DE258993C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE258993C DE258993C DENDAT258993D DE258993DA DE258993C DE 258993 C DE258993 C DE 258993C DE NDAT258993 D DENDAT258993 D DE NDAT258993D DE 258993D A DE258993D A DE 258993DA DE 258993 C DE258993 C DE 258993C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- asphalt
- tanning
- leather
- skin
- tar
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000010426 asphalt Substances 0.000 claims description 16
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 7
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 13
- UHOVQNZJYSORNB-UHFFFAOYSA-N Benzene Chemical compound C1=CC=CC=C1 UHOVQNZJYSORNB-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 9
- YXFVVABEGXRONW-UHFFFAOYSA-N Toluene Chemical compound CC1=CC=CC=C1 YXFVVABEGXRONW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 9
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 3
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 3
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 3
- 229920001864 tannin Polymers 0.000 description 3
- 239000001648 tannin Substances 0.000 description 3
- 235000018553 tannin Nutrition 0.000 description 3
- 239000001293 FEMA 3089 Substances 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 239000011148 porous material Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 2
- WHRZCXAVMTUTDD-UHFFFAOYSA-N 1h-furo[2,3-d]pyrimidin-2-one Chemical compound N1C(=O)N=C2OC=CC2=C1 WHRZCXAVMTUTDD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000899 Gutta-Percha Substances 0.000 description 1
- 235000006173 Larrea tridentata Nutrition 0.000 description 1
- 244000073231 Larrea tridentata Species 0.000 description 1
- 240000000342 Palaquium gutta Species 0.000 description 1
- ISWSIDIOOBJBQZ-UHFFFAOYSA-N Phenol Chemical compound OC1=CC=CC=C1 ISWSIDIOOBJBQZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 241000779819 Syncarpia glomulifera Species 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 150000004945 aromatic hydrocarbons Chemical class 0.000 description 1
- 229960002126 creosote Drugs 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000003203 everyday effect Effects 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 229920000588 gutta-percha Polymers 0.000 description 1
- 239000000615 nonconductor Substances 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 239000010665 pine oil Substances 0.000 description 1
- 239000001739 pinus spp. Substances 0.000 description 1
- 238000000197 pyrolysis Methods 0.000 description 1
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 1
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 1
- 238000002791 soaking Methods 0.000 description 1
- 229940036248 turpentine Drugs 0.000 description 1
- 235000013311 vegetables Nutrition 0.000 description 1
- 235000021419 vinegar Nutrition 0.000 description 1
- 239000000052 vinegar Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C9/00—Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bereits bekannt, daß Teer und teerartige Produkte zum Gerben von tierischen
Häuten benutzt werden können. Die Art der Verwendung dieser Stoffe zu diesem Zweck
hat aber bisher immer zur Folge gehabt, daß die verwendeten Stoffe sich nicht in derselben
Weise in der Haut anhäufen konnten wie der vegetabilische Gerbstoff. So wurden z. B.
die kondensierten Produkte der trockenen Destillation des Holzes mit einer Kochsalzlösung
»vermischt und die Flüssigkeit, welche Holzessig, Kreosot, ölige Produkte und Harze enthielt,
zum Gerben der nassen vorbereiteten Haut benutzt. Es ist klar, daß bei diesem
Verfahren der Prozentsatz fester Bestandteile von teerartiger Konsistenz in der Haut ein
verhältnismäßig sehr geringer sein mußte. Nach einem anderen Verfahren wurden Felle
und Häute mit Teer jeder Art unter Zusatz von Terpentinöl, Kienöl, Phenol oder dessen
Homologen behandelt. Auch hier kann sich kaum ein Produkt ergeben, das die festen
Bestandteile des Teers in größeren Mengen enthält; denn im Teer sind eine Menge mehr
oder weniger flüssiger, hochsiedender aromatischer Kohlenwasserstoffe enthalten, welche
die Weichheit des Teers bedingen und bei der Gerbung auch im Leder bleiben und dort
dieselbe Wirkung haben. Im Gegensatz hierzu ist man von der Idee ausgegangen, daß
möglichst nur die festen Bestandteile des Teers, also Pech und harzartige bzw. bituminöse
Körper zur Gerbung und in erheblicher Menge zum Füllen verwendet werden müßten. Da dies nur auf dem Wege über eine Lösung
möglich war und vor allem darauf geachtet werden mußte, daß das Lösungsmittel möglichst
leicht und vollkommen wieder aus dem Leder verdunsten konnte, wurden niedrigsiedende
Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, und hochstens Terpentinöl gewählt. Ferner wurde zum
Ausgangspunkt für die Gerbung mit diesen Stoffen nicht die nasse vorbereitete Blöße,
sondern wie beim Hauptpatent 258992 die entwässerte trockene Blöße, verwendet. Auf
diesem Wege war es möglich, ein Leder herzustellen, das wie das lohgare Leder mit Gerbstoff,
angefüllt war, dabei aber den Vorzug besaß, daß der Gerbstoff vollständig gebunden
im bisherigen Sinne war, d. h. er war gegen Wasser absolut unempfindlich.
Es wurde nun im Laufe der Versuche gefunden, daß Asphalt ein vorzügliches Gerbmittel
ist, wenn er in der eben angegebenen Weise in die Haut eingeführt wird, und zwar haben
sich dabei sowohl die natürlichen wie die künstlichen'Asphaltarten gleich gut bewährt.
Man behandelt zu diesem Zweck die Haut mit einer Lösung von beispielsweise 33 Prozent
Asphalt in Benzol oder Toluol durch Einlegen
der getrockneten Haut in diese. Es ergibt sich dabei ein Erzeugnis, welches 30 bis 33 Prozent
seines Gewichtes an Asphalt enthält und hervorragende Eigenschaften gegenüber den
auf gewöhnlichem Wege entstandenen Ledern zeigt. Zunächst ist es von einer außerordentlichen
Wasserfestigkeit. Selbst durch die Einwirkung von kochendem Wasser während einiger
Zeit tritt keine merkbare Veränderung ein, eine Probe, die außer Chromleder sonst kein
anderes Leder besteht. Das Leder ist außerdem von einer Festigkeit, die auch die aller
bekannten Leder bei weitem übertrifft.
Ein wichtiger Vorzug ist auch, daß man aus der entwässerten Haut Gebrauchsgegenstände
herstellen und diese nachträglich mit Asphalt gerben kann. Das bietet mannigfaltige
Vorteile, nicht nur die leichtere Bearbeitungsmöglichkeit der rohen Haut, sondern auch
die größere Wasserdichtigkeit an den Nähten. Dieses Verfahren wird sich zur Herstellung
von Lederüberschuhen eignen.
Es ist schon einmal versucht worden, Haut vor der Gerbung zu formen und dann erst
den Gerbprozeß folgen zu lassen. Die vorliegende Arbeitsweise zeigt dagegen den Vorzug,
daß die entwässerte, getrocknete Haut sich wie fertiges Leder verarbeiten läßt, während
dies bekanntlich mit der nassen Blöße unmöglich ist. Das neue Erzeugnis ist auch
als elektrischer Isolator verwendbar. Da Asphalt weit billiger ist als die üblichen Gerbstoffe,
so tritt zu den Vorteilen des Erzeugnisses noch eine Verbilligung der Herstellung
hinzu.
Es ist ersichtlich, daß statt Benzol auch andere Lösungsmittel für Asphalt, wie z. B.
Terpentinöl und Toluol, zur Anwendung gelangen könnten, und daß die Lösungsmittel aus
dem Erzeugnis wiederzugewinnen sind.
Es ist auch möglich, statt des Asphalts allein Mischungen mit· anderen Körpern, so
zum Beispiel Gemische von natürlichem oder künstlichem Asphalt oder Gemische von
Asphalt mit Kautschuk oder Guttapercha, zum Gerben zu verwenden. Man erzielt durch
diese Zusätze je nach Art und Menge derselben größere oder geringere Weichheit des fertigen
Leders.
Es sei noch bemerkt, daß unter Asphalt hier alles zu verstehen ist, was im, Gewerbe
unter diesem Namen bekannt ist, also natürlicher Asphalt und künstlicher Asphalt (Petrolgoudron
u. dgl).
Bekannt ist es schon, Mischungen von Kautschuk und Asphalt in fertiges Leder nachträglich
zu imprägnieren. Die auf diese Weise hergestellten Leder sind jedoch in gar keiner
Weise mit dem Erzeugnis des neuen Verfahrens zu vergleichen, da dort die eigentliche
Gerbung eben durch irgendwelche bekannten Gerbstoffe schon erreicht ist und nur nachträglich
in die Poren des fertigen Leders eine Lösung von Asphalt und Kautschuk eingeführt
wird, die rein mechanisch in diesen Poren lagert.
Claims (2)
1. Ausführungsform des Verfahrens nach Patent 258992, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Gerben der wasserfreien Haut eine Asphaltlösung Verwendung findet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dahin abgeändert, daß Gegenstände aus der entwässerten
Hautblöße hergestellt und dann mit der Asphaltlösung behandelt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE258993C true DE258993C (de) |
Family
ID=516763
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT258993D Active DE258993C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE258993C (de) |
-
0
- DE DENDAT258993D patent/DE258993C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE258993C (de) | ||
| DE625400C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kautschukmischungen unter Verwendung von Lederabfaellen als Fuellstoff | |
| DE2843755C3 (de) | Verfahren zum Lickern von gegerbtem Leder mit einer fettartigen Substanz | |
| DE800487C (de) | Verfahren zur Gerbung von Haeuten | |
| DE258992C (de) | ||
| DE355825C (de) | Verfahren zur Herstellung von Geweben aus Leder | |
| DE273652C (de) | ||
| DE135844C (de) | ||
| DE248779C (de) | ||
| DE564913C (de) | Vulkanisationsbeschleuniger fuer natuerlichen Kautschuk und kuenstliche kautschukaehnliche Polymerisate | |
| DE352671C (de) | Verfahren zur Gerbung, Impraegnierung usw. von Stoffen | |
| DE343954C (de) | Verfahren zur Nutzbarmachung von eingedickter Sulfitablauge als Appretur-, Kleb- oder Gerbmittel | |
| AT133500B (de) | Verfahren zum Imprägnieren von Häuten, Fellen und Ledern. | |
| DE912629C (de) | Verfahren zur Herstellung von Lederersatzmaterial aus Vulkanfiber | |
| DE611777C (de) | Sohlenbelag fuer Schuhwerk | |
| AT120385B (de) | Verfahren zur Herstellung von einseitig gummierten Geweben. | |
| DE680110C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichem Leder | |
| DE247373C (de) | ||
| DE560019C (de) | Verfahren zum Impraegnieren von Haeuten, Fellen und Leder | |
| DE200952C (de) | ||
| AT118817B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Undurchdringlichmachen von Leder. | |
| DE738227C (de) | Verfahren zur Herstellung von Faserledern | |
| DE2532391C3 (de) | Umweltfreundliches und abwasserfreies Verfahren zur Pickelung, Gerbung und Fettung von Pelzfellen | |
| DE252193C (de) | ||
| DE101409C (de) |