DE738227C - Verfahren zur Herstellung von Faserledern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Faserledern

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DE738227C
DE738227C DEI66131D DEI0066131D DE738227C DE 738227 C DE738227 C DE 738227C DE I66131 D DEI66131 D DE I66131D DE I0066131 D DEI0066131 D DE I0066131D DE 738227 C DE738227 C DE 738227C
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DE
Germany
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compounds
fiber
vegetable
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leather fibers
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Expired
Application number
DEI66131D
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English (en)
Inventor
Dr Gerhard Otto
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE738227C publication Critical patent/DE738227C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Faserledern Faserleder werden bekanntlich in der Weise hergestellt, daß man Lederfasern mit einer wäßrigen, mittels anionaktiver Dispergiermittel, wie Tiinkischrotöl, Fettalkchodsulfönat 0,. dgl., hergestellten Suspension hochpolymerer Verbindungen imprägniert und. verpzeBt. Zur Ausfällung der bei der Verpressung als Bindemittel wirkenden hochpolymeren Verbindungen aus der Suspension auf die Faser verwende6t man Säuren oder gewisse Metallsalze, wie Aluminiumsulfat: Diese Arbeitsweise bereitet keine Schwierigkeiten, wenn es sich um die Verarbeitung chromgarer Lederfasern. zu Faserleder handelt. Mit pfLanzlichen Gerbstoffen gegerbte Leder dagegen lassen sich nach diesem Verfahren nur schlecht verarbeiten, da die pflanzlichen Gerbstoffe während der Imprägnierung' zum Teil in das Behandlungsbad diffundieren und das Bindemittel infolgedessen beim Zusatz von Säuren oder Aluminiumsulfat nicht nur auf den Fasern, sondern auch im Behandlungsbad ausgefällt wird. Man erhält auf diese Weise ungleichmäßig imprägnierte Fasern, die beim Verpressen Faserledercplatten von nur geringer Bruchfestigkeit, Biegefestigkeit und Reißfestigkeit sowie schlechten. Abriebwerben liefern.
  • F.s wurde- nun gefunden, daß man eine gleichmäßige Imprägnierung auch bei rein pflanzlich gegerbten Lederfasern erreicht, wenn man diese vor der Imprägnierung mit solchen wasserlöslichen Salzen -MhermolekulareT organischer Basen vorbehandelt, welche sowohl die pflanzlichen Gerbstoffe als auch die dispergieTenden Bademittel zu fällen vermögen.
  • Für die Vorbehandlung der pflanzlich gegerbten Lederfasern kommen beispielsweise die nach dem Verfahren der Patentschrift 688 302, erhältlichen Kondensationsprodukte aus Formaldehyd, weiteren Carbonylverbindungen und. Ammoniunnsalzen in Betracht sowie allgemein die höhermolekularen salzartigen Kondensationsprodukte von Aldehyden mit Amino- bzw. Iminogruppen enthaltenden Kohlenstoffverbindungen und die quaterraären Ämmoniumsalze, die durch Umsetzung tertiärer Basen mit solchen aromatischen oder aliphatischen Verhindungen entstehen, die mehr als ein leicht austauschbares Halogenatom enthalten.
  • Man behandelt die pflanzlich gegerbt Lederfasern zweckmäßig mit einer so bemessenen Menge der genannten stickstoffhaltigen Verbindungen, daB einerseits eine völlige Fällung bzw. Fixierung der pflanzlichen Gerbstoffe erfolgt, andererseits aber kein überschuß des Fällungsmittels in der Flotte verbleibt. Werden derartig vorbehandelte Lederfasern mit Suspensionen hochpolymerer Bindemittel imprägniert, so erfolgt die Fällung des- Bindemittels ohne Zusatz von Säuren oder Aluminiumsulfat ausschließlich an der Faser selbst und nicht im Fällbad.
  • Auch bei der Herstellung von Faserledern aus Mischungen von pflanzlich gegerbten Lederfasern mit Lederfasern anderer Gerbung .ist die Vorbehandlung des Fasermaterials mit den beschriebenen Fällungsmittesn von Vorteil; man erhält in jedem Falle. Faserlederplatten mit deutlich verbessertem Naßabrieb im Vergleich zu solchen Faserledern, die aufs dem gleichen Material und Bindemittel ohne Vorbehandlung mit den genanntem -stickstoffhaltigen Fällungsmitteln hergestellt wurden. Beispiel I ioo kg trockenes, pflanzlich gegerbtes Leder werden mittels einer geeigneten Vorrichtung zerfasert und mit 30001 V1'ämer im Holländer gemischt. Zu diesem Faserbrei läßt man eine Lösung von 3 kg des gemäß Patent 688302, Beispiel i, erhaltenen salzartigen Erzeugnisses in iol Wasser langsam zufließen. Etwa i o Minuten nach beendeter Zugabe prüft man, ob im Filtrat des Faserbreies keine Fällung bei Zusatz einer kleinen Menge der nachstehend beschriebenen Bindemitteldispersion eintritt. Wenn keine Fällung eintritt, fügt man zu dem Faserbrei zookg einer go%igen, mittels geringer Mengen von Türkischrotöl hergestellten wäßrigen Dispersion des Mischpolymerisats aus gleichen Teilen von Acrylsäurebutylester und Vinylacetat hinzu, die. man vor der Zugabe zweckmäßig mit der gleichen Menge Wasser verdünnt hat. Das Bindemittel scheidet sich innerhalb 5 bis i o Minuten gleichmäßig auf dem Fasermaterial ab. Das imprägnierte Material wird nach weiteren io bis 20 Minuten durch Absaugen von Wasser befreit und in der üblichen Weise zu Platten verpreBt.
  • Beispiel 2 i oo kg einer Mischung aus gleichen Teilen chromgarer und pflanzlich gegerbter Lederfasern, die zweckmäßig zunächst durch schwach alkalisches Waschen von der Hauptmenge der an ihnen haftenden Gerbstoffe befreit wurden, werden im Holländer mit 30001 Wasser gemischt. Dann setzt man 2 kg eines diz'rch Umsetzung von iooTeilen zweifach chlormnethyliertem m-Xylol mit 8o Teilen Pyridin erhaltenen quaternärerl, Salzes in Farm einer io%igen wäßrigen Lösung hinzu. -Nach 2o Minuten werden iookg einer 50-%igen, mittels geringer Mengen von a-oxydelcansulfonsaurem Natrium hergestellten wäßrigen Dispersion von polymerem Isobutylen hinzugefügt. Das Bindemittel scheidet sich gleichmäßig auf daem Faseagwnisch ab. Nach 20 Minuten wird der Faserbrei abgesaugt und in üblicher Weise zu Platten verarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTEINSPRUCH Verfahren zur HerstClung von Faserledern unter ausschließlicher oder teilweiser Verwenuung von pflanzlich grbten Lederfasern durch Impr grienen mit wäßrigen, mittels anionaktiver Dispergiermittel hergestellten Dispexkanen hochpolymerer Verbindungen und Ausfällte der dispergierten Stoffe, dadurch gel=nzeichnet, daß die Lederfasern rriit solchen Menagen höhenmolekularer salzartiger Stickstoffverbindungen, die durch Kondensation von Aldehyden mit Amino- bzw. Iminogruppen enthaltenden Kohlensto$-verbindungen oder durch Kiondmsation von Ammoniumsalzen, Aldehyden und organischen Carbonylverbindungen mit aktivierten Methylen- oder Methylgruppen oder durch Umsetzung tertiärer Basen mit aliphatischen oder aromatischen, mehr als ein leicht austauschbares Halogenatom enthaltenden Verbindungen entstehen, vorbehandelt werden, daß eine völlige Fällung bzw. Fixierung der pflanzlichen Gerbstoffe erfolgt, aber kein tlberschuß des Fällungsmittels in der Flotte verbleibt.
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