DE490813C - Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher bzw. mit Wasser emulgierender Mineraloele - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher bzw. mit Wasser emulgierender Mineraloele

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DE490813C
DE490813C DESCH70505D DESC070505D DE490813C DE 490813 C DE490813 C DE 490813C DE SCH70505 D DESCH70505 D DE SCH70505D DE SC070505 D DESC070505 D DE SC070505D DE 490813 C DE490813 C DE 490813C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/017Mixtures of compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher bzw. mit Wasser emulgierender Mineralöle Die Patentschriften 403 134 und 403 I35 des Erfinders betreffen Verfahren zur Rleinigung von Roherdölen u. dgl. nach denen die zu reinigenden Stoffe mit Seifen bzw. mit seifenbildenden oder seifenartigen Stoffen und alkali, gegebenenfalls bei Gegenwart von Salzen bzw. Salzlösungen. behandelt werden.
  • Bei diesen Verfahren entstehen Abfallprodukte, für die man bisher keine Verwendung hatte. Es hat sich nun gezeigt daß diese Abfallprodukte sich ganz vorzüglich als Ausgangsmaterial zur Herstellung wasserlöslicher bzw. mit Wasser emulgierbarer Minerablöle eignen. Auf diese Weise läßt sich die Herstellung derartiger Öle bedeutend verbessern weil man in erster linie solche Anteile oder solche Fraktionen der Mineralöle zur Fabrikation der wasserloslichen Öle verwendet, welche mit Seife leicht eine Verbindung eingehen. also besonders leicht emulgierbar sind.
  • Die Abtrennung derartiger Anteile aus Mineralöl erfolgt nach dem vorliegenden Verfahren mittels Seifen oder seifenbildenden Stoffen bei Gegenwart von Alkalien oder sonstigen Basen in der Weise, daß eine Behandlung des Ausgangsmaterials mit diesen beiden Stoffen, und zwar unter Verwendung der Alkalien in solcher Menge und solcher Konzentration erfolgt, daß ein Niederschlag von seifenhaltigem Mineralöl abgeschieden wird. Dieser wird zweckmäßig durch Zentrifugieren oder Lagernlassen geklärt oder wenigstens so weit von anhaftenden Stoffen (Lauge. in Seife unlöslichem Mineralöl) befreit, daß er ein fertiges wasserlösliches Öl darstellt. Auch besteht die Möglichkeit, das auf genannte Weise abgeschiedene Öl nach einem bekannten Verfahren weiter zu hearbeiten oder mit anderen Stoffen zu versetzen welche die Wirkung des wasserlöslichen Öles verbessern, oder kurz gesagt, das niedergeschlagene Öl kann weiter veredelt werden.
  • Als sehr vorteilhaft hat sich bei Ausübung des Verfahrens ein Salzzusatz erwiesen, indem man entweder Salz in fester Form oder Salzlösung in geeigneter Konzentration zusetzt. Dieser Zusatz bietet einmal den Vorteil, daß an Lauge gespart wird, ermöglicht aber außerdem eine scharfie Trennung des mit Seife abgeschiedenen von dem in Seife unlöslichen Öl.
  • Enthalt das Ausgangsmaterial bereits nennenswerte Mengen seifenbildender Stoffe, z. B.
  • Naphthensäure, so kann der Zusatz solcher Stoffe oder fertiger Seife entbehrt werden.
  • Dieser Fall kann z. B. auch bei solchen Mineralölen eintreten, die eine Vorbsehandlung mit Schwefelsäure erfahren haben.
  • Die Art bzw. Reihenfolge der Zugabe der Chemikalien wird zweckmäßig für jedes Öl von Fall zu Fall ausprobiert. Im allgemeinen hat es sich als vorteilhaft envieslen, die Chemikalien abwechselnd zuzugeben, z. B. abwechselnd Lauge und Seife oder abwechselnd Lauge-und Salzmischung und Seife oder abwechselnd Lauge und Salz. Es ist aber nicht immer nötig, sich an diese Vorschrift zu binden, z. B. kann im letzteren Falle von vornherein die gesamte Salzmenge dem Ol zugesetzt werden, hiernach wird mit Lauge behandelt usw.
  • Zum Niederschlagen der wasserlnslichen Öle können Seifen und sieifenartige Stoffe, außerdem solche Verbindungen, die mit den Basen Seifen bilden, verwendet werden, wie freie Fettsäuren, Naphthensäuren, fette Öle, sulfurierte Öle usw. Als Salze kommen alle Salze und salzartigen Verbindungen in Frage, und zwar Salze anorganischer Säuren (z. B.
  • Natriumchlorid, Natriumsulfat, Kaliumnitrat usw.) sowie Salze organischer Sauren, und zwar der Essigsäure, Äthylschwefelsäure, Phthalsäure, Naphthalinsulfosäure usw., außerdem auch salzartige Stoffe, wie Phenolate, Saccharate usw. Die Art und Menge der Salze sowie Konzentration der Salzlösungen lassen sich von Fall zu Fall durch Vorversuche ermitteln. Als Ausgangsstoffe für das Verfahren kommen Roherdöle sowie Erzeugnisse der Erdölbraunkohlen-, Schiefier-und Paraffinindustrie in Frage.
  • Die in Seife unlöslichen Ölanteile, welche durch die Behandlung gleichzeitig gereinigt worden sind, könne als Schmieröle oder in sonstiger Weise Verwendung finden.
  • A u s f ü h r u n g s b e i s p i e l e I. I kg Spindelöldestillat wird in einem Gefäß mit Ablaßhahn bei Zimmerwärme mit 75 ccm Natrnlauge 38° Be und 75 ccm I oprozentiger Monopolseifenlösung in der Weise behandelt, daß dem Öl abwechselnd Lauge und Seife zugegebien wird. Nach jeder Zugabe wird 1 bis 2 Minuten, zuletzt noch etwa 10 Minuten geschüttelt. Nach dem Schütteln überläßt man der Ruhle, wobei sich zwei Schichten bilden, die obere besteht aus dem ungelösten Öl, die untere stellt eine Mischung von wasserlöslichem Öl und Lauge dar, die abgelassen wird und aus der durch Zugabe von etwas Wasser die Lauge abgetrennt werden kann. Die über der Lauge schwimmende Schicht stellt dann das wasserlösliche Öl dar.
  • 2. 1 kg Spindelöldestillat wird in einem Gefäß mit Ablaßhahn bei Zimmerwärme mit 20 ccm Natronlauge 30° Be, 50 ccm I sprozentiger Kochsalzlösung und 50 ccm Ioprozentiger Monopolseifenlösung in der Weise behandelt, daß dem Öl abwechselnd Mischung von Lauge und Kochsalzlösung einerseits sowie Seifenlösung anderseits zugesetzt wird.
  • Nach jeder Zugabe wird I bis 2 Minuten, zuletzt noch etwa 10 Minuten geschüttelt.
  • Nach dem Schütteln überläßt man der Ruhe, wobei sich aus dem durch Seife nicht beeinflußten Öl ein dunkelbraunper Schlamm absetzt, aus dem durch vorsichtiges Umrühren oder sonstige gelind,1e Bewegung die wässerige Flüssigkeit leicht abgeschieden werden kann. Die darübler befindliche seifenhaltige Ölschicht stellt das wasserlösliche Öl dar.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H : Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher bzw. mit Wasser emulglerbarer Mineralöle, gekennzeichnet durch die Verwendung der gemäß den Patenten 403 I34 und 403 135 erhaltenen Abfallprodukte als Ausgangsmaterial.
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