DE58353C - Antriebvorrichtung für Stickmamaschinen - Google Patents
Antriebvorrichtung für StickmamaschinenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C3/00—General types of embroidering machines
- D05C3/04—General types of embroidering machines with horizontal needles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Plattstich- oder Heilmann'sehen Stickmaschinen
sind bekanntlich vielnadelig und werden beim Sticken die zweispitzigen Nadeln, mit Oehr in der Mitte und während der Arbeit
sich verkürzender Fadenlä'nge, vermittelst zweier abwechselnd aus- und einfahrenden,
mit Nadelkluppen versehenen Wagen von beiden Seiten durch den auf einen vom Pantographen geführten Rahmen gespannten
Stoff geführt. Das Aus- und Einfahren der Nadelwagen wird durch die Hand und das
Oeffnen und Schliefsen der Nadelkluppen durch die Füfse des Stickers herbeigeführt (das
»Abtreten«).
Gegenstand dieser Erfindung ist nun ein ! Getriebe, durch welches von irgend einem
Motor aus sowohl das Wagenspiel, als auch das Abtreten vollführt wird. Der Sticker hat
also nur den Storchschnabel zu führen und die Maschine durch Handsteuerhebel in oder aufser
Betrieb zu setzen. Dieses Getriebe kann sowohl am Gestell einer einzelnen Maschine als zwischen
zwei mittelst durchgehender Wellen gekuppelten Maschinen angeordnet werden. In beiliegenden
Zeichnungen ist der letztere Fall angenommen, und es zeigen Fig. 1 und 2 eine Ansicht vom
Musterbrett oder vom Platz des Stickers aus; Fig. 3 zeigt eine theilweise Seitenansicht; Fig. 4,
5 und 6 zeigen Einzelheiten; Fig. 7 ist eine theilweise Seitenansicht mit den Wagenumrissen,
Fig. 8 ein Grundrifs, Fig. 9 eine Ansicht der Steuerung für das Abtreten und der Handsteuerung
für die Inbetriebsetzung. Fig. 10 und 11 zeigen Theile der Steuerung für das
Abtreten.
Die das Wagenspiel herbeiführende Vorrichtung wird durch einen über Riemenkegel
A und nicht eingezeichneten Gegenkegel laufenden Riemen angetrieben. Dieser
kann von der Kurbel K aus durch die Schlaufe R hin- und hergeführt und die Geschwindigkeit
dadurch nach Bedarf verändert werden. Dies ist nothwendig, da beim Sticken der benutzte Faden und mit ihm die Wagenausfahrt
immer kürzer wird und der kürzere Wagenweg bei annähernd immer gleicher Wagengeschwir.dlgkeit auch in entsprechend
kürzerer Zeit νrüführt werden soll.
Der vordere "' :g-:.ii ist mit V, der hintere
mit H und die für beide; Wägen gleichen Bewegungsvorrich:ungen
sind ink gleichen Buchstaben , derjenige für die hinttre Wagenseite
jedoch mit dem Index 1 versehen. Vom Riemenkegel A aus, welcher lose auf der
Achse sitzt, wird nach dem Einrücken der Kupplung B, Fig. 7 und 8, die Achse nebst
den Kegelrädern C und C1 in Bewegung gesetzt; diese ertheilen den Rädern D und .O1,
sowie deren Achsen entgegengesetzte Drehung. Auf diesen Achsen sitzen lose die Stirnräder E
und E1, die in die mit Kurbel und Kurbelstangen versehenen Stirnräder F und F1 eingreifen,
Fig. i. Durch die Kurbelstangen G und G1 werden die Bogenhebel / und J1 erfafst
und abwechselnd in Schwingung versetzt, und zwar sind diese Schwingungen, weil abhängig
von den Kurbeln, immer gleich grofs, ob die Wagenausfahrt kurz oder lang sein
soll. Auf diesen Bogenhebeln sitzen die mit Fallen versehenen, aber nach Bedarf verschiebbaren
Schlaufen L und L1, verbunden mit den Zahnstangen M und M\ welche ihrerseits
■wieder in die auf den Triebwellen sitzenden Stirnräder N und N1 eingreifen und dieselben
abwechselnd vor- und rückwärts drehen. Von diesen Triebwellen aus werden dann die
Nadelwagen aus- und eingefahren, und zwar wird durch Verstellen der Fallenschlaufen L
und L1 gegen die Drehpunkte der Hebel J und J1 hin die Ausfahrt dem Fadenverbrauch
des jeweiligen Stiches entsprechend verkürzt, während das Einfahren wegen der eigenthümlichen
Anordnung der Bogenhebel immer genau bis zu derselben Stelle erfolgt.
Im Gegensatz zu diesem die Wagenspiele herbeiführenden Theil der Maschine wird die
Abtretung sowohl bei langer, als kurzer Wagenausfahrt immer mit gleicher Geschwindigkeit
erfolgen. Dieselbe wird durch die von einem Riemen angetriebene, fest auf der Achse
sitzende Riemscheibe P veranlafst und durch geeignete Steuerung von den Achsen der
Kurbelräder F und F1 aus herbeigeführt, bei jedem Wagenspiel eine halbe Umdrehung
des Excenters Q zulassend. Dabei wird durch den Excenterring mit Stange 5 und den
Hebel T der Abtretwelle U eine dem jeweiligen Wagenspiel vorangehende und entsprechende
Schwingung, durch welche das Abtreten vollzogen wird, ausgeführt. Von dieser Abtretwelle
aus wird auch nach der Einfahrt des einen Wagens und erfolgter Abtretung die jeweilige
Ausfahrt des anderen Wagens eingeleitet.
Wird .die Maschine in Betrieb gesetzt, so ist, da sowohl die Riemscheibe P als der
Kegel A fortwährend in Bewegung sind, aber lose auf ihren Achsen laufen, die Abstellstange
α aus der Aussparung bei χ zu heben. Dadurch werden der Hebel b und die Zugstange
c frei, die Feder e kann zur Geltung kommen und den belederten Reibungskegel 3
in die ausgedrehte Muffe B1 am Riemenkegel pressen. B greift aber mit zwei Nasen in die
auf der Achse feste Scheibe W ein, Fig. 7, und versetzt dadurch die Achse und mit ihr
die Kegelräder C und C1 in Bewegung. Durch deren Eingriff mit den Rädern D und D1 erhalten
die Achsen X und X1 eine Drehung in entgegengesetztem Sinne, wie Fig. 3 zeigt. Mit
diesen Achsen, weil darauf festgekeilt, kommen auch die Muffen Y und Y1 in Bewegung.
Nach beiliegenden Zeichnungen ist der vordere Wagen V in der innersten Stellung in Ruhe,
während der hintere Wagen H mit den Nadeln ausgefahren und in der äufsersten Stellung angelangt
ist, Fig. 7. Auch sind in sämmtlichen Figuren, mit Ausnahme von Fig. 4 und 5, die
Theile der Maschine für diese Zeit gezeichnet, während in den Fig. 4 und 5 dieselben in der
Lage dargestellt sind, welche dem entgegengesetzten Wagenspiel entspricht.
Ist nun der Fadenanzug erfolgt, die Schlaufe L am Hebel J1 dem Fadenverbrauch entsprechend
verschoben und von der Kurbel am Rad F1 der todte Punkt überschritten, so wird durch
Kurbelstange G1, Bogenhebel J1 und Schlaufe L1
die Zahnstange M1 zurückgezogen und, wie früher angedeutet, der Wagen H eingefahren.
Kommt nun die Kurbel am Rad F1 in die Nähe des zweiten todten Punktes, welcher der fertigen
Einfahrt entspricht, so drückt ein Stift sl, Fig. 2,
auf den gebogenen Hebel f1 (in Fig. 1 sind die
Stellungen der Steuertheile für den vorderen und in Fig. 2 für den hinteren Wagen eingezeichnet).
Der Hebel/1 nimmt beim Niedergehen bis zum todten Punkt der Kurbel durch
Stift d1 den Hebel g' mit. Dieser letztere
dreht sich lose auf der Achse, geht aber mit der langen Nabe durch das Lager hindurch,
wie dies in Fig. 5 bei den Theilen für den vorderen Wagen leicht ersichtlich ist, und trägt
auf der inneren Seite des Lagers den Daumenhebel /21, Fig. 2, 3 und 8. Dieser Daumenhebel
macht also die Bewegung mit, greift hierbei unter den Vorsprung der Falle i1 und
hebt dieselbe, wenn die Kurbel den todten Punkt erreicht, mit dem Winkelhebel k1 aus
dem Eingriff, wodurch eine symmetrisch zu T1 angeordnete Feder den Hebel ml zurückzieht
und die Bewegung des hinteren Wagens aufhebt. Derselbe ist nun mit den Nadeln in der innersten Stellung angelangt, die Nadeln
sind durch den Stoff in die geöffneten Kluppen des vorderen Wagens gedrungen und der Wagen
auf die bekannte Weise am Anschlag desselben geschlossen. In demselben Augenblick hat auch
das Abtreten zu erfolgen. Die kleine Kurbel ηl
ist fest auf der Achse des Kurbelrades F1, Fig. 9, und in der Lage, wo der hintere Wagen in der
äufsersten Stellung ist, eingezeichnet. Dieselbe hat sich also, da jetzt der Wagen H in der
innersten Stellung angelangt ist, mit dem Kurbelrad vorwärts gedreht, der Stift der Kurbel
nl hat durch Anstofsen am Anschlag o1
die Schiene y nach entgegengesetzter Seite verschoben und die oberste Kante des Anschlags
genau beim Eintreten des todten Punktes am Kurbelrad F1 verlassen. Obgleich das Zurückziehen
des Hebels m1 auch nur sehr kurze Zeit in Anspruch nimmt, so genügt dieselbe
dennoch, die Bewegung etwas über den todten Punkt hinaus zu gestatten, wodurch der Stift
der Kurbel n1 auch etwas über die oberste
Kante des Anschlags o1 hinausgeht und so ein
ungehindertes Verschieben der Schiene y nach entgegengesetzter Seite. zuläfst. Durch Verschieben
der Schiene y nach der Seite des vorderen Wagens in Verbindung mit dem Winkelhebel ^, Hebel w, Achse ρ und Hebel
q, Fig. i, 8 und 9, wird, wenn der Stift der Kurbel ηΛ die höchste Kante des Anschlags
o1 verläfst, auch der Stift r mit viereckigem
Kopf, die Nase und die aufsteigende Fläche .t verlassen, Fig. 10 und 11, um in
einen gröfseren Abstand von der Achse W1 zu treten. Dadurch wird der axial verschiebbare
und belederte Kegel O, Fig. 8, in Verbindung mit der die Nasen t und u tragenden
Scheibe frei, durch die Feder in die ausgedrehte Riemscheibe P geprefst und gezwungen
, deren Drehung mitzumachen. Der Kegel O greift aber wieder mit zwei Nasen in
das auf der langen Nabe des Excenters Q festgekeilte Stück E\ Fig. 8, und zwingt so das
lose auf der Achse sitzende Excenter, die Drehung ebenfalls mitzumachen. Da aber entgegengesetzt
der Nase t, Fig. io, eine gleiche Nase ebenfalls mit aufsteigender Fläche, aber
weiter von der Achse entfernt angebracht ist, so steigt bei halber Umdrehung diese Fläche
bei u jetzt am Stift r auf und zwingt O aus dem Eingriff mit P, Fig. ι. Bei dieser halben
Umdrehung des Excenters wurde durch den Excenterring mit Stange S der Hebel T in
die Höhe gezogen und der Abtretwelle U eine Schwingung in der Richtung gegen den vorderen
Wagen ertheilt. Durch diese Schwingung der Welle U werden die Nadelkluppen
des hinteren Wagens geöffnet, die des vorderen geschlossen und der Verschlufs am vorderen
Wagen gelöst, wie dies bei den Heilmannschen Maschinen in der Regel stattfindet. Durch
den mit der Welle U schwingenden Doppelhebel T1 wird im letzten Augenblick der Abtretung
die Ausfahrt des vorderen Wagens eingeleitet. Derselbe wird, nachdem die Abtretung erfolgt
ist, entgegengesetzt wie eingezeichnet ist, auf der Seite des hinteren eine höhere und auf
der Seite des vorderen Wagens eine tiefere Stellung eingenommen haben. Dadurch kommen
die Steuerungstheile in Fig. ι in die Stellung Fig. 4 und 5 (in gröfserem Mafsstabe).
Es wird nämlich beim Niedergang des Hebels T1 auf der vorderen Seite durch die Zugstange
^1, Fig. i, der in die Falle i eingehängte
und auf der Achse lose Winkelhebel k (in Fig. ι a für sich) angezogen und mit diesem
auch die Falle i in Verbindung mit dem auf der Achse festsitzenden Hebel a, welcher einerseits
durch Zugstange I den Hebel m anzieht und andererseits seiner Achse eine Schwingung
ertheilt. Hebel y, ebenfalls fest auf der Achse des Hebels a, kommt dadurch in die Stellung
Fig. 4 und schiebt durch Gelenkstück d in Verbindung mit dem Hebel τ den Bogenhebel
f vorwärts in die Lage Fig. 1 b, so dafs dem Stift s bei der Umdrehung des Kurbelrades
F Gelegenheit geboten ist, auf den Hebel / zu drücken. Durch Anziehen des Hebels
m wird der belederte Reibungskegel β in die sich drehende Muffe y geprefst, und
zwar ist auf der Zugstange m1 eine federnde Zwischenlage angebracht, um der Abnutzung
des Leders Rechnung zu tragen. Dieser Kegel β ist gezwungen, mitzulaufen, aber auf
der langen Nabe des Stirnrades E, das lose auf der Achse sitzt, nur axial verschiebbar,
radial jedoch durch Keil und Nuth gehalten, so dafs E sich mit β drehen und im Eingriff
mit Kurbelrad F die Ausfahrt des vorderen Wagens herbeiführen mufs. Nachdem die
Stickfäden angezogen sind und der erste todte Punkt am Kurbelrad F überschritten ist, beginnt
die Einfahrt, und in der Nähe des zweiten todten Punktes, welcher der inneren Wagenstellung entspricht, angelangt, drückt der
Stift s am Kurbelrad F auf den gebogenen Hebel/, bewirkt dadurch auf gleiche Weise,
wie bei der hinteren Steuerung schon beschrieben, die Auslösung der Falle i. Der
Hebel m springt infolge der Feder -2 zurück,
löst die Kupplung β aus und drückt dieselbe gleichzeitig nach entgegengesetzter Richtung an
den Bremsring ί an, um die sich in Bewegung befindlichen Theile sofort .anzuhalten. Wenn
das Kurbelrad F im todten Punkt anlangt und die Falle i auslöst, hat die kleine Kurbel η
mit ihrem Stift den Anschlag 0 mit der Schiene y wieder nach der entgegengesetzten
Seite geschoben und ist wieder in die Stellung Fig. 9 gelangt. Dadurch wurde der Stift r
ebenfalls wieder in die Lage Fig. 9 zurückgedrängt , glitt also über die Fläche u, wodurch
das Excenter Q eine halbe Umdrehung erhielt. Die Abtretung erfolgt nach entgegengesetzter
Seite und das Wagenspiel beginnt auf der hinteren Seite wieder von neuem. Beim Auslösen der Falle i und Zurückziehen des
Hebels m mit Zugstange / durch Feder 7 -wird natürlicherweise auch Hebel a zurückgezogen.
Da letzterer, sowie auch der Hebel γ, fest auf der Achse sitzt, so wird auch Hebel γ
zurückgehen und Gelenkbolzen er und Hebel τ
den gebogenen Hebel f zurückziehen, so dafs Stift λ ungehindert vorbei kann, wie Fig. 1
zeigt. Das Gleiche findet abwechselnd auch auf der hinteren Wagenseite statt.
Verschieben der Fallenschlaufen, Verkürzen
der Wagenausfahrt und -Einfahrt auf dieselbe Stelle.
Die Form des Bogenhebels J, Fig. 7, ist so gewählt, dafs, wenn der Kurbelstift am Rad F
sich auf dem todten Punkt, der Hebel J sich also in seiner äufsersten Lage befindet, der
Wagen V seine innerste Stellung zunächst dem zu bestickenden Stoff einnimmt, gleichviel an
welcher Stelle die Schlaufe L sich an Hebel J befindet, d. h. ob der Stickfaden lang oder
kurz ist. Dagegen wird die Ausfahrt des Wagens um so kürzer, je mehr sich die
Schlaufe dem Drehpunkt des Hebels nähert.
Fährt nun ein Wagen aus, so wird durch den von den Nadeln hierbei gemachten Stich
etwas Garn verbraucht, und es darf der Wagen nicht mehr so weit ausfahren wie beim vor-
gehenden Stich. Dies wird auf folgende Weise erreicht: Wie Fig. 7 zeigt, ist auf einer Führungsschiene
ein Gewicht G2 angebracht, das leicht durch Drehen der Kurbel A\ Fig. 7,
hin- und hergeführt und dadurch den Seilzug an den beiden unteren Fallen der Schlaufen L
und L1 gleichzeitig beliebig verändern kann, je nachdem der Stickfaden fester oder weniger
fest angezogen werden soll.
Die unteren Fallen dieser beiden Schlaufen sperren derart in den Zahnsegmenten an den
Bogenhebeln, dafs durch den Seilzug ein Aufwä'rtsgleiten der Schlaufen verhindert wird.
Die oberen Fallen greifen ebenfalls in die Zahnsegmente und machen ein Abwärtsgleiten
der Schlaufen unmöglich, im Falle dafs das Gewicht der Schlaufe, Zahnstange u. s. w. gröfser
sein sollte als der Seilzug, wie leicht ersichtlich aus Fig. 7, vordere Wagenseite. Bis aber
bei der Ausfahrt die Stickfäden angezogen werden , gelangt der Bogenhebel immer annähernd
in die innerste Stellung, wie dies die hintere Wagenseite gezeigt. Kommt der Bogenhebel
in. diese Stellung, so stöfst die obere Falle auf die Zahnstange und wird dabei
ausgelöst, was in dieser Stellung des Bogenhebels geschehen darf, da das Bestreben zum
Heruntergleiten der Schlaufe infolge des Gewichts von Schlaufe, Zahnstange u. s. w. weniger
oder fast nicht mehr vorhanden ist. Dagegen hat sich die Widerstandsrichtung der Zahnstange
gegenüber den Falleneingriffen in der Weise geändert, dafs nun ein Bestreben zur Verschiebung
der Schlaufe gegen den Drehpunkt vorliegt. Dies wird verhindert, bis die Fäden angezogen sind. Nachher tritt die Verschiebung
der Schlaufe ein, bis die Kurbel den todten Punkt erreicht, um dann die Einfahrt zu beginnen.
Durch stärkeren oder schwächeren Seilzug wird also das Verschieben der Schlaufen
später oder früher beginnen und dadurch ein stärkerer oder schwächerer Anzug der Stickfäden
erreicht.
Handsteuerung für Aufserbetriebsetzen und Einstellen der Maschine beim
Bohren.
Aufser Betrieb kann die Maschine gesetzt werden, indem man einfach die Abstellstange a
wieder zurückzieht, bis sie in die Aussparung bei λγ einfällt und die Kupplung B auslöst.
Hierbei bleibt aber immer einer der beiden Wagen in der innersten Stellung. Beim Bohren,
Nach wellen, Aufspannen u. s. w. ist es aber nothwendig, mit den beiden Wagen ausfahren
zu können. Dies erreicht man wie folgt: Auf der Ache A'2, Fig. 3 (Mitte), sitzen
ein Winkelhebel b2 und ein einfacher Hebel c2 fest, welche mit ihren Stiften d2 und e2, Fig. 1,
2, 3 und 4, unter die Fallen i und i1 greifen,
falls dieselben in der vorwärts gezogenen Stellung sind. Durch einen Zug am Griff /2, ·
Fig. i, wird mit Zugstange g- Hebel b2 ebenfalls
vorwärts gezogen, die Stifte d2 und e2 werden gehoben und die betreffende Falle i
oder i1, welche auch vorwärts gezogen ist, ausgehoben und der betreffende Wagen, sobald
er so weit als nothwendig ausgefahren ist, an- und durch einen Bremsring festgehalten.
Wrenn der Griff f2 losgelassen ist, wird er
nebst den Stiften d2 und e2 durch die Feder/3
wieder gezwungen, zurückzugehen.
Soll nun auch der andere Wagen ausgefahren werden, so wird einfach die Abtretung durch
Handhebel a1 umgesteuert, indem die Schiene j-verschoben
wird. Bei genügender Ausfahrt wird f'2 abermals angezogen, um beide Wagen durch
die Bremsringe & und δ1, Fig. 1 und 3, festzustellen.
Um aber bohren zu können, ist es nothwendig, beide Wagen frei zu machen, damit
dieselben mittelst auf den Triebwellen befindlicher Hebel, Handräder oder dergleichen
von Hand bewegt werden können. Dieses Freimachen der beiden Wagen wird gleichzeitig
durch die Vorrichtung Fig. 6 erreicht. Auf den Achsen der Steuerung für die Wagentheile
sitzen, Fig. 3, 6 und 8, zwei Hebel mit einander zugekehrten Stiften ο und p1. Ueber
diese greift ein Gabelhebel H-, der, wenn die Zugstange ^3 bis zum Einfallen der Aussparung
vorwärts gezogen wird, die Stifte ρ und pl so weit vorwärts drückt, dafs die nothwendige
Drehung genannter Steuerachsen herbeigeführt wird, um die Hebel m und m1 so
weit anzuziehen, dafs die Reibungskegel β und ß1, Fig. ι und 2, genügend vorwärts geschoben
werden, um lose von den Bremsringen , aber doch noch nicht in Berührung mit den treibenden Muffen zu sein. Wird
nachher die Zugstange ^3 um die Aussparung
gehoben, so wird dieselbe sammt Hebel H2
durch Feder /4 in die ursprüngliche Lage zurückgebracht. Durch geeignetes Umsteuern
der Abtretung am Handhebel α kann dann die Maschine von neuem in Betrieb gesetzt
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Antriebvorrichtung für Stickmaschinen,gleichzeitig gekennzeichnet durch:ι. das Wagenspiel, herbeigeführt durch den abwechselnden Eingriff der verschiebbaren Doppelkonen ßß1 mit den Antriebkonen (YY1J und den Bremskegeln dd1 derart, dafs der schwingende Doppelhebel (T1J mittelst der Zugstangen (\ \^J, der in die Fallen (i i1) eingehängten losen Winkelhebel (k k 1J und der auf ihren Wellen festen Hebel α und α1 das Steuerhebelwerk{I I1 mm1) bethätigt und die Doppelkonen mit den Antriebkonen (Y Y1J kuppelt, während durch Auslösung der Fallen (H1) vermittelst der durch die Kurbelstifte (s S1J bethätigten Hebel (ff1 g g] und Hh1J und der Gelenke er er1 das Steuerhebehverk durch Federzug umgeschaltet und die Konen β ß1 mit den Bremskonen gekuppelt werden;
die Handsteuerung zum Ausfahren beider Wagen und Aufserbetriebsetzen derselben durch die mittelst Griffes (f2) bethätigte Hebelverbindung (g"1 b"2 c2), deren Stifte (cP und e2-) die Fallen (H1) auslösen;
die Vorrichtung zum Freimachen beider Wagen, wonach der durch Zugstange (^) bethätigte Gabelhebel (H2J mittelst der Stifte (p pl) die Steuerorgane (a I m) so einstellt, dafs die Doppelkonen (ß ß1} keinen der Konen (ö) und (YJ berühren;
die Abtretvorrichtung und deren Umsteuerung, bei welcher eine von den Kurbeln (Hn1J der Räder JFF1J mittelst einer Schiene (yj bewegte Hebelverbindung (\w q) den Ausrückstift (rj am Gabelhebel (q) abwechselnd auf die innere und äufsere Nase (t) und (u; der Nabenscheibe am Frictionskonus (O) bringt, wodurch die Kupplung von Konus (O) mit Riemscheibe (P) gelöst und durch die Feder (v) wieder eingerückt wird, worauf mittelst Kupplungsstückes Έ' . Excenters (Q_), des Ringes und der Stange JS) dem Hebel (T) und der Abtretwelle £/) eine Schwingung ertheilt wird.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58353C true DE58353C (de) |
Family
ID=332662
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58353D Expired - Lifetime DE58353C (de) | Antriebvorrichtung für Stickmamaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58353C (de) |
-
0
- DE DENDAT58353D patent/DE58353C/de not_active Expired - Lifetime
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