DE568488C - Vorrichtung zur UEbermittlung von Signalen - Google Patents
Vorrichtung zur UEbermittlung von SignalenInfo
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- DE568488C DE568488C DES81602D DES0081602D DE568488C DE 568488 C DE568488 C DE 568488C DE S81602 D DES81602 D DE S81602D DE S0081602 D DES0081602 D DE S0081602D DE 568488 C DE568488 C DE 568488C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
- H04Q9/00—Arrangements in telecontrol or telemetry systems for selectively calling a substation from a main station, in which substation desired apparatus is selected for applying a control signal thereto or for obtaining measured values therefrom
- H04Q9/04—Arrangements for synchronous operation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
20. JANUAR 1933
20. JANUAR 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 568488 KLASSE 74 c GRUPPE 13
Vorrichtung zur Übermittlung von Signalen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. September 1927 ab
Es ist bekannt, zwecks Aussendung von Signalen, die nicht für ein und dasselbe'
elektrische Empfangsgerät, sondern für verschiedene Geräte bestimmt sind, an der
Sendestelle und an der Empfangsstelle einander entsprechende Kontakte der Reihe nach
gleichzeitig zu schließen. In der Sendestelle können an diese Kontakte Stromquellen angeschlossen
werden, die an die Empfangsstelle über den dort gleichzeitig geschlossenen entsprechenden Kontakt einen Stromstoß
senden. Haben Sende- und Empfangsstelle voneinander eine größere Entfernung, so machen sich die Ladungen der zwischen
t5 beiden liegenden Fernleitungen störend bemerkbar.
Da die Leitungen an beiden Enden ungefähr gleichzeitig abgeschaltet werden, kann sich das vom vorhergehenden Signal
herrührende Potential auf keinem Wege ausgleichen, so daß beim nächsten Kontaktschluß
ein Stromstoß infolge der zurückgebliebenen elektrischen Ladung entstehen kann, der nicht beabsichtigt war und falsche
Signale hervorruft.
as Um diesen Übelstand zu beseitigen, hat
man schon bei einer Vorrichtung zur Übermittlung von Signalen vorgeschlagen, die
Fernleitung zwischen Geber und Empfänger in den Pausen zwischen den einzelnen Signal-Übertragungen
an Erde anzuschließen, damit die Leitung sich stets entladen kann und atmosphärische Störungen vermieden werden.
Diese bekannte Anordnung ist jedoch nicht allgemein verwendbar, da der Wärter in der
betreffenden Nebenstelle stets dafür Sorge tragen muß, daß vor Übermittlung des Signales der Überbrückungsschalter geöffnet
werden muß. Sie ist ferner unbrauchbar, wenn es sich um Übertragung von Signalen
in beiden Richtungen handelt, wie es z. B. bei Fernsteueranlagen meist der Fall ist.
Denn bei derartigen Anlagen müssen häufig auch Meldungen von selbsttätigen Stellungsänderungen
irgendwelcher Organe übermittelt werden, sobald die Änderungen stattfinden. Da die Gebe- und Sendestelle also
ihre Rollen vertauschen können, ist es nicht möglich, einen solchen Überbrückungsschalter
anzuordnen; denn er würde im geschlossenen Zustande das Ankommen aller Signale unterbinden, weil man in der einen
Stelle nicht weiß, wann in der anderen Stelle Signale zu erwarten sind.
Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß der Überbrückungs-Schalter
durch eine in der Fernleitung liegende Magnetwicklung entgegen einer Schließkraft geöffnet wird, sobald ein Signalstrom
gesendet wird.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
für die Erfindung dargestellt. Abb. 1 zeigt eine Signaleinrichtung der beschriebe-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Leo Brandenburger in Berlin-Siemensstadt.
nen Art. In einer Hauptstelle H und in einer Nebenstelle/V sind Kontaktscheiben ι und 2
angeordnet, über die Kontaktarme 3 und 4 gleichzeitig laufen, so daß die gleichliegenden
Kontaktstücke der beiden Scheiben gleichzeitig berührt werden. Wie die Kontaktarme 3
und 4 angetrieben werden, ist J für die Erfindung nicht von Bedeutung und deshalb
auch nicht dargestellt. Sie können beispielsweise durch Synchronmotoren angetrieben
werden oder auch durch andere Motoren, wenn Vorkehrung getroffen ist, daß die Arme
in Gleichlauf gehalten werden. Die Kontaktarme berühren im dargestellten Zeitpunkt
gerade die Kontaktstücke 5 und 6. Das Kontaktstück 5 kann durch einen Kommandoschalter
7 mit dem positiven oder negativen Pol einer Stromquelle 8 verbunden werden. Der Nulleiter, der an einem Punkt mittleren
Potentials an die Stromquelle 8 angeschlossen ist, ist über die Fernleitung' 9 mit einem
Nulleiter in der Nebenstelle verbunden. Der Kontakt 6 der Kontaktscheibe 2 ist mit diesem
Nulleiter über ein polarisiertes Relais 11 verbunden. Die beiden Kontaktarme 3 und 4
liegen an der Fernleitung 1 o. In dem Augenblick, in dem die Kontaktarme 3 und 4 die
Kontaktstücke 5 und 6 gleichzeitig berühren, geht durch das polarisierte Relais 11 ein positiver,
ein negativer oder gar kein Stromstoß, je nach der Stellung des Kommando schalters
7. Das polarisierte Relais 11 betätigt dabei einen Hebel 12, der irgendwelche
Steuerungsbewegungen elektrisch oder mechanisch veranlaßt. In dem beschriebenen
Falle dient die Hauptstellei/ als Sende- und die Nebenstelle N als Empfangsstelle. Die
Rollen können aber auch vertauscht werden; denn bei derartigen Anlagen wird häufig verlangt,
daß auch Meldungen von der Nebenstelle zur Hauptstelle gegeben werden, z. B. eine Meldung über die Stellung eines zu
überwachenden Steuerorganes. Ein Schalter 13 in der Nebenstelle steht beispielsweise mit
einem derartigen Organ so in Verbindung, daß er bei der einen Stellung des Organs
am positiven, bei der anderen Stellung des Organs am negativen Pol der Stromquelle
30 liegt. Außerdem ist der Schalter 13 mit einem Kontakt 14 der Kontaktscheibe 2 verbunden,
dem auf der Kontaktscheibe 1 ein Kontakt 15 entspricht. Dieser ist mit der
Wicklung eines polarisierten Magneten 16 verbunden, der eine Signalscheibe 17 betätigt.
In dem Augenblick, in dem die Kontaktarme 3 und 4 die Kontaktstücke 14 und 15
berühren, wird die Signalscheibe 17 verstellt und zeigt damit die neue Stellung des Schalters
13 an. In diesem Falle ist die Neben- stelleN die Sendestelle und die Hauptstelle//
die Empfangsstelle.
In der gezeichneten Stellung der verschiedenen Teile geht von der Hauptstelle H ein
positiver Stromstoß über die Leitungen 10 und 9. Da beide Enden der Leitungen durch
die Kontaktarme 3 und 4 gleichzeitig unterbrochen werden, können die in den Fernleitungen
zurückbleibenden Ladungen sich nicht ausgleichen, und eine Magnetwicklung, die in der Nebenstelle unmittelbar darauf
an die Leitungen gelegt wird, kann durch den Ausgleich dieser Ladungen erregt werden
und eine falsche Bewegung veranlassen. Aus diesem Grunde sind gemäß der Erfindung
die Leitungen 9 und 10 durch einen Schalter 18 überbrückt. Dieser wird durch
eine Feder 19 geschlossen gehalten, wird
aber durch die Magnetwicklung 20, die in die Leitung 10 eingeschaltet ist, geöffnet, sobald
von der Hauptstelle// ein Kommando-Stromstoß ausgesandt wird. Sobald aber
nach Verlassen der Kontakte 5 und 6 der Kommandostrom unterbrochen ist, schließt
sich der Schalter 18 wieder unter Wirkung der Feder 19, und die in den Femleitungen 9
und 10 zurückgebliebenen Ladungen gleichen sich aus.
Diese einfachste Art der Schaltung arbeitet jedoch nur, wenn ein Signalstrom von der
Hauptstelle// ausgesandt wird. Gemäß der Erfindung können aber mehrere Magnetwicklungen
so angeordnet werden, daß der Überbrückungsschalter 18 auch bei einem
von der Nebenstelle ausgehenden Stromstoß geöffnet wird. Derartige Schaltungen sind
in den weiteren Abbildungen dargestellt. Sie zeigen der besseren Übersicht wegen die
Magnetwicklungen im Zuge der Leitung; die Schaltungsskizzen sind aber so zu verstehen,
daß sämtliche Magnetwicklungen bei Er- too
regung die Öffnung des Überbrückungsschalters 18 herbeiführen. In Abb. 2 ist zum
Vergleich die in Abb. 1 dargestellte Schaltung noch einmal in der einfacheren Dax?
stellungsweise gezeichnet. In Abb. 3 ist je eine Magnetwicklung 21 und 22 auf beiden
Seiten der Überbrückung eingeschaltet, so daß sowohl durch einen Stromstoß von der
Nebenstelle iV wie auch durch einen Stromstoß von der Hauptstelle// herder Schalter 18
geöffnet wird. Ebenso arbeitet die Schaltung nach Abb. 4, bei der die Magnetwicklungen 23 und 24 in verschiedenen Leitungen
und auf verschiedenen Seiten der Überbrückungsstelle liegen.
Häufig wird Wert darauf gelegt, daß die beiden Teile der Fernleitung vollkommen
gleichmäßig hinsichtlich ihrer elektrischen Eigenschaften sind. Auch diese Bedingung
läßt sich leicht erfüllen, wenn man die Magnetwicklungen auf beide Leitungen verteilt,
wie Abb. 5 zeigt.
Man kann die Überbrückungsstelle in die Hauptstelle H oder in die Nebenstelle Af
legen. Man kann sie aber auch an irgendeiner Stelle der Fernleitungen 9 und ι ο zwischen
beiden Stationen anbringen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zur Übermittlung von Signalen, bei der die Sende- und Empfangsgeräte nacheinander vorübergehend an eine Fernleitung angeschlossen werden, wobei die Hin- und Rückleitung der Fernleitung durch einen Überbrückungsschalter verbunden werden können, über den sich kapazitive Aufladungen der Fernleitung ausgleichen können, oline über ein Empfangsgerät gehen zu müssen, dadurch gekennzeichnet, daß der Überbrückungsschalter (18) durch eine in der Fernleitung liegende Magnetwicklung (20} entgegen einer Schließkraft (19Ί geöffnet wird, sobald ein Signalstrom gesendet wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Signalströme von beiden Signalstellen ausgesendet werden können, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Magnetwicklungen (21, 22, 23, 24, 25J vorgesehen sind, die je in einer der von entgegengesetzten Seiten zu dem Überbrükkungsschalter führenden Leitungen liegen.
- 3. Vorrichtung nach. Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Magnetwicklung (23,24j in je einer der überbrückten Leitungen (9, 10) Hegt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Magnetwicklungen (25'} zur Hälfte auf der einen, zur Hälfte auf der anderen Seite der Überbrückungsstelle liegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES81602D DE568488C (de) | 1927-09-11 | 1927-09-11 | Vorrichtung zur UEbermittlung von Signalen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES81602D DE568488C (de) | 1927-09-11 | 1927-09-11 | Vorrichtung zur UEbermittlung von Signalen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE568488C true DE568488C (de) | 1933-01-20 |
Family
ID=7509727
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES81602D Expired DE568488C (de) | 1927-09-11 | 1927-09-11 | Vorrichtung zur UEbermittlung von Signalen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE568488C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1039122B (de) * | 1956-01-23 | 1958-09-18 | Licentia Gmbh | Elektrische Regel- oder Steueranlage mit Anzeige des Ablenkwinkels |
-
1927
- 1927-09-11 DE DES81602D patent/DE568488C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1039122B (de) * | 1956-01-23 | 1958-09-18 | Licentia Gmbh | Elektrische Regel- oder Steueranlage mit Anzeige des Ablenkwinkels |
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