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Einzellettern-Gieß- und -Setzmaschine mit einem die Matrizen in Reihen
auf der Mantelfläche tragenden Drehkörper Die Erfindung bezieht sich auf Einzellettern-Gieß-
und -Setzmaschinen, bei denen die Matrizen je eines Matrizensatzes in Reihen auf
der Mantelfläche bzw. einem Teil der Mantelfläche eines Drehkörpers, wie bekannt,
angeordnet sind. Hierbei ist es bekanntlich erforderlich, daß der Tragkörper der
Matrizen längsverschiebbar und um seine Achse drehbar angeordnet ist, um dadurch
die jeweils gewünschte '.Matrize über der Gießform einzustellen.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wurden bereits viele verschiedene Wege eingeschlagen,
die aber bisher zu einem dauernden Erfolg in der Praxis nicht führten, weil meist
die bewegten Teile plötzlich angehalten werden mußten, was einen starken Kraftverbrauch
und ein rasches Abnutzen der in Betracht kommenden Teile zur Folge hatte.
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Gemäß der Erfindung soll die Aufgabe dadurch gelöst werden, daß durch
Anschlagen einer Taste des Tastbrettes je eine Seite zweier getrennter Kurbelvierecke
von einer Mittelstellung aus nach beiden Seiten stufenweise verändert wird, die
dadurch verschieden große Bewegungen auf die in Betracht kommenden Teile der Matrizeneinstelleinrichtung
übertragen.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt: Abb. r schematisch die Anordnung der verstellbaren Kurbelteile,
Abb. 2 die aus drei Scheiben bestehende Steuerscheibe im Grundriß, wobei auf der
linken Hälfte die oberste Scheibe abgenommen ist, Abb. 3 einen Schnitt nach der
Linie <4 .-1 der Abb. 2, Abb. q. einen Schnitt nach der Linie B-B der Abb. a,
Abb.5 einen Einzelteil in Richtung des Pfeiles C der Abb. a gesehen, Abb. 6 die
Anordnung der Tasten auf dem Tastbrett im Grundriß, Abb.7 eine schematische Darstellung
der ganzen Anordnung in einer Längsansicht und Abb. 8 eine Seitenansicht zu Abb.
7.
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Wie Abb. 7 bei 85, 86 erkennen läßt, sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
die Matrizen auf den Kreuzpunkten der mit gleicher Teilung aufgetragenen Mantellinien
eines Zylinders mit ebenfalls mit gleicher Teilung aufgetragenen parallelen Kreisen
angeordnet.
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Durch Bewegen des Matrizenträgers in der Längsrichtung der Mantellinien
läßt sich die betreffende Reihe, in der sich die gewünschte Matrize befindet, vor
die Gießform einstellen, außerdem läßt sich durch Drehen des Zylinders auch die
betreffende Mantellinie, auf der die Matrize angeordnet ist, ebenfalls in der gewünschten
Weise einstellen. Es setzt sich also die Gesamtbewegung aus zwei zueinander senkrecht
stehenden Bewegungen zusammen, wie das bereits vielfach bekannt ist.
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Gemäß der Erfindung werden nun zum Einstellen des Matrizenträgers
zwei voneinander unabhängige Wechselhubsteuerungen (Abb.7 und 8) verwendet, die
durch einen Tastendruck jeweils auf die beiden betreffenden Hübe geschaltet und
ausgelöst werden.
Die Ausbildung der Wechselhubsteuerung ist die
eines zylindrischen Kurbelviereckes, dessen eine Seite o/22 (Abb. i)- durch das
Gestell, das die betreffenden Achsen aufnimmt, gebildet ist. Die Seite io/22 kann
um den Winkel ß bzw. ein Vielfaches davon schwingen, was dadurch erzielt wird, daß
eine Kurbel, die in Pfeilrichtung stets um den gleichen Winkel a schwingen kann,
in der Länge des Kurbelrahmens, z. B. von o auf x, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 usw., verstellt
werden kann und daß jeweils durch den hierfür vorgesehenen Mechanismus diejenige
Verstellung eingeschaltet wird, die dem gewünschten Hub der Schwinge zo/22 entspricht.
In diesem Falle werden dann in den einzelnen Fällen bzw. Schaltungen die Schubstangen
durch o/io, 1/1o, 2/i0, 3/x0, 4/i0, 5/io, 6/io, 7/x0, 8/io usw. gebildet.
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Um den Drehpunkt o schwingt bei jedem Arbeitshub um einen gleichbleibenden
Winkel a die Mehrfachkurbelscheibe 25, die mit einer Schubstange 9 zusammenarbeitet,
die beispielsweise mit den Bohrungen o, x, 3, 5, 7 und 2, 4, 6, 8 versehen ist.
Die Kurbelscheibe 25 trägt konzentrisch zu diesen Bohrungen verschiebbare Kurbelzapfen
38 (Abb. 3) und in o ebenfalls einen verschiebbaren Kurbelzapfen 50 (Abb.4), der
in der Ruhelage ständig in die entsprechende Bohrung der Schubstange 9 eingreift,
die sich in dem Schlitz zwischen den beiden Platten 25 und 27 als Gegenhalter (Abb.3)
bewegen kann.
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Aus Abb. i ist ersichtlich, daß sich die Punkte =, 2, 3, 4, 5, 6,
7, 8, die auf einem Kreisbogen 24 liegen, durch das Schwingen der Scheibe 25 um
den Winkel a in die Lagen auf dem Kreisbogen 24', also nach x', 2', 3', 4', 5',
6', 7', 8' bewegen.
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Wird nun z. B. der Kurbelzapfen in dem Punkt 7 mit der Schubstange
9 gekuppelt und der Zapfen o entkuppelt, so wird sich der Punkt 7 bei dem alsdann
eintretenden Schwingen der Scheibe 25 um den Winkel a nach der Stelle 7' bewegen,
während die Achse io der Schubstange 9 an einer Schwinge io, 22, um den Drehpunkt
22 schwingend, sich auf dem Kreisbogen 23 nach 17 bewegt, wodurch dieser
Hebel io, 22 um vier Teile bzw. 4X Winkel ß gesteuert wird.
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Wird andererseits, z. B. in dem Punkte 8, die Verbindung vorgenommen
und die in o gelöst, so wird der Punkt io nach 18, also um vier Teile (4 X Winkel
ß) nach der anderen Seite gesteuert, und 8', 18 stellt dann die Lage der Schubstangenverbindung
für diesen Fall dar.
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Die Linie 2o ist die Schubstangenverbindung für die Stellung 7', x7,
und 21 ist die für Stellung 8', 18, während die Linie i9 die Verbindung in der Ruhelage
zwischen o und io darstellt.
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Die Wechselkurbelscheibe 25 bewegt sich nach erfolgtem Arbeitsgang
(Ausschlagen um den konstanten Winkel a) wieder in ihre Ruhelage zurück, so daß
die Achse io von der Stellung ix, 12, 13, 14, 15, 16, 17 oder 18 wieder in
die Mittelstellung, wie dies die Gerade i9 anzeigt, gebracht wird. Es wird der Haltezapfen
in o, der die Schubstange 9 jeweils in ihrer Lage halten soll, wieder gekuppelt
und der jeweils gekuppelte Kurbelzapfen 38 wieder zurückgezogen, wodurch die Ausgangsstellung
wiederhergestellt ist.
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Die Anordnung ist so getroffen, daß die Entfernungen von io nach 1x,
13, 15, 17 und von io nach i2, 14, 16, und 18 vollkommen gleich geteilt sind,
so daß durch Kuppeln in i oder 2 die Stellungen ii oder x2 geschaltet werden, desgleichen
in 3 oder 4 die Stellungen 13 oder 14, in 5 oder 6 die Stellungen 15 oder 16 und
in 7 oder 8 die Stellungen 17 oder 18, wie vorbeschrieben.
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Wird also durch eine Auslösevorrichtung irgendeiner der Kurbelzapfen
in i bis 8 eingeschaltet, so entsteht bei einem Hub von der Scheibe 25 um den Winkel
a jeweils die oben angegebene Schaltung in der gewünschten Stufe. Da nach jedem
Hub die Scheibe 25 wieder in ihre Ruhestellung zurücktritt, kommen auch die Bohrungen
in der Schubstange und diejenigen in der Wechselkurbelscheibe stets wieder in eine
gleichachsige Lage zueinander, so daß es ohne weiteres möglich ist, in dieser Ruhestellung
den Zapfen o zu kuppeln und den eben zur Arbeit herangezogenen Kurbelzapfen wieder
zurückziehen und abschalten zu können.
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Um für jede herbeizuholende Matrize den kürzesten Weg zu schaffen,
wurde die Anordnung so getroffen, daß die Matrizen selbst um eine mittlere Matrize
gruppiert sind und daß die Ruhestellung des Matrizenträgers und des Wechselkurbelviereckes
dieser Mittelstellung entspricht.
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Dies wird betreffs der Kurbelscheibe dadurch erreicht, daß ein mit
der Drehachse der Kurbelscheibe 25 konzentrischer o-Kurbelzapfen 5o angeordnet wurde
(Abb. 4). Hieraus ergibt sich auch, daß bei der Wahl der vorerwähnten mittleren
Matrize die ganze Vorrichtung in der Ruhestellung verbleibt, da derselben ja auf
dem Bogen 24 der Punkt o und auf dem Bogen 23 die Achsstellung io entspricht (vgl.
Abb. x). In diesem Falle findet das Auslösen des Gesamtantriebes durch die Taste
unmittelbar ohne Vermittlung der oder einer der beiden Wechselkurbelscheiben statt.
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Aus Abb. 2 ist die diesbezügliche Vorrichtung im Grundriß ersichtlich,
und zwar ist auf der einen Hälfte durch Wegnahme der oberen Platte 26, die (wie
in Abb. 2 und 5 ersichtlich) sich mittels. der Ansätze 28 und 29 auf die Scheibe
25 abstützt, die eine Gruppe der Hebel 34 sichtbar, die in Verbindung mit den zu
steuernden
Kurbelzapfen 38 stehen. Diese Hebel 34 (Abb.3) haben an dem freien Ende eine Pfanne,
auf die die Spannstifte 31 drücken können, um den Hebel wieder in die Ruhelage zurückzuziehen,
in der er durch die Klinke 40 und die Mutter 39 gehalten wird.
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Die Klinken 3o stützen sich auf die Achse 44 und eine Feder .42 hält
sie in der Sperrstellung, während ein Stift 32 zum Auslösen aus der Sperrstellung
dient. Der Stift 32 ist verschiebbar in der Spannscheibe 3o gelagert und wird jeweils
von derjenigen Tastengruppe verschoben, die die entsprechende Wechselhubsteuerung
für den in Betracht kommenden Hub auslösen soll. In Abb. 3 ist die Spannscheibe
3o mit den zugehörigen Spannstiften 31 gerade in der Stellung dargestellt, in der
die Klinke 4o eben eingeschnappt ist. Diese erhält naturgemäß einen Hub, der etwas
tiefer geht, damit die Klinken .4o einspielen können, wie dies durch die punktierten
Linien (Abb.3 und .f) angedeutet ist. Die Spannfläche 3o tritt in ihrer Ruhelage
in der Richtung des Pfeiles so weit zurück, daß zwischen den Hebeln 34. und den
Spannstiften 31 ein entsprechender Zwischenraum entsteht, damit der Hebel 3:1 bei
dem Ausklinken frei ausschwingen und den Kurbelzapfenstift 38 kuppeln kann. Die
Ansätze 28 und 29 an den Scheiben 25 und 26 halten diese Scheiben in einem bestimmten
Abstand voneinander und sind durch Bolzen miteinander verbunden.
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Ferner liegt zwischen den Platten 25, 26 eine Stange .I6, in welche
die Enden der Hebel 44 und 55 (Abb. q.) eingreifen, die durch den um die Achse 45
schwingenden Rahmen 43 bewegt werden, wobei von der einen Gruppe diese Übertragung
nach der Verbindungsstange durch das Zwischenstück 58 und den Hebel 55 bewirkt wird.
Mit der Verbindungsstange .46 steht außerdem das Hebelende der Klinke 48 in Verbindung,
die bei dem Anheben der Verbindungsstange .16 in der Pfeilrichtung (Abb. 4.) die
um die Achse .19 drehbare Klinke .48, die sich gegen den Anschlag 39 stützt, auslöst,
wodurch der durch die um die Bolzen 52 gelegte Feder 51 beeinflußte Nullzapfen 5o
aus der Schubstange 9 herausgezogen wird. (In diesem Zeitpunkt befindet sich die
Spannscheibe 30 in ihrer Ruhestellung, so daß also zwischen dem pilzförmigen
Kopf 57 und dem betreffenden Spannzapfen, der als Nabe für den Anschlagstift 33
aus der Platte 30 wächst, genügend Zwischenraum vorhanden ist, so daß der
Zapfen 5o sich frei bewegen kann.) In diesem Augenblick ist die Spannscheibe
30 in ihrer äußersten, durch den Pfeilstrich angedeuteten, zurückgezogenen
Lage, und in dieser Stellung ragt der Auslösestift 33 aus seiner Nabe, die zu diesem
Zweck durchbohrt ist, hervor, derart, daß bei dem Auslösen des Hebels 48 der Pilz
57 gegen diesen Auslösestift 33 schlägt, denselben ein Stück zurückschiebt und dadurch
seinerseits die Antriebsvorrichtung der Maschine bewegt. Der Anschlag .17 sitzt
über einem nabenförmigen Teil, der aus der Fläche 26 hervorragt und ein elastisches
Polster trägt, damit das Übertragungsstück 4.6 in seinem Hub begrenzt wird und der
durch die Feder 53 bewirkte Stoß elastisch aufgefangen wird.
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Abb. 6 stellt die Tastatur dar. Dieselbe ist in die waagerechten Gruppen
70, 71, 72, 73, 7.4, 75, 76, 77 und 78 und in die senkrechten Gruppen 6o, 61, 62,
63, 64., 65, 66, 67 und 68 geteilt. Die erste Gruppe steht mit der Wechselhubsteuerung
(Abb.7), welche die Längsbewegung des Matrizenträgers 85 in der Richtung der Mantellinien
bewirkt, und die zweite mit der Wechselhubsteuerung (Abb.8), die den Matrizenträger
bei dem Drehen um seine Achse steuert, in Verbindung. Die mittelste Taste 59, die
in diesem Beispiel den Buchstaben »e« trägt, steht in unmittelbarer Verbindung mit
der Auslösevorrichtung des Gesamtantriebes der Maschine. Die Einstellvorrichtung
befindet sich in ihrer Ruhelage stets in Mittelstellung, d. h. der o-Zapfen
50 ist mit der Schubstange 9 verbunden. Es tritt dann bei dem Anschlagen
einer Taste 59 der Gruppe 7o die Wechselhubsteuerung (Abb.7) für das Längsbewegen
des Matrizenträgers nicht in Tätigkeit, und ebenso bleibt bei dem Anschlagen einer
Taste der Gruppe 6o die Wechselhubsteuerung für die Drehbewegung (Abb. 8) des Matrizenträgers
in Ruhe. Das Anschlagen irgendeiner anderen Taste 59 setzt beide Steuerungen in
Gang. Z. B. gehört der Buchstabe »r« für die Längsbewegung der Gruppe 74. an, weshalb
der Kurbelzapfen 38 im Punkt d. bei der diesbezüglichen Wechselhubsteuerung (Abb.7)
eingeschaltet wird. Außerdem wird bei der Wechselhubsteuerung für die Drehbewegung
(Abb.8) der der Gruppe 63 entsprechende Kurbelzapfen 38 eingeschaltet. Es ist dies
der Kurbelzapfen 38 im Punkt 3, denn es stehen die jeweiligen Gruppen durch entsprechende
Auslöseverbindungen 69,-z. B. wie in dem Ausführungsbeispiel dargestellt, mittels
Bowdendrähten, an deren Stelle auch elektrische, pneumatische, hydraulische und
andere mechanische Übertragungen mittels entsprechender Gestänge treten können,
mit den diesbzüglichen Klinkenenden ,1.o durch die in der Platte 3o frei beweglichen
Auslösestifte 32 derart in Verbindung, daß bei dem Anschlagen einer der entsprechenden
Gruppe angehörenden Taste 59 die jeweiligen beiden Wechselhubsteuerungen auf den
erforderlichen Hub geschaltet werden.
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Abb.7 stellt die Wechselhubsteuerung für das Längsbewegen des Matrizenträgers
85 dar, die in dem vorliegenden Falle die bei - Abb. i näher beschriebenen Wechselhübe
auf dem
Kreisbogen 23 mittels der Zahnräder 79 und 8o und der Zahnstange
81, wie aus der Abbildung unschwer ersichtlich ist, auf den Typenzylinder 85 überträgt,
dessen Halter 83 mit seinen Zentrierbohrungen 84 mittels der Welle 82 mit dem Zahnrad
8o' starr verbunden und in der hohlen, außen verzahnten Vierkantwelle 81 (Schnitt
D-D) drehbar gelagert ist.
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Abb.8 stellt die Wechselhubsteuerung für das Drehen des Matrizenträgers
85 dar, die mittels derselben Übertragungsglieder, sie sind in Abb. 7 und 8 mit
' bezeichnet, die jeweils gewünschten Hübe auf dem Kreisbogen 23' mittels des Zahnrades
79' auf das mit dem Matrizenträger 85, wie vorbeschrieben, starr verbundene Zahnrad
8o' überträgt und somit das jeweils gewünschte Drehen des Matrizenträgers um das
jeweils erforderliche Maß bewirkt. Bei 86 befindet sich die Gießstelle, und in der
in Abb. 7 und 8 dargestellten Ruhelage der ganzen Vorrichtung befindet sich in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel der Tastatur (Abb.6) die Matrize für »ec< über
ihr.
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Die Knöpfe 59 der Tastatur (Abb. 6) sind leicht ohne Werkzeuge auswechselbar,
ebenso die Matrizen des Matrizenträgers 85, so daß sich jede gewünschte Zusammenstellung
und auch jeder gewünschte Wechsel der Zeichen auf den Tasten und den Matrizen für
besondere Zwecke in einfachster Weise. herstellen läßt.
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Wie aus obiger Beschreibung zu entnehmen ist, befindet sich in der
Ruhelage die Schubstange 9 in der in Abb. z dargestellten Stellung. Der Kurbelzapfen
50 wird durch die Klinke 48 festgehalten, die sich auf die Achse 49 stützt
und unter dem Druck der Feder 43 steht; entgegen dem Druck der Feder 51 auf den
Bolzen 5a, welche den Kurbelzapfen 50 in der Pfeilrichtung aus der Schubstange
9 und der Gegenscheibe 27 herauszuziehen bestrebt ist.
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Die sämtlichen übrigen, wahlweise einschaltbaren Kurbelzapfen 38 (Abb.
3) stehen mittels der Spann- und Ubertragungshebel 34, die sich um die Achse 35
drehen, unter der Einwirkung der Spannfedern 36 auf der Achse 37 und werden in ihrer
Lage durch die Muttern 39 und die Klinken 40, die sich auf die Achse 41 stützen,
festgehalten. Unter dem Hebel 34 befindet sich in der Nähe der Kurbelzapfen ein
Rahmen 43, der sich um die Achse 45 dreht und der mittels des Hebelendes 44 die
Stange 46 bewegt. Ein derartiger Rahmen befindet sich unter dem Einfluß jeder Hebelgruppe
34 beiderseits des mittleren Drehzapfens o, und von dem zweiten Rahmen findet diese
Übertragung (Abb.5) mittels einer Zugstange 58 durch einen auf der Achse 56 gelagerten
Hebel 55 nach der Übertragungsstange 46 statt.
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Wird nun z. B. eine Taste der Tastatur der Maschine angeschlagen,
so spielen sich folgende Vorgänge ab: Der Tastendruck wirkt auf den der jeweils
niedergedrückten Taste 59 zugehörigen Gruppenrahmen (Gruppenrahmenpaar). Dadurch
wird der diesem Gruppenrahmen entsprechende Auslösestift 32 gegen die durch die
Feder 42 in ihrer Ruhelage gehaltene Klinke 40 gedrückt, wodurch dieselbe zum Ausklinken
kommt und den Kurbelzapfen 38 freigibt, der unter dem Druck der Feder 36 in Pfeilrichtung
in die Schubstange 9 und die Gegenscheibe a7 hineingestoßen wird und dadürch
die Schubstange 9 mit dem Kurbelzapfen 38 kuppelt. Nach etwa einem halben Hub des
Hebels 34 stößt er auf den Rahmen 43, der unter Vermittlung seines Hebelendes 44
bzw. der Zugstange 58 und des Hebels 55. die Stange 46, die in ihrem Hub durch den
aufgeschraubten Deckel 47 mit elastischer Unterlage begrenzt wird, anhebt und dadurch
den Hebel 48 mit seiner Klinke dreht, wodurch der mittlere Kurbelzapfen 5o freigegeben
wird und unter dem Druck der Feder 51 aus der Schubstange 9 herausgezogen
wird. Die mittlere Kurbelstange 50 trägt an ihrem oberen Ende ein Stoßteil
57, der auf den Übertragungsstift 33 einwirkt, der seinerseits den Antrieb der Maschine
einschaltet, so daß nunmehr ein Arbeitsgang vor sich geht.
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Die Folge ist, daß nun zunächst die Wechselkurbelscheibe 25 um den
Winkel a schwingt und daß durch den geschalteten Kurbelzapfen z. B, in dem Punkt
8 (Abb. z) die Schubstange 9 in die Lage 8'-z8 gebracht wird, wodurch ein Schalten
um 4 X Winkel ß stattgefunden hat. In dieser Stellung verbleibt die Wechselkurbelscheibe
25 nunmehr, bis der Gießvorgang und alle sonstigen notwendigen Bewegungen eines
Arbeitsganges erfolgt sind. Hierauf bewegt sich die Wechselkurbelscheibe 25, wieder
zurück in ihre Ruhelage, worauf die Stoßfläche 30 in die in der Zeichnung
(Abb.3) dargestellte Lage geht und mittels der Nabe des Stoßstiftes 33 den mittleren
zentralen Kurbelzapfen 5o wieder in die Schubstange 9 hineinschiebt, d. h. kuppelt,
wodurch die Klinke 48 wieder einschnappen und den Zapfen 50 in seiner Lage
halten kann.
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Ferner werden hierbei durch die Stoßstifte 31 die Hebel 34 niedergedrückt
und dadurch der jeweils gekuppelte Kurbelzapfen 38 aus der Schubstange 9 herausgezogen
und durch die einschnappende Klinke 40 mittels der Mutter 39 in seiner Ruhelage
festgehalten, worauf sich die Stoßscheibe 3o ebenfalls in ihre Ruhelage zurückbegibt.
Diese Stoßscheibe 30 tritt in die Ruhelage so weit zurück, daß die Hebel
34 später ihren Hub frei und unbehindert ausführen können. Sodann kommt die ganze
Vorrichtung zum Stillstand, um erst durch erneuten Tastenanschlag wieder in Gang
gesetzt zu werden.
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Wie aus den Abb. z, 2, 7 und 8 ersichtlich ist, ist in dem Ausführungsbeispiel
die M'echselhub-
Steuerung für vier Stufen nach vorwärts und vier
Stufennachrückwärtsausgeführt. Eskannselbstverständlich eine beliebige Anzahl Stufen
mit beliebigen Teilungen nach der einen oder der anderen Seite hergestellt werden.