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Photo-Setzinaschine, bei der die mit lichtundurchlässigen oder reflektierenden
Typen besetzten Typenhalter u. dgl. in einem Magazin untergebracht sind und einzeln
in eine Setzstellung gebracht werden können Gegenstand der Erfindung ist eine Phöto-Setzmaschine,
bei der die mit lichtundurchlässigen oder reflektierenden Typen besetzten Typenhalter
u. dgl. einzeln aus einem Magazin in eine Setzstellung gebracht werden, in der die
Typen dann in beliebiger Vergrößerung oder Verkleinerung durch entsprechende Einstellung
des Auszuges einer Kamera photographiert werden.
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Gemäß der Erfindung sind eine Anzahl von Typenhaltern auf mehreren
parallelen, sich von dem Magazin bis zur Setzstellung erstreckenden Führungen angeordnet,
an denen entlang jeder freigegebene. Typenhalter in die Photographierstellung und
nach Beendigung des Setzens und Photographierens an der gleichen Führung entlang
wieder in das an dem einen Ende der Führung befindliche Magazin zurückgleiten kann.
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In den Zeichnungen ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar ist Fig. i eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Draufsicht, Fig. 3 eine teilweise - Stirnansicht in vergrößertem Maßstabe,
Fig. 4 und 5 eine Einzelheit, Fig. 6 eine vergrößerte Seitenansicht der in Fig.
5 dargestellten Teile, Fig. 7 und 711 je eine Einzelheit eines Typenhalters, Fig.
8 eine schematische, schaubildliche Dar stellung eines einzelnen Typenhalters nebst
Auslösetaste, Fig. g eine Seitenansicht einer Reihe Tasten der Tastatur, Fig. =o
eine entsprechende Vorderansicht und Fig. =i und 12 je eine Einzelheit: Die Maschine
besteht aus einem -Rahmengestell 2o (Fig. i), das mittels eines Drehzapfens a= und
einer Schraubenspindel 24 derart mit einer Grundplatte 22 verbunden ist, daß es
in verschiedene Schräglagen gebracht werden kann, je nachdem, ob mit -der Maschine
gerade gesetzt oder die Typen wieder in ein nahe einer Stirnseite des Rahmengestells
2o gelegenes Magazin 27 zurückgebracht werden sollen. Zu diesem Zweck wird das Rahmengestell2o
durch die Schraubenspindel 24 -aus der in Fig. i dargestellten, während des Photographierens
eingenommenen Stellung so gekippt, daß das zur Aufnahme von Typenhaltern 25 dienende
Magazin 27 höher als die Kamera liegt, so daß die' Typenhalter 25 in--folge ihres
Eigengewichtes in eine in der Längsrichtung der Setzmaschine zentral angeordnete
Setzschiene 26 gleiten. Sollen dagegen die Typenhalter 25 aus der Setzschiene 26
wieder in das Magazin 27 zurückgleiten, so wird das Rahmengestell 2o in die entgegengesetzte
Schräglage gekippt.
In einer am Rahmengestell 2o angeordneten Tastatur
33 sind eine Anzahl, auf drehbar gelagerte doppelarmige Hebel 35 (Fig.8)
einwirkende Tasten 28 bis 32 vereinigt, durch die mit je zwei Fanghaken 34a und
34' (Fig. i1) versehene Sperrhebel 34 betätigt werden. Die Fanghaken 34a wirken
nach Art einer Ankerhemmung nacheinander mit einem Stift 36 an jedem einer Anzahl
von dem Sperrhebel 34 gehaltener Typenhalter 25 derart zusammen, daß durch die Betätigung
einer der Tasten 28 bis 32 jedesmal der erste Typenhalter 25 einer Reihe freigegeben
wird und auf seiner Führung fortgleitet. Diese Führungen bestehen aus Drähten 37
und 38 (Fig. 3, 5 und 6) die mittels Spannschrauben 39 zwischen Stirnplatten4o und
41 des Rahmengestells 2o ausgespannt sind (Fig. i).
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Der Fanghaken 34b des Sperrhebels 34 wirkt mit einem zweiten Stift
42, -der an jedem der Typenhalter 25, mit Ausnahme des ersten in jeder Reihe, angeordnet
ist, derart zusammen, daß bei vollständigem Niederdrücken einer der Tasten 28 .bis
32, wodurch der erste einer Reihe von Typenhaltern durch die Klinke 34a freigegeben
wird, der Fanghaken 3e des Sperrhebels 34 mit dem Stift 42 des dahinterliegenden
Typenhalters 25 in Eingriff kommt und diesen am Hinabgleiten hindert.
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Jeder Typenhalter 25 ist mittels einer Stützschiene 25a auf einem
Wagen 43 (Fig. 5 und 6) angeordnet, der ein Paar auf den Führungsdrähten 37 und
38 laufender Rollen 44 aufweist, An der Stützschiene 25a ist ferner eine Führungsöse
45 angeordnet, die einen im Rahmengestell 2o straff gespannten Draht umfaßt, so
daß eine sichere aufrechte Führung des Typenhalters gewährleistet ist.
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Um die Breite der Maschine einzuschränken, sind die Führungsdrähte
37 zweckmäßigerweise in der in Fig. 3 gezeigten Weise angeordnet. Durch diese Anordnung
ist es möglich, daß unterhalb der Gruppe von Führungsdrähten 37 eine zweite Gruppe
Führungsdrähte 38 zur Führung von Spezialtypen oder Spatien Platz finden kann.
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Eine Einschränkung der Anzahl der Führungsdrähte 37 und 38 wird dadurch
erreicht, daß auf jedem der Führungsdrähte 37 oder 38 zwei Typenhalter 25 angeordnet.
sind (Fig. 5).
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Wie aus Fig. 2 zu entnehmen ist, müssen die Typen auf ihrem Wege vom
Magazin 27 nach der Setzschiene 26, von einer Lage an der Seite des Magazins 27
nach der Mittellinie der Maschine zu, auf winkelförmig angeordneten Führungen 26b
gleiten, während die die Typen tragenden Wagen 43 auf den Drähten 37, 38 laufen.
Zu diesem Zweck ist, wie aus Fig. 6 zu ersehen ist, der den Buchstaben 46 o. dgl.
tragende Teil 25b des Typenhalters 25 an einer mit dem Typenhalter 25 mittels eines
Bolzens 25e drehbar verbundenen Verlängerungsschiene 25e angeordnet, während er
durch eine Blattfeder 47 und Gewicht 48 im Gleichgewicht gehalten wird. Wenn das
Oberteil 25a der Typenhalter zwischen die Seitenflächen der Setzschiene 26 (Fig.
7) gelangt, wird die Stützschiene 25a infolge des zwischen ihr und dem Typenfalter
25 angeordneten Gelenkes 25e aus der Richtung des Typenhalters 25 abgelenkt. Der
den Buchstaben o. dgl. selbst tragende Teil 25b dagegen bleibt unabhängig von seiner
Lage im Magazin, in bezug auf die Mittellinie der Maschine, in senkrechter Stellung,
da die Verlängerung 25f des Buchstabenträgers 25b als Gegengewicht wirkt. Auf jedem
einzelnen Typenhalter können verschiedene Typenarten angeordnet werden. Zu diesem
Zweck ist beispielsweise der Buchstabenträger 25b des Typenhalters mit einer einen
verschiebbaren Buchstaben- oder Zeichenstreifen 5o aufnehmenden schwalbenschwanzförmigen
Nut 49 (Fig. 7 und 7a) versehen, so daß durch Verschieben des Streifens 5o jede
beliebige Buchstabenreihe in den Bereich der photographischen Kamera gebracht werden
kann.
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Die Betätigung einer der Tasten 28, 32 bewirkt, daß bei entsprechender
Schräglage der Maschine einzelne Typenhalter 25 infolge der Schwerkraft aus dem
Magazin a7 über die Führungsdrähte 37, 38 in die Setzschiene 26 gleiten. Diese Buchstaben
können voneinander durch ebenfalls in dem Magazin 27 angeordnete Spatien verschiedener
Breite getrennt werden, die durch Anschlagen der Tasten 29, 30 freigegeben
werden und in die Setzschiene 26 gleiten.
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Zum Abteilen einzelner Wörter können entweder von oben oder von unten
zwischen die Typen ragende Ausschließvorrichtungen vorgesehen sein, die auf einer
in der Mittellinie der Maschine verlaufenden Führungsschiene angeordnet sein können
und durch Niederdrücken der besonderen Wortzwischenraumtasten 31, 32 (Fig. i und
2) aus dem Magazin 27 freigegeben werden.
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An der Setzschiene 26 ist ein Anschlag 8o (Fig. i) angeordnet, der
sich gegen in Bohrungen der Wangen 26a der Setzschiene eingesetzte Pflöcke Boa stützt.
Die Länge der Typenzeile wird durch Hebel 70 und 71 bestimmt, die mittels
Bolzen 81 und 82 an dem Gestell angelenkt sind und durch einen gleichfalls, mit
dem Rahmengestell 2o durch einen Bolzen 84 drehbar verbundenen Handhebel 83 unter
Vermittlung eines Verbindungsgestänges 85, 86 betätigt werden.
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Diese Einstellhebel 7o und 71 sind so an dem Rahmengestell zo angeordnet,
daß sie bei ihrer Verschwenkung, infolge der Festlegung des Ausschlages des Handhebels
83 durch einen Sperrbolzen 88 in einem Schlitz 89 einer kreisbogenförmigen
Führung
87, die aufeinanderfolgenden Typenzeilen jedesmal in die gleiche Lage gegenüber
der Kamera rücken.
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Während des Setzens einer Zeile werden die Hebel 7o und 71 mittels
des in der geeigneten Lage feststellbaren Handhebels 83 hochgeschwenkt, so daß sie
den Weg der Typenhalter 25 nicht versperren.
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Die Grundplatte der zum Photographieren der gesetzten Zeilen verwendeten
Kamera kann starr mit dem Rahmengestell 2o verbunden sein, so daß die Kamera die
Kippbewegungen des Rahmengestelles 2o mitmacht und eine nachträgliche Einstellung
in Fortfall kommt.
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Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, kann an einer Seite der Wangen 26a
ein mit einem senkrechten Ansatz 94 versehener Aufstecker 93 befestigt sein, der
ein Bild zwischen den Beleuchtungsvorrichtungen für die Typenzeilen und der Kamera
hervorruft und der als Anschlußmarke für den Druck dient. Selbstverständlich muß
die senkrechte Einstellmarke 94 nach Beendigung der Herstellung der ersten Zeile
sitzenbleiben, bis sämtliche Zeilen gesetzt sind. Die waagerechten Linien werden
durch einen an dem Gestell entsprechend ausgespannten Draht festgelegt.
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Bei der in Fig. i2 dargestellten Ausführungsform ist eine genaue Führung
dadurch erreicht, daß an dem Teil 25b des Typenhalters 25 Vorsprünge 96 angeordnet
sind, die in entsprechenden Nuten 97 der Seitenwangen 26a gleiten.