DE567608C - Einzellettern-Giess- und -Setzmaschine mit einem die Matrizen in Reihen auf der Mantelflaeche tragenden Drehkoerper - Google Patents

Einzellettern-Giess- und -Setzmaschine mit einem die Matrizen in Reihen auf der Mantelflaeche tragenden Drehkoerper

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DE567608C
DE567608C DE1930567608D DE567608DD DE567608C DE 567608 C DE567608 C DE 567608C DE 1930567608 D DE1930567608 D DE 1930567608D DE 567608D D DE567608D D DE 567608DD DE 567608 C DE567608 C DE 567608C
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B7/00Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
    • B41B7/02Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices
    • B41B7/04Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices for casting individual characters or spaces, e.g. type casting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Einzellettern-Gieß- und -Setzmaschine mit einem die Matrizen in Reihen auf der Mantelfläche tragenden Drehkörper Die Erfindung bezieht sich auf Einzellettern-Gieß- und -Setzmaschinen, bei denen die Matrizen je eines Matrizensatzes in Reihen auf der Mantelfläche bzw. einem Teil der Mantelfläche eines Drehkörpers, wie bekannt, angeordnet sind. Hierbei ist es bekanntlich erforderlich, daß der Tragkörper der Matrizen längsverschiebbar und um seine Achse drehbar angeordnet ist, um dadurch die jeweils gewünschte '.Matrize über der Gießform einzustellen.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wurden bereits viele verschiedene Wege eingeschlagen, die aber bisher zu einem dauernden Erfolg in der Praxis nicht führten, weil meist die bewegten Teile plötzlich angehalten werden mußten, was einen starken Kraftverbrauch und ein rasches Abnutzen der in Betracht kommenden Teile zur Folge hatte.
  • Gemäß der Erfindung soll die Aufgabe dadurch gelöst werden, daß durch Anschlagen einer Taste des Tastbrettes je eine Seite zweier getrennter Kurbelvierecke von einer Mittelstellung aus nach beiden Seiten stufenweise verändert wird, die dadurch verschieden große Bewegungen auf die in Betracht kommenden Teile der Matrizeneinstelleinrichtung übertragen.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt: Abb. r schematisch die Anordnung der verstellbaren Kurbelteile, Abb. 2 die aus drei Scheiben bestehende Steuerscheibe im Grundriß, wobei auf der linken Hälfte die oberste Scheibe abgenommen ist, Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie <4 .-1 der Abb. 2, Abb. q. einen Schnitt nach der Linie B-B der Abb. a, Abb.5 einen Einzelteil in Richtung des Pfeiles C der Abb. a gesehen, Abb. 6 die Anordnung der Tasten auf dem Tastbrett im Grundriß, Abb.7 eine schematische Darstellung der ganzen Anordnung in einer Längsansicht und Abb. 8 eine Seitenansicht zu Abb. 7.
  • Wie Abb. 7 bei 85, 86 erkennen läßt, sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Matrizen auf den Kreuzpunkten der mit gleicher Teilung aufgetragenen Mantellinien eines Zylinders mit ebenfalls mit gleicher Teilung aufgetragenen parallelen Kreisen angeordnet.
  • Durch Bewegen des Matrizenträgers in der Längsrichtung der Mantellinien läßt sich die betreffende Reihe, in der sich die gewünschte Matrize befindet, vor die Gießform einstellen, außerdem läßt sich durch Drehen des Zylinders auch die betreffende Mantellinie, auf der die Matrize angeordnet ist, ebenfalls in der gewünschten Weise einstellen. Es setzt sich also die Gesamtbewegung aus zwei zueinander senkrecht stehenden Bewegungen zusammen, wie das bereits vielfach bekannt ist.
  • Gemäß der Erfindung werden nun zum Einstellen des Matrizenträgers zwei voneinander unabhängige Wechselhubsteuerungen (Abb.7 und 8) verwendet, die durch einen Tastendruck jeweils auf die beiden betreffenden Hübe geschaltet und ausgelöst werden. Die Ausbildung der Wechselhubsteuerung ist die eines zylindrischen Kurbelviereckes, dessen eine Seite o/22 (Abb. i)- durch das Gestell, das die betreffenden Achsen aufnimmt, gebildet ist. Die Seite io/22 kann um den Winkel ß bzw. ein Vielfaches davon schwingen, was dadurch erzielt wird, daß eine Kurbel, die in Pfeilrichtung stets um den gleichen Winkel a schwingen kann, in der Länge des Kurbelrahmens, z. B. von o auf x, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 usw., verstellt werden kann und daß jeweils durch den hierfür vorgesehenen Mechanismus diejenige Verstellung eingeschaltet wird, die dem gewünschten Hub der Schwinge zo/22 entspricht. In diesem Falle werden dann in den einzelnen Fällen bzw. Schaltungen die Schubstangen durch o/io, 1/1o, 2/i0, 3/x0, 4/i0, 5/io, 6/io, 7/x0, 8/io usw. gebildet.
  • Um den Drehpunkt o schwingt bei jedem Arbeitshub um einen gleichbleibenden Winkel a die Mehrfachkurbelscheibe 25, die mit einer Schubstange 9 zusammenarbeitet, die beispielsweise mit den Bohrungen o, x, 3, 5, 7 und 2, 4, 6, 8 versehen ist. Die Kurbelscheibe 25 trägt konzentrisch zu diesen Bohrungen verschiebbare Kurbelzapfen 38 (Abb. 3) und in o ebenfalls einen verschiebbaren Kurbelzapfen 50 (Abb.4), der in der Ruhelage ständig in die entsprechende Bohrung der Schubstange 9 eingreift, die sich in dem Schlitz zwischen den beiden Platten 25 und 27 als Gegenhalter (Abb.3) bewegen kann.
  • Aus Abb. i ist ersichtlich, daß sich die Punkte =, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, die auf einem Kreisbogen 24 liegen, durch das Schwingen der Scheibe 25 um den Winkel a in die Lagen auf dem Kreisbogen 24', also nach x', 2', 3', 4', 5', 6', 7', 8' bewegen.
  • Wird nun z. B. der Kurbelzapfen in dem Punkt 7 mit der Schubstange 9 gekuppelt und der Zapfen o entkuppelt, so wird sich der Punkt 7 bei dem alsdann eintretenden Schwingen der Scheibe 25 um den Winkel a nach der Stelle 7' bewegen, während die Achse io der Schubstange 9 an einer Schwinge io, 22, um den Drehpunkt 22 schwingend, sich auf dem Kreisbogen 23 nach 17 bewegt, wodurch dieser Hebel io, 22 um vier Teile bzw. 4X Winkel ß gesteuert wird.
  • Wird andererseits, z. B. in dem Punkte 8, die Verbindung vorgenommen und die in o gelöst, so wird der Punkt io nach 18, also um vier Teile (4 X Winkel ß) nach der anderen Seite gesteuert, und 8', 18 stellt dann die Lage der Schubstangenverbindung für diesen Fall dar.
  • Die Linie 2o ist die Schubstangenverbindung für die Stellung 7', x7, und 21 ist die für Stellung 8', 18, während die Linie i9 die Verbindung in der Ruhelage zwischen o und io darstellt.
  • Die Wechselkurbelscheibe 25 bewegt sich nach erfolgtem Arbeitsgang (Ausschlagen um den konstanten Winkel a) wieder in ihre Ruhelage zurück, so daß die Achse io von der Stellung ix, 12, 13, 14, 15, 16, 17 oder 18 wieder in die Mittelstellung, wie dies die Gerade i9 anzeigt, gebracht wird. Es wird der Haltezapfen in o, der die Schubstange 9 jeweils in ihrer Lage halten soll, wieder gekuppelt und der jeweils gekuppelte Kurbelzapfen 38 wieder zurückgezogen, wodurch die Ausgangsstellung wiederhergestellt ist.
  • Die Anordnung ist so getroffen, daß die Entfernungen von io nach 1x, 13, 15, 17 und von io nach i2, 14, 16, und 18 vollkommen gleich geteilt sind, so daß durch Kuppeln in i oder 2 die Stellungen ii oder x2 geschaltet werden, desgleichen in 3 oder 4 die Stellungen 13 oder 14, in 5 oder 6 die Stellungen 15 oder 16 und in 7 oder 8 die Stellungen 17 oder 18, wie vorbeschrieben.
  • Wird also durch eine Auslösevorrichtung irgendeiner der Kurbelzapfen in i bis 8 eingeschaltet, so entsteht bei einem Hub von der Scheibe 25 um den Winkel a jeweils die oben angegebene Schaltung in der gewünschten Stufe. Da nach jedem Hub die Scheibe 25 wieder in ihre Ruhestellung zurücktritt, kommen auch die Bohrungen in der Schubstange und diejenigen in der Wechselkurbelscheibe stets wieder in eine gleichachsige Lage zueinander, so daß es ohne weiteres möglich ist, in dieser Ruhestellung den Zapfen o zu kuppeln und den eben zur Arbeit herangezogenen Kurbelzapfen wieder zurückziehen und abschalten zu können.
  • Um für jede herbeizuholende Matrize den kürzesten Weg zu schaffen, wurde die Anordnung so getroffen, daß die Matrizen selbst um eine mittlere Matrize gruppiert sind und daß die Ruhestellung des Matrizenträgers und des Wechselkurbelviereckes dieser Mittelstellung entspricht.
  • Dies wird betreffs der Kurbelscheibe dadurch erreicht, daß ein mit der Drehachse der Kurbelscheibe 25 konzentrischer o-Kurbelzapfen 5o angeordnet wurde (Abb. 4). Hieraus ergibt sich auch, daß bei der Wahl der vorerwähnten mittleren Matrize die ganze Vorrichtung in der Ruhestellung verbleibt, da derselben ja auf dem Bogen 24 der Punkt o und auf dem Bogen 23 die Achsstellung io entspricht (vgl. Abb. x). In diesem Falle findet das Auslösen des Gesamtantriebes durch die Taste unmittelbar ohne Vermittlung der oder einer der beiden Wechselkurbelscheiben statt.
  • Aus Abb. 2 ist die diesbezügliche Vorrichtung im Grundriß ersichtlich, und zwar ist auf der einen Hälfte durch Wegnahme der oberen Platte 26, die (wie in Abb. 2 und 5 ersichtlich) sich mittels. der Ansätze 28 und 29 auf die Scheibe 25 abstützt, die eine Gruppe der Hebel 34 sichtbar, die in Verbindung mit den zu steuernden Kurbelzapfen 38 stehen. Diese Hebel 34 (Abb.3) haben an dem freien Ende eine Pfanne, auf die die Spannstifte 31 drücken können, um den Hebel wieder in die Ruhelage zurückzuziehen, in der er durch die Klinke 40 und die Mutter 39 gehalten wird.
  • Die Klinken 3o stützen sich auf die Achse 44 und eine Feder .42 hält sie in der Sperrstellung, während ein Stift 32 zum Auslösen aus der Sperrstellung dient. Der Stift 32 ist verschiebbar in der Spannscheibe 3o gelagert und wird jeweils von derjenigen Tastengruppe verschoben, die die entsprechende Wechselhubsteuerung für den in Betracht kommenden Hub auslösen soll. In Abb. 3 ist die Spannscheibe 3o mit den zugehörigen Spannstiften 31 gerade in der Stellung dargestellt, in der die Klinke 4o eben eingeschnappt ist. Diese erhält naturgemäß einen Hub, der etwas tiefer geht, damit die Klinken .4o einspielen können, wie dies durch die punktierten Linien (Abb.3 und .f) angedeutet ist. Die Spannfläche 3o tritt in ihrer Ruhelage in der Richtung des Pfeiles so weit zurück, daß zwischen den Hebeln 34. und den Spannstiften 31 ein entsprechender Zwischenraum entsteht, damit der Hebel 3:1 bei dem Ausklinken frei ausschwingen und den Kurbelzapfenstift 38 kuppeln kann. Die Ansätze 28 und 29 an den Scheiben 25 und 26 halten diese Scheiben in einem bestimmten Abstand voneinander und sind durch Bolzen miteinander verbunden.
  • Ferner liegt zwischen den Platten 25, 26 eine Stange .I6, in welche die Enden der Hebel 44 und 55 (Abb. q.) eingreifen, die durch den um die Achse 45 schwingenden Rahmen 43 bewegt werden, wobei von der einen Gruppe diese Übertragung nach der Verbindungsstange durch das Zwischenstück 58 und den Hebel 55 bewirkt wird. Mit der Verbindungsstange .46 steht außerdem das Hebelende der Klinke 48 in Verbindung, die bei dem Anheben der Verbindungsstange .16 in der Pfeilrichtung (Abb. 4.) die um die Achse .19 drehbare Klinke .48, die sich gegen den Anschlag 39 stützt, auslöst, wodurch der durch die um die Bolzen 52 gelegte Feder 51 beeinflußte Nullzapfen 5o aus der Schubstange 9 herausgezogen wird. (In diesem Zeitpunkt befindet sich die Spannscheibe 30 in ihrer Ruhestellung, so daß also zwischen dem pilzförmigen Kopf 57 und dem betreffenden Spannzapfen, der als Nabe für den Anschlagstift 33 aus der Platte 30 wächst, genügend Zwischenraum vorhanden ist, so daß der Zapfen 5o sich frei bewegen kann.) In diesem Augenblick ist die Spannscheibe 30 in ihrer äußersten, durch den Pfeilstrich angedeuteten, zurückgezogenen Lage, und in dieser Stellung ragt der Auslösestift 33 aus seiner Nabe, die zu diesem Zweck durchbohrt ist, hervor, derart, daß bei dem Auslösen des Hebels 48 der Pilz 57 gegen diesen Auslösestift 33 schlägt, denselben ein Stück zurückschiebt und dadurch seinerseits die Antriebsvorrichtung der Maschine bewegt. Der Anschlag .17 sitzt über einem nabenförmigen Teil, der aus der Fläche 26 hervorragt und ein elastisches Polster trägt, damit das Übertragungsstück 4.6 in seinem Hub begrenzt wird und der durch die Feder 53 bewirkte Stoß elastisch aufgefangen wird.
  • Abb. 6 stellt die Tastatur dar. Dieselbe ist in die waagerechten Gruppen 70, 71, 72, 73, 7.4, 75, 76, 77 und 78 und in die senkrechten Gruppen 6o, 61, 62, 63, 64., 65, 66, 67 und 68 geteilt. Die erste Gruppe steht mit der Wechselhubsteuerung (Abb.7), welche die Längsbewegung des Matrizenträgers 85 in der Richtung der Mantellinien bewirkt, und die zweite mit der Wechselhubsteuerung (Abb.8), die den Matrizenträger bei dem Drehen um seine Achse steuert, in Verbindung. Die mittelste Taste 59, die in diesem Beispiel den Buchstaben »e« trägt, steht in unmittelbarer Verbindung mit der Auslösevorrichtung des Gesamtantriebes der Maschine. Die Einstellvorrichtung befindet sich in ihrer Ruhelage stets in Mittelstellung, d. h. der o-Zapfen 50 ist mit der Schubstange 9 verbunden. Es tritt dann bei dem Anschlagen einer Taste 59 der Gruppe 7o die Wechselhubsteuerung (Abb.7) für das Längsbewegen des Matrizenträgers nicht in Tätigkeit, und ebenso bleibt bei dem Anschlagen einer Taste der Gruppe 6o die Wechselhubsteuerung für die Drehbewegung (Abb. 8) des Matrizenträgers in Ruhe. Das Anschlagen irgendeiner anderen Taste 59 setzt beide Steuerungen in Gang. Z. B. gehört der Buchstabe »r« für die Längsbewegung der Gruppe 74. an, weshalb der Kurbelzapfen 38 im Punkt d. bei der diesbezüglichen Wechselhubsteuerung (Abb.7) eingeschaltet wird. Außerdem wird bei der Wechselhubsteuerung für die Drehbewegung (Abb.8) der der Gruppe 63 entsprechende Kurbelzapfen 38 eingeschaltet. Es ist dies der Kurbelzapfen 38 im Punkt 3, denn es stehen die jeweiligen Gruppen durch entsprechende Auslöseverbindungen 69,-z. B. wie in dem Ausführungsbeispiel dargestellt, mittels Bowdendrähten, an deren Stelle auch elektrische, pneumatische, hydraulische und andere mechanische Übertragungen mittels entsprechender Gestänge treten können, mit den diesbzüglichen Klinkenenden ,1.o durch die in der Platte 3o frei beweglichen Auslösestifte 32 derart in Verbindung, daß bei dem Anschlagen einer der entsprechenden Gruppe angehörenden Taste 59 die jeweiligen beiden Wechselhubsteuerungen auf den erforderlichen Hub geschaltet werden.
  • Abb.7 stellt die Wechselhubsteuerung für das Längsbewegen des Matrizenträgers 85 dar, die in dem vorliegenden Falle die bei - Abb. i näher beschriebenen Wechselhübe auf dem Kreisbogen 23 mittels der Zahnräder 79 und 8o und der Zahnstange 81, wie aus der Abbildung unschwer ersichtlich ist, auf den Typenzylinder 85 überträgt, dessen Halter 83 mit seinen Zentrierbohrungen 84 mittels der Welle 82 mit dem Zahnrad 8o' starr verbunden und in der hohlen, außen verzahnten Vierkantwelle 81 (Schnitt D-D) drehbar gelagert ist.
  • Abb.8 stellt die Wechselhubsteuerung für das Drehen des Matrizenträgers 85 dar, die mittels derselben Übertragungsglieder, sie sind in Abb. 7 und 8 mit ' bezeichnet, die jeweils gewünschten Hübe auf dem Kreisbogen 23' mittels des Zahnrades 79' auf das mit dem Matrizenträger 85, wie vorbeschrieben, starr verbundene Zahnrad 8o' überträgt und somit das jeweils gewünschte Drehen des Matrizenträgers um das jeweils erforderliche Maß bewirkt. Bei 86 befindet sich die Gießstelle, und in der in Abb. 7 und 8 dargestellten Ruhelage der ganzen Vorrichtung befindet sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Tastatur (Abb.6) die Matrize für »ec< über ihr.
  • Die Knöpfe 59 der Tastatur (Abb. 6) sind leicht ohne Werkzeuge auswechselbar, ebenso die Matrizen des Matrizenträgers 85, so daß sich jede gewünschte Zusammenstellung und auch jeder gewünschte Wechsel der Zeichen auf den Tasten und den Matrizen für besondere Zwecke in einfachster Weise. herstellen läßt.
  • Wie aus obiger Beschreibung zu entnehmen ist, befindet sich in der Ruhelage die Schubstange 9 in der in Abb. z dargestellten Stellung. Der Kurbelzapfen 50 wird durch die Klinke 48 festgehalten, die sich auf die Achse 49 stützt und unter dem Druck der Feder 43 steht; entgegen dem Druck der Feder 51 auf den Bolzen 5a, welche den Kurbelzapfen 50 in der Pfeilrichtung aus der Schubstange 9 und der Gegenscheibe 27 herauszuziehen bestrebt ist.
  • Die sämtlichen übrigen, wahlweise einschaltbaren Kurbelzapfen 38 (Abb. 3) stehen mittels der Spann- und Ubertragungshebel 34, die sich um die Achse 35 drehen, unter der Einwirkung der Spannfedern 36 auf der Achse 37 und werden in ihrer Lage durch die Muttern 39 und die Klinken 40, die sich auf die Achse 41 stützen, festgehalten. Unter dem Hebel 34 befindet sich in der Nähe der Kurbelzapfen ein Rahmen 43, der sich um die Achse 45 dreht und der mittels des Hebelendes 44 die Stange 46 bewegt. Ein derartiger Rahmen befindet sich unter dem Einfluß jeder Hebelgruppe 34 beiderseits des mittleren Drehzapfens o, und von dem zweiten Rahmen findet diese Übertragung (Abb.5) mittels einer Zugstange 58 durch einen auf der Achse 56 gelagerten Hebel 55 nach der Übertragungsstange 46 statt.
  • Wird nun z. B. eine Taste der Tastatur der Maschine angeschlagen, so spielen sich folgende Vorgänge ab: Der Tastendruck wirkt auf den der jeweils niedergedrückten Taste 59 zugehörigen Gruppenrahmen (Gruppenrahmenpaar). Dadurch wird der diesem Gruppenrahmen entsprechende Auslösestift 32 gegen die durch die Feder 42 in ihrer Ruhelage gehaltene Klinke 40 gedrückt, wodurch dieselbe zum Ausklinken kommt und den Kurbelzapfen 38 freigibt, der unter dem Druck der Feder 36 in Pfeilrichtung in die Schubstange 9 und die Gegenscheibe a7 hineingestoßen wird und dadürch die Schubstange 9 mit dem Kurbelzapfen 38 kuppelt. Nach etwa einem halben Hub des Hebels 34 stößt er auf den Rahmen 43, der unter Vermittlung seines Hebelendes 44 bzw. der Zugstange 58 und des Hebels 55. die Stange 46, die in ihrem Hub durch den aufgeschraubten Deckel 47 mit elastischer Unterlage begrenzt wird, anhebt und dadurch den Hebel 48 mit seiner Klinke dreht, wodurch der mittlere Kurbelzapfen 5o freigegeben wird und unter dem Druck der Feder 51 aus der Schubstange 9 herausgezogen wird. Die mittlere Kurbelstange 50 trägt an ihrem oberen Ende ein Stoßteil 57, der auf den Übertragungsstift 33 einwirkt, der seinerseits den Antrieb der Maschine einschaltet, so daß nunmehr ein Arbeitsgang vor sich geht.
  • Die Folge ist, daß nun zunächst die Wechselkurbelscheibe 25 um den Winkel a schwingt und daß durch den geschalteten Kurbelzapfen z. B, in dem Punkt 8 (Abb. z) die Schubstange 9 in die Lage 8'-z8 gebracht wird, wodurch ein Schalten um 4 X Winkel ß stattgefunden hat. In dieser Stellung verbleibt die Wechselkurbelscheibe 25 nunmehr, bis der Gießvorgang und alle sonstigen notwendigen Bewegungen eines Arbeitsganges erfolgt sind. Hierauf bewegt sich die Wechselkurbelscheibe 25, wieder zurück in ihre Ruhelage, worauf die Stoßfläche 30 in die in der Zeichnung (Abb.3) dargestellte Lage geht und mittels der Nabe des Stoßstiftes 33 den mittleren zentralen Kurbelzapfen 5o wieder in die Schubstange 9 hineinschiebt, d. h. kuppelt, wodurch die Klinke 48 wieder einschnappen und den Zapfen 50 in seiner Lage halten kann.
  • Ferner werden hierbei durch die Stoßstifte 31 die Hebel 34 niedergedrückt und dadurch der jeweils gekuppelte Kurbelzapfen 38 aus der Schubstange 9 herausgezogen und durch die einschnappende Klinke 40 mittels der Mutter 39 in seiner Ruhelage festgehalten, worauf sich die Stoßscheibe 3o ebenfalls in ihre Ruhelage zurückbegibt. Diese Stoßscheibe 30 tritt in die Ruhelage so weit zurück, daß die Hebel 34 später ihren Hub frei und unbehindert ausführen können. Sodann kommt die ganze Vorrichtung zum Stillstand, um erst durch erneuten Tastenanschlag wieder in Gang gesetzt zu werden.
  • Wie aus den Abb. z, 2, 7 und 8 ersichtlich ist, ist in dem Ausführungsbeispiel die M'echselhub- Steuerung für vier Stufen nach vorwärts und vier Stufennachrückwärtsausgeführt. Eskannselbstverständlich eine beliebige Anzahl Stufen mit beliebigen Teilungen nach der einen oder der anderen Seite hergestellt werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einzellettern-Gieß- und -Setzmaschine mit einem die Matrizen in Reihen auf der `lantelfläche bzw. einem Teil der Mantelfläche tragenden Drehkörper, der durch Längsverschieben und Drehen die jeweils gewünschte Matrize über der Gießform einstellt, dadurch gekennzeichnet, daß beide Bewegungen durch gleichartige Schwingkurbelgetriebe erzeugt werden, deren einer Kurbelarm durch wahlweises Kuppeln verschiebbarer Kurbelzapfen mit entsprechenden Bohrungen in einer Schubstange (g) größer oder kleiner gestaltet werden kann.
  2. 2. Einzellettern-Gieß- und -Setzmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, claß durch Tastenanschlag ein Sperrhebel (4o) ausgelöst und der dem gewünschten Hub entsprechende, unter Federdruck stehende Kurbelzapfen (38) dadurch in die ihm entsprechende, in Ruhestellung ihm stets gegenüberliegende Bohrung in der Schubstange (g) eintritt, während hierdurch gleichzeitig eine Klinke (48) ausgelöst wird, die den in Ruhestellung stets gekuppelten, im Drehpunkt der Scheibe (25) angeordneten Nullkurbelzapfen (5o) entkuppelt, also gegen den anderen auswechselt.
  3. 3. Einzellettern-Gieß- und -Setzmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem durch Tastenanschlag ein Kurbelzapfen (38) gegen den Kurbelzapfen (5o) ausgewechselt ist, die Scheibe 25 einmal um einen stets gleichen Winkel schwingt, wodurch die Schwinge (g) dem jeweils gekuppelten Kurbelzapfen (38) entsprechend von o um einen Winkel ß bzw. ein Mehrfaches des Winkels ß geschwenkt wird. .
  4. 4. Einzellettern-Gieß- und -Setzmaschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem Drehpunkt der Kurbelscheibe 25 sich befindende Nullkurbelzapfen (5o) bei seinem Entkuppeln mittels eines Stiftes (33) eine Kupplung auslöst, die den Antrieb der Maschine einschaltet.
  5. 5. Einzellettern-Gieß- und -Setzmaschine nach Anspruch i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ausschlag der Kurbelscheibe (25) diese wieder in ihre Ruhestellung zurückkehrt, worauf mittels einer verschiebbare Ansätze tragenden Platte (3o) der mittlere Kurbelzapfen wieder eingeschoben und gesichert wird, gleichzeitig aber der in Anwendung gewesene Kurbelzapfen zurückgezogen und auch gesichert wird, worauf auch der Antrieb der Maschine wieder ausgerückt wird.
DE1930567608D 1930-10-31 1930-10-31 Einzellettern-Giess- und -Setzmaschine mit einem die Matrizen in Reihen auf der Mantelflaeche tragenden Drehkoerper Expired DE567608C (de)

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