DE359442C - Verfahren zum Reinigen von Teer - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Teer

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DE359442C
DE359442C DEB100597D DEB0100597D DE359442C DE 359442 C DE359442 C DE 359442C DE B100597 D DEB100597 D DE B100597D DE B0100597 D DEB0100597 D DE B0100597D DE 359442 C DE359442 C DE 359442C
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Gust Blass & Sohn
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/20Refining by chemical means inorganic or organic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Teer. Zur Reinigung des Rohteeirs von den Harzen und; Säuren hat man ein umständliches Verfahren vorgeschlagen, welches darin besteht, den: Teer zunächst durch Destillation von dein in ihm enthaltenen Wasser und den nieärigs:iedenden Bestandteilen zu befreien, al@sdänn zwecks Verdünnung mit Rohxylol oder einem anderen dünnflüssigen Öl zu mischen, die Mischung zwecks Ausscheidung der Phenole mit Natronlauge zu verrühren und aus der verbleibenden Teerlösung durch Behandlung derselben zuerst mit verdünnter und sodann reit konzentrierter Schwefelsäure die Harze auszuscheiden. Da einfachere Verfahren zurr Entfernung der Harze und Säuren aus dein Rvhteer nicht bekannt sind, begnügt man sich) bisher im allgemeinen damit, den Rohteer ungereinigt, also mit denn in ihm enthaltenen< Harzen und Säuren zu destillieren, weis vom ungünstigem Einfluß auf die Reinheit und Beschaffenheit der Destillate ist. Nun ist in dem Patent 335189 erstmalig gezeigt, daß man dien Rohteer ohne Vorbehandlung verseifen kann., und zwar in der Weise, daß man den Rohteer in .der Wärme mit AI-kaflaiuige oder Calanum- oder Magnesiumhydroxyd vemischt und ' so lange durchrührt, bis sich ein homogenes Fett ergibt. Hierbei hat sich nun heraulsgestellt, da:ß man nach gleichem Grundsatz zu einer Teerreinigung gelangt, wenn man den Rührvorgang nicht bis zum Ende, also bis zur Erlangung einer homogenen fettartigen Masse durchführt, sondern den erwärmten Rohteer mit Alkalilauge nur bis zur 4eichmäßigen Mischung durchrührt und dann absitzen fäßt, alsdann scheiden, sich nämlich, wie sich ergeben hat, die Verbindungen des Alkalis mit den Harzen und Säuren von ;d m Teer, welcher auf diese einfache Weise gereinigt, d: h. von den Harzen und Säuren befreit ist.
  • Im einzelnen spielt sich das Verfahren wie folgt ab,: Rohteer, vorzugsweise Generator teer oder Schwelteer, wird ohne irgendwelche Vorbehandlung je nach seiner Beschaffenheit mit 5 biss 2o Prozent Alkalilauge bei. 5o bis Ioo° C bis zur gleichmäßigen Mischung du;rchgerührt, worauf man die Mischung absitzen läßt; es entfalaeln alsdann die Verbindungen des Alkalis; mit den Teersäuren und Harzeins in Form eines seifenartigen Produkts unten aus, so daB darüber gereinigter, d. h. von seinen Säuren und Harzen befreiter Teer verbleibt und beide Erzeugnisse getrennt abgezogen und getrennt weiiteirverarbeitet werden können; die seifenlartigen Rückstände beispiefisweise, indem; man spie in der im, Patent 335189 angelt benen Weise mit MetallsalzI'tisungen behandelt oder mit Mineraläl vermischt oder als Beigaben verwendet.
  • Das Reinigungsverfahren ist also äußerst einflach, da es vom: Rohteer ausgeht und sieh in einem einzigem Verfährensgang und in einer Wärme abspielt.

Claims (1)

  1. -PATENT-ANSPRUCH :# Abänderung des Verfahrens nach Patent 335189 d. KI- 23c, zum Zwecke des Reinigens von Teer, dadurch gekennzeichnet, daß man .den erwärmten, nicht vorbiehandelten Rohteer mit Alkalwlauge vermischt, die Vermischung jedoch' nicht bis zur Verseifung, sondern nur bis zur gleichmäßigen Durchdringung durchführt und dann absitzen läßt, worauf sich die Verbindungen des Alkalis mit den Teersäuren und Harzen von dem Teer scheiden.
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