DE57586C - Vorrichtung zum Vermerken der Anzahl von Personen, welche in Straßenbahnwagen, andere Fahrzeuge, Gebäude u. s. w. eintreten oder dieselben verlassen - Google Patents

Vorrichtung zum Vermerken der Anzahl von Personen, welche in Straßenbahnwagen, andere Fahrzeuge, Gebäude u. s. w. eintreten oder dieselben verlassen

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DE57586C
DE57586C DE189057586D DE57586DA DE57586C DE 57586 C DE57586 C DE 57586C DE 189057586 D DE189057586 D DE 189057586D DE 57586D A DE57586D A DE 57586DA DE 57586 C DE57586 C DE 57586C
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A. GAJARDO in Valparaiso, Republik Chile
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    • GPHYSICS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Vorrichtungen zum Vermerken der Anzahl von Personen, welche die Strafsen- oder Eisenbahnwagen, Märkte und alle anderen Arten von Plätzen betreten oder verlassen, wobei gleichzeitig der Schaffner oder eine andere dazu bestimmte Persönlichkeit die Thür oder das Gitter passiren kann, ohne dafs dies vermerkt würde.
Ein weiterer Zweck ist der, die Vorrichtung so zu construiren, dafs die zur Registrirung der Anzahl von Personen dienenden Theile und diejenigen, welche dem Beamten den freien Durchgang gestatten, gänzlich dem Einflufs des letzteren entzogen sind, wodurch es in vielen Fällen möglich wird, die Anzahl der zum Verkauf und zur Entgegennahme von Karten und Gebühren dienenden Beamten zu verringern und jene Beamten gänzlich entbehrlich zu machen, welche die.Schaffner zu controliren haben.
In vielen Fällen, z. B. bei Strafsen- und Eisenbahnwagen, werden an den Enden der Fahrt die Ein- und Austrittsthüren von dem einen Ende des Wagens an das andere verlegt; um nun die Nothwendigkeit zu vermeiden, jeden Wagen mit zwei Vorrichtungen, je einer an jedem Ende, versehen zu müssen, wird die Vorrichtung derart eingerichtet, dafs sie von einem Ende zum anderen bewegt werden kann. Es ist klar, dafs vermöge dieser Construction diese Vorrichtung auch von einer Stelle an die andere gebracht werden kann, d. h. etwa von einem Marktplatz zum anderen, von einer Thür zur anderen oder, wenn gewünscht, von einer Stadt zur anderen.
Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, die Registrirvorrichtung derart zu construiren, dafs die Zahl der Theile möglichst verringert wird, damit die Vorrichtung einfach und billig in der Herstellung sei und nicht leicht in Unordnung gerathe.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Draufsicht der verbesserten Vorrichtung, wobei der Deckel an einer Seite abgenommen ist, um die Registrirvorrichtung für die betreffende Thür zu zeigen.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht derselben, zum Theil im Schnitt;
Fig. 2a ist eine Ansicht eines Details;
Fig. 3 ist eine Ansicht einer Hülfsthür;
Fig. 4 zeigt in der Draufsicht die relative Lage der ersten und' der Hülfsthür nach Oeffnung der ersteren und ferner die relative Lage der einzelnen Theile, wenn die Thüren geöffnet sind, um den Beamten ohne Registrirungen hindurchzulassen;
Fig. 5 ist eine Draufsicht der Registrirvorrichtung ;
Fig. 6, 7 und 8 sind Seitenansichten der Fig. 5 im Detail;
Fig. 9 ist eine Draufsicht der Stellungen des gleitenden Elektromagneten und seiner bethätigenden Platte, wenn die Thüren geschlossen sind;
Fig. 10 ist ein Schnitt derselben;
Fig. 11 ist eine ähnliche Ansicht, die Stellungen der Anker und Gleitplatten zeigend, wenn die
Thüren für einen Fahrgast geöffnet werden und die Registrirung erfolgt;
Fig. 12 ist eine ähnliche Ansicht derselben Theile, wenn die Thüren vom Schaffner geöffnet werden und keine Registrirung erfolgt;
Fig. 13 ist eine Draufsicht der ersten und der Hülfsthüren;
Fig. 14, 15 und 16 sind Detailansichten der Lager zur Aufnahme der Enden der Hülfsthüren an d-en ersten Thüren;
Fig. 17 ist eine Draufsicht einer abgeänderten Ausführungsform des Registrirmechanismus;
Fig. 18 und 19 sind Seitenansichten von Einzelheiten der Fig. 17;
Fig. 20 ist eine Draufsicht einer Modification einer Kupplungsstange, die unter der Vorrichtung angebracht werden soll und die Wellen der ersten Thüren verbindet, damit sie sich gleichzeitig öffnen oder schliefsen;
Fig. 21 und 22 sind Ansichten der Thüren, wenn -sie als Drehthüren (Tourniquets) ausgeführt sind;
Fig. 23 ist eine Ansicht eines Kettenradvorgeleges, das an den Wellen anzubringen ist, wenn Drehthüren angewendet werden, damit sie sich gleichzeitig drehen;
Fig. 24 und 25 sind perspectivische Ansicht und Draufsicht, die Anordnung der Batterien und Drähte zeigend;
Fig. 26 ist eine Draufsicht der Glocke und der bethätigenden Theile, welche am Registrirmechanismus befestigt sind;
Fig. 27 ist eine Draufsicht einer Modification mit einem zweiten an der Vorrichtung befestigten Register.
A bezeichnet die Seiten des Thürganges, die am besten senkrecht in Holz ausgeführt sind, um die arbeitenden Theile der Vorrichtung einzuschliefsen; die unteren Theile B dieser Holzverschalung sind erweitert, indem die Wände nach aufsen geneigt sind; der Zweck ist der, je einen Kasten oder Behälter E an den vier Ecken zur Aufnahme der Batterien E1 E1 E3 E^ herzustellen und den Gang nur so breit zu machen, dafs nicht zwei Personen neben einander hindurchgehen können. In diesen Holzverschalungen A drehen sich die Wellen Cl, deren untere Enden kegelförmig gestaltet sind und auf nicht gezeichneten Metallplatten aufliegen, die am Boden befestigt sind und durch Querstücke a1, durch welche sie hindurchgehen, in ihrer Stellung gehalten werden.
An diesen Wellen sind die ersten Thüren F befestigt, die am besten aus Metall hergestellt sind und aus den oberen und -den unteren waagrechten Stücken b1 und den senkrechten Stücken cl bestehen. An den Enden der waagrechten Stangen b1 sind die Lager G gebildet oder befestigt, die zum nachstehend beschriebenen Zweck waagrecht geschlitzt sind. Die Thüren F werden in ihren geeigneten Stellungen auf den Wellen C1 durch Schrauben d1 festgehalten, welche durch die Lager hindurchgehen und in die Wellen eintreten, wie in Fig. 15 gezeigt.
H bezeichnet Hülfsthüren, die an jeder Welle C1 befestigt sind. Die erweiterten Enden e1 der waagrechten Stücke fl passen in die Schlitze gx in den Lagern g\ dabei sind die erweiterten Enden e1 mit Oeffnungen versehen, durch welche die Welle C1 hindurchgeht.
An diesen Wellen C1 und am besten beiläufig in der Mitte ihrer Länge sind die Metallhülsen I angebracht, die mit den Schlitzen il versehen sind, durch' welche die Blattfedern J hindurchgehen, deren Enden an den senkrechten Stangen A:1 der Hülfsthüren befestigt sind. Die Federn haben das Bestreben, die ersten oder Hauptthüren F geschlossen und die Hülfsthüren geöffnet und an die Seiten angedrückt zu halten, wie in Fig. 3 der Zeichnungen dargestellt. Man ersieht aus dieser Construction und Anordnung der Theile, dafs, wenn die Thür F in irgend einer Richtung geöffnet wird, die Hülfsthür auf der einen Seite sich gegen den Ansatz m legen, der durch Aufschlitzen des Lagers G entstanden ist, vorgeschoben werden und im wesentlichen dieselbe Lage einnehmen, wie früher die Thür F; die Hülfsthüren an der entgegengesetzten Seite b bleiben in Ruhe an den Seitenwänden A, wie in Fig. 4 gezeigt. Wenn die Thür F in der entgegengesetzten Richtung geöffnet wird, so öffnet sich der andere Satz Hülfsthüren in derselben Weise, und der erste Satz bleibt in Ruhe. Der Zweck dieser Einrichtung ist der, zu gestatten, dafs immer nur eine Person auf einmal ein- oder austreten kann, und hierdurch zu verhindern, dafs die ThUr F, nachdem eine Person eingetreten ist, offen gehalten wird, um eine zweite Person eintreten zu lassen, ohne dafs dieselbe registrirt würde; Nachdem eine Person ,durch die Thür F eingetreten ist, bringt die Feder J, weil sie wie vorstehend angegeben befestigt ist, die Hülfsthür in ihre normale Stellung zurück, wie in Fig. 3 gezeigt, d. h. sie legt sie an die Wände A, und da die horizontalen. Stangen fl an die Ansätze m der Lager P stofsen, so wird auch die Hauptthür F in ihre geschlossene Stellung zurückgebracht, weil die Flügel der Thür F mit den Wellen C starr verbunden sind und so die letzteren stets gedreht werden, wenn die Thüren geöffnet werden. Um zu verhindern, dafs die Hülfsthüren auf einer Seite der Welle gegen die Thür -F gedreht werden, nachdem die letztere so weit als möglich geöffnet worden ist, bringt man Ketten K an, die an den Wänden A an einem Ende und am anderen Ende
an den Hülfsthüren befestigt sind. Diese Ketten sind von solcher Länge, dafs es unmöglich ist, die Hülfsthür so weit zu öffnen, dafs eine Person durch sie hindurch kann, wenn die ThUr F offen ist, wie in Fig. 4 gezeigt. Um deshalb eine zweite Person durch die Thür F hindurchzulassen, mufs die Hülfsthür gegen die Seitenwände A zurückschwingen können, wodurch, wie vorstehend angegeben, die Thür F geschlossen wird, wie in Fig. 1 gezeigt.
Um zu verhindern, dafs die HülfsthUren beim Schliefsen gegen die Holzverschalungen A schlagen, befestigt man an den letzteren Federn u2, gegen welche sie ohne Lärm stofsen, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt.
An den unteren Enden der Wellen C1 sind die Getriebe c2 befestigt, welche mit den Zähnen an den Enden und entgegengesetzten Seiten der Zahnstange L in Eingriff stehen, die durch den unteren Theil der Vorrichtung reicht.
Der Zweck und die Wirkung dieser Construction besteht darin, dafs die Thüren sich gleichzeitig öffnen und schliefsen; statt dafs man indessen diese Vorrichtungen benutzt, kann man Kurbelarme cx an den unteren Enden der Wellen C1 anbringen und die Stange cxx 'an denselben befestigen, wie in Fig. 20 der Zeichnungen dargestellt ist.
Im oberen Theil der Seitenverschalungen A bringt man die Behälter A2 an, wie in Fig. 2 und 24 dargestellt, in welchen der Registrirmechanismus enthalten ist, der von zwei Platten 0 o1, Fig. 5, eingeschlossen ist und aus einem Räderwerk besteht, das ähnlich angeordnet ist wie bei den gewöhnlichen Registrirmechanismen.
An der Aufsenfläche sind Oeffnungen ausgeschnitten, welche mit ähnlichen Oeffnungen r1 in der Seite A zusammenfallen, und durch welche die Zahlen auf den Zifferblättern sichtbar sind, wie in Fig. 3 und 5 gezeigt. Diese Register sind, wie nachstehend bemerkt, in diagonal gegenüberliegenden Ecken der Kästen Ä1 angeordnet und sind so mit den Thüren verbunden, dafs eine ThUr registrirt, wenn sie in der einen Richtung geöffnet wird, und die andere, wenn sie in der entgegengesetzten Richtung geöffnet wird; der Zweck dieser Einrichtung ist der, dafs, wenn ein Register versagen sollte, das andere den Ein- und Austritt der Personen registrirt.
. Auf der äufseren Platte o1 gleitet die Platte o2, die in horizontaler Richtung durch die Stifte o3 geführt wird. Durch die Platten ο ο1 ο2 geht die Welle ο 4, an welcher zwischen den Platten ο und o1 die erste Scheibe o5 und die Sperrklinke oe befestigt ist, welche letztere, indem sie sich mit der Welle o4 dreht, die Räder und Scheiben des Registrirmechanimus bethätigt, wie in Fig. 5, 6, 7 und 8 dargestellt. Das Räderwerk kann beliebig weit gehen, doch zeigt sich, dafs vier Scheiben o5, welche Einer, Zehner, Hunderter und Tausender angeben, wohl für die meisten Fälle genügen werden.
Auf der Welle o4 sitzt lose die Scheibe o7, die mit einem Ansatz o8 versehen ist, der in den gekrümmten Schlitz o4 in der Gleitplatte o2 hineinpafst. An dieser Welle o4 ist auch das Sperrrad r befestigt, welches sich mit derselben dreht, und an der rotirenden Welle o7 ist die unter der Einwirkung einer Feder stehende Sperrklinke r2 befestigt, welche mit dem Sperrrad r zusammenwirkt. Die Wirkungsweise dieser Theile ist folgende: Wenn die Platte o2 in der durch den Pfeil (Fig. 8) angedeuteten Richtung verschoben wird, so wird die Scheibe o7 um einen Zahn gedreht, indem der Zapfen o8 an derselben sich in dem gekrümmten Ende des Schlitzes o9 der Platte o2 bewegt.
Diese theilweise Drehung der Scheibe dreht auch das Sperrrad r unter Vermittelung der Sperrklinke r2; nachdem die Scheibe o7 um ein gewisses Stück gedreht worden ist, d. h. bis zum nächsten Zahn des Sperrrades, wie in Fig. 7 gezeigt, erreicht der Zapfen o8 den horizontalen Theil des Schlitzes o9, worauf die Platte o2 nach aufsen gezogen werden kann, bis das Ende des Schlitzes o9 die Welle o* auffängt, und zwar ohne Drehung der letzteren oder der damit verbundenen Theile. Nach der Freigebung der Platte ο2 wird diese durch die Feder r3, von der ein Ende an der Platte o2 und das andere an der Platte o! befestigt ist, in ihre ursprüngliche Stellung zurückgebracht; dabei wird die Scheibe o7 durch den Zapfen o8 urtd den gekrümmten Schlitz o9 auch in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeführt, so dafs die Sperrklinke r2 den nächsten Zahn im Sperrrad r erfafst. Das letztere wird an einer Rückdrehung durch den Sperrzahn r4 verhindert, welcher an einem Ende an der Platte o1 befestigt ist und mit dem anderen freien Ende in die Zähne des Sperrrades r eingreift. Obgleich es Vorzuziehen ist, den vorstehend beschriebenen Mechanismus zu benutzen, so beschränkt sich der Erfinder doch nicht auf diesen allein, da die besondere Form und Construction der verschiedenen Theile abgeändert werden und dennoch vortheilhaft wirken kann. Beispielsweise ist in Fig. 17,18 und 19 der Zeichnungen eine Abänderung dargestellt, bei welcher die federnde Sperrklinke ι an der Gleitplatte 2 befestigt ist und, wenn die letztere vorwärts gezogen wird, das Sperrrad 3 dreht. Der federnde Sperrzahn 4 wird in diesem Falle oben angebracht. Die Gleitplatte 2 wird in ihren horizontalen Bewegungen durch die Welle 5 des Sperrrades 3 geführt, die sich in dem geraden länglichen
Schlitz 6 bewegt, der in der Gleitplatte 2 angebracht ist. Die Feder 7 wird wie in dem früheren Falle benutzt, um die Platte 2 in ihre ursprüngliche Stellung zurückzuführen.
Nachdem das Sperrrad 3 um einen Zahn gedreht worden ist, setzt die Platte 2 ihre Gleitbewegung nach auswärts fort, wie in punktirten Linien in Fig. 19 angedeutet ist, bis das Ende des Schlitzes 6 die Welle 5 auffängt; dies hat den Zweck, zu gestatten, dafs die Thüren so weit als möglich geöffnet werden. Eine Glocke mit Bethätigungsmechanismus wird bei dieser Form der Vorrichtung in derselben Weise angewendet, wie bei der vorstehend beschriebenen Vorrichtung, nämlich wie folgt:
Um anzuzeigen, wenn eine die Thüren passirende Person registrirt wird, bringt man eine Glocke L1 an, die wie folgt construirt und angeordnet ist: An der inneren Platte o1 ist die Platte S befestigt, die an einem Ende mit einer Glocke L1 versehen ist. An dieser Platte sind die horizontalen Führungsrippen Z befestigt, zwischen welchen die Platte Z1 gleitet, die in der Mitte mit einem Längsschlitz Z2 versehen ist, welcher beinahe durch ihre ganze Länge reicht. An der Platte S sind die durch den Schlitz Z2 hindurchragenden Lager Z3 befestigt, in welchen eine Stange Z* gleitet, die an einem Ende mit einer Rast Z5, Fig. 5 und 17, versehen ist und am anderen Ende den Hammer Z6 trägt, um an die Glocke L1 zu schlagen. Zwischen diesen Lagern Z3 ist auf die Stange Z4 eine Spiralfeder Z7 geschoben, von der ein Ende sich gegen das vordere Lager Z3 und das andere Ende gegen den Stift Z8 stemmt, der an der Stange Z4 befestigt ist. Der Zweck dieser Feder ist der, die Stange, nachdem sie in der Richtung des Pfeiles (Fig. 26) vorwärts gezogen worden ist, zurückzuschnellen, so dafs der Hammer Ze an die Glocke L1 schlägt. An der Stange Z4 ist die Flachfeder Z9 befestigt (s. Fig. 5), welche leicht nach aufsen gebogen ist, durch das Lager Z3 hindurchgeht und gegen dasselbe drückt, um die Rast Z5 mit dem gebogenen Ende der Stange Z10 in Eingriff zu erhalten, die an der Gleitplatte Z1 befestigt ist. Auf der Unterseite der Stange Z4 und in kurzem Abstande vom Lager Z3 ist die Ausbauchung Z11 angebracht. Die Wirkung derselben besteht darin, dafs, wenn die Stange Z4 vorwärts gezogen wird, die Ausbauchung Z11 bei der Bewegung durch das Lager Z3 die Stange Z4 nach aufwärts drückt und die Rast Z5 vom gebogenen Ende Z12 der Stange Z10 frei macht; das vordere Ende des letzteren ist an der Gleitplatte ο2 und dem Hebel n5 durch den Stift η12 befestigt.
Man sieht, dafs, wenn die Gleitplatte ο2 vorwärts gezogen wird, auch die Stange Zi0, die an ihr befestigt ist, vorwärts gezogen wird, und da das gebogene Ende Z12 der Stange Z10 mit der Rast Z5 an der Stange Z4 in Eingriff steht, so wird die letztere vorwärts gezogen, bis die Ausbauchung Z11 durch das Lager Z3 hindurchgeht, worauf, wie vorstehend beschrieben, die Stange Z4 freigemacht wird und unter der Einwirkung der Feder Z7 zurückschnellt und die Glocke L1 anschlägt. Die Ausbauchung Z11 ist an einer solchen Stelle der Stange Z4 angebracht, dafs die letztere freigemacht und die Glocke zu derselben Zeit angeschlagen wird, wo ein Fahrgast dadurch registrirt wird, dafs die Gleitplatte ο2 vorwärts gezogen wird, wie vorstehend beschrieben.
Damit der Hammer Z6 von der Glocke L1 zurückweiche, nachdem er sie angeschlagen hat, befestigt man an der Stange Z4 die federnde Platte m20, welche, wenn die Stange Z4 durch die Feder Z9 in der Richtung gegen die Glocke geschnellt wird, gegen die zwei Stifte m21 stöfst, die an der Platte 5 befestigt und durch das Querstück m22 verbunden sind. Die federnde Platte m20 gestattet der Stange, hinreichend weit' zurückzugehen, um die Glocke anzuschlagen, bringt sie aber unmittelbar nachher aufser Berührung mit derselben.
Um den Registrirmechanismus durch Vorwärtsziehen der Gleitplatte ο2 in der beschriebenen Weise zu bethätigen, befestigt man an dem oberen Ende jeder Welle C1· einen Querarm M, an dessen freiem Ende die Stange m3 befestigt ist, welche ihrerseits mit der Platte m4 verbunden ist, die in der genutheten Platte M1 gleitet, die im Behälter A2 angeordnet ist. Auf dieser genutheten Platte gleitet auch der Elektromagnet N, an dem der Winkelhebel η eingelenkt ist, dessen verticaler Arm nl den Anker n2 trägt, und dessen horizontaler Arm η3 ein etwas aufgebogenes Ende n4 besitzt, damit, wenn der Anker rc2 vom Elektromagneten N angezogen ist, der Arm ns etwas gehoben sei und die Platte m4 unter ihn gedrückt werde, wie in Fig. 4 und 12 dargestellt. Am Magneten N ist ein Ende eines Hebels oder einer Stange «5 befestigt, deren anderes Ende mit der Gleitplatte 0 verbunden ist. Die Wirkungsweise dieser Theile ist folgende: Wenn die Thüren geöffnet werden, wird die Welle C1 gedreht, wodurch unter Vermittelung des Kurbelarmes M und der Stange wi3 die Platte wi4 längs der genutheten Platte Ai1 verschoben wird, bis sie an das Ende des horizontalen Armes n3 des Winkelhebels η stöfst. Im weiteren Verlauf der Oeffnung der Thüren verschiebt die Platte m4 den Magneten, wie in Fig. 11 gezeigt, und da dieser Magnet mit der Gleitplatte ο2 durch die Stange n5 verbunden ist, so wird die Platte o2 vorwärts gezogen und der Registrirmechanismus bethätigt. Wenn die Thüren losgelassen werden, so führt die Feder J die Thür und den Bethätigungsmechanismus in ihre ursprünglichen Stellungen
zurück. Wenn die Thüren in der entgegengesetzten Richtung geöffnet werden, so wird der Registrirmechanismus auf der anderen Seite bethä'tigt, indem die mit der ersterwähnten Thür verbundene Gleitplatte m4 vom Magneten weggezogen wird, wie auf der linken Seite der Fig. 4 gezeigt, und hierdurch wird eine Registrirung auf beiden Seiten verhindert, wenn die Thüren geöffnet werden,, und gleichzeitig kann eine Registrirung einer Seite vorgenommen werden, wenn die Thüren in einer Richtung geöffnet werden, und auf der anderen Seite, wenn die Thüren in der entgegengesetzten Richtung geöffnet werden.
Man ersieht nun aus dem Vorangegangenen, dafs, so oft die Thür geöffnet wird, dies registrirt wird; damit aber der Schaffner oder ein anderer Bediensteter durch die Thür hindurch kann, ohne dafs eine Registrirung vorgenommen würde, sind Batterien E1 E2 E3 EA, wie vorstehend beschrieben , angebracht. Der positive Pol der Batterie E1 ist durch einen Draht oder Metallstreifen e e mit einer Messing- oder Kupferplatte EE verbunden, und mit dem negativen Pol der Batterie U4 ist durch einen Draht e1 el die Platte E1 E1 verbunden, welche quer über den hölzernen Boden der Vorrichtung reichen. Mit dem negativen Pol der Batterie J?1 ist das Ende des Drahtes α α verbunden, dessen anderes Ende mit einer Metallstange α1 α1 verbunden ist, an der eine federnde Platte a2 a2 befestigt ist, die an der Holzverschalung A befestigt ist und auf dem Elektromagneten JV aufliegt.
Eine zweite ähnliche federnde Platte (die nicht gezeichnet ist) ist an der Stange c4 c4 befestigt (Fig. 9), welche letztere mit einem Draht cc verbunden ist, der herab führt und mit dem positiven Pol der Batterie E verbunden ist, welche mit der Batterie Es durch den Draht'c1 c1, Fig. 24, verbunden ist, in den das Läutwerk dd eingeschaltet ist. Wenn indessen gewünscht, kann das Läutwerk ausgelassen und der Draht direct von einer Batterie zur anderen geleitet werden, wie bei c2 c2 dargestellt. Die entgegengesetzten Pole der Batterien E3 und Ε* sind durch die Drähte d1 d1 verbunden und der Contact mit dem Magneten N in derselben Weise hergestellt, wie auf der anderen Seite, wodurch die Leitung nur zwischen den Platten EE und E1E1 unterbrochen ist. Um diese Leitung zu schliefsen, trägt der Schaffner oder Beamte an seinem Leib, am besten um die Taille, einen Draht oder' anderen geeigneten Leiter 00, dessen Enden mit Platten mm verbunden sind, die an seinen Schuhen ss befestigt sind. Beim Durchgang durch die Thür V tritt der Schaffner auf die Platten E E E1 E1, wodurch die Leitung geschlossen wird. Die Magnete JV ziehen in diesem Falle die Anker ra2 an und heben den Arm η3, was, wenn die Thür geöffnet wird, der Platte m4 gestattet, sich unter den Arm w3 zu schieben, wie in Fig. 4 und 1.2 gezeigt. Hierdurch wird verhindert, dafs die Magnete bewegt werden, und so auch verhindert, dafs die Oeffnung der Thür registrirt werde. Wenn die Leitung geschlossen wird, giebt das elektrische Läutwerk dd ein Zeichen, welches den im Wagen befindlichen Personen angiebt, dafs der Schaffner oder eine andere Person eintritt, die nicht registrirt wird.
Statt dafs man die Platten EE und E1E1 so weit trennt, kann man sie auch nahe an einander setzen und blos an einem Schuh des Schaffners eine Platte befestigen, damit er auf beide Platten auf einmal treten und die Leitung schliefsen könne, um ohne Registrirung durch die Thür hindurchzutreten. Bei dieser Anordnung der Theile könnte aber der Schaffner so seinen Fufs auf die Platten stellen und dann eine Person hindurchlassen, ohne dafs sie registrirt würde, aber dadurch, dafs man ihn hart an der Thür stehen und beide Füfse benutzen läfst, um die Leitung zu schliefsen, wie dies vorstehend beschrieben wurde, wird dies unmöglich gemacht.
Es ist klar, dafs durch einfache und unwesentliche Abänderung der Theile meine Erfindung auch auf Treppen anwendbar wird, die von der unteren Abtheilung eines Wagens zu einer oberen Abtheilung führen. Die Platten E E und E1 E1 an dieser Eintrittsstelle bewegen sich dann vertical, wie es bei derartigen Einrichtungen üblich ist und nicht näher beschrieben zu werden braucht.
Die Thüren F können auch nach Bedarf abgeändert werden, da die Form der Thür etwas von dem Zwecke abhängt, welchem sie dienen soll. Es kann in manchen Fällen wünschenswerth sein, insbesondere wenn eine grofse Anzahl von Personen ohne Verzögerung passiren soll, die Hülfsthüren auszulassen. In Fällen, wo der Raum dies gestattet, ist es vorzuziehen, die in Fig. 21 und 22 gezeichnete Form der Thür zu benutzen, d. h. eine Art Drehthür oder Tourniquet zu verwenden. Hierbei sind C1 C1 die Wellen, an denen lose der Daumen 20 befestigt ist, welcher, wenn das Tourniquet gedreht wird, das Rad 21 in Schwingungen versetzt, das am Ende der Gleitplatte Wi4 befestigt ist und so den Registrirmechanismus in der vorstehend beschriebenen Weise bethätigt. An diesem Daumen ist das Sperrrad 22 befestigt, in welches die Sperrklinke 23 eingreift, die an der Unterseite der Scheibe 24 befestigt ist, welche fest auf der Welle C1 sitzt.
Diese Anordnung der Theile gestattet die Umkehrung der Drehungsrichtung der Welle, ohne dafs der Daumen und das Gleitstück o2 bethätigt würde. Das untere Ende dieser
Wellen trägt die Kettenräder 25, die durch die gekreuzte Kette 26 gekuppelt sind, um zu ermöglichen, dafs die beiden Tourniquets zusammen arbeiten. Dabei ist alles so eingerichtet, dafs ein Tourniquet beim Oeffnen in der einen und das andere beim Oeffnen in der anderen Richtung gedreht wird.
In Fig. 27 ist ein zweites Register an der vorliegenden Vorrichtung angebracht, wie es in vielen Fällen wünschenswerth sein kann, besonders wenn die Vorrichtung auf Stationen von Hochbahnen, Märkten und anderen Orten benutzt wird, wo sie bleibend aufgestellt werden soll, um nicht nur in der Vorrichtung selbst zu registriren, sondern auch an einer entfernten Stelle, wie z. B. im Bureau des Aufsichtsbeamten oder an einer anderen Stelle, wo es erwünscht sein kann, zu irgend einer Zeit den Stand des Registers zu prüfen, ohne die Vorrichtung selbst zu Hülfe nehmen zu müssen.
Um dies zu bewerkstelligen, befestigt man an der hölzernen verticalen Wand 30 die beiden Metallplatten 31, die mit den Batterien verbunden sind und die horizontalen Gleitstifte 32 tragen, aufweiche die Spiralfedern 33 aufgeschoben sind. An jeder dieser Platten 31 sind die Enden der Drähte 34 befestigt, die mit dem Elektromagneten 35 verbunden sind, der nahe einer geeigneten Registrirvorrichtung 40 angeordnet ist, welche ihrerseits wieder an irgend einer geeigneten Stelle angebracht sein kann.
36 ist der Anker des Magneten 35, der an dem bethätigenden Hebel 37 befestigt ist, der, wenn er gegen den Magneten gezogen wird, das Register 40 bethätigt; an dem isolirten, den Magneten N enthaltenden Kasten ist die Platte 41 befestigt, welche, wenn der Magnet N dadurch zurückgedrängt wird, dafs eine Person durch die Thür F eintritt, wie vorstehend beschrieben, gegen die nachgebenden Stifte 32. stöfst, wodurch die Leitung durch die Platte 41 geschlossen wird, indem sie die Enden dieser Stifte oder Stangen 32 berührt. Die Wirkung hiervon ist die, dafs der Strom durch den Magneten 35 hindurchgeht, der den Anker 36 anzieht und den Registrirmechanismus 40 bethätigt. Wenn die Thür F losgelassen wird, nachdem eine Person durch dieselbe hindurchgegangen ist, kehrt der Magnet N in seine normale Lage zurück, wodurch die Leitung zwischen den Stiften 32 unterbrochen wird und der Anker 36 sich heben kann und seine normale Stellung einnimmt. Diese Wirkung wiederholt sich natürlich so oft, als die Thür F geöffnet wird, um einen Fahrgast hindurchzulassen, aber wenn der Schaffner oder ein anderer Bediensteter durch die Thür F hindurchgeht, bleibt der Magnet, wie vorstehend beschrieben, in Ruhe und die Platte 41 kommt mit den Stiften 32 nicht in Berührung, so dafs der Strom zur Registrirvorrichtung 40 unterbrochen bleibt und der Durchgang des Schaffners oder eines anderen Beamten durch die Thür F daselbst nicht registrirt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zum Vermerken der Anzahl von Personen, welche in Strafsenbahnwagen, andere Fahrzeuge u. s. w. eintreten oder dieselben verlassen, dadurch gekennzeichnet, dafs die beim Durchgang jeder Person sich mit ihrer Welle (C1) drehende Thür (oder Drehkreuz F) mittelst eines durch Hebel oder Daumen und Rollen (Mm3, 20, 21) 'bewegten Gleitstückes (m*) einen das die Personenanzahl aufzeichnende Zählwerk durch sein Verschieben bethätigenden Elektromagneten derart zurückdrängt, dafs sich das Gleitstück (m't) gegen das in seiner Bahn liegende Hebelende (n3) des für gewöhnlich nicht beanspruchten Ankers (n2) legt, sich aber dann, wenn der Anker (n2) ■ durch einen im Elektromagneten (N) erzeugten Strom angezogen wird, unter das jetzt hochgehobene Hebelende (n3) legt und vorgeschoben werden kann, ohne den Elektromagneten (N) mitzunehmen, wodurch das Zählwerk ausgeschaltet wird, wenn eine bestimmte, den Stromkreis während seines Durchganges schliefsende Person die Thür dreht.
2. An der unter 1. beanspruchten Vorrichtung : _
a) die Anordnung zweier Thüren oder Drehkreuze derart, dafs sich beide beim Ein- oder Austritt einer Person in gleicher Richtung drehen, die zugehörigen Gleitstücke (ml) aber sich ihren Magneten (N) abwechselnd nähern, wodurch beim Eintritt die eine, beim Austritt dagegen die andere Vermerkvorrichtung in Thätigkeit gesetzt wird;
b) die Anordnung zweier Hülfsthüren (H) auf der Welle (C1) zu beiden Seiten der Thür F derart, dafs sie bei geschlossenem Zustande der Thiir F durch eine Feder (J) gegen die Wand des von der ThUr verschlossenen Durchganges gelegt werden, während sich bei Drehung der Thür F die eine der Drehungsrichtung entsprechende Hülfsthür (H) mittelst der an dem ,Thürlager (G) angebrachten Ansätze (m) mitgenommen wird, die hindurchtretende Person einschliefst und so das Hindurchtreten mehrerer Personen bei einmaligem Oeffnen der Thür F verhindert;
c) die Vorrichtung zum Bethätigen des Zählwerkes · beim Verschieben des Elektromagneten, darin bestehend, dafs eine mit dem letzteren durch Stange (nsj verbundene Platte (Ό2 bezw. 2) entweder mittelst eines gebogenen Schlitzes (09J und des Stiftes (o SJ die auf der Achse (o4 ) des letzten Zählrades sitzende Scheibe ^07J dreht oder mittelst einer auf ihr befestigten Schubklinke (1) ein auf der Achse (o^J sitzendes Sperrrad (3) verstellt, wodurch jede Gleitbewegung des Elektromagneten zum ruckweisen Verstellen des Zählwerkes benutzt wird;
d) die Vorrichtung zum Geben des Glockensignals beim Durchgang jeder zu vermerkenden Person, darin bestehend, dafs mit der Platte o2 bezw. 2 ein Haken (I12J' verbunden ist, welcher die Nase (I5J einer durch Feder (PJ nach unten gedrückten Stange (PJ so lange mitnimmt, bis eine Ausbauchung (I11J die Stange (I1J nach oben drückt und die Nase (I5J auslöst, worauf die Stange (PJ durch eine Feder (VJ mit ihrem Ende oder Hammer (I6J gegen eine Glocke (L1J geschnellt wird;
die Vorrichtung zum Ausschalten des Zählwerkes beim Durchgang einer berechtigten Person (des Schaffners, Beamten etc.), darin bestehend, dafs sich am Boden des Ganges zwei Platten (EE und E1E1) befinden, welche mit einem die ElektromagneteflVJ bezw.' ein Läutewerk (d dj einschliefsenden Stromkreise verbunden sind, der geschlossen wird, wenn durch die Körperbewegung des Beamten ein Draht (0 0) bezw. ein Blech (m mj mit den beiden Platten zugleich in Berührung tritt;
die Einrichtung, um die Angaben des Zählwerkes an einer entfernten Stelle sichtbar zu machen, darin bestehend, dafs der Elektromagnet (NJ bezw. eine an diesem angebrachte Platte (41) gegen Contactknöpfe (32) stöfst und so den Stromkreis des Elektromagneten 35 schliefst, welcher das Zählwerk 40 bethätigt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DE189057586D 1890-10-07 1890-10-07 Vorrichtung zum Vermerken der Anzahl von Personen, welche in Straßenbahnwagen, andere Fahrzeuge, Gebäude u. s. w. eintreten oder dieselben verlassen Expired DE57586C (de)

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