DE57925C - Ausschankapparat für kohlensaure Getränke - Google Patents
Ausschankapparat für kohlensaure GetränkeInfo
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- DE57925C DE57925C DENDAT57925D DE57925DA DE57925C DE 57925 C DE57925 C DE 57925C DE NDAT57925 D DENDAT57925 D DE NDAT57925D DE 57925D A DE57925D A DE 57925DA DE 57925 C DE57925 C DE 57925C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B67D1/00—Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
- B67D1/08—Details
Landscapes
- Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)
- Devices For Dispensing Beverages (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Äusschankapparat ist in Fig. 1 in Seitenansicht (theilweise durchschnitten) und
in Fig. 2 in der Vorderansicht dargestellt.
In den am Gestell A festen Tisch B ist ein zweckmäfsig cylindrisches und aus Glas hergestelltes,
oben und unten offenes Gefäfs C eingelassen, das oben durch einen scheibenartigen
Deckel D geschlossen ist. Dieser wird mittelst
des hindurchgesteckten und in B eingeschraubten Bolzens E fest angezogen. Zwischen D und C
und C und B eingelegte Dichtungsringe E1 sichern den luftdichten Abschlufs des Gefäfses
C. Das kohlensaure Wasser wird durch das in den Deckel D einmündende Rohr F zugeleitet
und durch die Oeffnung G im Tisch £ und das sich anschliefsende Rohr H abgezogen.
Die beiden Rohre F und H sind mit Ventilen Q und R versehen, welche der Druck
von Schraubenfedern α, Fig. 3, beständig auf ihre Sitze zu schliefsen strebt. Die Stangen
dieser Ventile treten nach aufsen behufs Verbindung mit einer später beschriebenen Vorrichtung
zum Anstellen und Abstellen.
Das Gefäfs C ist am zweckmäfsigsten am Deckel D mit einem von einer Schraubenfeder
K gegen seinen Sitz geprefsten Schnarrventil / ausgestattet, dessen Stange L oben
heraustritt und mittelst Knopfes bezw. Griffes N zum Ablassen von Luft und Druck niedergedrückt
werden kann, zu welchem Zweck der untere Theil der Stange mit Aussparungen^
versehen ist. Die Stange L verlängert sich bis unter das Ventil; unterhalb der Kammer der
letzteren liegt in einem Korbe P eine Schwimmerkugel O, welche das Austreten von Flüssigkeit
aus C durch J zu verhüten hat, wenn ersteres vollständig aufgefüllt ist.
Die Ventile Q. und R werden mittelst folgender.
Vorrichtung geöffnet' und geschlossen, Eine in den mit- dem Gestell A verbundenen
Lagern 5 montirte und mittelst Kurbel U zu drehende Welle T trägt einen Sector V, auf
dessen., den Stangen Y und Z von Q und R zugewendeter Seite zwei Hubflächen W und X
gebildet sind, welche bei entsprechender Vordrehung von T die Stangen Y bezw. Z zurückschieben
und dadurch die Ventile Q bezw. R öffnen, um bezw. das Gefäfs C aufzufüllen
oder zu entleeren. Normal liegt der Sector V mit den beiden ebenen Flächen c und d vor Y
und Z. Dabei ist c länger als X. Zum Auffüllen wird die Kurbel in der Pfeilrichtung
(Fig. 1) ganz vorgedreht, bis V mit W die Stange Y des Ventiles Q ganz zurückgedrückt
hat. Hierbei wird anfänglich auch R geöffnet, dann aber durch seine Feder α sofort wieder
geschlossen, wenn X an Z vorbeigeht. Ist C halb voll, so öffnet man das Ventil J, um Luft
und Kohlensäure aus C durch die Oeffnungen \ des Ventilsitzes entweichen zu lassen. Ist C
voll aufgefüllt, so schliefst der Schwimmer O die Oeffnungy dicht ab, so dafs Flüssigkeit
nicht austreten kann, selbst wenn man Ventil J noch niedergedrückt hält. Um dann die
Flüssigkeit aus C abzuziehen, dreht man die Kurbel entgegengesetzt zur Pfeilrichtung nur
so weit zurück, dafs W die Stange Y freigiebt und die Feder α das Ventil. Q wieder schliefst;
dann öffnet man das Ventil J und bläst dadurch
den ganzen Druck ab, worauf man die Kurbel in derselben Richtung um so viel
weiter dreht, dafs nun die Hubfläche X die Stange Z des Ventils R zurückschiebt und letzteres
geöffnet wird. Das kohlensaure Wasser fällt nun unter seinem Eigengewicht allein
durch das Ausflufsrohr H in das untergestellte Gefäfs, z. B. ein Trinkglas b. Soll nur ein Theil
des Inhalts von C abgezogen werden, so dreht man nach dem Ablassen desselben die
Kurbel in der Pfeilrichtung so weit zurück, dafs X an Z vorbeigeht.
Um Betrug zu verhüten und die Zahl der Auffüllungen des Gefäfses C zu registriren,
kann am Gestell A ein Zählwerk e angeordnet werden, welches in geeigneter Weise mit einem
bewegten Theile des Apparates in Verbindung zu bringen ist. In dem in der Zeichnung angenommenen
Beispiel trägt die Welle T oder der Sector V einen Arm/, der beim Vordrehen
der Kurbel gegen eine am Gestell vertical geführte Stange g trifft und dieselbe anhebt.
Zwischen am oberen Ende von g festen Stiften i i fafst ein vorspringender Theil j einer
Klinke, welche auf ein mit dem ersten Rade des Zählwerkes verbundenes Schaltrad wirkt,
so dafs letzteres bei jeder Vordrehung von V um den zum Oeffnen von Q nöthigen Betrag
ebenfalls vorgedreht wird. Um betrügliches Festhalten des Zählwerkes zu verhindern, kann
letzteres in ein durch verschliefsbare Thüre zugängliches Glasgehäuse eingeschlossen werden.
Das Abziehventil R sollte nur allmälig geöffnet werden, um das Wasser sanft durch H -abfliefsen
zu lassen.
Bei Füll - und Ausschankapparaten für kohlensaures Wasser ist es vielfach üblich,
mittelst Fufstrittes eine Flasche dicht gegen ein auf dem Abflufsrohr sitzendes Gummimundstück
anzupressen und dieselbe unter Druck zu füllen, um sie später in ein Glas zu entleeren; ebenso
füllt man das Glas direct unter Druck, indem man es während des Füllens gegen ein
scheibenartig verbreitertes Gummimundstück angeprefst hält. Erstere Verfahrensweise ist an
sich sehr lästig und letztere führt sehr häufig Gläserbruch herbei. Bei dem vorliegenden
Apparat erfüllt, das Gefäfs C die Aufgabe der obigen Flasche und findet der Ausflufs des
kohlensauren Wassers ruhig wie aus einer geöffneten Flasche statt. Um indefs mit dem
Apparate, wenn beliebt, auch die Füllung in obiger Weise zu ermöglichen, kann man auf
der Mündung von H zwei Gummimundstücke vorsehen, ein kleineres für Flaschen- und ein
gröfseres für Gläserfüllung, und ersteres central in letzterem anordnen, sowie eine vertical
bewegliche Platte für das Aufsetzen des Gefäfses anordnen.
Mit der den Apparat C mit dem Vorrathscylinder verbindenden Leitung (om) ist ein
Manometer w und ein Druckverminderungsapparat verbunden. Letzteres besteht aus einem
Ventil k, in dessen Kammer η die Leitung m
einmündet; die Stange dieses Ventils geht durch die seinen Sitz bildende Oeffnung / und die
oberhalb von η angeordnete Büchse t hindurch; an ihr sind zwei Diaphragmen q und φ befestigt,
und zwar q~ in η und q in t; q theilt
t in einen oberen Raum 2 und einen unteren Raum 3 ; von letzterem geht die Leitung 0
nach dem Apparat C. Das Ventil k steht unter dem Einflufs einer Schraubenfeder p,
deren Druck mittels der in den Hals, χ der Büchse t eingeschraubten Mutter r verändert
werden kann, wobei diese mit einer centralen Höhlung auf der Ventilstange gleitet. Das aus
dem Vorrathscylinder durch m zuströmende kohlensaure Wasser kann nur so lange durch
/nach ο gelangen, als dies der Nettodruck der Feder ρ (voller Druck derselben abzüglich
des Druckes, welcher gegen das Diaphragmaq ausgeübt wird) gestattet. Uebersteigt nun der
Druck in m und η den, auf welchen die Feder eingestellt ist, so wird das Ventil dennoch
offen gehalten, indem die Druckvermehrung auf das untere Diaphragma q'2 die Druckvermehrung
auf das obere Diaphragma q ausgleicht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Apparat zum Einfüllen bezw. Ausschänken von kohlensauren Getränken, bei welchem das behufs drucklosen Abfliefsenlassens mit Schnarrventil J versehene Gefäfs C mit dem Vorratsbehälter durch einen Druckverminderungsapparat qk q^ verbunden ist und ferner der Zu- und Abflufs durch selbsttätig sich schliefsende Ventile Q und R in der Art bewirkt wird, dafs durch Drehung einer Handkurbel die nach aufsen vorstehenden Stangen der genannten Ventile von Curvenstücken W bezw. X zurückgeschoben werden (Fig. 1 bis 4).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57925C true DE57925C (de) |
Family
ID=332262
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57925D Expired - Lifetime DE57925C (de) | Ausschankapparat für kohlensaure Getränke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57925C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3728065A1 (de) * | 1987-08-22 | 1989-03-02 | Beckmann Kg | Selbstzapfeinrichtung fuer unter druck gespeicherte getraenke, beispielsweise bier |
| DE19847465A1 (de) * | 1998-10-15 | 2000-04-27 | Guenther Gruber | Verfahren zur Verwendung eines Kompensatorhahnes und Kompensatorhahn mit einer Einrichtung zum Verstellen der Lage des Kompensators |
-
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- DE DENDAT57925D patent/DE57925C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3728065A1 (de) * | 1987-08-22 | 1989-03-02 | Beckmann Kg | Selbstzapfeinrichtung fuer unter druck gespeicherte getraenke, beispielsweise bier |
| DE19847465A1 (de) * | 1998-10-15 | 2000-04-27 | Guenther Gruber | Verfahren zur Verwendung eines Kompensatorhahnes und Kompensatorhahn mit einer Einrichtung zum Verstellen der Lage des Kompensators |
| DE19847465C2 (de) * | 1998-10-15 | 2001-12-13 | Guenther Gruber | Verfahren zur Verwendung eines Kompensatorhahnes und Kompensatorhahn mit einer Einrichtung zum Verstellen der Lage des Kompensators |
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