DE571002C - Stromstossgeber fuer insbesondere Feuermeldezwecken dienende Meldeanlagen mit mehreren Meldern in einer Schleife - Google Patents

Stromstossgeber fuer insbesondere Feuermeldezwecken dienende Meldeanlagen mit mehreren Meldern in einer Schleife

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DE571002C
DE571002C DE1930571002D DE571002DD DE571002C DE 571002 C DE571002 C DE 571002C DE 1930571002 D DE1930571002 D DE 1930571002D DE 571002D D DE571002D D DE 571002DD DE 571002 C DE571002 C DE 571002C
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Paul Mansel
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Siemens Corp
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    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
    • G08B25/12Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure

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Description

AUSGEGEBEN AM
22. FEBRUAR 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 571002 KLASSE 74 c GRUPPE 18 oi
74c S93.
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Oktober 1930 ab
Die Erfindung betrifft einen Stromstoßgeber für Meldeanlagen mit mehreren Meldern in einer Schleife, wobei die Impulsscheibe des Stromstoßgebers durch Verstellen entgegen der Ablaufdrehrichtung verhindert wird, die den ausgelösten Melder kennzeichnenden Stromschließungen oder -Öffnungen auszuführen, wenn die Auslösung des Melders bei nicht übertragungsbereiter Schleife erfolgt. Bei den bekannten Stromstoßgebern dieser Art sind die das Verstellen der Typenscheibe veranlassenden Steuermittel ortsfest gelagert. Dadurch ergibt sich entweder eine umständliche Bauart des Gebers oder bei einfacher Bauweise die Unmöglichkeit, allen zur Zeit mit Recht an Meldeanlagen zu stellenden Forderungen hinsichtlich der Wirkungsweise und der Betriebssicherheit nachzukommen.
Ernndungsgemäß wird dieser Nachteil vermieden und bei einfachster baulicher Ausführung ein den berechtigten Forderungen hinsichtlich Betriebssicherheit und Wirkungsweise genügender Stromstoßgeber dadurch geschaffen, daß als Träger der das Verstellen der Typenscheibe veranlassenden Steuermittel die Typenscheibe selbst oder ein mit ihr in Antriebsverbindung stehender anderer Laufwerksteil dient.
Als Ausführungsbeispiel ist in Fig. 1 unter Weglassung aller den Erfindungsgedanken selbst nicht berührender Einzelheiten eine Feuermeldeanlage mit sechs Meldern in einer gemeinsamen Schleife dargestellt, während in Fig. 2 im wesentlichen eine abgeänderte Ausführungsform der auf der Typenscheibe exzentrisch gelagerten Steuermittel gezeigt ist.
Von den Meldern M1 bis M6 wird in der Fig. 1 links der Melder M3 in Einzelheiten gezeigt, während die übrigen in der gleichen Weise ausgebildeten Stromstoßgeber nur durch Kreise angedeutet sind. Die allen Meldern gemeinsame Schleife s erhält den Ruhestrom aus der in einer Zentralstelle angeordneten Batterie B, deren Mittelabgriff durch einen Kontakt k entweder selbsttätig oder von Hand an Erde gelegt werden kann, so daß außer der Übertragungsmöglichkeit nur über der Ringleitung s noch zwei weitere Möglichkeiten zum Übermitteln von Signalen "in Form von Stromstoßreihen über je eine Ader und Erde bestehen. Zur Aufnahme bzw. Weitergabe der Stromstoßreihen sind ebenfalls in der Zentralstelle zwei Empfangsrelais .Y, Y vorgesehen, die in bekannter Weise die Meldungen über weitere Relais oder andere Schaltwerke den Empfangseinrichtungen — meist Lampentableaus oder Lochern — übermitteln.
Jeder der in der Schleife angeordneten Melder besitzt, wie bei M3 dargestellt, eine Antriebs-
'") Von de n ι Patent sucher ist als der Erfinder angegeben, worden:
Paul Mause! in Berlin-Siemcnsstadt.
welle ι, die in bekannter Weise von einem Arbeitsspeicher, beispielsweise einem Federgehäuse, angetrieben werden kann und mit welcher starr die Mitnehmerscheibe 2 und ein zur besseren Darstellung der übrigen Stromstoßgeberteile weggebrochen dargestelltes Antriebszahnrad 3 verbunden sind. Das Antriebszahnrad greift in ein weiteres Zahnrad 4 ein, das zusammen mit dem Sperrad 5 fest auf der Welle 6 angeordnet ist. Das ebenfalls mit Zähnen versehene Sperrad 5 besitzt mehrere Sperrstifte 5°, die sich unter dem Einfluß des an der Welle 1 angreifenden Arbeitsspeichers gegen einen Kontakthebel 7 legen können. In die Zähne des Sperrades 5 greift ein weiteres Zahnrad 8 ein, dessen Welle 9 außerdem noch den Windfang 10 trägt. In bekannter Weise begrenzt dieser als Bremse wirkende Windfang die Drehzahl der Triebwerksteile 1 bis 6, 8 bis 9 bzw. der mit ihnen in Antriebsverbindung stehenden weiteren Wellen und Schaltscheiben nach oben.
Diese weiteren, ebenfalls von der Welle 1 bzw. dem an ihr angreifenden Federgehäuse »5 angetriebenen Laufwerksteile stellen im wesentlichen vier miteinander starr verbundene Scheiben dar, welche drehbar auf der Welle 1 gelagert sind. Von diesen vier Scheiben ist 11 die in bekannter Weise ausgebildete Impulsscheibe, deren Zahnlücken na bzw. Zähne nö den Ruhekontakt 12 derart steuern, daß dieser eine den gezogenen Melder kennzeichnende Anzahl von Stromunterbrechungen in der Schleife s hervorruft. Die erste Zahnlücke ii° dient in ebenfalls bekannter Weise dazu, durch eine längere Unterbrechung des Schleifenruhestromes die der eigentlichen Meldungsübermittlung während des sogenannten Vorlaufs vorangehenden Schaltvorgänge in der Zentralstelle auszulösen. Die zweite Scheibe ist die im folgenden kurz Erdscheibe 13 genannte, die noch während des Vorlaufs den Erdkontakt 14 schließt, wodurch Erdpotential an beide Adern der Ringleitung s angelegt wird. Die Anschaltung an Erde bleibt dann bis kurz vor Beendigung eines Scheibenumlaufes aufrechterhalten.
Als dritte Scheibe ist eine Steuerscheibe 15 vorgesehen, die durch eine Nase 15" und eine Lücke I5& einen Zwischenhebel 16 beeinflußt.
Endlich ist als vierte Scheibe die abgebrochen dargestellte Rastenscheibe 17 vorgesehen, welche an ihrem Außenumfang 2 Aussparungen τ.ηα, \γ aufweist, in die eine an einem Kniehebel 18 befestigte Rolle 18* sich unter dem Einfluß einer Feder i8a legt. Infolge des durch die Feder i8a hervorgerufenen Drehmomentes im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers sucht die Rolle iS6 die Rastenscheibe 17 in einer bestimmten Stellung festzuhalten bzw. in diese zurückzubewegen, solange sie den Rücken der betreffenden Zahnlücke nocht nicht verlassen hat.
Alle vier zuletzt erwähnten Scheiben, die Impulsscheibe 11, die Erdscheibe 13, die Steuerscheibe 15 und die Rastenscheibe 17,' sind, wie bereits erwähnt, starr miteinander verbunden und gemeinsam auf der Antriebswelle 1 drehbar gelagert. Seinen Antrieb erhält dieser Scheibensatz durch die nach Art eines Echappements wirkenden beiden Mitnehmerklinken 19, 20, deren gemeinsame Achse 21 mit einer der vier Scheiben im Ausführungsbeispiel der Typenscheibe 11 starr verbunden ist. Mit dieser Typenscheibe ist die Mitnehmerklinke 19 noch durch eine Zugfeder ig" verbunden, während die zweite Mitnehmerklinke 20 mit der ersten Klinke ebenfalls durch eine Zugfeder 20a in Verbindung steht, durch welche die Klinke 20 gegen einen an der Mitnehmerklinke 19 befestigten Stift 19* gezogen wird. Die Klinke 19 trägt außerdem noch rechts einen Steuerarm 19", während am linken Umfang zwei Zahnlücken ~i(f, xcf für eine Schaltklinke 22a vorgesehen sind, die am oberen Hebelarm des Ankers 22 angeordnet ist. Dieser Anker wird um eine Achse 226 entgegen der Spannung einer Feder 22c im Uhrzeigersinn gedreht, wenn der in der Schleife angeordnete Elektromagnet 23 mit den Wicklungen 23", 23* oder wenigstens eine von ihnen unter Strom kommt.
Ähnlich der Mitnehmerklinke 19 besitzt auch die Klinke 20 einen Steuerarm 20^, der ebenso wie der Steuerarm 19" der ersten Klinke von einer ortsfesten Scheibe 24 mit der Aussparung 24° und der Nase 24^ gesteuert wird.
Gegen den oberen Hebelarm des Ankers 22 legt sich ein Hilfshebel 25, der unter dein Einfluß der Zugfeder 25° eine Drehung im Uhrzeigersinn um seine Achse 25* ausführt, wenn der Anker 22 vom Elektromagnet 23 betätigt wird. Die Drehbewegung des Hilfshebels 25 kann auf den Zwischenhebel 16 übertragen werden, der dann eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn um seine Achse i6a entgegen der Spannung. der Feder iö6 ausführt. Als Steuerungsmittel besitzt dieser Zwischenhebel 16 einen am linken Hebelende angeordneten Stift i6e, einen dreiecksförmigen Ausschnitt i6d und endlich zwischen beiden eine Nase i6", die in den Bereich der am Zahnrad 5 angebrachten Stifte 5® gelangen kann.
Die dreieckige Aussparung i6Ä ist zur Aufnahme des am Auslösehebel 7 angeordneten Stifts 7ß bestimmt, wenn dieser von Hand durch den Kettenzug yb oder unter dem Einfluß des Elektromagneten 7° eine Bewegung im Uhrzeigersinn um seine Achse jd ausführt. Durch diese Bewegung wird durch eine am oberen Ende des oberen Hebelarmes angeordnete, zweckmäßig aus Isoliermaterial hergestellte Nase 7" ein Ruhekontakt 7/ geöffnet, der
im Ruhezustand des Stromstoßgebers M3 die beiden Wicklungen 23°, 23s des Elektromagneten 23 kurzschließt.
Die Wirkungsweise des vorbeschriebenen Stromstoßgebers wird zunächst für den Betriebsfall erläutert, daß in der Schleife s nur der Melder M3 ausgelöst wird und seinen Ablauf beendet, bevor ein weiterer Melder M1, M2, M, bis M6 betätigt wird. In bekannter Weise wird der Melder M3 entweder von Hand durch Betätigen des Kettenzuges γ oder selbsttätig durch Erregen des Magneten yc ausgelöst. Unter dem Einfluß des Kettenzuges yb oder des Elektromagneten γ" führt der Auslösehebel 7 entgegen der Spannung der Feder eine Bewegung im Uhrzeigersinn um seine Achse ya aus. Dadurch wird der am oberen Hebelarm des Auslösehebels 7 befestigte Stift Ja derart bewegt, daß er in den dreiecksförmigen Ausschnitt i6d des Zwischenhebels 16 einfallen kann.
Der Zwischenhebel führt unter dem Einfluß der Feder i66 eine Drehung ebenfalls im Uhrzeigersinn um seine Achse i6a so lange aus, bis der am linken Hebelende angeordnete Stift i6c sich gegen den Außenumfang der Steuerscheibe 15 legt. Durch diese Bewegung des Hebels ist die Nase i6c jedoch noch nicht genügend weit nach oben bewegt worden, daß sie in den Bereich der am Zahnrad 5 befestigten Stifte 5a gelangt ist.
Dieses Zahnrad ist durch die Bewegung des Auslösehebels 7 freigegeben worden, so daß das an der Antriebswelle 1 angreifende Federgehäuse über das abgebrochen dargestellte Zahnrad 3 das Zahnradpaar 4, 5 und damit den Windfang 8 bis 10 mit einer konstanten Drehzahl antreiben kann. An dieser Drehbewegung nimmt auch das fest mit der Antriebswelle 1 verbundene Mitnehmerrad 2 im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers teil.
Außerdem ist durch die Bewegung des Auslösehebels 7 über dessen am oberen Hebelrad angeordneter, aus Isoliermaterial gefertigter Nase 7" der Ruhekontakt 7/ aufgetrennt und damit der Kurzschluß für die Wicklungen 23®, 23& des Elektromagneten 23 aufgehoben worden. Der aus der Batterie B der Zentralstelle hervorgerufene Ruhestrom in der Schleife s erregt infolgedessen diesen Elektromagnet, dessen Anker 22 eine Bewegung im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers ausführt. Durch diese Ankerbewegung wird das bisher durch die Klinke 22a festgehaltene Echappement mit den beiden Mitnehmerklinken 19, 20 freigegeben, das unter dem Einfluß der Feder io,a eine Bewegung im Uhrzeigersinn ausführt. Dieser Bewegung muß die zweite Mitnehmerklinke 20 folgen, da der an der ersten Klinke 19 befestigte Stift 19s sich gegen den oberen Hebelarm der zweiten Klinke 20 legt. Diese Klinke verläßt daher das Mitnehmerrad 2, so daß während einer kurzen Zeit die Antriebsverbindung zwischen Mitnehmerrad 2 und Echappement 19, 20 bzw. Scheibensatz 11, 13, 15, 17 aufgehoben wird. "
Kurze Zeit später kommt die erste Mitnehmerklinke 19 in den Bereich des Mitnehmerrades 2, so daß die vorerwähnte Antriebsverbindung, diesmal jedoch über die Mitnehmerklinke 19, wiederhergestellt ist.
Der Scheibensatz 11,13,15,17 wird nun durch das an der Antriebswelle 1 angreifende Federgehäuse stetig in Pfeilrichtung, d. h. im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers gedreht, da das aus den Teilen 3 bis 6, 8 bis 10 bestehende Laufwerk freigegeben worden ist. Nach Zurücklegen eines bestimmten Drehwinkels schließt die Erdscheibe 13 den Erdkontakt 14, so daß dieser Erdpotential über den Impulskontakt 12 an die mittleren Wicklungsenden der Wicklungen 23a, 23& legt. Dadurch wird es ermöglicht, daß die nun folgende Impulsgabe nur über eine Schleifenader und Erde ungestört erfolgen kann, wenn während der Meldungsabgabe noch ein zweiter Melder gezogen wird.
Nach Zurücklegen eines weiteren Drehwinkels wird durch die Impulsscheibe 11 der Impulskontakt 12 erstmalig unterbrochen, so daß im angenommenen Betriebsfall der Ruhestrom in der Schleife s gänzlich verschwindet. Dadurch werden in der Zentralstelle die Impulsrelais X, Y stromlos, die in bekannter Weise die der eigentlichen Meldungsabgabe vorangehenden Schaltvorgänge auslösen. Das Stromloswerden des Elektromagneten 23 und die dadurch erfolgte Betätigung des Ankers 22 sind wirkungslos, da durch die Drehung des Scheibensatzes 11, 13, 15, 17 das exzentrisch und starr mit'ihnen verbundene Echappement mit den Mitnehmerklinken 19, 20 sich bereits so weit bewegt hat, daß die am oberen Hebelarm des Ankers 22 befestigte Schaltklinke 22a nicht mehr auf die Mitnehmerklinke 19 einwirken kann.
Durch die an der Impulsscheibe 11 angeordneten Zähne ii6 wird jetzt mehrfach — im Ausführungsbeispiel dreimal — der Impulskontakt 12 geschlossen, so daß zweimal kurzzeitig und dann für dauernd der Ruhestrom in der Schleife s hergestellt wird. -Die Impulsrelais X, Y sprechen infolgedessen zweimal kurzzeitig und dann dauernd an, wodurch in der Zentralstelle in wiederum bekannter Weise Schaltvorgänge ausgelöst werden, durch die der gezogene Melder M3 entweder durch Lampentableaus oder durch Locher kenntlich gemacht wird.
Kurz vor Beendigung einer Umdrehung des Scheibensatzes 11, 13, 15, 17 wird durch die Nase I5a der Steuerscheibe 15 der Stift i6c nach unten bewegt, so daß der Zwischenhebel 16 eine Drehung um seine Achse i6a entgegen der Spannung der Feder 16s im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers ausführt.
Durch diese Bewegung des Zwischenhebels wird der bisher sich im dreiecksförmigen Ausschnitt ita befindende Stift ya des Auslösehebels 7 freigegeben, der unter dem Einfluß seiner Feder y* eine Drehbewegung im Sinne des Uhrzeigers ausführt. Der obere Hebelarm des Auslösehebels kommt dadurch in den Bereich der Stifte 5" des Zahnrades 5, so daß dieses und damit die Laufwerksteile 1 bis 4, 8 bis 10 gesperrt werden.
Ebenfalls kurz vor Beendigung des Umlaufes des Scheibensatzes 11, 13, 15, 17 wird durch die Nase 24lj der ortsfesten Scheibe 24 der Steuerarm igc der Mitnehmerklinke 19 gezwungen, sich radial nach außen zu bewegen, so daß die Mitnehmerklinke 19 eine Bewegung im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers ausführen muß. Das aus den beiden Klinken 19, 20 bestehende Echappement gibt infolgedessen wiederum für eine kurze Zeit das Mitnehmerrad 2 frei, so daß die Antriebsverbindung zwischen diesem Rad und dem Scheibensatz 11, 13, 15, 17 aufgehoben wird.
Während dieser Zeit wird durch die am Hebel 18 befestigte Rolle i8& die Rastenscheibe 17 und damit der gesamte Scheibensatz 11, 13, 15, 17 in die in der Figur dargestellte Ausgangsstellung vorwärts bewegt.
Da durch das Zurückbewegen des Auslösehebeis 7 auch der Ruhekontakt 7/ wieder geschlossen und damit die Wicklungen 23", 23* des Elektromagneten 23 kurzgeschlossen sind, gibt dieser Magnet seinen Anker 22 frei, der sich unter dem Einfluß seiner Feder 22C gegen den ortsfesten Anschlag 220 legt. Sämtliche Schaltmittel nehmen daher die in der Figur gezeigte Ausgangsschaltstellung ein.
Nunmehr wird die Wirkungsweise des Stromstoßgebers für den Betriebsfall erläutert, daß zwischen dem Melder M3 und der Zentralstelle in jeder Schleifenader mindestens ein Stromstoßgeber, beispielsweise M2, Mi gezogen ist. Die Auslösung des Stromstoßgebers M3 erfolgt wiederum entweder durch Ziehen des Kettenzuges yb oder Erregen des Auslösemagneten ye, wodurch der Auslösehebel 7 im Uhrzeigersinn gedreht wird. Wiederum fällt der Zwischenhebel 16 unter dem Einfluß seiner Feder i66 ein, da der Stift ya des Auslösehebels in die dreiecksförmige Aussparung i6e des Zwischenhebels gelangen kann. Der am linken Hebelende befestigte Stift i6c legt 'sich wieder gegen den Außenumfang der Steuerscheibe 15. Durch die Bewegung des Auslösehebels 7 ist das Laufwerk mit den Antriebsstellen 1 bis 6, 8 bis 10 freigegeben, so daß das Mitnehmerrad 2 unter dem Einfluß der an der Antriebswelle 1 wirkenden Feder eine gleichmäßige Drehbewegung ausführt.
Im Gegensatz zu dem vorerwähnten Betriebsfall ist jedoch die durch den Auslösehebel eben falls wieder hervorgerufene Öffnung des Ruhekontaktes yf für den Elektromagneten 23 unwirksam, da durch die beiden zuvor ausgelösten Melder M2, M4 Erde an jede der beiden Schleifenadern gelegt worden ist. Der sich dahinter befindende Stromstoßgeber M3 ist daher bis zur Beendigung der Meldung eines der Melder M2, M1 über die beiden Erdleitungen kurzgeschlossen. Der vom Elektromagneten gesteuerte Anker 22 verbleibt daher in der in der Figur gezeigten Lage, ohne daß das Echappement mit den beiden Mitnehmerklinken 19, 20 freigegeben wird. Auch der sich gegen den oberen Hebelarm des Ankers 22 legende Zwischenhebel 25 verbleibt in der Stellung, die in der Figur gezeigt wird und in welcher er den gegen den Außenumfang der Steuerscheibe 15 bewegten Zwischenhebel 16 nicht berührt.
Der Antrieb des Scheibensatzes 11, 13, 15, 17 erfolgt daher durch das Mitnehmerrad 2 statt über die Mitnehmerklinke 19 über die untere Klinke 20, und zwar so lange, bis die Aussparung 156 in den Bereich des Stiftes i6c des Zwischenhebels 16 gelangt. Dieser Zwischenhebel führt dann, da er im Gegensatz zum vorhergehenden Betriebsfall nicht durch den Hilfshebel 25 abgestützt ist, eine weitere Bewegung im Uhrzeigersinn aus, durch welche seine Nase i6c in den Bereich der Stifte 5a am Zahnrad 5 gelangt. Dieses Zahnrad wird daher trotz des umgelegten Auslösehebels 7 gesperrt und damit das Laufwerk mit den Antriebsteilen ι bis 6, 8 bis 10 stillgesetzt.
Durch die zuvor erwähnte Drehbewegung des Scheibensatzes 11, 13, 15, 17 hat die am Hebel 18 angeordnete Rolle 186 die Aussparung iya der Rastenscheibe 17 verlassen und ist in den Bereich der zweitep, ebenfalls an der Rastenscheibe angebrachten Aussparung 17" gelangt. Unter dem Einfluß der am Hebel 18 angreifenden Feder i8a bewegt daher die Rolle ΐδ6 die Rastenscheibe 17 noch um einen geringen Winkelbetrag im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers, d. h. in der Ablaufdrehrichtung weiter, so daß der Steuerarm 206 auf den der Aussparung 24" folgenden Teil der ortsfesten Scheibe 24 aufläuft, der einen größeren Halbmesser besitzt und daher den Steuerarm 20'' bzw. die Mitnehmerklinke 20 zwingt, eine Bewegung im Uhrzeigersinn auszuführen.
Kurz vor dem Stillsetzen des Scheibensatzes 11, 13, 15, 17 hat die Erdscheibe 13 den Erdkontakt 14 freigegeben, so daß in der nun erreichten Sperrstellung der Stromstoßgeber M3 zwar nicht seine Meldung abgeben kann, jedoch sich in Vorbereitungsstellung befindet, aus der heraus sofort die Freigabe des Stromstoßgebers erfolgen kann, wenn einer der zuvor ausgelösten Melder seine Meldung beendet hat und dann das näher an der Zentralstelle angelegte Erd-
potential von wenigstens einer der Schleifenadern abtrennt.
Über eine der Wicklungen 23°, 23* wird dann der Elektromagnet 23 erregt; der seinen Anker 22 entgegen der Spannung der Feder 22" im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers dreht. Der obere Hebelarm dieses Ankers gibt durch diese Bewegung den Hilfshebel 2,5 frei, der unter dem Einfluß seiner Feder 25a sich im Uhrzeigersinn dreht und dadurch den Zwischenhebel 16 so weit entgegen der Spannung seiner Feder ibh zurückbewegt, daß zwar der Stift i6c die Aussparung I56 der Steuerscheibe 15 verläßt und die Nase i6e aus den Bereich der Stifte 5a des Zahnrades 5 gebracht wird, daß jedoch der am Auslösehebel befestigte Stift ya nicht die dreieckige Aussparung i6d des Zwischenhebels verlassen kann. Das Zahnrad 5 und damit das aus den Antriebsteilen 1 bis 6, 8 bis 10 bestehende Laufwerk wird daher freigegeben, dessen Mitnehmerrad 2 über die im Augenblick sich in Eingriff befindende obere Mitnehmerklinke 19 den Scheibensatz 11, 13, 15, 17 in bereits beschriebener Weise um nahezu eine Umdrehung bewegt. Das Stillsetzen des Stromstoßgebers erfolgt in der bereits erwähnten Weise.
Endlich soll die Wirkungsweise des Stromstoßgebers für den dritten Betriebsfall erläutert werden, daß der Melder M3 ausgelöst wird, wenn zuvor Stromstoßgeber M4, M- oder M1, M6 gezogen wird, während die übrigen M1, M2 in ihrer Ruhestellung verbleiben.
Durch Umlegen des Auslösehebels 7 wird wiederum das Zahnrad 5 und damit das Melderlaufwerk freigegeben sowie der Ruhekontakt 7/ geöffnet. Auch der Zwischenhebel 16 wird durch den Stift ya freigegeben, so daß er sich unter dem Einfluß seiner Feder iö6 mit seinem Stift i6c gegen den Umfang der Steuerscheibe 15 legt.
Da bereits mindestens ein Melder zuvor gezogen worden ist, kann die Stromstoßübertragung nur über eine, nämlich die untere Ader der Schleife s der Zentralstelle und damit dem Λ'-Relais übermittelt werden. Von den beiden Wicklungen 23* und 23s des Magneten 23 erhält daher auch nur die obere Wicklung 23^ die Übertragungsstromstöße. Zunächst rühren diese Stromschließungen und -öffnungen jedoch von dem Melder M4 her, der bereits mit der Abgabe seiner Stromstoßreihe begonnen hat. Während daher im ersten Betriebsfall der Elektromagnet dauernd erregt, im zweiten Betriebsfall er dauernd aberregt war, wird er in dem nunmehr zu behandelnden Betriebsfall in Abhängigkeit von dem zuvor ausgelösten Melder mehrfach kurzzeitig erregt und aberregt. Sein Anker 22 führt daher hin und her gehende Bewegungen aus, so daß unter dem
6c Einfluß seiner Schaltklinke 22a das aus den Mitnehmerklinken 19,20 gebildete Echappement dauernd seine Schaltstellung ändert, wobei die nachgiebige Verbindung der beiden Klinken 19, 20 miteinander ihr Einfallen in die Zähne des Mitnehmerrades erleichtert. Wie bereits erwähnt, wird bei jeder Bewegung dieses Echappements aus einer Schaltstellung in die zweite kurzzeitig die Antriebsverbindung zwischen Mitnehmerrad 2 und Scheibensatz 11, 13, 15, 17 aufgehoben — wobei sich auch hier die nachgiebige Verbindung der beiden Mitnehmerklinken 19, 20 vorteilhaft auswirkt —, so daß unter dem Einfluß der federbelasteten Rolle ΐ8δ jedesmal die Rastenscheibe 17 und damit der gesamte Satz mit den vier Scheiben n, 13,15,17 in seine Ausgangsstellung zurückbewegt werden kann. Durch den ständigen Stromwechsel in der unteren Schleifenader, der von dem Melder M4 hervorgerufen wird, wird daher der später ausgelöste Stromstoßgeber Af3 verhindert, in die Stellung zu gelangen, in der er Erdpotential an die untere Schleifenader legt, da sonst die vom Melder M4 ausgehende Stromstoßreihe gestört werden würde. Erst wenn nach der Durchgabe der vom Melder M4 ausgehenden Stromstoßreihe der Ruhestrom in der unteren Schleifenader s genügend lange bestehen bleibt, kann die Mitnehmerscheibe 2 über die obere Mitnehmerklinke 19 den Scheibensatz 11, 13, 15, 17 über den Vorlauf hinaus so weit bewegen, daß die dann von der einen Impulsscheibe ausgehenden Stromunterbrechungen ein Zurückbewegen des Scheibensatzes in die Ausgangsstellung nicht mehr hervorrufen kann.
Der weitere Ablauf des Melders sowie die Schaltvorgänge bei Beendigung der Meldung erfolgen in der bereits beschriebenen Weise.
Die Anordnung nach Fig. 2 ist gegenüber der in Fig. ι gezeigten dahin abgeändert, daß das Echappement, das in Fig. 1 als zwei baulich voneinander getrennte Mitnehmerklinken ausgebildet ist, hier eine starre Ausführung besitzt. Durch diese Abänderung wird zwar der der Anordnung nach Fig. 1 anhaftende Vorteil im wesentlichen des sicheren und wenig Verschleiß erfordernden Eingreifens der Mitnehmerklinken 19, 20 in das Mitnehmerrad 2 aufgegeben, anderseits offensichtlich eine erhebliche Vereinfachung des gesamten Echappements erreicht. Auch der Anker 22 des Elektromagnten 23 kann eine gegenüber Fig. 1 erheblich vereinfachte Form erhalten, da durch die besondere Ausbildung des Echappements 19, 20 die Schaltklinke 22° (Fig. 1) durch einen in Fig. 2 die gleiche Bezeichnung tragenden Stift ersetzt werden kann. Die beiden Mitnehmernasen des Echappements 19, 20 sind wiederum so angeordnet, daß bei der Bewegung der Mitnehmerklinken aus der einen in die entgegengesetzte Schaltlage während eines kurzen Zeitbetrages die Antriebsverbindung zwischen Echappements 19, 20 und Mitnehmerrad 2 aufgehoben
wird. Alle übrigen Teile besitzen die bereits in Fig. ι gewählte Bezeichnung, wobei auch ihre Wirkungsweise bereits erwähnt ist.

Claims (11)

  1. Patentansprüche:
    i. Stromstoßgeber für insbesondere Feuermeldezwecken dienende Meldeanlagen mit mehreren Meldern in einer Schleife, dessen Impulsscheibe über eine Kupplungseinrich-ο tung von einer Antriebseinrichtung vorwärts bewegt und bei nicht übertragungsbereitem Zustand der Melderschleife entkoppelt und dann in die Ausgangsstellung zurückbewegt wird, wodurch die Aussendung der den ausgelösten Melder kennzeichnenden Stromschließungen oder -Unterbrechungen verhindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Träger der Kupplungseinrichtung (ig, 20) die Impulsscheibe (11) oder ein mit ihr in ständiger Antriebsverbindung stehender anderer Laufwerksteil (z. B. 13, 15, 17) dient.
  2. 2. Stromstoßgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungseinrichtung (19, 20) exzentrisch auf der Impulsscheibe (11) oder einem mit ihr in. ständiger Antriebsverbindung stehenden anderen Laufwerksteil (13, 15, 17) gelagert ist.
  3. 3. Stromstoßgeber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kupplungseinrichtung zwei Mitnehmerklinken (19, 20) vorgesehen sind, die nach Art eines Echappements wirken und in der Ruhestellung und während des Vorlaufes der Impulsscheibe (11) durch einen in der Melderschleife (s) angeordneten Elektromagneten (23) gesteuert werden.
  4. 4. Stromstoßgeber nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmernasen der echappementartig ausgebildeten Mitnehmerklinken (19, 20) derart angeordnet sind, daß beim Bewegen der Mitnehmerklinken aus der einen in die andere Schaltstellung kurzzeitig die Antriebsverbindung beider Klinken mit dem Mitnehmerrad (2) aufgehoben ist.
  5. 5. Stromstoßgeber nach Anspruch 3 und 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Mitnehmerklinken (19, 20) auf einer gemeinsamen Achse (21) gelagert ■ und derart (Fig. 1) miteinander gekuppelt sind, daß die Bewegungsübertragung der einen Klinke (19) auf die andere (20) in der einen Drehrichtung starr (19*), in der entgegengesetzten jedoch nachgiebig (20") erfolgt.
  6. 6. Stromstoßgeber nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Mitnehmerklinken (19, 20) auf einer gemeinsamen Achse (21) gelagert und starr (Fig. 2) miteinander gekuppelt sind.
  7. 7. Stromstoßgeber nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der beiden Mitnehmerklinken (19, 20) außer dem in der Schleife (s) angeordneten Elektromagneten (23) noch ortsfeste, zweckmäßig scheibenförmig ausgebildete Steuermittel (24) vorgesehen sind.
  8. 8. Stromstoßgeber nach Anspruch η, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der beiden Mitnehmerklinken (19, 20) nur eine ortsfeste Steuerscheibe (24) vorgesehen ist.
  9. 9. Stromstoßgeber nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unmittelbar durch den in der Schleife (s) angeordneten Elektromagneten (23) beeinflußte Mitnehmerklinke (19) zwei Eingriffsmöglichkeiten (19^, 19*) für die vom Elektromagneten gesteuerte Schaltklinke (220) aufweist.
  10. 10. Stromstoßgeber nach Anspruch 1 oder einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verstellen der Impulsscheibe (11) entgegen ihrer Ablaufdrehrichtung eine Rasteinrichtung vorgesehen ist, die in bekannter Weise aus einer Rastscheibe (17) und einer unter dem Einfluß einer Feder (i8a) sich in die Verzahnung (17«, 17*) der Scheibe legenden Rolle (186) besteht.
  11. 11. Stromstoßgeber nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß für die federbelastete Rolle (i86) zwei Raststellungen (17", 17'') vorgesehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930571002D 1930-10-11 1930-10-11 Stromstossgeber fuer insbesondere Feuermeldezwecken dienende Meldeanlagen mit mehreren Meldern in einer Schleife Expired DE571002C (de)

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DE571002T 1930-10-11

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DE1930571002D Expired DE571002C (de) 1930-10-11 1930-10-11 Stromstossgeber fuer insbesondere Feuermeldezwecken dienende Meldeanlagen mit mehreren Meldern in einer Schleife

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