DE233245C - - Google Patents

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DE233245C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/03Polysaccharides or derivatives thereof
    • D06M15/11Starch or derivatives thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
# PATENTSCHRIFT
- JV* 233245 -KLASSE 8%. GRUPPE
ALFRED HAMBURGER in WIEN.
für Plattwäsche.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Mal 1908 ab.
Die im Handel befindlichen Stärkesorten zeigen bei ihrer Verwendung zum Plätten von Kleidern, Bett- und Tischwäsche den Nachteil, daß die Gegenstände insbesondere bei Verwendung von zu viel Stärke leicht einen rauhen Griff und brettartige Steifheit bekommen, ohne einen schönen Glanz zu besitzen.
Durch das nach dem nachfolgend beschriebene Verfahren erhaltene Produkt werden die vorstehend angeführten Übelstände vollständig behoben, und es wird außerdem ein Effekt erzielt, der bisher nur durch Anwendung des Heißkalanders erreicht werden konnte, ein Arbeitsvorgang, der schon seiner komplizierten Apparatur wegen im Haushalte nicht durchgeführt werden kann. Das neue Verfahren stellt somit einen bedeutenden technischen Fortschritt dar.
Das Verfahren beruht im wesentlichen darin, daß man einer Stärke, deren Klebkraft durch eine nicht zu Ende geführte Dextrinierung, nämlich durch Überführung der Stärke in eine der Zwischenstufen zwischen Stärke und Dextrin, vermindert wurde, Fettstoffe einverleibt. Von den Fettstoffen sind am geeignetsten die Fettsäuren der gesättigten und ungesättigten Reihe bzw. deren Derivate und Verbindungen (Seifen).
Während bei dem bekannten Gebrauch von gewöhnlicher Stärke und Fettstoffen die Wäsche zwar Glanz erhält, im übrigen aber leicht hart und steif wird, und während weiterhin die gemäß dem Verfahren des britischen Patentes 11416/1899 hergestellte Mischung von trockener Stärke, Dextrin und Kochsalz den Zweck hat, das Grau- und Fleckigwerden fertiger Stoffe zu verhindern, wird gemäß dem vorliegenden Verfahren ein Produkt erhalten, welches neben den eingangs erwähnten Vorzügen die Eigenschaft besitzt, der damit behandelten Wäsche gleichzeitig Griff, Geschmeidigkeit und Glätte zu verleihen und die Verwendung des Heißkalanders völlig zu ersetzen.
Man kann allerdings mit den. bisher bekannten Mitteln weiche Appreturen z. B. aus Stärke und Seifen und steife Appreturen z. B. aus löslicher Stärke und Seife erzeugen. Diese »Weiche« hat jedoch den Charakter des »Lappigen«, die »Steife« den Charakter des »Brett artigen«.
Es gelingt auch nicht, durch Mischung etwa der vorerwähnten beiden Appreturen eine Appretur zu erhalten, wie sie durch das vorliegende Verfahren geliefert wird. Die neue Appretur weist einen ganz eigentümlichen technischen Effekt auf, indem sie den appretierten Stücken neben Weiche auch Festigkeit und eine gewisse Biegsamkeit sowie Elastizität verleiht.
Bei der Fabrikation geht man am besten folgendermaßen vor:
Stärke wird einem Dextrinierungsprozeß derart unterworfen, daß Zwischenstufen zwischen Stärke und Dextrin entstehen und dadurch deren Klebkraft herabgesetzt wird. Dies kann beispielsweise durch Behandlung von Stärke mit gasförmiger schwefeliger Säure
erfolgen. Mit der so umgewandelten Stärke werden die Fettsäuren entweder in gelöstem oder in gebundenem Zustande in Form von Seifen oder in Verbindung mit Alkoholen vermischt. Der Zusatz erfolgt zur flüssigen oder halbtrockenen Stärke und geschieht zweckmäßig nicht nachträglich; sondern während der Fabrikation der oben beschriebenen Stärke von verminderter Klebkraft.

Claims (3)

  1. Patent-An Spruch E.·
    i. Verfahren zur Herstellung eines den Heißkalander ersetzenden Stärkepräparates für Plättwäsche, dadurch gekennzeichnet, daß einer Stärke, deren Klebkraft durch unvollkommene Dextrinierung, nämlich Umwandlung in eine der Zwischenstufen zwischen Stärke und Dextrin, vorzugsweise durch Behandlung mit schwefliger Säure vermindert wurde, Fettstoffe einverleibt werden.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Fettsäuren der gesättigten oder ungesättigten Reihe bzw. deren Derivaten oder Verbindungen (Seifen) als Zusatz zur unvollkommen dextrinierten Stärke.
  3. 3. Ausführungsform nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettsäuren im gelösten oder gebundenen Zustande in Form von Seifen oder in Verbindung mit Alkoholen mit der flüssigen oder halbtrockenen, unvollkommen dextrinierten Stärke vermischt werden.
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