DE800487C - Verfahren zur Gerbung von Haeuten - Google Patents

Verfahren zur Gerbung von Haeuten

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DE800487C
DE800487C DE1948P0018318 DEP0018318D DE800487C DE 800487 C DE800487 C DE 800487C DE 1948P0018318 DE1948P0018318 DE 1948P0018318 DE P0018318 D DEP0018318 D DE P0018318D DE 800487 C DE800487 C DE 800487C
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DE
Germany
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tanning
tanned
hides
leather
synthetic resins
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Expired
Application number
DE1948P0018318
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Dr Kuentzel
Franz Margold
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DR ADOLF KUENTZEL
Original Assignee
DR ADOLF KUENTZEL
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/28Multi-step processes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gerbung von Häuten Der Alleirigerbung mit Sulftablauge 1)z\\-. den daraus hergestellten Celluloseextrakteii steht der Mangel entgegen, daß die damit gegerbten Häute blechig und leer auftrocknen, so <laß sie kein verkaufsfähiges Leder darstellen. Man hat deshalb die Sulfitablauge zusammen mit pflanzlichen und synthetischen Gerbstoffen angewendet, wobei ein bestimmter Mindestanteil der analytisch als Gerbstoff bestimmbaren Substanzen in diesem Gemisch von echten Gerbstoffen gestellt werden muß, damit eine befriedigende Lederqualität erzielt wird. Dieser Mindestanteil beträgt etwa 4o ",'o.
  • Natürlich kann man auch die mit Sulfitablauge vorbehandelten Häute <Lurch eine \achgerbung mit echten Gerbstoffen in ein vollwertiges Leder verwaiidelii. Hingegen führt eine Nachbehandlung der mit Sulfitablatige gegerbten Häute mit an sich nichtgerbenden Substanzen, @\-ic z.13. mit dein in der Patentschrift 5 14 723 der Klasse =` a vorgeschlagenen Benzidinchlorhvdrat, in wäßriger Lösung nicht zu befriedigenden Ergebnissen; die so hergestellten Leder sind immer noch leer und knochig.
  • Andererseits ist bekannt, daß man finit lackartigen Kunstharzen auf phenolischer Grundlage, die in organischen Uisungsinitteln gelöst werden können, Leder erzeugen kann, wciin man die Blößen mit den gleichen organischen Lösungsmitteln vorbehandelt und nach der Gerbung init Kunstharzen mit `'Wasser nachbehandelt (Patentschrift -13-o5] der K1. 28a).
  • Das vorliegende `erfahren unterscheidet sich grundsätzlich von den bisherigen Verfahren dadurch, daß die in erster Phase mit reinen Stilfitablaugeextrakten durchgegerbten Häute in eine Lösung von Kunstharzen in organischen Lösungsinitteln gebracht werden, deren Konzentration wesentlich geringer ist, als nach dem obengenannten Verfahren gemäß Patentschrift .432 051 der K1. 28a erforderlich ist. Bei einer Nachbehandlung mit Wasser entsteht ein Leder von hoher Fülle und von völlig normaler Gerbung, wobei das hohe Jtendement des Leders größtenteils durch die Stilfitablauge bedingt ist, die unter diesen Umständen eine echte Gerbung herbeiführt.
  • Eine besonders vorteilhafte Ausführung des vorliegenden Verfahrens besteht in der Verwendung solcher lackartiger Kunstharze, deren Lösung in organischen Lösungsmitteln eine gewisse Verschneidung mit Wasser oder wäßrigen Lösungen vertragen, ohne daß die Kunstharze hierbei bei der Lösung ausgeschieden werden.
  • An Stelle von Sulfitablauge lassen sich auch andere unzureichend gerbende Gerbmittel, wie z. B. Mangroveextrakte, Philippinencutch, Torfextrakte, synthetische Hilfsgerbstoffe usw., mit Vorteil verwenden. Ferner erstreckt sich das Verfahren auch auf Gemische derartiger, an sich nicht ausreichend gerbender, organischer Gerbinittel.
  • Der Hauptvorteil dieses neuartigen, in zwei Phasen sich abspielenden Gerbverfahrens ist in der außerordentlich sparsamen Verwendung echter Gerbstoffe zu erblicken, als welche in diesem Falle die genannten lackartigen Kunstharze auf phenolischer Grundlage anzusehen sind. Die erhaltenen Leder unterscheiden sich von den rein pflanzlich gegerbten Ledern bzw. von Ledern, die mit den üblichen synthetischen Gerbstoffen ganz oder anteilig gegerbt sind, in vorteilhafter Weise dadurch, daß ihr Ausvyaschverlust geringer ist. Je nach der Art der angewandten Kunstharze und nach ihrer Nienge kann man auf diese Weise feste Unterleder oder mehr milde und vollgriffige Oberleder erhalten.
  • Als Kunstharze kommen für diesen Zweck alle nicht auskondensierten, in organischen Lösungsmitteln löslichen Kondensationsprodukte in Frage, welche phenolische Hydrox_vlgruppen besitzen. Als Lösungsmittel eignen sich besonders die niederen Alkohole, Ester und Ketone.
  • Beispiel i Eine Partie gut geäscherter, völlig entkälkter Kalbsliä ute wird in einem Farbengang, ansteigend von o,_5 bis 6° Be, mit Sulfitablauge innerhalb von 7 Tagen gleichmäßig durchgegerbt. Diese Häute würden beim Auftrocknen ein blechiges, horniges und leeres Leder ergeben. Sie werden gut abgepreßt und mit 5% Aceton i bis 2 Stunden ge-«-alkt; sodann werden sie mit 8 % Aceton, in welchem 2,8 % Phenolal(lehydharz gelöst ist, io Stunden gewalkt. Die Prozentangaben beziehen sich auf das Preßgewicht des Leders. Anschließend wird die entgerbte Lösung abgegossen und für den Gerbansatz der nächsten Partie aufbewahrt. Die Leder werden reichlich mit Wasser unter mehrmaligem Wechsel mehrere Stunden behandelt. Die in üblicher Weise gefetteten und aufgetrockneten Leder sind voll, hell und geschmeidig.
  • Beispiel 2 Eine Partie gut entkälkter crouponierter Rinds-.liäute wird im Farbengang, ansteigend von 0,5 bis io° Be, mit Sulfitablauge durchgegerbt, was etwa i i Tage dauert. Danach kommen die Crouporis nochmal io Tage in eine Versenkbrühe von 12 bis 1d.° Bc, wonach die Häute gleichmäßig und gut durchgegerbt sind. Sie werden nun einen Tag auf den Bock gelegt, danach ausgewaschen, abgepreßt und gewogen. Nun werden sie mit 5 % Methylalkohol vorgewalkt und kommen sodann in eine Lösung, bestehend aus io0,/o Methylalkohol und 1,,4 % Kresolharz. Darin werden sie io Stunden gewalkt. Anschließend werden sie kräftig mit Wasser gespült. Die Nachbehandlung ist die bei Unterleder übliche. Man erhält ein Rendement, das über 6o liegt. Qualitätsmäßig entspricht das erhaltene Leder eirieni Unterleder rein vegetabilischer Gerbung.
  • Beispiel 3 Eine Partie gut entkälkter Schweinsblößen wird mit Mangroveextrakt bis zur Stärke von io° Be durchgegerbt. Nach Abpressen der überschüssigen Gerbbrühen kommen die Leder in eine Lösung von io % eines Gemisches von Äthylalkohol und Äthylacetat, in welchem 21/o Phenolnovolack gelöst sind. Diese Novolacklösung verträgt eine Verschneidung bis zu 30 0/0 Wasser, weshall) sich in diesem Falle eine @"orbeliandlung der zu gerbenden Häute mit reinem Lösungsmittel erübrigt. Das Waschen nach der Entgerbung mit der Ktinstliarzlösung und die weitere Nachbehandlung erfolgt in der gleichen «'eise, wie bei den andern Beispielen angedeutet wurde.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gerbung von Häuten, dadurch gekennzeichnet, daß die Häute mit an sich nicht ausreichend gerbenden Gerbinitteln (Sulfitablauge, Mangroveextrakte, synthetische Hilfsgerbstoffe usw.) vorgegerbt werden und mit lackartigen Kunstharzen, die pheiiolische Hydroxylgruppen enthalten, in organischen Lösungsmitteln nachbehandelt werden.
  2. 2. Verfahren zur Gerbung von Häuten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Kunstharze verwendet werden, deren Lösung in organischen Lösungsmitteln mit Wasser mischbar, in reinem Wasser jedoch unlöslich sind.
DE1948P0018318 1948-10-15 1948-10-15 Verfahren zur Gerbung von Haeuten Expired DE800487C (de)

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