DE612740C - Webstuhl mit mehreren zur Einfuehrung von Schussfaeden dienenden Nadeln - Google Patents

Webstuhl mit mehreren zur Einfuehrung von Schussfaeden dienenden Nadeln

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DE612740C
DE612740C DEB160981D DEB0160981D DE612740C DE 612740 C DE612740 C DE 612740C DE B160981 D DEB160981 D DE B160981D DE B0160981 D DEB0160981 D DE B0160981D DE 612740 C DE612740 C DE 612740C
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needles
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DEB160981D
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/24Mechanisms for inserting shuttle in shed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Webstuhl mit mehreren zur Einführung von Schußfäden dienenden Nadeln Die Erfindung betrifft einen Webstuhl mit mehreren zur Einführung von Schußfäden in mehrere übereinanderliegende Fächer dienenden Nadeln, die durch einen gemeinsamen Schlitten angetrieben werden.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, ein Paar von über einanderliegenden Nadeln zu verwenden, die an einem gemeinsamen, zum Antrieb der Nadeln dienenden Träger befestigt sind, um ein Flornoppengewebe herzustellen, welches ein zwei- oder dreifaches Grundgewebe aufweist.
  • Dadurch, daß zwei Nadeln verwendet werden, die mit der gleichen Antriebsvorrichtung verbunden sind, wird der Webvorgang beschleunigt, da die Einschüsse in das obere und das untere Fach zu der gleichen Zeit eingelegt werden. Die mit zwei Nadeln versehenen Webstühle konnten aber so, wie sie bisher gebaut waren, nur in beschränktem Maße benutzt werden, und zwar konnten diese Webstühle nur zur Herstellung solcher Gewebe verwendet werden, bei denen stets die Einführung von Einschüssen in Paaren erfolgen soll.
  • Es kann jedoch bei der Herstellung bestimmter Gewebe erwünscht sein, bei einem öffnen der Fächer zwei Einschüsse einzuführen und bei dem nächsten öffnen der Fächer nur einen Einschuß durch die eine oder die andere der Nadeln zu bewirken oder die Einschüsse noch in anderer Weise zu ändern. Beispielsweise kann es zweckmäßig sein, bei schweren Geweben, wie Teppichen, Vorlegern o. dgl., zwei Einschüsse einzuführen, um dem Teppich oder Vorleger Gewicht und Dichtigkeit zu verleihen, worauf ein Einschuß folgt, bei welchem die Maschenbildung der Noppengarne vorgenommen wird.
  • Es ist wohl bereits bekannt, von mehreren Nadeln eines Webstuhls wahlweise eine mit einer Antriebsvorrichtung zu verbinden. Bei dieser bekannten Einrichtung wird jedoch stets immer nur eine der genannten Nadeln durch das Fach geführt.
  • Demgegenüber ermöglicht es die Vorrichtung nach vorliegender Erfindung, jede der Nadeln für sich allein oder eine beliebige Anzahl in beliebiger Zusammenstellung oder gar keine Nadel oder alle Nadeln gleichzeitig in eins bzw. in mehrere der übereinanderliegenden Fächer einzutragen, wobei allerdings die einmal gewählte Einstellung des Webvorgangs beibehalten werden muß. Erreicht wird dies dadurch, daß für jede Nadel ein Nadelträger und eine an ihm gelenkig angeordnete Klinke vorgesehen ist, derart, daß jeder der Nadelträger für sich oder eine beliebige Anzahl der Nadelträger oder kein Nadelträger oder alle Nadelträger nach Maßgabe von den betreffenden Webprozeß einstellbaren Hubkurvenscheiben mit dem Schlitten gekuppelt werden können.
  • Die neue Vorrichtung kann nicht nur bei der Herstellung von Florgeweben, sondern auch beim Weben mehrfacher glatter und doppelter Gewebe mit oder ohne Flor vorteilhaft benutzt werden, bei denen es erwünscht ist, die Farbe oder die Beschaffenheit der nacheinander eingeführten Einschüsse zu ändern.
  • Wenn der Webstuhl mit einem Randschützen versehen ist, durch den die Schußfadenschlingen verriegelt werden, kann ferner unabhängig von der Mustervorrichtung zur Steuerung der Kuppelklinken jede Nadel durch in der Nähe des inneren Endes der vom Schlitten durchlaufenen Bahn angeordnete gesteuerte Hebel oder ortsfeste Anschläge, während sie sich im Fach befindet, von dem Schlitten entkuppelt werden, um die Nadelbewegung während des Durchganges des Randfadenschützes durch die Schußfadenschleife der Eintragnadel zu unterbrechen, so daß ein zuverlässiges Arbeiten des Randfadenschützes während des Durchganges seines Fadens durch den Einschuß erzielt wird.
  • Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i eine Seitenansicht mit der zum Antrieb der Nadeln dienenden Vorrichtung, Fig. 2 eine Vorderansicht der zum Antrieb der Nadeln dienenden Vorrichtung, in größerem Maßstabe, in der zurückgezogenen Stellung, Fig.3 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2, Fig. 4 eine Vorderansicht einer geänderten Ausführungsform der Vorrichtung zum Stillsetzen der Nadeln im Fach, Fig. 5 eine Oberansicht eines Teils der zum Antrieb der Nadeln dienenden Vorrichtung nach Fig. i mit zurückgezogenen Nadeln, Fig. 6 eine Vorderansicht der zum Antrieb der 'Nadeln dienenden Vorrichtung nach Fig. 5 finit im Fach eingeführten Nadeln, Fig. 7 eine geänderte Ausführungsform der Vorrichtung zum Antrieb der Nadeln, wobei die eine Nadel im Fach eingeführt und die andere Nadel zurückgezogen ist, Fig. 8 in vergrößertem Maßstabe eine Vorderansicht der in Fig.6 veranschaulichten Vorrichtung, wobei eine Nadel in dem Fach stillgesetzt ist und Fig. 9 eine schaubildliche Darstellung der zum Antrieb der Nadeln dienenden Vorrichtung nach Fig. 7.
  • Bei den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen ist die zum Antrieb der Nadeln dienende Vorrichtung in Verbindung mit einem Ro_val-AYminster-Webstuhl dargestellt.
  • Der dargestellte Webstuhl ist mit zwei zur Einführung des Einschusses dienenden Nadeln 13 und 14 (Fig.2) versehen, die übereinander angeordnet sind. Jede Einschußnadel ist in einem geschlitzten Rohr 15 (Fig. 3) verschiebbar geführt, das von Armen 16 getragen wird. Neben den Rohren 15 sind eine obere Führungsschiene 17 und eine untere Führungsschiene 18 angeordnet, die mit gegenseitigem Abstand starr mittels Armen i9 an.einem j-Träger 2o befestigt sind. Der j-Träger 2o wird seitwärts neben der einen Seite des Webstuhls vom Rahmen 21 (Fig. 6) getragen.
  • Auf den Schienen 17 bzw. 18 sind die Nadelträger 22 bzw. 23 verschiebbar geführt. Die Nadelträger 22, 23 sind mit ihren zugehörigen Nadeln 13, 14 gelenkig verbunden, um ein gegenseitiges Festklemmen der Teile zu verhüten. Zu diesem Zweck ist bei der in Fig.2 und 3 dargestellten Ausführungsform jeder Träger 22, 23 mit einem seitlichen Ansatz 24. versehen, an welchen ein hohler Rahmen 25 (Fig. 2) mittels eines Stiftes ..7.6 angelenkt ist. An jedem Rahmen 25 . ist wiederum mittels eines Stiftes 27 ein Block 28 angelenkt, und dieser Block ist starr mit einer Platte 29 verbunden, die an einer Nadel befestigt ist und sich nach außen durch den in dem Rohr 15 vorgesehenen Längsschlitz erstreckt.
  • Zum Hinundherbewegen der Nadeln 13, 14 dient ein Schlitten 30 (Fig. 2), der aus zwei Teilen besteht, von denen der eine Teil auf der oberen Schiene 17 und der zweite Teil auf der unteren Schiene 18 verschiebbar ist. Die beiden Schlittenteile sind miteinander mittels eines Stiftes 31 gekuppelt, der an dem oberen Schlittenteil angeordnet ist und mit einem Ausschnitt zusammenwirkt, der in einer am unteren Schlittenteil befestigten Klemmplatte 32 vorgesehen ist. Durch :die zwischen dem oberen und dem unteren Teil des Schlittens 3o angeordnete Stiftverbindung 31 ist eine genügende Bewegung zwischen den genannten Teilen ermöglicht, um ein Festklemmen der Teile zu verhüten, falls eine Führungsschiene gesprungen ist.
  • Der Schlitten 30 wird längs seiner Führungsschienen 17, 18 mittels eines Zugseiles 33 (Fig. 6) hin und her bewegt, das seine "Bewegung in bekannter Weise vom Hauptantrieb des Webstuhles 12 über einen Kurbeltrieb 42, 43, 44 39 und Seilscheibe 36 erhält.
  • An dem oberen Nadelträger 22 (Fig. 2) ist mittels eines Zapfens 46 eine hakenförmige Klinke 47 drehbar gelagert, die mit einem Stift 48 am oberen Teil des Schlittens 30 in Eingriff kommen kann. Gegen das hintere Ende So der hakenförmigen Klinke 47 wirkt eine Feder 49, welche das vordere Ende dieser Klinke abwärts in .eine Stellung zu bewegen sucht, in welcher die Klinke mit dem Stift 48 gekuppelt ist. Der Nadelträger 23 ist mit einer ähnlichen hakenförmigen Klinke 51 versehen, die mittels eines Zapfens 52 an dein Nadelträger 23 drehbar ist und mit einem Stift 53 am unteren Teil des Schlittens 30 in Eingriff kommen kann. Die hakenförmige Klinke 51 steht unter dem Einfluß einer Feder 54, die gegen den hinteren Teil 55 der Klinke 51 wirkt und den vorderen Teil dieser Klinke in eine Stellung zu bewegen sucht, in welcher die Klinke mit dem Stift 53 gekuppelt ist.
  • Um wahlweise die Verbindungen zwischen dem Schlitten und den Nadelträgern zu überwachen, arbeitet die obere hakenförmige Klinke 47 mit einem stangenförmigen Überwachungsglied 56 (Fig. 2 und 6) zusammen, dessen unteres Ende an einen Arm 57 (Fig. 3) angelenkt ist, der auf einer hin und her drehbaren Welle 58 befestigt ist. Die Hinundherdrehung der Welle 58 erfolgt von einer Daumenscheibe 59 (Fig. 6) auf der Hauptwelle 12 über einen um Zapfen 61 (Fig. i) am Maschinengestell drehbaren Hebel 6o und eine Kuppelstange 6a und einen Hebel 63 auf der Welle 58. Der Hebel 6o wird mittels einer Feder 64 dauernd gegen die zugehörige Antriebsdaumenscheibe 59 gedrückt. Wird der Hebel 6o unter dem Einfluß der Daumenscheibe 59 nach unten gedrückt, so wird das Überwachungsglied 56 (Fig. -9) abwärts gezogen, so daß die hakenförmige Klinke 47 ausgerückt und infolgedessen der zum Antrieb der Nadel dienende Träger 22 von dem Schlitten 30 losgekuppelt wird.
  • Die untere hakenförmige Klinke 51 wird in ähnlicher Weise durch ein stangenförmiges Überwachungsglied 65 (Fig. 2) gesteuert, das von einer zweiten auf der Welle 12 angebrachten Daumenscheibe 66 (Fig. 6) über einen Hebel 69, Lenker 70 und Hebel 71 angetrieben wird. Bei Auf=wärtsbewegung des Hebels 69 wird die hakenförmige Klinke 51 ausgerückt und daher der Nadelträger 23 von dem Schlitten 30 losgekuppelt.
  • Um bei Nadelwebstühlen mit Bandfadenschützen augenblicklich eine im Fach liegende Einschußnadel von ihrer Antriebsvorrichtung abkuppeln zu können, so daß die Nadelbewegung angehalten wird, damit sie sicher mit dem Bortenschützen zusammenwirken kann, ist folgende Vorrichtung vorgesehen.
  • An den Enden einer am Gestell fest angeordneten Tragstange 75 (Fig. 6) sind in Höhe der Kupplungshebel 47, 5 1 Klinkenhebel 73, 7.4 drehbar gelagert. Diese Hebel werden von Daumenscheiben 76, 77 auf der Welle 12 über Hebel 78, 79 und Lenker 8o, 81 angetrieben.
  • Die Hebel 73 und 74 dienen nicht nur zur Ausrückung der hakenförmigen Klinken 47 und 51, sondern können auch mit Schultern an -den hinteren Enden dieser Klinken in Eingriff kommen, um die Vorwärtsbewegung der Nadeln im Fach zu unterbrechen, wie aus Fig. 8 ersichtlich ist. Durch den Hebel 73 und 74 ist eine abwechselnd erfolgende Überwachung der Nadeln im Fach erzielt. Falls es jedoch erwünscht ist, eine Nadel von dem zugehörigen Antriebsschlitten bei der jedesmaligen Einführung der Nadel loszukuppeln, so kann die Ausrückung mit Hilfe der in Fig. 4 dargestellten, geänderten Ausführungsform herbeigeführt werden. Bei dieser Ausführungsform sind in der Nähe des vorderen Endes des von dem Schlitten 30 zurückgelegten Weges ortsfeste Blöcke 82 und 83 vorgesehen, .die an Stelle der Hebel 73 und 74 verwendet werden. Die Ausrückglieder 73, 74 oder 82, 83 können mit einem Block 84 aus Gummi o. dgl. versehen sein, um den Stoß bei der Unterbrechung der Nadelbewegung im Fach zu dämpfen. Sobald die Nadelträger sich dem äußeren Ende ihres Hubes nähern, können sie nachgiebig dadurch angehalten werden, daß sie gegen den nachgiebigen Hebel 86 (Fig.2) wirken, der mittels eines Zapfens 87 drehbar und von einer Feder 88 beeinflußt ist.
  • Bei der geänderten Ausführungsform nach Fig. 7 und- 9 ist der Schlitten 3o nicht auf den Führungsschienen 17 und 18 für die Nadelträger 22 und 23 gelagert, sondern er ist auf einer dritten Schiene 89 verschiebbar, wdlche neben den Schienen 17 und 18 angeordnet ist, so daß der Schlitten 30 sich hinter den Trägern 22 und 23 bewegen kann, ohne diese Träger anzutreiben. Der Teil der hakenförmigen Klinke 47 (Fig. 9), welcher mit dem Stift 48 in Eingriff kommen kann, ist an seinen entgegengesetzten Flächen abgeschrägt, so daß er mit dem genannten Stift gekuppelt werden kann, wenn sich der Schlitten 3o hinter dem Nadelträger in jeder Richtung bewegt. Das gleiche ist bezüglich der hakenförmigen Klinke 51 der Fall.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Webstuhl mit mehreren zur Einführung von Schußfäden dienenden Nadeln, die durch einen Schlitten angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Nadel ein Nadelträger und eine an ihm gelenkig angeordnete Klinke (47-, 51) vorgesehen ist, derart, daß jeder der Nadelträger für sich oder eine beliebige Anzahl der Nadelträger oder alle Nadelträger in der gleichen Anordnung bzw. in regelmäßigem Wechsel durch der Schußreihenfolge entsprechend einzustellende Hubkurven (59, 66, 76, 77) mit dein Schlitten gekuppelt bzw. von ihm entkuppelt werden können. a. Webstuhl nach Anspruch i, bei dem die Schußfadenschlingen durch einen Randschützen verriegelt werden, dadurch gekennzeichnet, dafi unabhängig von den Hubkurven (76, 77) zur Steuerung der Kuppelklinken (47, 5i) jede Nadel (13, 14) durch in der Nähe des inneren Endes der vom Schlitten (3o) durchlaufenen Bahn angeordnete gesteuerte Hebel (73, 74) oder ortsfeste Anschläge (83, 84), während sie sich im Fach befindet, von dem Schlitten (3o) entkuppelt werden kann, um die Nadelbewegung während des Durchganges des Randfadenschützens (7a) durch die Schußfadenschleife der Eintragnadelzu unterbrechen.
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