DE72779C - Elektrischer Apparat zum Zählen des Eintritts und Austritts von Personen - Google Patents
Elektrischer Apparat zum Zählen des Eintritts und Austritts von PersonenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. April 1893 ab.
Der Apparat vorliegender Erfindung verzeichnet selbstthätig und auf elektrischem Wege
die Zahl von Personen, welche in einen Raum eintreten oder aus demselben austreten. Fig. 1
der Zeichnung veranschaulicht den Apparat, welcher derart aufgestellt wird, dafs er gleichzeitig
als Ausgang und als Eingang dient, so dafs jede Person zwischen den beiden Säulen
MN hindurchgehen mufs. Der Pfeil U zeigt
die' Eintrittsöffnung; die Austrittsöffnung ist entgegengesetzt. Der Apparat besteht aus zwei
Flügeln AA1, welche eine Barriere bilden, die den Durchgang zwischen den beiden Säulen
versperrt. Die Drehkreuze besitzen seitliche Flügel BC und B1C1, welche senkrecht zu
den Flügeln A A1 stehen. Die Flügel sitzen jeder an einer senkrechten Welle. Die Welle
des rechten Flügels befindet sich in der Säule JV, diejenige des linken Flügels in der Säule M.
Jede Person, welche beim Eintreten in Richtung des Pfeiles gegen die Flügel AA1 stöfst,
dreht gleichzeitig A zur Linken und A1 zur Rechten. Die Flügel B B1 drehen sich beim
Drehen der Flügel A A1 ebenfalls um ihre senkrechten Wellen und schliefsen sich hinter
der eintretenden Person. Wenn die Person eingetreten ist, so gehen die Flügel A und A\
welche von der Person freigegeben sind, wieder in die in Fig. 1 dargestellte Lage zurück, ebenso
treten auch die Flügel B und B1 wieder zurück.
Dies findet beim Durchgang jeder einzelnen Person statt. Während des ersten Theiles der Bewegung wurde der Zähler H
elektrisch bethätigt und hat seinen Zeiger um eine Einheit weitergeschoben.
Wenn eine Person austreten will, also eine Bewegung ausführt, welche entgegengesetzt derjenigen
des Pfeiles U ist, so stöfst sie gegen die beiden Flügel A A1, welche sich nach entgegengesetzter
Richtung hin öffnen, und die Flügel C C1 schliefsen sich hinter der Person.
Es zählt dann der Zähler G den Austritt; die Flügel nehmen nach vollendetem Austritt der
Person wieder die dargestellte Lage ein.
Der Erfindungsgegenstand ist gleichzeitig mit einer Vorrichtung versehen, welche Angestellten
oder Beamten den Eintritt oder Austritt ermöglicht, ohne dafs die Zähler in Thätigkeit
treten. In diesem Falle setzt ein elektrischer Apparat ein besonderes Läutewerk in Thätigkeit.
Infolge der Einrichtung vorliegenden Erfindungsgegenstandes ist es unmöglich, dafs eine
Person eintreten oder austreten kann, ohne dafs dieselbe angezeigt wird, sei es durch die Zähler
oder durch die Glocke. Wenn aber in beabsichtigtem Betrug einer Person beim Durchgang
die besondere Glocke in Thätigkeit gesetzt wird, so wird dadurch dieser Betrug dem
Publikum angezeigt und infolge dessen von vornherein der Durchgang unmöglich gemacht.
Der Apparat ist infolge seiner AIlgemeinconstruction überall anwendbar und
überall anzuordnen. Der Apparat besteht aus zwei zur Linie x-y, Fig. 1, symmetrischen
Theilen, deshalb ist auch der Apparat anwendbar
für enge Durchgänge, z. B. für Omnibusse, Pferdebahnwagen u. dergl. Wenn dagegen
die Entfernung zwischen der Säule M und der durch x-y gezogenen senkrechten
Ebene genügend grofs ist, um eine Person
durchgehen zu lassen, so kann man den Apparat verdoppeln; es genügt dann, dem Drehkreuz
ABC genügende Länge zugeben, um Durchgang
und Schlufs zu bewirken.
In den Zeichnungen sind gleiche Theile gleich bezeichnet, und zwar beziehen sich die durch
Indices gekennzeichneten Theile auf die der ersten Hälfte analogen Theile der zweiten Hälfte
des Apparates.
Fig. ι zeigt eine äufsere Ansicht des Apparates.
Fig. 2 zeigt den Grundrifs des Mechanismus, welcher in der linken Hälfte des Kastens T,
Fig. i, untergebracht ist.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht des Apparates von der linken Seite gesehen.
Fig. 4 zeigt einen Verticalschnitt nach der Schnittlinie χΎ-χ\ Fig. 2.
Fig. 5 zeigt in Ansicht wie Fig. 3 die beiden
Flügelarme, welche in Fig. 3 weggenommen gedacht sind.
Fig. 6 zeigt im Grundrifs Zahnrad V und Blattfeder L, welche in Fig. 3 in Ansicht dargestellt
sind.
Fig. 7 zeigt im Grundrifs eine Vorrichtung, welche die rechte und linke Hälfte des Apparates
gleichzeitig bethätigt.
Fig. 8 zeigt ein Schaubild der Plattform.
Fig. 9 bis 12 zeigen die Anordnung des elektrischen Zählwerkes.
Fig. 13 zeigt die Anwendung vorliegenden
Apparates für ein Tourniquet gewöhnlicher Construction.
Die Träger EE, Fig. 3, bilden den Theil
eines Gehäuses, auf welchem die beweglichen Theile vorliegenden Apparates angebracht sind.
Die senkrechte Welle A ist diejenige, welche den Flügel A dreht, ihr unterer Zapfen dreht
sich in einem. Fufs D, Fig. 3 und 4. Die Wellen B und C tragen die entsprechenden
Flügel B und C, Fig. 1, und drehen sich mit ihren Zapfen in Fufslagern, die auf der Brücke T
angeordnet sind. F ist am Gehäuseboden befestigt. Die Drehzapfen gehen durch Scheiben
/, Fig. 8, hindurch, welche durch Dreifüfse mit dem Gestell verbunden sind. An
einer hindurchgehenden, auf dem Gestell befestigten Brücke K sind die Hebel R und S
angeordnet, deren mit Lageraugen versehene Enden sich um die senkrechten Zapfen d und e
drehen, die auf der Brücke K angeordnet sind. Diese Hebel werden durch eine Spiralfeder g
an einander geprefst, deren Enden an Augen/ und i der Hebel R und 5 angreifen. Die
Hebel selbst werden durch einen Anschlag k der Brücke K in geeigneter Entfernung von
einander gehalten. Die Welle B trägt an ihrem Köpf den Flügel B. Dieser Flügel B
ist zum Theil in Fig. 2 angegeben, jedoch abgebrochen gezeichnet, um den Arm b am unteren
Ende der Welle B besser zu verdeutlichen. In gleicher Weise trägt die Welle C Flügel C und an
ihrem unteren Theil den Arm c. Diese beiden Arme b und c, welche in Fig. 2 im Grundrifs
und in Fig. 5 in Ansicht dargestellt sind, sind flach und nach innen gekrümmt, sie sind bei 2
ausgeschnitten und besitzen Ohren 3. Das Ohr 3 des Armes b ist mit dem Hebel R
durch eine Zugstange t verbunden, welche drehbar am Hebel R an dem Ohr 3 angreift.
In gleicher Weise ist der Arm c durch eine Zugstange t mit dem Hebel 5 verbunden.
Die Welle A. trägt am Kopf den Flügel A, welcher in Fig. 2 nicht ausführlich, sondern
nur durch ihr Ende angedeutet ist, ferner an ihrem Fufs einen Arm α, an dessen Ende eine
senkrecht stehende Rolle 0 angeordnet ist, die bei normaler Lage der Flügel A von den Hebeln
R und 5 eingeschlossen ist. Die Nabe des Armes α ist verbreitert und mit abgeflachten
Seiten versehen, und gegen letztere legt sich die Blattfeder L, deren Ende bei P festgelegt
ist. Das Zahnrad V, welches auf der Wellet aufgekeilt ist, dient dazu, die eine Hälfte des
Apparates mit der anderen Hälfte zu verbinden. Die Wirkungsweise des Apparates ist
zunächst folgende:
Eine Person, welche in Richtung des Pfeiles U, Fig. 2, eintritt, stöfst gegen den Flügel A,
Fig. ι. Das äufsere Ende des Armes a am Fufse der Welle A stöfst gegen den Hebel R,
welcher mittelst der Zugstange t den Arm b und dadurch auch die Welle und den
Flügel B dreht. Dieser schliefst sich hinter der eintretenden Person. Während dieser Bewegung
gleitet die "Rolle ο gegen die innere Kante des Hebels R. Wenn dieser Hebel in
die mit Rz bezeichnete Lage gekommen ist, ist
die Rolle an der Kante r angekommen, von welcher ab der Hebel R an der Innenseite
ausgehöhlt ist. In diesem Moment kommt der Flügel A in die in Fig. 2 mit A2 bezeichnete
Lage. Der Durchgang ist noch nicht frei genug, dafs die Person, welche eingetreten war,
schon durchgehen könnte. Gleichzeitig ist der Flügel B in die Lage B"1 gekommen und hat
sich geschlossen, so dafs keine zweite Person hindurchgehen kann. Von diesem Augenblick
an rollt die Rolle 0 der ausgecurvten Innenkante des Hebels R entlang, welche Innenkante
nach einem Radius von A aus geformt ist. Während nun der Flügel A sich weiter
öffnet und dadurch die Passage freiläfst, damit die Person, welche austritt, durchgehen
kann, bleibt der Flügel B unbewegt, aber in geschlossenem Zustande. Genau in dem Augenblick,
in welchem die Rolle ο in den ausgehöhlten Theil des Hebels R eingetreten ist,
beginnt der elektrische Apparat den Zeiger des Zählwerkes um eine Einheit weiter zu rücken.
Wenn der Flügel A wieder zurücktritt, was
durch die Wirkung der Feder L erfolgt, so bleibt der Flügel B noch in Ruhe und öffnet
sich erst, wenn die Rolle ο den ausgehöhlten Theil des Hebels R verläfst; aber in diesem
Falle haben sich die Flügel A schon genügend geschlossen, um zu verhindern, dafs noch eine
Person hindurchtreten könnte. Selbst in dem Falle, dafs eine Person in den Flügel B eintritt,
bevor derselbe vollkommen in seine normale geöffnete Lage gekommen ist, kann diese
Person nicht den Durchgang erzwingen, ohne vor die Flügel A zu stofsen, und wird gegen
diese gestofsen, so beginnt eine neue Zählung.
Dieselbe Wirkung findet statt, wenn der Apparat in. umgekehrter Weise betreten wird.
Es wird dann durch den Arm α der Hebel S gedreht; dieser bewegt den Arm c und den
Flügel C dergestalt, dafs er hinter die austretende Person tritt. In diesem Falle tritt
dann der elektrische Zähler G in Wirkung.
Von dem Augenblick an, wo der Hebel R verstellt ist, wird es unmöglich, den Flügel C
fortzudrücken, denn der Arm c würde sich gegen das Ende des Hebels R legen; dagegen
könnte der Flügel B seine Bewegung ausführen, ohne gegen das Ende des Hebels S
zu stofsen, da der Arm b den Einschnitt 2 aufweist (Fig. 5).
In gleicher Weise verhindert der Arm S, wenn er verstellt ist, dafs man den Flügel B
zu schliefsen vermag. Die beiden Zahnräder
V V1 am Ende der Wellen A A1, Fig. 2, 3
und 4, sind, in Fig. 7 im Grundrifs dargestellt und in dieser Figur sämmtliche über diesen
Rändern liegende Theile zum Zwecke gröfserer Deutlichkeit fortgelassen. Die beiden Räder
V V1 setzen sich gegenseitig in Bewegung durch
Vermittelung einer Zahnstange XX, welche
durch Rollen mm1 geführt wird. Zwei Federn ρ p1 ziehen die Räder VV1 und damit die
Flügel AA1 zurück. Die Federn g gl zwischen
den Hebeln R und 5 ziehen in gleicher Weise die Flügel zurück. Die Federn pp1 ersetzen
die Blattfedern L, Fig. 3 und 4, (und
umgekehrt. Der elektrische Apparat besteht aus einer biegsamen Metallfeder 4, Fig. 9 und 11,
welche an einer isolirten Auflage angebracht ist, welch letztere wieder am Fufs der Welle A
sitzt. Diese wirkt gegen einen Stromübermittler (Fig. 9 und 10). Dieser Stromvermittler besteht
aus einer isolirten freistehenden Auflage 9, welche eine geneigte Fläche 8 und eine Klinke 5
trägt (Fig. 9, 9 \ 10 und 101); letztere dreht
sich um den seitlich vorstehenden Zapfen 6, so dafs die Feder 4 unterhalb der Klinke 5
vorbeigehen kann, ohne an die Auflage 9 anzustofsen. Auf der geneigten Fläche 8 ist eine
isolirte Metallkante angeordnet, welche in eine elektrische Leitung derart eingeschaltet ist, dafs
der Strom einer Batterie, in welche auch das Zählwerk H eingeschaltet ist, geschlossen ist,
wenn die Blattfeder 4 auf der Metallkante der geneigten Fläche 8 aufliegt. Die Brücke 7,
deren Drehzapfen horizontal in 10 angeordnet ist, wird durch das Gewicht des Ankers 12
angehoben; über letzterem liegt der Elektromagnet 11. Wenn sich die Welle A beim
Passiren einer Person dreht, so steigt die Feder 4, welche in geeigneter Höhe angebracht
ist, an der Klinke 5 in die Höhe und gleitet über dieselbe. In dem Moment, wo die
Rolle 0 an der Kante r des Hebels R anlangt (Fig. 2), fällt diese Feder 4 auf die geneigte
Fläche 8, Fig. 10, der Strom ist so geschlossen und er bethätigt das Zählwerk. Etwas später
verläfst die Feder 4 den Stromvermittler, und wenn die Welle A in ihre frühere normale
Lage zurückkommt, so ist die Feder 4 infolge Anordnung der schrägen Fläche 8 unterhalb
der Metallkante von 8 getreten, so dafs der Strom unterbrochen ist. Wenn in dem Augenblick,
wo die Feder 4 auf die Contactfläche 8 herabfällt, die eintretende Person einige Rückwärtsbewegungen
macht, so tritt die Feder 4, welche etwas zurückgedreht ist, unter die
Klinke 5 und bleibt durch dieselbe in elektrischer Verbindung mit der Metallkante 8, so
dafs diese Rückwärtsbewegung der Feder keinen neuen Stromschlufs und damit keinen schädlichen
Einflufs auf das Zählen ausübt.
Wenn ein Beamter eintritt, so wird der Elektromagnet 11 erregt, so dafs dieser den
Anker 12 anzieht und dadurch die Brücke 7 neigt. Die Feder 4 geht dann vor der Klinke 5
auf diese Brücke 7 über and fällt.dann hinter der Fläche 8 von der Brücke 7 herab, so dafs
in diesem Falle der Strom nicht geschlossen und der Zähler nicht bethätigt wird. Ein
genau gleich eingerichteter Stromvermittler ist auf der rechten Seite bei A1 angeordnet. Dieser
trägt eine Feder 41,- jedoch ist dieser Apparat
umgekehrt angeordnet und bethätigt das Zählwerk G.
Wenn eine Person austritt, so übt die Welle A keinen Einflufs aus, die Contactfeder 4 kommt
nicht in Berührung mit dem Stromvermittler, nur die Drehwelle A1 setzt das Zählwerk G
(für die austretende Person) in Thätigkeit.
Die Anordnung, um Beamte hindurchgehen zu lassen, ohne die Zählwerke H und G zu
bethätigen, ist folgende: Die Plattform (Fig. 8) ist aus Metallblech gebildet und geriffelt, um
das Ausgleiten zu verhüten. Die Plattform hat zwei Ausschnitte und zwei Metallstücke 13, 14
und 15, 16, von denen jedes in einen entsprechend
grofsen Ausschnitt pafst, und welches auf Isolirungen ruht. In Fig. 8 ist ein Theil
der Plattform ausgebrochen, um diese Stücke besser zu kennzeichnen. Das Stück 13 steht
in elektrischer Verbindung mit demjenigen 15. Von dem Stück 14, welches ebenso isolirt wie
das Nachbarstück 13 und von diesem durch
Claims (1)
- einen kleinen Zwischenraum getrennt ist, geht ein Draht ab, dessen anderes Ende nach dem Stück 15 hinführt, welches ebenfalls isolirt und durch einen kleinen Zwischenraum von dem Stück 16 getrennt ist. In diesem Stromkreis zwischen den Platten 13 und 15 liegt eine Batterie, sowie auch eine besondere Klingel, welche den Durchgang eines Beamten meldet. In demselben Stromkreis liegt ferner auch der Elektromagnet 11. Unter der Sohle des Schuhwerkes eines jeden Beamten ist ein Stück Kupferblech befestigt. Wenn nun einer von diesen eintreten will, so setzt er seinen linken Fufs auf die Platten 13 und 14, setzt seinen rechten Fufs vorwärts und stellt ihn auf die Platten 15 und 16 und stöfst dann gegen die Flügel A. Der Strom, welcher geschlossen war dadurch, dafs der Beamte seinen rechten Fufs auf die Platten 15 und 16 gesetzt hat, veranlafst durch den Elektromagneten 11, dafs die Brücke 7 geneigt wird, so dafs die Feder 4 vorbeigeht, ohne den Zähler H zu bethätigen. Wenn nun der Beamte seinen linken Fufs hebt, um vollends einzutreten, so ist der Strom unterbrochen und der Apparat wieder in der normalen Lage. Beim Austreten setzt der Beamte seinen linken Fufs auf die Platten 15 und 16, seinen rechten Fufs auf die Platten 13 und 14 und stöfst gegen die Flügel A. Es wirkt dann der an der Drehwelle A1 angeordnete Stromvermittler in der eben beschriebenen Weise.Um nun für diese doppelte Wirkung, also für Eintritt und Austritt des Beamten nur eine einzige Batterie zu benöthigen, setzt man in denselben Stromkreis den Elektromagneten 11 des Stromvermittlers,, der zur Welle A gehört, und den Elektromagneten 11!, welcher der Welle Αλ angehört, in solcher Weise, dafs die beiden Brücken 7 und 71 sich senken, und zwar die eine mit Wirkung auf die Feder 4 (oder 41), die andere ohne Wirkung, und ohne dafs die eine die andere in der Wirkung stört.Es wurde bereits gesagt, dafs bei genügend grofsen Flügeln man nur die Hälfte des Apparates benöthigt. In diesem Falle werden die Stromvermittler nicht verändert, nur ist es nöthig, auf den Drehpunkt des Flügels A, welcher dann nur allein vorhanden ist, zwei Contactfedern 4 und 41, Fig. 12, anzuordnen, und zwar die eine über der anderen und in entsprechenden Höhen und in umgekehrter Lage zu einander, wie Fig. 12 zeigt, zwei Stromvermittler anzuordnen, und zwar in folgender! Weise: Die Feder 4 stöfst gegen den Stromvermittler, wenn man den Flügel A zum Eintritt dreht; stöfs man dagegen den Flügel A in umgekehrter Richtung zum Zwecke des Austrittes, so stöfst nur die Feder 41 gegen ihren Stromvermittler. Solche Stromvermittler sind auch anwendbar für gewöhnliche Tourniquets mit vier Flügeln. In diesem Falle ordnet man über der gemeinschaftlichen Drehwelle A zwei kleine isolirte Muffen 17 und 18 an, deren jede senkrecht zu einander stehend vier Contactfedern 4, 41 trägt. Die Stromleitung -\ ist in stetiger Verbindung mitsämmtlichen Federn, und. zwar durch die Bürsten 19 und 20, die sich gegen die Muffen 17 und 18 legen. Die Federn 4 bethätigen abwechselnd den Stromvermittler, welcher vorwärts liegt, bei jedem Eintritt im Sinne des Pfeiles U, sie gehen bei jedem Austritt unter dem Stromvermittler vorbei. In gleicher Weise wirken die Federn 41 des Ringes 18 auf ihren Vermittler bei jedem Austritt, also Bewegung in Richtung des Pfeiles U1, und gehen unter diesem hinweg beim Eintritt. Die Stromver-, mittler können vor den Drehzapfen an irgend einem geeigneten Ort je nach dem Zwecke, dem der Apparat dient, angeordnet werden. In dem durch Fig. 1 bis 3 angegebenen Falle können sie unterhalb der Plattform angeordnet werden, und zwar in dem freien Raum, welcher über den Hebeln R und S vorhanden ist. Die Zähler G und H sind solche Apparate, welche unter der Wirkung eines Elektromagneten den Zeiger um eine Einheit weiter rücken.Patenτ-Ansprüche:ι . Apparat zum Zählen des Eintrittes und Austrittes von Personen, bestehend aus:a) zwei Flügelkreuzen mit je drei Flügeln A A1 BB1C C1, von denen B C senkrecht zu A A1 stehen, und von denen die Flügel B B1 sich hinter der eintretenden Person schliefsen, wenn diese die Flügel A A1 dreht, sowie die Flügel C C1 sich hinter der austretenden, die Flügel A A1 drehenden Person schliefsen;b) den Hebelmechanismen RSR1 S1, welche von einem Arm aa1 der Drehwelle der Flügel AA1 bethätigt werden und mit Armen b c b1 c1 dergestalt verbunden sind, dafs diese die Flügel BCB1C1 drehen, wobei die Innenkante der Hebel R S R1 S1 nach einem Radius von der Länge der Arme a a1 ausgehöhlt ist;c) den Stromvermittlern, bestehend aus den geneigten Contactflächen 8,8', auf welchen die Klinken 5,5' aufliegen und zunächst die Blattfedern 4, 41 beim Oeffnen der Flügel A A1 aufwärts führen, sodann diese fallen lassen, beim Rücktritt der Blattfedern 4, 41 (also Zurückdrehen der Wellen AA1) dagegen die Blattfedern 4, 41 unter die geneigten Flächen 8,8' treten lassen;d) den elektrischen Zählapparaten G und-ff, welche mit dem Stromvermittler unter c) verbunden sind.Bei dem unter ι. gekennzeichneten Apparat die Verbindung der Wellen A A1 durch Zahnräder V V1 und Zahnstange X zur gleichzeitigen Bethätigung beider symmetrischen Hälften des Apparates.
Bei dem unter i. gekennzeichneten Apparat die Anordnung des Elektromagneten 11 in Verbindung mit dem an der Brücke 7 befestigten Anker 12 und der Klinke 5, sowie in Verbindung mit den in die Plattform eingelassenen und elektrisch mit einander verbundenen Metallplatten 15, 16 und einer Batterie mit Läute- oder Lärmwerk zur Ermöglichung des Ein- oder Austrittes von Beamten in solcher Weise, dafs das Zählwerk unbethätigt bleibt, dagegen ein Lärmsignal ertönt.4. Der unter 1. gekennzeichnete Apparat zum Zählen des Ein- und Austrittes von Personen in der Abänderung, dafs eine einzige Welle A mit vier Armen vorhanden ist, auf welcher zwei Büchsen 17 und 18 mit je vier Blattfedern 41 sitzen, welche in der unter 1. gekennzeichneten Weise auf den Stromvermittler einwirken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE72779T | 1893-04-20 |
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| DE72779C true DE72779C (de) | 1894-01-04 |
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|---|---|---|---|
| DE189372779D Expired DE72779C (de) | 1893-04-20 | 1893-04-20 | Elektrischer Apparat zum Zählen des Eintritts und Austritts von Personen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72779C (de) |
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1893
- 1893-04-20 DE DE189372779D patent/DE72779C/de not_active Expired
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