DE58232C - Entfettungs- und Waschverfahren für Wolle und ähnliche Stoffe - Google Patents

Entfettungs- und Waschverfahren für Wolle und ähnliche Stoffe

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DE58232C
DE58232C DENDAT58232D DE58232DA DE58232C DE 58232 C DE58232 C DE 58232C DE NDAT58232 D DENDAT58232 D DE NDAT58232D DE 58232D A DE58232D A DE 58232DA DE 58232 C DE58232 C DE 58232C
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wool
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DENDAT58232D
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A. GEORGE in Puteaux, Seine, 1 Rue de Chateau
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum -Entfetten, und Waschen von roher oder bearbeiteter Wolle oder anderen ähnlichen Materialien, bei welchen Kohlensäure, Fett lösende Mittel und Wasser (die Fettlösungsmittel rein oder mit einem Gehalt an Fettkörpern) verwendet werden.
Die bisher zu einer methodischen Entfettung und Auswaschung von roher und bearbeiteter Wolle und anderen ähnlichen Materialien angewendeten Verfahren, welche einerseits in der Anwendung verschiedener Fett- und Wollwachslösungsmittel und andererseits in der Anwendung von Wasser bestehen, haben nach Ansicht des Erfinders im gewerblichen Gebrauch nur zu unvollkommenen Ergebnissen geführt. Besonders war es nach Meinung des Erfinders bisher nicht möglich, sämmtliche Wollarten, ohne Unterschied auf ihren Ursprung, Zustand und Alter, von' den in ihnen enthaltenen Fett- und Wollwachsarten mit Hülfe von Schwefelkohlenstoff, Aether, Chloroform, Alkohol, den verschiedenen Kohlenwasserstoffen aus Steinkohlentheer und Petroleum und anderen Lösungsmitteln für die verschiedenen Fett- und Wachsarten praktisch befriedigend zu befreien.
Die Verunreinigungen der Wolle bestehen i. aus verschiedenen Fett- und Wachsarten,-welche in den oben genannten Lösungsmitteln löslich sind; 2. aus klebrigen pechartigen Körpern, welche in denselben, sowie in Wasser nicht löslich sind; 3. aus in Wasser löslichen Körpern (Kalisalzen und anderen Salzen), und 4. aus Sand und Erde. Von diesen verschiedenen Körpern ist nach Ansicht des Erfinders der klebrige, pechartige Körper noch nicht «erkannt worden, aber gerade er ist es, welchem die oben genannten Mifserfolge zuzuschreiben sind. Er löst sich in der Hauptsache weder in Fettlösungsmitteln, noch in Wasser auf und haftet auf der Wolle so fest, dafs selbst heifse Seifenbäder ihn nicht einmal in geringen Mengen zu ziehen vermögen. Die sogenannte entfettete Wolle enthält daher diesen klebrigen Stoff immer noch in solchen Mengen, dafs er für die. Krempeln und demzufolge für die Kämmmaschinen schlechte Ergebnisse liefert.
Bei näherer Untersuchung dieses klebrigen, pechartigen Körpers hat der Erfinder nach seiner Angabe gefunden, dafs . der Körper dennoch zu einem geringen Theil in Fett-■lösungsmitteln, welche rein oder mit einem Gehalte an Fettkörpern verwendet werden können, löslich ist, ferner (und das ist der Hauptpunkt), dafs er sich durch Säuren leicht in verschiedene Salze und Fette zersetzen läfst. Von diesen Säuren hat der Erfinder als vortheilhafteste Kohlensäure gewählt, weil sie weder die Wolle, noch die Fette, noch den Wollschweifs verändert. Eine Behandlung durch Kohlensäure und reine Lösungsmittel, d.h. solche ohne Gehalt an Fettkörpern, giebt immer ausgezeichnete Ergebnisse; um aber sehr oft sich wiederholende Destillationen der Lösungsmittel zu vermeiden, ist es praktischer, Lösungsmittel mit einem Gehalt an Fettkörpern, also solche, welche schon verwendet gewesen sind, zu benutzen; bei gewissen Wollarten können dieselben sogar schon allein genügen.
Um nun auch ganz sicher zu sein, dafs die ununterbrochene Entfettung vollkommen und regelrecht verläuft, empfiehlt es sich, die Anwendung von Lösungsmitteln mit einem Gehalt von Fettkörpern mit der Anwendung von Kohlensäure zu vereinigen, und zwar kann man die Kohlensäure unter oder nicht unter Druck anwenden oder vor genannten Lösungsmitteln oder gleichzeitig mit ihnen einwirken lassen. ■ ' ■
Da nach. Angabe des Erfinders der pechartige, klebrige Stoff durch diese combinirte Anwendung in verschiedene Salze und Fette zerlegt wird, wird die Wolle durchaus vollkommen von jedwedem Fett und Wollwachs befreit. Uebrigens mufs selbstverständlich die Behandlung der Wolle durch eine Waschung mit Wasser vervollständigt und beendet werden, um die Kalisalze und anderen Salze, sowie die Schmutztheile zu entfernen. Die Fett- und Wollwachsarten und die Salze werden so ohne Veränderung vollständig gewonnen.
Die nach diesem Verfahren entfettete Wolle soll nach Angabe des Erfinders viel weicher im Griff als die nach anderem Verfahren entfettete Wolle sein, sich auf den Krempeln besser verarbeiten lassen und infolge dessen bei ihrer Kämmung eine gröfsere Ausbeute und weiterhin feinere Gespinste liefern.

Claims (1)

  1. Pa te nt-Anspruch:
    Verfahren zur Entfettung und Auswaschung von Wolle und ähnlichen Stoffen, gekennzeichnet durch die gemeinsame Anwendung von Kohlensäure, Fett lösenden Mitteln und Wasser, wobei man die Kohlensäure unter Druck oder ohne Druck, sowie vor oder gleichzeitig mit jenen Mitteln und die Lösungsmittel entweder rein oder mit einem Gehalt an Fettkörpern verwenden kann.
DENDAT58232D Entfettungs- und Waschverfahren für Wolle und ähnliche Stoffe Expired - Lifetime DE58232C (de)

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