DE257871C - - Google Patents

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DE257871C
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DENDAT257871D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67CCLEANING, FILLING WITH LIQUIDS OR SEMILIQUIDS, OR EMPTYING, OF BOTTLES, JARS, CANS, CASKS, BARRELS, OR SIMILAR CONTAINERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; FUNNELS
    • B67C3/00Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus; Filling casks or barrels with liquids or semiliquids
    • B67C3/02Bottling liquids or semiliquids; Filling jars or cans with liquids or semiliquids using bottling or like apparatus
    • B67C3/22Details

Landscapes

  • Filling Of Jars Or Cans And Processes For Cleaning And Sealing Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 257871 KLASSE 64 b. GRUPPE
Vorrichtung zum Füllen von Flaschen unter Gegendruck.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. März 1910 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine FlaschenfüUvorrichtung, welche bei solchen Abfüllmaschinen Verwendung finden soll, mit denen Bier oder eine andere Flüssigkeit unter Gegendruck in Flaschen eingefüllt wird. Derartige Flaschenfüllmäschinen sind mit verschiedenen Füllstellen versehen und besitzen an den verschiedenen Füllstellen einen Hahn, der je nach seiner Stellung das Druckmittel, wie Kohlensäure ο. dgl. oder die Flüssigkeit in die Flasche einleitet. Die Füllvorrichtungen sind meistens mit Ventilen versehen, welche den Übertritt der Flüssigkeit in die Flasche verhindern bzw. den Zufluß abschließen, wenn in der Flasche nicht der nötige Gegendruck herrscht, was dann vorkommen kann, wenn die Flasche eine undichte Stelle hat oder gesprungen ist. Diese in die Flüssigkeitsleitung vor die erwähnten Hähne eingeschalteten Ventile werden meistens durch den Gegendruck in der Flasche, gegebenenfalls auch noch unter Beihilfe von Federn in ihrer den Durchfluß der Flüssigkeit nach der Flasche gestattenden geöffneten Stellung gehalten. Die Verwendung von Fedem macht das Arbeiten derartiger Ventile ungenau, und ferner besteht bei diesen Einrichtungen der Nachteil, daß, wenn ein Abschluß des Ventils bei undichter Flasche erfolgt, das Öffnen dieses Ventils nach Abschluß des Hahnes erst wieder durch besondere Druckmittel erfolgen kann. Diese durch den Gegendruck in der Flasche gesteuerten Ventile finden bei der Füllvorrichtung nach vorliegender Erfindung keine Verwendung, sondern es sind in der Flüssigkeitsleitung vor dem gebräuchlichen Hahn einer jeden Füllstelle an sich bekannte Schwimmerkugeln angeordnet, welche von der nach dem Hahn bzw. durch den Hahn strömenden Flüssigkeit ständig in gehobener Stellung gehalten werden und durch den Strömungsdruck der Flüssigkeit bei Flaschenbruch auf ihren Sitz gedrückt werden.
Der Erfindung gemäß ist nun die Schwimmerkugel derart in nächster Nähe des Hahnkükens angeordnet, daß sie in der Abschlußstellung direkt in die erweiterte Flüssigkeitsbohrung im Küken hineinragt, wodurch erreicht wird, daß in diesem Falle durch die Umstellung des Hahnes die Schwimmerkugel von ihrem Sitz gelockert wird und somit sich von selbst vermöge ihrer Schwimmkraft in der Flüssigkeit wieder in die Ursprungslage einstellt. Da nach dem Abschluß der Flüssigkeitsbohrung durch die Schwimmerkugel in der nach der Flasche führenden Leitung ein Rückstoß, d. h. gewissermaßen ein Zurückwallen der Flüssigkeit stattfindet, so könnte es vorkommen, daß durch diesen Rückstoß die Schwimmerkugel wieder von ihrem Sitz gehoben wird und somit erneut Flüssigkeit ausströmte. Damit dieser Rückstoß nicht auf die Schwimmerkugel einwirken kann, ist an dem Hahnküken ein kleiner Kanal vorgesehen,
welcher den Raum direkt unterhalb der j Schwimmerkugel mit der Rückluftleitung ver- j bindet. Hierdurch kann die unterhalb der j auf ihrem Sitz ruhenden Schwimmerkugel vorhandene Luft bei dem Zurückströmen der Flüssigkeit in der Flüssigkeitsleitung nach der Rückluftleitung entweichen bzw. nach dem Windkessel expandieren, und somit wird dieser Rückstoß kein Anheben der Schwimmerkugel hervorrufen.
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch die Füllvortung, während Fig. 2 einen senkrechten Schnitt rechtwinklig zur Fig. ι darstellt.
Die Füllvorrichtung ist in bekannter Weise mit einem Hahnküken α ausgestattet, welches eine Bohrung b zur Überleitung der Druckluft aus dem Rohr c nach dem längs des Füllrohres e in die Flasche führenden Kanales f besitzt und ferner in bekannter Weise mit einer Bohrung g für die Flüssigkeit und einem Kanal h für die Rückluft ausgestattet ist. Der Rückluftkanal h steht in bekannter Weise derart mit dem Innern der Flasche in Verbindung, daß die bei Einleitung der Flüssigkeit durch das Rohr e aus der Flasche ausgetriebene Luft ausströmen kann. Oberhalb des Hahnes α ist eine Schwimmerkugel i vorgesehen, die oben gegen eine direkte Einwirkung der Flüssigkeit des Behälters, an welchen die Füllvorrichtung angeschlossen ist, durch einen Körper j geschützt ist, welcher auch gleichzeitig zur Begrenzung der Aufwärtsbewegung dieser Schwimmerkugel dient. Die Kugel i ragt in die am oberen Ende erweiterte Bohrung g hinein, wenn diese Kugel auf ihrem Sitz k aufruht. Von der Erweiterung der Bohrung g führt ein feiner Kanal I nach dem Kanal h, und zwar ist dieser Kanal I am Umfange des Kükens α angebracht.
In bekannter Weise wird nach dem Andrücken einer Flasche gegen die Gummidichtung m bei Drehung des Kükens α zunächst Druckluft o. dgl. durch die Leitung c, b, f in die Flasche eingeführt. Bei weiterer Drehung des Kükens wird die Bohrung g eine Verbindung zwischen der Flüssigkeitszuflußleitung η und dem Innern des Röhrchens e herstellen, so daß die Flüssigkeit aus dem nicht dargestellten Behälter in die Flasche einströmen kann. Hierbei wird die in der Flasche enthaltene Luft durch die Leitung h, 0 austreten. Die Flüssigkeit des Behälters steht auch bei geschlossenem Hahn α stets in den Leitungen η und wird hierdurch die Kugel i anheben, wobei sich dieselbe gegen die Unterfläche des Körpers / anlegt. Diese Stellung wird die Kugel i auch nach dem Öffnen der Flüssigkeitsleitung durch Drehung des Kükens a beibehalten, da diese Kugel ja auch beim Durchfluß der Flüssigkeit durch die Bohrung g von der Flüssigkeit umgeben ist. Dieser Durchfluß der Flüssigkeit erfolgt verhältnismäßig langsam, weil derselbe nur unter Einwirkung des Eigengewichtes der Flüssigkeit geschieht, da oberhalb der Flüssigkeit in dem Behälter derselbe Luftdruck herrschen soll wie in der Flasche. Ist dieser Luftdruck in der Flasche jedoch nicht vorhanden, weil die Flasche eine undichte Stelle besitzt oder zersprungen ist, so wird der Druck oberhalb der Flüssigkeit in dem Behälter größer sein als der Druck in der Flasche, und somit wird dann die Flüssigkeit bestrebt sein, mit bedeutend größerer Geschwindigkeit durch die Bohrung g hindurchzuströmen. Hierbei reißt der Flüssigkeitsstrom die Kugel i mit nach unten, so daß sich diese fest auf ihren Sitz k setzt. Hierdurch wird die Bohrung g des Hahnkükens abgeschlossen, und es hört somit jetzt der Flüssigkeitszufluß nach der Flasche auf. Durch das Abwärtsfallen der noch eine gewisse Geschwindigkeit besitzenden Flüssigkeit in dem Rohr β und der Bohrung g nach Abschluß der letzteren wird sich unterhalb der Schwimmerkugel in der Bohrung g eine Luftverdünnung geltend machen, welche auch die Veranlassung sein dürfte, daß die Flüssigkeit in dem Rohr e, nachdem ihre Fallbeschleunigung aufgehört hat, gewissermaßen pulsierend wieder etwas in die Höhe steigt, wodurch in dem luftverdünnten Raum unterhalb der Schwimmerkugel e eine Drucksteigerung stattfindet. Damit diese Drucksteigerung nicht das Anheben der Schwimmerkugel i bewirken kann, ist der feine Kanal I vorgesehen, welcher es ermöglicht, daß gewissermaßen eine Entlastung nach der Leitung h, 0 eintritt. Vermöge dieser Entlastung wird die Schwimmerkugel i ruhig auf ihrem Sitz liegenbleiben, solange das Hahnküken die erwähnte Stellung beibehält. Wird dann das Hahnküken so gedreht, daß die Flüssigkeitsleitung g abgeschlossen wird, so drückt der Rand der am Oberende erweiterten Bohrung g die Kugel i aus ihrem Sitz heraus, und somit wird diese Kugel lediglich durch den Abschluß der Flüssigkeitsleitung aus ihrer Verschluß stellung gebracht. Da durch dieses Anheben der Schwimmerkugel die in den Leitungen η vorhandene Flüssigkeit sofort wieder unter die Kugel treten kann, so stellt sich die Kugel somit auch sofort wieder in ihre gehobene Stellung ein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Füllen von Flaschen unter Gegendruck, bei der eine Kugel durch den Strömungsdruck der Flüssigkeit
    bei Flaschenbruch gegen ihren Sitz gedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel in der Abschlußstellung in die erweiterte Flüssigkeitsbohrung des die Flüssigkeits- und Luftkanäle steuernden Hahnkükens hineinragt zwecks Ermög- , lichung eines zwangläufigen Abhebens derselben bei Drehung des Hahnkükens, und daß unterhalb der Kugel von der Erweiterung des Hahnkükens aus ein feiner Kanal nach der Rückluftleitung abgezweigt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE257871C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE942853C (de) * 1941-03-23 1956-05-09 Holstein & Kappert Maschf Selbstschlusseinrichtung fuer Gegendruckfueller
DE1025744B (de) * 1952-04-21 1958-03-06 Crown Cork & Seal Co Verfahren und Vorrichtung zum Fuellen von Flaschen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE942853C (de) * 1941-03-23 1956-05-09 Holstein & Kappert Maschf Selbstschlusseinrichtung fuer Gegendruckfueller
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