DE357694C - Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen - Google Patents

Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen

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DE357694C
DE357694C DEG54122D DEG0054122D DE357694C DE 357694 C DE357694 C DE 357694C DE G54122 D DEG54122 D DE G54122D DE G0054122 D DEG0054122 D DE G0054122D DE 357694 C DE357694 C DE 357694C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/02Refining fats or fatty oils by chemical reaction
    • C11B3/06Refining fats or fatty oils by chemical reaction with bases

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Description

  • Verfahren zum Entsäuern von Fetten und Ölen. Säurehaltige Fette und Öle sind häufig für Speisezwecke nicht geeignet, und es sind zur Reinigung von säurehaltigen Fetten und Ölen schon verschiedene Versuche gemacht worden. Bislang sind alkalisch reagierende Lösungen, wie der Alkalikarbonate, -borate, -silikate, und der zersetzlichen Alkaliverbindungen, wie Sacharate, zur Seifenbildung und zur Neutralisation der Fettsäuren verwendet worden.
  • Wird Seife als Nebenprodukt bei der Reinigung von Fetten und Ölen erhalten, so enthält die Seife wechselnde Mengen Neutralfett oder -öl, welches weder durch Zentrifugieren noch durch Pressen entfernt werden kann. Zwar läBt sich das Fett und das Öl nahezu vollkommen durch Extraktion entfernen, jedoch ist dies ziemlich kostspielig und umständlich. Man hat sich deswegen damit zufrieden gegeben, daB 3o bis 6o Prozent Neutralfett oder -öl in der entsäuerten Seife zurückbleiben, woraus hervorgeht, daB trotz des allgemeinen Speisefettmangels dieser Verlust an kostbarem Material für unvermeidlich angesehen worden ist.
  • Man hat versucht, die Seife und das Neutralfett so gut wie möglich voneinander zu trennen, nicht nur durch Neutralisation der freien Fettsäuren mit den verschiedensten Alkaliverbindungen, sondern auch durch Hinzufügen verschiedener Salze und durch andere Hilfsmittel. Ferner wurde die Neutralisation der Rohfette und Öle mit Erdalkalien, Metallhydroxyden und ähnlichen Basen, mit verschiedenem Erfolg für die obengenannten Zwecke angewendet. Bei allen diesen Verfahren blieben aber beträchtliche Mengen Fett und öl in den Erdalkaliseifen, Metallseifen und sonstigen in Wasser unlöslichen Verbindungen zurück, welche Fettmengen in keinerlei Weise bis auf weniger als 30 Prozent entfernt werden konnten.
  • Aus diesem Grunde hat man diese Art der Entsäuerung aufgegeben und wieder auf das alte Verfahren der Neutralisation mit Alkalien zurückgegriffen.
  • Trotz verschiedener Versuche, bessere Erfolge zu erhalten, blieb fast immer eine Menge' von annähernd 30 Prozent Fett oder 01 in der Seife zurück. Es ist auch vorgeschlagen worden, unter Zusatz von Salzen die Säure mittels Alkalien zu entfernen, wodurch die Emulsion zurückgedrängt wurde.
  • Durch dieses Verfahren aber wird nicht mehr Neutralfett aus der Seife entfernt, sondern nur eine bessere Ausfällung erreicht, die durch die Eigenschaft des Salzes, Wasser aufzunehmen, bedingt wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß ein zweckmäßiger Zusatz eines löslichen Salzes zu den Fetten und Oben bei dem Entsäuern mit Erdalkalien, Metallhydroxyden o.,dgl., z. B. Kalkwasser, Kalkmilch, bedeutende Vorteile zeitigt. Bei der Neutralisation mit Kalkhydrat, dem man eine Salzmenge zugesetzt hat, die ganz oder nahezu genügt zur Sättigung des bei der Lösung oder Suspension dieser Base verwendeten Wassers, wird eine grobkörnige und poröse Kalkseife ausgeschieden, aus der nahezu das ganze Neutralfett entfernt werden kann. Die in dieser Weise erhaltene, nicht wasserlösliche Seife kann ohne weiteres weggenommen und gemahlen werden und ist auch leicht in lösliche Seife überzuführen.
  • Bislang erhielt man . beim Entsäuern eine Kalkseife, die von 3o bis 75 Prozent Neutralfett enthielt, nach der Erfindung jedoch eine Kalkseife, die nicht mehr als 5 bis 12 Prozent Neutralfett enthält, je nach der- Art des behandelten Fettes oder Öles. Durch das neue Verfahren erzielt man also einerseits eine höhere Ausbeute an wertvollem Neutralfett und -öl, anderseits wird auch das Waschen und Trocknen und für gewisse Fette und öle die Anwendung von Fullererde überflüssig.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung und zur Ausführung des Verfahrens seien folgende Beispiele gegeben: Beispiel I.
  • io ooo kg Kokosnußöl mit 5 Prozent freien Fettsäuren werden mit 225 kg Kalkmilch, von 3o bis 33 Prozent Ca O, behandelt, unter Zusatz von 35 bis q0 kg Kochsalz (Na Cl). Die Behandlung wird fortgesetzt, bis alle freien Fettsäuren durch den Kalk neutralisiert sind. Die Temperatur wird in übereinstimmung mit dem Vakuum geregelt und bis etwa i oo bis 125' C gesteigert; hierauf wird die Masse filtriert, zentrifugiert oder auf andere Art abgeschieden. Beispiel II. io ooo kg Talg mit 6 Prozent freien Fettsäuren werden mit einer Mischung von 270 kg Kalkmilch, von 3o bis 33 Prozent Ca O, und 5o bis 6o kg Kochsalz gemischt und weiter nach Beispiel I behandelt. Beispiel III. io ooo kg KokosnuBöl mit 5 Prozent freien Fettsäuren werden mit 125 kg hochprozentigem, aktivem Zinkoxyd und ioo kg Wasser unter ständigem Rühren gemischt und mit 25 kg Kochsalz oder kalziniertem Glaubersalz behandelt, -bis alle freien Fettsäuren an das Zink gebunden sind. Die Temperatur wird, j e nach dem Vakuum oder Druck, bis auf 85 bis 13o° C gesteigert, woraufhin die Masse filtriert, zentrifugiert oder auf andere Art getrennt wird. Beispiel IV. i o ooo kg Palmöl mit i o Prozent freien Fettsäuren werden mit ioo kg gut gebrannter aktiver Magnesia und ioo kg Wasser unter gleichmäßigem Rühren vermischt unter Zusatz von 25 kg Kochsalz oder kalziniertem Glaubersalz und 3 kg Chlorkalzium, bis alle Fettsäuren von der Magnesia gebunden sind und weiter behandelt, wie im vorigen Beispiel beschrieben.
  • Selbstverständlich können die angegebenen Verhältnisse in weiten Grenzen abgeändert werden; die Erfindung ist nicht etwa auf diese Beispiele beschränkt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRucH: Verfahren zum Entsäuern von Fetten und Ölen durch Neutralisation der freien Säuren mit Erdalkalien, Metallhydroxyden oder anderen Basen, welche mit den Fettsäuren wasserunlösliche Seifen bilden, dadurch gekennzeichnet, daß man den Basen eine Salzmenge zusetzt, welche derartig bemessen ist, daß das zur Lösung oder Suspension der Basen verwendete Wasser nahezu gesättigt ist.
DEG54122D 1920-08-03 1921-06-18 Verfahren zum Entsaeuern von Fetten und OElen Expired DE357694C (de)

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DE755660C (de) * 1937-08-26 1953-08-17 Hahn & Co Verfahren zur Entschleimung von fetten OElen

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GB167463A (en) 1922-08-10

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