DE61271C - Hahn zur Erhaltung der Kohlensäure beim Ausschank kohlensaurer Getränke aus dem Ballon - Google Patents

Hahn zur Erhaltung der Kohlensäure beim Ausschank kohlensaurer Getränke aus dem Ballon

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DE61271C
DE61271C DENDAT61271D DE61271DA DE61271C DE 61271 C DE61271 C DE 61271C DE NDAT61271 D DENDAT61271 D DE NDAT61271D DE 61271D A DE61271D A DE 61271DA DE 61271 C DE61271 C DE 61271C
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DENDAT61271D
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C. O. NEUDECKER und G. A. HEINEMANN in Leipzig-Reudnitz
Publication of DE61271C publication Critical patent/DE61271C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67DDISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08Details
    • B67D1/12Flow or pressure control devices or systems, e.g. valves, gas pressure control, level control in storage containers
    • B67D1/14Reducing valves or control taps
    • B67D1/1405Control taps

Landscapes

  • Devices For Dispensing Beverages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Zusatz zum Patente No. 56521 vom 6. September 1890.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juni 1891 ab. Längste Dauer: 5. September 1905.
Auf beiliegender Zeichnung ist der durch Patent No. 56521 geschützte, für den Zweck der Erhaltung der Kohlensäure beim Ausschank kohlensaurer Getränke aus dem Ballon dienende Hahn mit einer Neuerung dargestellt, durch welche derselbe sich bequemer und sicherer dicht halten läfst und somit seine Function für die Dauer wesentlich vervollkommt wird. :
Genannte Neuerung besteht in der Anordnung des Raumes zur Aufnahme des kohlensauren Wassers aus dem Ballon, anstatt im Hahnkonus a, Patent No. 56521, in einem neben dem Hahn in Verbindung mit Letzterem' angeordneten Behälter.
Fig. ι zeigt den Hahn mit dieser Neuerung senkrecht durchschnitten, Fig. 2 den Querschnitt A-B und Fig. 3 und 4 je einen Querschnitt C-D. Aufserdem ist derselbe bei Fig. 5 noch einmal theilweise im. senkrechten Schnitt mit einer zweiten Einrichtung zum selbstthätig zeitweiligen Abstellen des Ausflusses der Getränke aus dem Behälter dargestellt. Fig. 6 zeigt den Querschnitt E- F und Fig. 7 einen zweiten senkrechten Schnitt davon.
Der Hahn ist hierbei mit dem Behälter O1 durch den Stutzen H1 und das Rohr O1 in feste Verbindung gebracht.
Das Hahnküken ist massiv ausgeführt. Am Boden des Behälters Ci1 befindet sich eine Oeffnung p, die in einen am Behälter a} angebrachten Cylinder mündet und durch denselben mit dem Ausflufsrohr k in Verbindung steht.
In dem Cylinder ist ein Kolben u bewegbar angeordnet, welcher sich dicht an die innere Wandung des ersteren anschliefst, so dafs durch Bewegen des Kolbens u in dem Cylinder bis über die Oeffnung ρ letztere dicht abgeschlossen ist und auf diese Weise zeitweilig der Ausflufs des kohlensauren Getränkes aus dem Behälter /X1 abgestellt werden kann.
Der Kolben u ist beweglich mit dem Hahnküken α verbunden, indem derselbe mit dem Zapfen i an seiner Verlängerung in ein Schlitzloch der Scheibe ν greift, welche auf einem Vierkant des Kükens α befestigt ist und sich folglich mit demselben dreht. Beim Drehen der Scheibe ν gleitet der Zapfen i in dem Schlitzloch und der Kolben u wird aus bezw. in den Cylinder des Behälters Ci1 geschoben.
Die Verbindung des Kolbens u mit dem Küken α ist derart getroffen, dafs in der Stellung des Kükens bei Fig. 2 und 3 die Oeffnung ρ von dem Kolben u geschlossen gehalten und nur in der Stellung des Kükens, wie. in Fig. 4 freigelegt ist.
Mit dem in das Hahngehäuse b führenden Ende des Rohres O1 läfst sich das durch den Hahn gebohrte und über dem Gehäuse b ausmündende Loch/mittels Drehens des Kükens a in die bei Fig. 3 und 4 gezeichneten Stellungen in Communication bringen.
Bei Verwendung des mit dieser beschriebenen Steuerung versehenen Hahnes zum Ausschänken von kohlensaurem Wasser aus dem Ballon in Gläser ist der Stutzen h desselben mit dem Ballon, in welchem sich das kohlen^ saure Wasser befindet, in Verbindung zu bringen. Das Ausschänken geschieht, indem man den Hahn α zunächst in die Stellung, wie Fig. ι und 2 zeigt, dreht, in welcher das kohlensaure Wasser vom Ballon aus durch den Hahn hindurch in den Behälter ^1 gedrückt wird. Durch' Drehen des Hahnes in der Richtung des Pfeiles in die Stellung, wie Fig. 3 zeigt, wird der Ballon von dem Behälter CL1 abgeschlossen und die in letzterem auf das kohlensaure Wasser drückende Luft entweicht durch das Rohr O1 und das Loch f nach aufsen. Bei dieser Drehung des Hahnes a aus der Stellung Fig. 1 und 2 in die Stellung Fig. 3 wird aber gleichzeitig von der Scheibe ν der Kolben u aus dem Cylinder des Behälters (Z1 so weit gezogen, dafs er nur noch wenig die Oeffnung ρ überdeckt. Durch weiteres Drehen in die Stellung Fig. 4, wobei das Rohr O1 mit dem Loch f in Verbindung bleibt, wird der Kolben u so weit aus dem Cylinder des Behälters Ci1 gezogen, dafs die Oeffnung ρ freigelegt ist und das kohlensaure Wasser aus dem Behälter CL1 durch das Rohr k ohne Druck in starkem Strahl fliefsen kann. Für jedes weitere Ausschänken eines Glases kohlensauren Wassers ist die Drehung des Hahnes α in beschriebener Weise zu wiederholen.
Bei Fig. 5 bis 7 ist die Ausflufsöffnung ρ mittels Ventils U1 verschlossen. Das selbsttätige Freilegen der Ausflufsöffnung ρ geschieht dabei mittels der auf einem Vierkant am Hahn a befestigten Scheibe V1 und der unterhalb des Ventils U1 in dem Behälter CL1 drehbar gelagerten Achse <fj. Die Scheibe V1 ist, wie Fig. 6 zeigt, excentrisch geformt und die Achse dx einerseits mit einem gabelförmigen Hebel gx und andererseits mit einem Hebel To1 sowie mit einem Gegengewicht / versehen. Wie Fig. 7 zeigt, greift der Hebel gx zwischen zwei Stifte des Ventilschaftes und Hebel W1 legt sich gegen die Scheibe V1. Die Anordnung der excentrischen Scheibe V1 und die Anordnung des Hebels M1 zu derselben ist derart, dafs in der Stellung des Hahnes a, Fig. 2, die bei Fig. 6 mit II bezeichnete Stelle der Scheibe V1, wie daselbst ersichtlich, vor den Hebel W1 gedreht ist, ferner in der Stellung des Hahnesa, Fig. 3, die mit IH bezeichnete Stelle der Scheibe V1 und in der Stellung des Hahnes a, Fig. 4, die mit IV bezeichnete Stelle der Scheibe V1. Aus Vorstehendem und aus der excentrischen Form der Scheibe V1, Fig. 6, ist zu erkennen, dafs kurz vor Einnahme der bei Fig. 4 gezeichneten Stellung die Excentricität der Scheibe V1 auf den Hebel W1 zu wirken beginnt, dagegen in der bei Fig. 2 und 3 gezeichneten Stellung des Hahnes α der Hebel W1 von der Scheibe V1 bezw. von deren Excentricität unbeeinflufst bleibt. Die Excentricität an der Scheibe V1 ist dem Hub des Kegels vom Ventil U1 . entsprechend grofs genommen, und zwar derart, dafs bei Ankunft des Hahnes α in der bei Fig. 4 gezeichneten Stellung von der Scheibe V1 mittels Hebels W1 die Achse J1 gedreht und von dieser mittels Hebels gx der Kegel des Ventils U1 so weit, als für das Freilegen der Ausflufsöffnung ρ nöthig, hochgehoben ist.
Das Gegengewicht / bat den Zweck, nach Drehen des Hahnes α in die bei Fig. 2 und 3 gezeichnete Stellung den Kegel bis auf den Sitz dicht aufliegend zurückzubewegen.
Die Fig. 8 bis 12 zeigen endlich den Hahn mit dieser Steuerung noch einmal in unwesentlich veränderter Construction. Bei Fig. 8 ist ein senkrechter Schnitt durch den Behälter ax dargestellt und Fig. 9 zeigt den Grundrifs desselben mit der Stellung des Hahnes a, welche der vorbeschriebenen Stellung desselben bei Fig. 2 entspricht. Desgleichen zeigt Fig. 11 einen senkrechten Schnitt und Fig. 12 den Grundrifs dazu von dem Behälter U1 mit der Stellung des Hahnes a, welche derjenigen bei Fig. 4 entspricht. Aufserdem ist bei Fig: 10 der Grundrifs des Behälters noch einmal mit derjenigen Stellung des Hahnes, welche der in Fig. 3 dargestellten entspricht, gezeichnet.
Diese Construction unterscheidet sich von vorbeschriebener in der Hauptsache dadurch, dafs dabei auf dem Deckel des Behälters α, ein Wasserleitungshahn üblicher Construction angewendet ist, mittels welches der Behälter ax anstatt durch den Konus α vom Ballon aus mit kohlensaurem Getränk unter Druck gefüllt wird.
Der Stutzen h zur Verbindung des Hahnes ' mit dem Ballon befindet sich hierbei an dem Wasserleitungshahn und das kohlensaure Getränk strömt in der Richtung der Pfeile, wie bei Fig. 8 gezeichnet, von dem Ballon in den Behälter α,.
Der Hahn α ist deshalb nur mit dem Loch f versehen , welches eine unwesentliche Aenderung dadurch zeigt, dafs dasselbe nicht über dem Gehäuse b ausmündet, sondern mit einer Bohrung durch die Wand des Gehäuses b cörrespondirt.
Ueber dem Hahn α ist auf der Verlängerung desselben ein Sector q sowie der Handgriff zum Drehen des Hahnes α befestigt und unterhalb des Hahnes α ist auf dessen Verlängerung die Scheibe v, angebracht, von welcher aus selbsttätig die mittels Ventils U1 verschlossene .Oeffnung ρ in derselben Stellung des Hahnes a, wie beschrieben, und auf gleiche Weise für

Claims (1)

  1. das Ausfliefsen des kohlensauren Getränkes aus dem Behälter ax freigelegt wird.
    Der Sector q ist mit einer Nuth versehen, in welcher das Ende des auf Stütze r drehbaren und mittels Stütze s geführten Hebels χ beim Drehen des Hahnes gleitet. Gegen den Hebel χ legt sich die auf dem Stempel \ aufsitzende Feder w. Durch Senken und Heben des Hebels x, welches hier von der Nuth im Sector q abhängig gemacht ist, wird der Feder w mehr bezw. weniger Spannung ertheilt. In gesenktem Zustande des Hebels χ ist die Feder n> derart gespannt, dafs sie mittels Stempels \ die Gummiplatte y dicht auf die Oeffnung t, welche das aus dem Ballon in den Behälter ax tretende kohlensaure Getränk zu passiren hat, prefst und somit dieselbe sicher verschliefst.
    In der Stellung des Hahnes a, Fig. 8 und 9, ist der Hebel χ durch die Nuth etwas gehoben , indem letztere daselbst auf geeigneter Stelle eine Steigung enthält. Durch dieses Heben des Hebels χ wird aber der Feder w so viel Spannung entzogen, dafs der Druck im Ballon überwiegt, folglich ersterer die Gummiplatte y nebst dem Stempel ^, wie bei Fig. 8 ersichtlich, von der Oeffnung t hochdrückt und somit den Durchgang von dem Ballon nach dem Behälter Ci1 für das kohlensaure Getränk freilegt.
    Beim Drehen des Hahnes ά in die Stellung Fig. 10 senkt sich der Hebel x, indem das Ende desselben auf der schiefen Ebene der Nuth gleitet; durch diese Senkung des Hebels χ erhält die Feder w ihre ursprüngliche Spannung wieder und verschliefst sofort die Oeffnung t. Beim Weiterdrehen des Kükens a in die Stellung Fig. 12 bleibt der Hebel χ in seiner gesenkten Lage und dadurch die Oeffnung t verschlossen. Das Ausschänken kohlensaurer Getränke aus dem Ballon in Gläser geschieht demnach unter Anwendung des mit besagter Neuerung versehenen Hahnes dieser Construction in gleicher Weise, wie bei Anwendung desselben von vorbeschriebener Construction durch Drehen des Hahnes α der Reihenfolge nach in die drei gekennzeichneten Stellungen.
    Patenτ-Anspruch:
    Die Anordnung des Raumes zur Aufnahme des kohlensauren Wassers unter Druck aus dem Ballon, anstatt im hohlen Hahnkonus a des Haupt-Patentes in einem neben dem Hahn in Verbindung mit letzterem angeordneten Behälter O1.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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