DE714836C - Einrichtung zur Fernmeldung und Fernsteuerung von beweglichen Organen - Google Patents
Einrichtung zur Fernmeldung und Fernsteuerung von beweglichen OrganenInfo
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- DE714836C DE714836C DEA69971D DEA0069971D DE714836C DE 714836 C DE714836 C DE 714836C DE A69971 D DEA69971 D DE A69971D DE A0069971 D DEA0069971 D DE A0069971D DE 714836 C DE714836 C DE 714836C
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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- H04Q9/04—Arrangements for synchronous operation
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Description
- Einrichtung zur Fernmeldung und Fernsteuerung von beweglichen Organen Zusatz zum Patent. 69o o39 Im Hauptpatent 69o o39 ist eine Einrichtung zur Fernmeldung und Fernsteuerung beschrieben, bei welcher am Geber- und Empfangsort Schrittschaltwerke verwendet werden, die in einer an sich bekannten besonderen Art einer Zwangssteuerung synchron fortgeschaltet werden. Die einzelnen Kontakte einer Kontaktbahn des Sende-. und Empfangsschrittschaltwerkes liegen wechselweise an verschiedenen Polen der Stromduelle, und die Fernleitungsschleife verläuft über zwei die Fortschaltunä beeinflussende Relais sowie über die Kontaktarme der beiden Kontaktbahnen- des Sende- und Empfangsschrittschaltwerkes. Dadurch wird erreicht, daß die beiden Schrittschaltwerke immer nur dann einen weiteren Schritt ausführen können, wenn auf einen Strom einer bestimmten Richtung in der Fernleitungsschleife ein Strom der anderen Stromrichtung beim Weiterschreiten der Schrittschaltwerke geschlossen wird. Wenn jedoch die Schrittschaltwerke .außer Tritt fallen, so befinden sich die Kontaktarme der beiden Schrittschaltwerke auf kontaktgleicher Polarität, und die Weiterschaltung der Schrittschaltwerke ist unterbunden. Durch eine zeitabhängige Vorrichtung werden sie dann in die Ruhestellung zurückgeführt. Für derartige Anordnungen gibt nun das Hauptpatent eine Lösung an, um mit einer einzigen Doppelleitung zwischen Sender- und Empfangsort auszukommen, im Gegensatz zu den bekannten -Einrichtungen, bei denen mit Rücksicht auf die eben beschriebene Art der Synchronisierung vier, -zumindest aber drei lTbertragungleitungen bzw. zwei Leitungen und Erde benötigt werden.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die gleiche Aufgabe in einer gegenüber dem Lösungsweg des Hauptpatentes 69o 039 abweichenden Weise gelöst, und zwar dadurch, daß über die einzige zwischen den beiden Stationen verlaufende Leitung die Meldevorgänge durch Wechselströme unterschiedlicher Frequenz, die Steuervorgänge durch Gleichstromimpulse übertragen werden. Zweckmäßig wird hierbei die Anordnung so getroffen, daß die Anzeigeorgane mit der Fernleitung über abgestimmte Kreise gekoppelt sind, während die Schaltmittel; die mit Gleichstrom betrieben «erden, wie z. B. die Fortschaltvorrichtungen, eine Vorrichtung zur Anzeige der richtigen Auswahl und "die eigentlichen Fernschaltrelais über Drosselspulen mit der Fernleitung miteinander verbunden sind.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt, wobei aber nur diejenigen Teile einer Fernbedienungsanlage dargestellt sind, die für das Verständnis der vorliegenden Erfindung von Bedeutung sind. Es sind in der Abbildung von den beiden Drehwählern, die synchron zu steuern sind, nur diejenigen Kontaktbahnen dargestellt, über die die svnthrone Fortschaltung erfolgt. Diese Kontaktbahnen sind finit DIl und DI.. bezeichnet. Über einen Anreizkontakt an, der so lange geschlossen bleibt, wie ein Übertragungsvorgang andauert, liegt der erste und alle ungeradzahligen Kontakte des Sendeschritt-, s s chaltwerkesDI, an Minus. Die gleichbezeichneten Kontakte des Ernpfangsschrittschaltwerkes Dl. liegen an Plus. Die geradzahlig bezeichneten Kontakte am Sendeschrittschaltwerk liegen an Plus, die des Empfangsschrittschaltwerkes an Minus. Wird der Kontakt angeschlossen, so entsteht demzufolge ein Stromweg über die beiden polarisierten Relais P, und P., über die Fernleitung I_I, in die außerdem vor jedem polarisierten Relais in jeder der beiden Stationen eine Drosselspule S, und S.° eingeschaltet ist. Wenn der Kontakt angeschlossen wird, fließt somit ein Strom in der einen Richtung, der zu einem Ansprechen der polarisierten Relais P1, P2 führt, die ihre Kontakte p, und p2 umlegen. Dadurch spricht in jeder Station der Drehmagnet Dl bzw. D. an, und die Wähler machen demzufolge einen Schritt. Wenn über die Kontaktarme der Kontaktbahnen DIl und DI.> ein erneuter Stromkreis über die Leitung L1 zustande kommt, fließt ein Strom in anderer Richtung, wodurch die polarisierten Relais P1 und P. erneut ihre Kontakte umlegen, so daß die Wähler synchron fortschreiten, so lange, bis an dem atisgewälilteil Kontakt in nicht gezeichneter, al)c r bekamiter Weise die Schrittschaltwerke vorübergehend angehalten werden, um den Fernsteuervorgang zu ermöglichen. Wären die Wähler um einen Kontaktschritt außer Tritt gefallen, so kann, wie ohne weiteres aus der Abbildung ersichtlich, auf den Stromfluß einer Richtung der einer anderen Richtung nicht mehr zustande kommen, so daß das Weiterschreiten der Schrittschaltwerke unterbunden würde. Es können dann cvie beim Hauptpatent Schaltkittel vorgesehen sein, die die Wähler in die Ruhestellung zurückbringen. Die eigentliche Kommandogabe erfolgt durch einen besonderen generellen Kommandoschalter K. Zumindest am Empfangsort verläuft jedoch der Kommandostromkreis über eine Kontaktbahn des Empfangsschrittschaltwerkes D.. wobei für die Kommandoausführung eine besondere Wählerbahn vorgesehen sein kann. An diese sind dann die einzelnen Betätigungsrelais B1, B., angeschlossen, von denen in der Abbildung nur je eines dargestellt ist. Weiter ist dabei Vorsorge zu treffen. daß diese Relais nur dann zum Ansprechen kommen können, wenn ihnen ein Strom bestimmter Mindestdauer zugeordnet wird und die Stroinstoßgabe erst eine Zeit nach dein Anhalten der Schrittschaltwerke erfolgt. Die Stromzeichengabe für die Kommandoausführung erfolgt in der Weise, dal1 der Schalter K in der Überwachungsstelle ent-«-cder nach rechts oder nach links unigelegt wird, und zwar in Abhängigkeit davon, oli das Kommando auf einen geradzahligen oder auf einen nichtgeradrahligen Kontakt @gegeben wird, und zwar so, daß die Stromrichtung für die Kommandoabgabe gewählt wird, die die letzte Einstellung der polarisierten Relais P1 und P,, bewirkt hat. Dann können diese polarisierten Relais auf die Fernsteuerströnie nicht ansprechen, und eine nicht erwünschte Weiterschaltung der Schrittschaltwerke wird vermieden. Für die Rückmeldung nach erfolgter Stellungsänderung oder bei selbsttätiger Stellungsänderung eines der überwachten Organe werden die einzelnen Stellungen durch unterschiedliche Frequenzen übertragen. die durch zwei Frequenzerzeuger f1 und f2 geliefert «-erden. Je nachdem. ob der anzusteuernde Schalter ein- oder ausgeschaltet worden ist, sind die Kontakte e oder u des betreffenden Schalters geschlossen, und demzufolge wird über den Kondensator C.,, die Fernleitung L, der eine oder der andere Wechselstrom ausgesandt, der von den abgestimmten Kreisen Cl, 1l oder C.. J. ausgesiebt wird und zur Betätigung des einen der beiden -Anzeigerelais.1, oder .-i. führt. Die Anzeigerelais Al, A2 und die 1Teldekontakte e, a sind in der Abbildung nur für ein Überwachungsorgan dargestellt. Die Relais .11 und A. und die Kontakte e und a können auch als generelle Zwischenrelais bz«-. Zwischenkontakte für alle überwachten Organe angesehen werden. Über die Leitung L1 kann auch noch ein dritter Übertragungsvorgang geführt werden, nämlich die besondere Anzeige darüber, welche Wählerstellung beim Anhalten die Schrittschaltwerke erreicht wird. Über einen Sendekontakt s, der beim Anhalten der Schrittschaltwerke Dl und D= geschlossen wird, und über eine nicht gezeichnete Kontaktbahn dieser Schrittschaltwerke kann ein Stromkreis geführt werden, dessen Strom sehr gering ist, und zwar so gering, daß die die Fortschaltung veranlassenden Relais P, und P._ dadurch nicht zum Ansprechen kommen können: In der Abbildung ist dieser Stromkreis wiederum vereinfacht dargestellt; er verläuft über den Widerstand 1V, den Kontakt s, die nicht dargestellte Kontaktbahn, das polarisierte Relais P., die Drosselspule S=, die Leitung I_1, die Drosselspule S,, das polarisierte Relais P,, die nicht gezeichneten Schaltmittel sowie das hochohmige Relais St nach Plus. Dabei kann jeder Stellung des Schrittschaltwerkes D2 eine solche Anzeigelampe zugeordnet sein und die Anordnung im übrigen so getroffen werden, daß die entsprechende Anzeige nur dann bewirkt wird, wenn die Schrittschaltwerke auf dem jeweils ausgewählten Kontakt angehalten worden sind.
- Die Abbildung zeigt, daß diese drei unterschiedlichen Übertragungsvorgänge über die eine Leitung L, möglich sind, ohne daß in nicht erwünschter Weise durch irgendeinen der Übertragungsvorgänge eine Weiterschaltung der Schrittschaltwerke D, und D2 nach ihrem vorübergehenden Anhalten stattfindet. Ergänzend wird noch darauf hingewiesen, daß die in der Abbildung mit Plus bezeichneten Stellen in den Stationen i und 2 durch die Rückleitung miteinander verbunden sind. Die Drosseln S, und S2 hindern nun den Eintritt von Wechselstrom in den Gleichstromteil der Anlage, während die Kondensatoren C,, C#, Cden Eintritt von Gleichstrom in den Wechselstromteil der Anlage verhindern. Auch in die nicht gezeichnete Rückleitung werden vor dem Gleichstromteil Drosseln eingeschaltet. Zur Erzeugung der unterschiedlichen Frequenzen wird mit Vorteil ein einziger Gleichstrom-Wechselstrom-Umfor= mer verwandt, der aus der ohnehin vorhandenen Gleichstromquelle gespeist werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Fernmeldung und Fernsteuerung von beweglichen Organen, wie z. B. Apparaten, Schaltern o. dgl., elektrischer Energieverteilungsanlagen unter Verwendung von sich synchron fortschaltenden Verteilereinrichtungen in den beteiligten Stationen, wobei die synchrone Fortschaltung dadurch erfolgt, daß auf eine durch einen Stromstoß einer Richtung erzielte Schrittbewegung die nächste Schrittbewegung durch einen Stromstoß anderer Richtung folgt, nach Patent 69o039, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung von Steuer- und Rückmeldevorgängen und zur Weiterschaltung der Schrittschaltwerke eine einzige Doppelleitung dient, über welche die Meldevorgänge durch Wechselströme unterschiedlicher Frequenz, die Steuervorgänge durch Gleichstromimpulse übertragen werden. a. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fernschaltvorgänge durch Gleichstromstöße gegeben werden, deren Stromrichtung jeweils der Stromrichtung entspricht, durch die die polarisierten Relais, die auf die Weiterschaltung der Schrjttschaltwerke einwirken, zuletzt zu einem Stellungswechsel gebracht worden sind, so daß diese bei der Kommandogabe durch einen über ihre Wicklungen verlaufenden Stromstoß nicht ihre Kontaktstellung wechseln. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeorgane mit der Fernleitung über abgestimmte Kreise gekoppelt sind, während die Schaltmittel, die mit -Gleichstrom betrieben werden, über Drosselspulen mit der Fernleitung verbunden sind. q.. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der unterschiedlichen Frequenzen ein Gleichstrom-Wechselstrom-Umformer benutzt wird, dessen Gleichstrommotor vorzugsweise an die ohnehin schon vorhandene Gleichstromquelle angeschlossen ist. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis -1 ., dadurch gekennzeichnet, daß über die einzige Doppelleitung nach dem Anhalten der Schrittschaltwerke in der ausgewählten Stellung ein Strom so geringer Stärke geführt wird, daß die Fortschaltrelais nicht zum Ansprechen kommen, sondern lediglich besonders hochohmige Anzeigerelais die Lampen zur Anzeige der Stellung des Außenstellenschrittschaltwerkes steuern.
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