DE577296C - Eingebautes mechanisches Musikwerk - Google Patents

Eingebautes mechanisches Musikwerk

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DE577296C
DE577296C DE1930577296D DE577296DD DE577296C DE 577296 C DE577296 C DE 577296C DE 1930577296 D DE1930577296 D DE 1930577296D DE 577296D D DE577296D D DE 577296DD DE 577296 C DE577296 C DE 577296C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/06Musical boxes with plucked teeth, blades, or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Eingebautes mechanisches Musikwerk Bei eingebauten mechanischen Musikwerken ist es bekannt, zum Spannen der Antriebsfeder die Bewegung von Schlüsseln, Kurbeln, Ratschen, Hebeln oder eines Teils des Zweckgegenstandes zu verwenden und zwei Übertragungsvorrichtungen vorzusehen, von denen die eine die beim Aufziehen der Feder von der Aufziehvorrichtung auf den Federmotor wirkenden Kräfte und die andere die den Musikapparat treibende Federkraft überträgt.
  • Beim Aufziehen der Feder in dieser Weise müssen aber die genannten Ratschen, Hebel oder Teile des Zweckgegenstandes je nach dem Übersetzungsverhältnis mehr oder weniger oft aus der einen Endlage in die andere bewegt werden, und die Aufziehbewegung wechselt in mehreren Punkten die Richtung. Daraus entsteht aber der Nachteil, daß einfache Bewegungen, wie z. B. das Offnen eines Dosendeckels oder die Bewegung eines Gliedes einer Figur, nur bei Zwischenschaltung besonderer Getriebe zum Aufziehen solcher Musikapparate verwendet werden können.
  • Eine bestimmte scharfe Abgrenzung der aufzuspeichernden wie auch der zu entnehmenden Energiemenge findet nicht statt. Dies hat zur Folge, daß z. B. ein Lied nicht mehr von Anfang bis zu Ende durchgespielt wird, sondern von einer Stelle mitten im Lied bis zum Schlüß und vom Anfang wieder bis zur selben mittleren Stelle. Die Erfindung besteht nun darin, daß die Teilung des Triebwerkes der Nadelwalze des Musikwerkes ein ganzes Vielfaches der Teilung des vom Gehäusedeckel bewegten Triebwerks der Aufziehvorrichtung ist und daß die Walzenantriebsvorrichtung durch einen Anschlagstift derart angehalten wird, daß sie immer nach vollendetem Abspielen eines Musikstücks stillgesetzt wird.
  • Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung an Hand verschiedener schematisch gezeichneter Ausführungsbeispiele dargestellt. Es zeigen Fig. z eine Musikdose nach Entfernen des vorderen Dosendeckels in Ansicht, Fig.2 eine Draufsicht auf die Musikdose nach Fig. z, Fig. 3 einen Trinkglasuntersetzer, Fig.4, 5 und 6 eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Erfindung auf in Dosen eingebaute Musikapparate, Fig. 7 und 8 eine mit dem Gegenstand der Erfindung ausgerüstete menschliche Figur.
  • In der Dose z ist ein einen Federmotor 2, eine Nadelwalze 3 und einen Stabkamm 4 aufweisender Musikapparat eingebaut. Der Federmotor enthält eine nicht gezeichnete, in der Kapsel 5 eingeschlossene Feder, welche durch den Hebel 6 gespannt werden kann. Gegen den Hebel 6 schlägt der Winkelhebel ? mit dem einen Schenkel an, während sein anderer Schenkel durch das Gestänge 8 mit dem Dosendeckel 9 in Verbindung steht.
  • Die in den Fig. i und 2 ausgezogene Lage entspricht der nicht gespannten Stellung des Federmotors, in welcher der Dosendeckel 9 geöffnet ist. Wird der Dosendeckel geschlossen, so geht der Hebel 8 in seine gestrichelt gezeichnete Lage 8,1 über, wodurch der Hebel 7 in die gestrichelt gezeichnete Lage 7a gebracht wird. Dabei wird der Hebel 6, welcher unmittelbar auf der Federwelle io sitzt, in die gestrichelt gezeichnete Lage 6a gedrückt, in welcher die Feder des Federmotors gespannt ist. Beim Abspielen des Musikstückes bewegt sich der Hebel aus seiner Lage 6a langsam wieder in die Lage 6 und wird durch den Stift 21 so angehalten, daß der Musikapparat mit dem fertigen Abspielen des Musikstückes zum Stillstand gelangt.
  • Bei der Aufziehbewegung bewegt sich das eine Ende des Hebels 8 auf dem Kreisbogen ii, das andere Ende auf dem Kreisbogen 12 und der Hebel 6 auf dem Kreisbogen 13. Sämtliche Punkte der Kreisbögen ii bis 13 werden durch die entsprechenden Hebel bei jeder Aufziehbewegung nur einmal beschrieben, im Gegensatz zu einer mehrfach sich wiederholenden Aufziehbewegung, wie es beim Aufziehen mittels Schlüssel der Fall ist. Diese Kreisbögen werden beim Erfindungsgegenstand bei jeder Aufziehbewegung nur in einer Richtung beschrieben, sie wechseln in keinem Punkt ihre Bewegung.
  • Durch eine solche Gestaltung der von den Spannelementen ausgeführten Bewegungsbahnen wird der Vorteil erreicht, daß auch aus einfachen Bewegungen, wie solche beispielsweise durch die Schließbewegung des Dosendeckels 9 dargestellt werden, ohne besondere Hilfsmittel, wie Räderübersetzung oder ähnliche Getriebe, die Aufziehbewegung für Federn von Federmotoren abgeleitet werden kann.
  • Der in Fig.3 dargestellte Untersetzer, beispielsweise Bierglasuntersetzer, enthält in seinem Innern einen Federmotor 2, eine Nadelwalze 3 und einen hinter der Walze angeordneten, nicht gezeichneten, aus einem Stabkamm bestehenden Musikapparat. Der Hebel 6 des Federmotors, der durch die Welle io die Feder spannt, schlägt gegen den Winkelhebel 14 an, welch letzterer mittels des Hebels 15 mit dem über das Fußstück 16 gestülpten Deckel 17 in Verbindung steht.
  • Wenn auf die Oberfläche 18 des Deckels 17 beispielsweise ein Bierglas gestellt wird, wird dieser in seine gestrichelt gezeichnete Lage i72 niedergedrückt, in welcher Stellung der Hebel i5 die Stellung i5a und der Hebel 14 die Stellung 14a einnimmt. Dadurch wird aber der Hebel 6 in die gestrichelt gezeichnete Lage 6a gedrückt, in welcher die Feder gespannt ist. Wird das Trinkglas abgehoben, so wird der Deckel 17 durch eine Feder 58 mittels des Winkelhebels 14 und des Hebels 15 wieder hochgedrückt. Dabei wird der Federmotor 2 des Musikapparates ausgelöst, so daß durch die Walze 3 auf dem Stabkamm ein bestimmtes Musikstück von Anfang bis zu Ende durchgespielt wird, worauf der Musikapparat durch eine besondere Einrichtung wieder angehalten wird.
  • Der in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Musikapparat 2, 3, 4 ist in eine Dose i derart eingebaut, daß dessen Federmotor 2 bei einem Druck auf den Drücker 34 gespannt werden kann. Die Feder 25 des Federmotors 2 sitzt, auf der Welle io, auf welcher das Kegelrad 26 und die Sperrklinke 27 unbeweglich befestigt sind. Das Kegelrad 28 sitzt drehbar auf der Welle io und treibt das Kegelrad 29 und damit die Nadelwalze 3 an. Am Kegelrad 28 sind drei Sperrnuten 30, r 30a, 3o b angebracht, in welche der äußere Teil der Sperrklinke 27 eingreifen kann. In das Kegelrad 26 greift das Zahnsegment 31 ein, welches seinerseits mit dem Hebel 6 und dadurch mittels Übertragung des Hebels 32 und des Druckstiftes 33 mit dem Drücker 34 in Verbindung steht. Der Druckstift 33 ist in der Führung 35 des Dosendeckels 36 so geführt, daß er nur eine geradlinige Bewegung in seiner Längsachse ausführen kann.
  • Dieser Musikapparat arbeitet wie folgt: Beim Niederdrücken des Knopfes 34 in seine gestrichelt gezeichnete Lage 34a nehmen die Hebel 33, 32 und 6 ihre gestrichelt gezeichneten Stellungen 33a bzw. 32a bzw. 6a ein. Bei der Bewegung des Hebels aus der Lage 6 in die Lage 6a wird durch Übertragung des Zahnsegmentes 31 das Kegelrad 26 um etwas mehr als i2o °, also um rund eine Dritteldrehung, gedreht, wodurch auch die Feder 25 um denselben Betrag gespannt wird. Beim vollständigen Niederdrücken des Drückers 34 klinkt also die Sperrklinke 27 in die nächst zurückgelegene Nut 30b ein. Beim Loslassen des Drückers in der Lage 34a kann die Feder 25 sich wieder entspannen, wobei sie mittels der in der Nut 30b eingeklinkten Sperrklinke 27 die Zahnräder 28 und 29 und damit die Nadelwalze 3 antreibt.
  • Das Zahnrad 29 besitzt nur den dritten Teil der Zähnezahl des Zahnrades 28, so daß vom Federmotor auf die Nadelwalze eine Übersetzung von i zu 3 stattfindet. Der Stift 37 ist derart im Zahnsegment 31 vorgesehen, daß er nach Beendigung eines Musikstückes am Anschlag 38 anschlägt. Wird nun bei einer Aufziehbewegung die Feder des Federmotors um i2o ° gespannt, so wird die Nadelwalze beim Entspannen der Feder gemäß der zwischen Feder und Walze eingeschalteten Übersetzung von i zu 3 um dreimal i2o °, d. h. um 36o', oder um eine volle Umdrehung gedreht. Bei dieser vollen Umdrehung wird das Musikstück abermals von Anfang bis zu Ende durchgespielt, wobei am Ende wiederum der Stift 37 am Anschlag 38 anschlägt und dadurch die Nadelwalze zum Stehen kommt.
  • Infolge, der Anordnung zweier einseitig wirkender Übertragungsvorrichtungen und der Wahl der Teilung der Nadelwalze des Musikwerkes, derart, daß sie ein ganzes Vielfaches der Teilung des vom Gehäuseteil bewegten Triebwerks der Aufziehvorrichtung -(im vorliegenden Beispiel r zu 3) ist, sowie dadurch, daß die Walzenantriebsvorrichtung durch den Anschlag 37 immer nach vollendetem Abspielen mindestens eines Musikstücks angehalten und stillgesetzt wird, kann die Aufziehbewegung von einer einfachen einseitigen Bewegung abgeleitet werden.
  • An Stelle eines einzigen auf der Nadelwalze verteilten Musikstückes kann die Nadelwalze auch zwei oder mehrere Musikstücke oder Teilmelodien erhalten. Diese Vorrichtung eignet sich besonders bei Scherzartikeln und Spielzeugen, bei denen in Verbindung mit dem Druckstift 34 eine menschliche oder tierische Figur bewegt werden kann.
  • Im Beispiel der Fig.7 und 8 ist ein entsprechender, wie in den vorigen Beispielen beschriebener Musikapparat in die Fig. 5o eingebaut. ])er Hebel 6 steht durch die weiteren Hebel 41 und 42 mit dem AA 43 derart in Verbindung, daß beispielsweise durch das Niederdrücken des Armes in die Lage 43a der Federmotor des Musikapparates gespannt wird. Beim Loslassen des Armes hebt sich dieser in die ursprüngliche Lage 43, wobei ein Musikstück von Anfang bis zu Ende ertönt.
  • Es wird durch diese Erfindung der Vorteil erreicht, daß die Aufziehbewegung und die Auslösung durch einfachste Mittel ohne besondere Getriebe von anderen einfachen Bewegungen, beispielsweise Offnen oder Schließen eines Dosendeckels, abgeleitet werden können. Dieselbe kann auch bei anderen Gegenständen angewendet werden, beispielsweise bei Sparkassen, Zigaretten- oder Zigarrendosen oder Spendern usw. Schließlich können auch andere Musikapparate, beispielsweise Apparate mit Pfeifen, Drehorgeln oder Grammophone, welche durch Federmotoren angetrieben werden, gemäß der Erfindung gebaut werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Eingebautes mechanisches Musikwerk, dessen Antriebsfeder. durch die Bewegurig eines Gehäuseteiles gespannt wird und bei dem zwei einseitig wirkende Übertragungsvorrichtungen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilung des Triebwerks der Nadelwalze des Musikwerkes ein ganzes Vielfaches der Teilung des vom Gehäuseteil bewegten Triebwerks der Aufziehvorrichtung ist und daß die Walzenantriebsvorrichtung derart durch einen Anschlagstift (2z, 37) angehalten wird, daß sie immer nach vollendetem Abspielen mindestens eines ganzen Musikstückes stillgesetzt-wird.
DE1930577296D 1930-07-09 1930-07-16 Eingebautes mechanisches Musikwerk Expired DE577296C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH168173T 1930-07-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE577296C true DE577296C (de) 1933-05-29

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ID=4420472

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930577296D Expired DE577296C (de) 1930-07-09 1930-07-16 Eingebautes mechanisches Musikwerk

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DE (1) DE577296C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4341142A (en) * 1978-11-17 1982-07-27 Kabushiki Kaisha Sankyo Seiki Seisakusho Music box
US5070753A (en) * 1989-03-03 1991-12-10 Jack Hou Mechanism for imparting oscillating movement to an ornamental object

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4341142A (en) * 1978-11-17 1982-07-27 Kabushiki Kaisha Sankyo Seiki Seisakusho Music box
US5070753A (en) * 1989-03-03 1991-12-10 Jack Hou Mechanism for imparting oscillating movement to an ornamental object

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Publication number Publication date
CH168173A (de) 1934-03-31

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