DE77831C - Verfahren zur Reinigung von Wollfett - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Wollfett

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DE77831C
DE77831C DENDAT77831D DE77831DA DE77831C DE 77831 C DE77831 C DE 77831C DE NDAT77831 D DENDAT77831 D DE NDAT77831D DE 77831D A DE77831D A DE 77831DA DE 77831 C DE77831 C DE 77831C
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Germany
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wool grease
cleaning wool
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lanichol
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DENDAT77831D
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R. HUTCHISON, Springvale Mills, Cowlairs, Glasgow, Grfsch. Lanark, Nord-Brit
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B11/00Recovery or refining of other fatty substances, e.g. lanolin or waxes
    • C11B11/005Lanolin; Woolfat

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Description

PATENTA
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Verfahren zur Reinigung von Wollfett.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 7. Januar 1894 ab.
Die vorliegende Neuerung bei dem Verfahren zur Reinigung von Wollfett bezw. zur Herstellung eines »Lanichol« genannten Productes aus demselben, das den Cholesterinbestandtheil des Wollfettes enthält, bezweckt die Abscheidung diesesLanichol in ungleich vollkommenerer Weise, als dies nach den bekannten Verfahren möglich ist, während gleichzeitig andere Bestandtheile des Wollfettes als nutzbare Seifen gewonnen werden.
Die Erfindung besteht darin, dafs bei der Zerlegung des Wollfettes durch Verseifung die Alkalilösung einen Zusatz von Harz erhält. Man nimmt zweckmäfsig 1 Gewichtstheil Harz auf 2 Gewichtstheile Alkali, z. B. gewöhnliche Soda. Die Mischungsverhältnisse, sowie die Art des Alkali können indessen auch geändert werden. Die neue Wirkung und der technische Effect, welcher sich in einer erheblich gröfseren Ausbeute von Lanichol bei der Verwendung von Harz äufsert, ist jedenfalls darauf zurückzuführen, dafs die eiweifs- und gummiartigen Verunreinigungen des Wollfettes durch die Harzseife aufgelöst und ausgewaschen werden ; 1 die so erhaltenen Waschwässer haben einen sehr unangenehmen starken Geruch. Bei der Verwendung von reinem Alkali ohne Harz wird ein erheblicher Theil des Lanichol in der Seife oder Seifenlösung gelöst, was zur Folge hat, dife nicht nur die Seife verschlechtert wir<äj$§'pndern dafs auch ein nennenswerther Verlustifia'n Lanichol resultirt.
Die Behandlung geschieht in der Weise, dafs das Wollfett in einen grofsen Behälter gebracht und auf"' je 9 Gewichtstheile desselben so viel von der mit Harz versetzten Alkalilösung genommen wird, als 1 Gewichtstheil Harz entspricht. Die genannte Lösung wird mit einer reichlichen Menge Wasser versetzt, in welchem Kochsalz gelöst ist, das sämmtliche Fettstoffe in ungelöstem Zustande erhält. Das Gemisch wird gekocht und zweckmäfsig durch ein Dampfgebläse in Bewegung erhalten. Der Kochsalzzusatz kann auch während des Kochens erfolgen. Nachdem das gekochte Gemisch einige Stunden absetzen gelassen wurde, wird das Wasser abgelassen; es enthält dann den gröfsten Theil der Unreinigkeiten, welche der Masse einen starken, unangenehmen Geruch verleihen. Das zurückbleibende Fett wird zur Entfernung aller löslichen Verunreinigungen zweckmäfsig wiederholt mit frischem Salzwasser gewaschen und das anhängende Salzwasser sorgfältig entfernt. Die dem Fett anhaftende geringe Seifenmenge wird durch salzfreies Wasser ausgewaschen. Bei der weiteren Behandlung wird zur Verseifung freier Fettsäuren reines Wasser und Alkali hinzugesetzt, das Gemisch gekocht und mit so viel reinem Wasser versetzt, als zur Lösung der gebildeten Seife nothwendig ist. Das Lanichol steigt langsam an die Oberfläche dieser Seifenlösung und kann leicht abgeschieden werden, während das abgezogene Seifenwasser durch Behandlung mit Salz eine gute Seifenmasse liefert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Reinigung von Wollfett, dadurch gekennzeichnet, dafs die zur Beseitung der ■: Unröinigkeiten verwendete Alkali- und Kochsalzlösung einen Zusatz von Harz erhält.
    BERUN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREL
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