durchbrechungen hergestellt
werden. So können zwei, drei oder mehr Maschen im kleinmaschigen Netz auf eine Masche im großmaschigen Netz kommen.
Die Maschine kann so eingerichtet werden, daß sie ein oder mehrere Stücke Echtfiletgewirke
gleichzeitig herstellt. Dabei hat ein Teil der Ware ein feineres Netz als der andere,
und die beiden Teile sind während des Arbeitsvorganges, wie vorher beschrieben, miteinander
verbunden worden. Auch können mehrere herzustellende Stücke Filetgewirke während der Arbeit in der üblichen Weise
durch Trennfäden verbunden sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Echtfiletgewirke, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe in der Längsrichtung der Ware streifenförmige, je mit verschieden großen, innerhalb jeden Streifens aber miteinander gleichen Durchbrechungen versehene Teile besitzt, deren Verbindung untereinander durch »einfache« Legungen hergestellt ist, zu dem Zweck, ein Verzerren der Durchbrechungen am Übergang der benachbarten verschiedenartigen Warenteile zu verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216390C true DE216390C (de) |
Family
ID=477805
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT216390D Active DE216390C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216390C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE908903C (de) * | 1951-11-28 | 1954-04-12 | Christ Fischer S Soehne | Auf der Ketenwirkmaschine hergestellte tuellartige Ware und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| US3171272A (en) * | 1962-04-02 | 1965-03-02 | Hagin Frith & Sons | Selvage-hung net |
-
0
- DE DENDAT216390D patent/DE216390C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE908903C (de) * | 1951-11-28 | 1954-04-12 | Christ Fischer S Soehne | Auf der Ketenwirkmaschine hergestellte tuellartige Ware und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| US3171272A (en) * | 1962-04-02 | 1965-03-02 | Hagin Frith & Sons | Selvage-hung net |
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