DE56722C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus Neublau - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus Neublau

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DE56722C
DE56722C DENDAT56722D DE56722DA DE56722C DE 56722 C DE56722 C DE 56722C DE NDAT56722 D DENDAT56722 D DE NDAT56722D DE 56722D A DE56722D A DE 56722DA DE 56722 C DE56722 C DE 56722C
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Germany
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dimethyl
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diethyl
phenylenediamine
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DENDAT56722D
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leopold cassella & co. in Frankfurt a. M
Publication of DE56722C publication Critical patent/DE56722C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Meldola hat zuerst die Bildung von Farbstoffen durch Einwirkung von Nitrosodimethylanilin auf ß-Naphtol beobachtet; solche Condensationsproducte aus Nitrosodimethyl- und Nitrosodiäthylanilin haben die Erfinder im Jahre 1883 unter dem Namen Neublau in den Handel eingeführt. Auch durch Oxydation von Dimethyl- bezw. Diäthyl-p-phenylendiatnin mit ß-Naphtol nach dem Köchlin-Wittschen Verfahren gelangt man zu denselben Farbstoffen. Es hat sich gezeigt, dafs sich dieselben mit Aminen zu neuen Farbstoffen vereinigen lassen.
Die Arbeitsbedingungen sind stets so zu wählen, dafs das Neublau mit der freien Base in Reaction treten kann; man mischt also Lösungen von Neublau mit Lösungen der Base oder vermischt mit Lösung eines Salzes der Base und stumpft die Mineralsäure mit Soda, Lauge oder essigsaurem Natron ab, oder man schmilzt Neublau vorsichtig mit der Base zusammen.
Der Farbstoff aus
Anilin und Dimethylneublau
Anilin und Diäthylneublau
o-Toluidin und Dimethylneublau
o-Toluidin und Diäthylneublau
p-Toluidin und Dimethylneublau
p-Toluidin und Diäthylneublau
m-Xylidin und Dimethylneublau -.
m-Xylidin und Diäthylneublau
Beispiel I. 3Ί kg Neublau werden in 300 1 Wasser bei 500 C. mit 20 kg Anilinchlorhydrat gelöst; man setzt bei dieser Temperatur 30 kg Soda hinzu und rührt längere Zeit. Nachdem die Lösung mit Salzsäure angesäuert ist, kocht und filtrirt man und fällt aus dem Filtrat den Farbstoff mit Kochsalz.
Beispiel II. Eine wässerige Lösung von 10 kg Dimethyl - ρ - phenylendiamin wird mit 10 kg Neublau 24 Stunden auf ca. 700 C. erwärmt; man säuert alsdann schwach an, kocht auf und filtrirt. Beim Erkalten der Lösung scheidet sich der gebildete Farbstoff ab.
Beispiel III. 1 Theil Neublau wird mit dem gleichen Gewicht a-Naphtylamin auf dem Wasserbade kurze Zeit erwärmt. Man löst das überschüssige Naphtylamin durch Auskochen mit verdünnter Salzsäure, wobei nur wenig Farbstoff in Lösung geht und die Hauptmenge desselben als schwarzes, glänzendes Pulver zurückbleibt.
Die Farbstoffe zeigen folgendes Verhalten:
färbt
dunkelblau
grünlichblau
ct-Naphtylamin und Dimethylneublau
ct-Naphtylamin und Diäthylneublau .
ß-Naphtylamin und Dimethylneublau .
ß-Naphtylamin und Diäthylneublau .
röthlichblau
graublau
Leicht löslich in angesäuertem Wasser. Die Chlorhydrate werden durch Alkalien in die rothgefärbten schwerlöslichen Basen verwandelt. Die Färbungen sind lichtecht.
I Die Salze sind schwer löslich in > Wasser, löslich in Alkohol I mit blauer Farbe.
Der Farbstoff aus
m-Phenylendiamin und Dimethylneublau
m-Phenylendiamin und Diäthylneublau..
m-Toluylendiamin und Dimethylneublau
m-Toluylendiamin und Diäthylneublau . .■
p-Phenylendiamin und Dimethylneublau.
p-Phenylendiamin und Diäthylneublau
p-Toluylendiamin und Dimethylneublau
p-Toluylendiamin und Diäthylneublau
Dimethyl-p-phenylendiamin und Dimethylneublau. Dimethyl-p-phenylendiamin und Diäthylneublau . . Diäthyl-p-phenylendiamin und Dimethylneublau... Diäthyl-p-phenylendiamin und Diäthylneublau ....

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen, welche tanningebeizte Baumwolle blau bis grünblau färben durch Einwirkung von Anilin, o- und p-Toluidin, m-Xylidin, α- und ß-Naphtylfärbt
    indigoblau
    indigoblau
    grünlich
    indigoblau
    Leicht löslich in Wasser. Die Farbe wird durch Alkalien leicht in Roth verändert.
    Leicht löslich in Wasser, werden nur durch starke Alkalien verändert. Die Färbungen sind lichtecht.
    amin, m- und p-Phenylendiamin, m- und p-Toluylendiamin, Dimethyl-p-phenylendiamin, Diäthyl-p-phenylendiamin auf Dimethyl- oder Diäthylneublau.
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