DE575950C - Verfahren zur Aufarbeitung der Oxydationsprodukte von Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung der Oxydationsprodukte von Kohlenwasserstoffen

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DE575950C
DE575950C DE1930575950D DE575950DD DE575950C DE 575950 C DE575950 C DE 575950C DE 1930575950 D DE1930575950 D DE 1930575950D DE 575950D D DE575950D D DE 575950DD DE 575950 C DE575950 C DE 575950C
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Germany
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hydrocarbons
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oxidation
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DE1930575950D
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English (en)
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Dr Wilhelm Dietrich
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/487—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification

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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufarbeitung der Oxydationsprodukte von KohIenwasserstoffen Bei der Gewinnung von- Säuren aus den Oxydationsprodukten von hochmolekularen Kohlenwasserstoffen, z. B. Paraffin, durch Destillation macht sich die Schwierigkeit geltend, daß hierbei leicht Verharzungen, Pechbildung u. dgl. auftreten, was zu Verlusten an Fettsäuren führt.
  • Es wurde nun gefunden, daß dieser Nachteil beseitigt werden kann, wenn man die Oxydationsprodukte oder die daraus abgetrennten sauren Anteile vor der Weiterverarbeitung, wie Destillation, Verseifung usw., einer Vorbehandlung durch Erhitzen, z. B. Stehenlassen während einiger Stunden bei ioo bis 25o°, bei beliebigem Druck, zweckmäßig in Gegenwart von katalytisch wirkenden Stoffen, insbesondere solchen, die wie, Mineralsäuren, Sulfonsäuren, Chlorzink die Wasserabspaltung fördern, unterwirft. Die Vorbehandlung kann auch mit anderen Prozessen, z. B. einer Bleichung mit reduzierend wirkenden Mitteln, verbunden werden. Sehr wesentlich für die Vorbehandlung ist die Vermeidung örtlicher überhitzungen, weshalb es sich empfiehlt, während der Erhitzung das zu behandelnde Produkt durch Rühren, Schütteln u. dgl, in Bewegung zu halten. Der Vorteil, der durch die Behandlung .gemäß dem vorliegenden Verfahren erzielt wird, besteht nicht nur in der restlosen Destillierbarkeit der gewonnenen Produkte, .sondern auch in der besseren Aüssälzbarkeit der Seifen. Die Pechbildung bei der Destillation-beträgt nur wenige Prozente.
  • Als Ausgangsmaterial können Oxydationsprodukte aiiphatischer oder naphthenischer Kohlenwasserstoffe z.- B. von Erdälfräk-Honen, wie Mittelöl, Paraffin, Ceresin .usw., oder von Naphthenkohlenwasserstoffen, wie Paraffinöl, russischem Gasöl, oder auch von synthetischen Ölen, z. B. durch Hydrieren von Teeren erhaltenen Kohlenwasserstaffen oder auch von Braunkohlenteerfraktionen verwendet werden. Im allgemeinen kommen für die Erhitzung Temperaturen zwischen ioo und 300°, vornehmlich Zoo bis 25o°, in Betracht. Beispiel i 5oo Teile eines durch Oxydation von Gasöl mittels Luft bei iSo° gemäß Patentschrift 405850 erhaltenen Oxydationsproduktes werden 4 Stunden lang bei 2§o° und einem Druck von 50 at mit feinverteiltem metallischem Nickel und Wasserstoff in Gegenwart von 5 Teilen Naphthalinmonosulfonsäure behandelt. Es werden 48o Teile eines stark aufgehellten Produktes erhalten, das folgende Unterschiede gegenüber unbehandelten Produkten zeigt:
    Löslich- Pech
    keit in Jod- beim
    Petrol- zahl De-
    ather stillieren
    o/ or
    Ausgangsprodukt... 58,2 17,8 20,
    Behandeltes Produkt 9x,8 q:6,7 3
    Bei der Vakuumdestillation des behandelten Produktes werden ,aus ioo Teilen desselben. 95 Teile Destillat erhalten, die praktisch in Petroläther löslich sind. Eine Hydrierung der Oxydationsprodukte findet bei der eingangs beschriebenen Behandlung nicht statt. Beispiele Ein gemäß Patentschrift 4o5 85o erhaltenes Oxydationsprodukt aus Hartparaffin wird bei 25o° und einem Vakuum von 150 bis 200 mm Quecksilberdruck unter Rühren und Anwendung eines Rückflußkühlers 4 Stunden lang zum Sieden erhitzt. Die Löslichkeit des Oxydationsproduktes in Petroläther steigt hierdurch von 92,3 °/o auf 98,3 %. Bei der Destillation der aus dem Oxydationsprodukt abgetrennten Rohsäuren verbleibt ein Rückstand von nur 1,7 °/o Pech gegenüber 18 0Jo ohne die erwähnte Vorbehandlung.
  • Beispiel 3 Ein gemäß Patentschrift 4o5 85o erhaltenes Oxydationsprodukt aus Hartparaffin wird bei 250° und 5oat COa-Druck unter Rühren während 4 Stunden erhitzt. Die Löslichkeit in Petroläther steigt von 92,2 % auf 98,2 a/o. Der bei -der Destillation der Rohsäuren verbleibende Rückstand beträgt nur 2,5 % Pech. Beispiel 4 Ein Braunkohlenteerparaffin (Paraffingehalt 981/,) wird mit feuchter Luft, die mit 7')1,) Stickoxyden beladen ist, bei i5o° oxydiert. Die aus dem so erhaltenen Oxydationsprodukt abgetrennten Rohsäuren werden il/, Stunden lang unter Rückfluß und starkem Rühren m einer C02-Atmosphäre auf 25o` erhitzt. Nach .dieser Behandlung können die gewonnenen Fettsäuren leicht weiterverarbeitet werden.
  • Beispiels Ein durch Oxydation von Weichparaffin mittels Salpetersäure erhaltenes Oxydationsprodukt wird in einem Druckgefäß aus Chromnickelstahl, das bis zur Hälfte seines Volumens damit gefüllt ist, durch indirekte Heizung mit hochgespanntem Dampf auf i8o bis igo° erhitzt, wobei ein Druck von 24 at im Autoklaven entsteht. Das Oxydationsprodukt wird alsdann bei dieser Temperatur i bis 2 Stunden lang gehalten, worauf es der Destillation unterworfen wird. Aus den hierbei gewonnenen Fettsäuren werden Seifen von hoher Qualität erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Aufarbeitung der Oxydationsprodukte von hochmolekularen Kohlenwasserstoffen, insbesondere aliphatischen oder naphthenischen, zu Carbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man das rohe Oxydationsprodukt oder daraus abgetrennte saure Bestandteile vor der Weiterverarbeitung einer Vorbehandlung durch Erhitzen während einiger Zeit, z. B. auf Temperaturen oberhalb iooo bis etwa 25o°, bei beliebigem Druck, zweckmäßig in Gegenwart von katalytisch wirkenden Stoffen, insbesondere solchen, die wie Mineralsäuren u. dgl. die Wasserabspaltung fördern, unterwirft.
DE1930575950D 1930-01-31 1930-01-31 Verfahren zur Aufarbeitung der Oxydationsprodukte von Kohlenwasserstoffen Expired DE575950C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE871008C (de) * 1937-07-28 1953-03-19 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung ungesaettigter Fettsaeuren durch Oxydation von Kohlenwasserstoffen
DE909244C (de) * 1942-02-15 1954-04-15 Rheinpreussen Ag Verfahren zur Raffination synthetischer Fettsaeuren
DE1009174B (de) * 1952-11-19 1957-05-29 Richfield Oil Corp Verfahren zur Reinigung von Toluylsaeuren
DE1017611B (de) * 1953-12-31 1957-10-17 Basf Ag Verfahren zur Abtrennung von Begleitstoffen aus festen, kristallinen Stoffen oder Stoffgemischen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE871008C (de) * 1937-07-28 1953-03-19 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung ungesaettigter Fettsaeuren durch Oxydation von Kohlenwasserstoffen
DE909244C (de) * 1942-02-15 1954-04-15 Rheinpreussen Ag Verfahren zur Raffination synthetischer Fettsaeuren
DE1009174B (de) * 1952-11-19 1957-05-29 Richfield Oil Corp Verfahren zur Reinigung von Toluylsaeuren
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