DE566186C - Vorrichtung zur elektrischen Steuerung von Haupt- und Hilfsventilen - Google Patents

Vorrichtung zur elektrischen Steuerung von Haupt- und Hilfsventilen

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DE566186C
DE566186C DE1930566186D DE566186DD DE566186C DE 566186 C DE566186 C DE 566186C DE 1930566186 D DE1930566186 D DE 1930566186D DE 566186D D DE566186D D DE 566186DD DE 566186 C DE566186 C DE 566186C
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K31/00Actuating devices; Operating means; Releasing devices
    • F16K31/02Actuating devices; Operating means; Releasing devices electric; magnetic

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur elektrischen Steuerung von Haupt- und Hilfsventilen, die die Ventile derart beeinflußt, daß das Hauptventil nicht geöffnet werden kann, bevor das Hilfsventil geöffnet ist.
Es ist bei Anordnungen dieser Art bekannt, den die beiden Ventile bewegenden Elektromotor mittels eines einzigen SoIenoides zu steuern. Bei diesen Anordnungen wird die Selbstinduktion des Solenoides ausgenutzt, um das Öffnen des Hauptventils zu verzögern, bis das Hilfsventil durch die ihm zugeordnete Kupplung geöffnet worden ist.
Derartige Anordnungen haben sich jedoch in der Praxis als wenig zuverlässig erwiesen, da die Selbstinduktion Variationen unterworfen ist, so daß eine zuverlässige, zwangsläufige Steuerung nicht besteht. Ein weiterer Nachteil der älteren Anordnungen besteht darin, daß die beiden Ventile nur in einer bestimmten Reihenfolge betätigt werden können.
Gemäß der Erfindung werden die vorbeschriebenen Nachteile dadurch beseitigt, daß dem Hilfsventil ein besonderes Solenoid zugeordnet wird, welches die das Hilfsventil mit dem Motor verbindende Kupplung steuert. Die Stromkreise des Motors und der beiden Solenoide sind durch Hauptventilhubschalter und Hilfsventilhubschalter und gegebenenfalls durch einen vom Hauptventil, dem Hilfsventil oder dem Hauptsolenoid betätigten Folgeschalter derart mit einem Hauptschalter verbunden, daß das Hilfsventil vor dem Hauptventil geöffnet bzw. vor oder nach dem Hauptventil geschlossen werden kann, wobei ein einziger Motor oder zwei getrennte Motoren verwendet werden und die Betätigung der Ventile unabhängig vom Leerlauf des Motors bzw. der Motoren erfolgt. Hierbei kann ein durch den Angriff der Kupplungen veranlaßtes plötzliches Anschlagen den Beginn der Öffnungs- oder Schließbewegung der Ventile bewirken.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt. Es zeigen:
Abb. ι eine Ansicht der Gesamtanordnung bei Anwendung der Erfindung für ein Dampfventil mit Hilfsventil, die beide durch den gleichen Motor beeinflußt werden,
Abb. ι A, iB und iC Ansichten der Hauptteile nach Abb. 1 mit einem Schema der Schaltungen für die in Betracht kommenden Änderungen der elektrischen Schaltungen, wobei die Schalter schematisch in der Nähe des Getriebes dargestellt sind, durch welches sie beeinflußt werden,
Abb, 2 eine der Abb. 1 ähnliche Ansicht der Gesamtanordnung, wenn das Hilfsventil durch einen Hilfsmotor beeinflußt wird,
Abb. 2A, 2B und 2C den Abb. iA, iB und ι C ähnliche Ansichten der elektrischen Schaltungen für die Vorrichtung nach Abb. 2,
Abb. 3 eine Ansicht einer geeigneten Ausführungsform eines Hauptschalters,
Abb. 4 ein Schema eines Hauptschalters und der Schaltung für die Anordnung nach 5 Abb. ι D bei Verwendung eines Gleichstrommotors,
Abb. 5 ein ähnliches Schema der Anordnung bei Verwendung eines Dreiphasenwechselstrommotors und
ίο Abb. 6 eine schematische Ansicht einer Anordnung für zwei zusammenarbeitende Hauptschalter.
Die Abb. 2B, 3, -4, 5 und 6 beziehen sich auf die gleiche Ausführungsform. Abb. 4 zeigt Gleichstrom- und Abb. 5 Wechselstrommotoren.
Es sollen zunächst die Hauptteile des mechanischen Getriebes kurz beschrieben werden.
V ist das Hauptventil, ν ι dessen Spindel, ν 2 die Ventilführung, ν 3 sind Seitenstangen, die den Ventilkreuzkopf tragen. Ä ist das Schaltergehäuse, in welchem die Hub-• schalter des Hauptventils angeordnet sind. O ist die Auslösevorrichtung, die den zum Öffnen dienenden Hubschalter freigibt, wenn das Hauptventil ganz geöffnet ist. C ist die Auslösevorrichtung, die den zum Schließen dienenden Hubschalter betätigt, wenn das Hauptventil geschlossen ist. B ist die Auslösestange für den Hubschalter, die durch den von der Führung ν 2 getragenen Teil D beeinflußt wird.
G ist das Umström- oder Hilfsventil, g· 1 dessen Spindel und g 2 eine \rerlängerung letzterer. F ist das Schaltergehäuse, in welchem die durch das Hilfsventil beeinflußten Hubschalter angeordnet sind.
M ist der Hauptmotor, m 1 (Abb. 2) dessen Welle, m 2, m 3. m 4, m S, m 6, m 7 und m 8 sind die Fliehkraftkupplung und das Getriebe, um den Motor mit dem Teil m 9 der frei auf der Spindel ν ι angeordneten Hauptkupplung zu verbinden, s 12 ist der auf der Ventilspindel ν ι aufgekeilte Kupplungsteil und h ι der dritte an dem Handrad H befestigte Kupplungsteil.
S ist die Hauptsteuerung, welche den Hauptkupplungsteil ί I2 und die Fliehkraftkupplung in 2 bis m 4 durch den bei s 6 drehbar gelagerten Hebel ί 5 steuert, der einerseits bei j 8 mit den Steuerteilen der Kupplung m 2 bis m 4 und m 9 und andererseits bei s 4 mit dem beweglichen Teil s 1 des SoIenoides 6* verbunden ist. Dieser bewegliche Teil s ι des Solenoides 5 steht unter dem Einfluß einer Feder s 2, welche für gewöhnlich den Hebel s 5 in derjenigen Lage hält, in welcher das Handrad in Eingriff steht. Die A^erlängerungsstange g 2 des Hilfsventils ist durch die Teile g 3 und g 4 mit den Daumen in dem Gehäuse F verbunden, durch welche die Hubschalter für das Hilfsventil und der später zu beschreibende Folgeschalter beeinflußt werden.
Die Hubschalter sind in folgender Weise angeordnet: 0 1 und 0 2 sind ein miteinander verbundenes Paar, von »Offen«-Hubschaltern für das Hauptventil;
c ι und c 2 sind ein miteinander verbundenes Paar von »Schließtf-Hubschaltern für das Haitptventil.
Diese Schalter liegen in dem Schaltergehäuse^' und sind schematisch dargestellt. Sie werden durch Daumen O und C beeinflußt..
Go ι und Gc 1 sind die einzelnen »Offen';- und »Schließe-Hubschalter für das Hilfsventil G, welche in dem Schaltergehäuse F angeordnet sind und durch das Daumengetriebe auf der Stange g 2 des Hilfsventil gesteuert werden. Sg ist der Folgesteuerschalter.
K ist der Hauptschalter, der doppelseitig, jedoch schematisch für einpolige Schaltung dargestellt worden ist. Für Dreiphasenströme müssen die Hauptschalter dreipolig oder doppelpolig mit einem Pol in jeder von zwei der Phasen versehen sein. In der Praxis wird der Hauptschalter als Trommel mit mehreren Kontakten ausgebildet.
E ist das Hilfssolenoid und Z der Hilfsmotor.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 1 beeinflußt die Verlängerung G 2 der Spindel des Hilfsventil G die Hubschalter und den Folgesteuerschalter in dem Gehäuse F durch das Getriebe g 3 und g 4. An der Verlängerung ist eine aus den beiden Teilen g 5 und g 6 bestehende Kupplung vorgesehen, von denen der eine gegen Drehung gesichert an der Spindel g 2 befestigt ist, während der andere auf dieser frei drehbar angeordnet und über das Kettenrad g 7 und die Kette g 8 mit einem Kettenrad g 9 verbunden ist, welches an dem von dem Motor AT getriebenen und mit dem Zahnrad m 8 verbundenen Kupplungsteil m 9 befestigt ist.
Die Kupplung g 5, g 6 wird durch einen Hebel e 4 gesteuert, dessen Ende e 5 drehbar gelagert ist, während sein Ende e 6 mit dem beweglichen Teil e 1 des Solenoides E verbunden ist. e 2 ist die Feder und e sind die Anschlußklemmen des Hilfssolenoides. Der Hebel e 4 ist mit dem beweglichen Teil der Kupplung g 5, g 6 durch einen Lenker e 8 verbunden, e 9 ist eine Feder, welche, wenn das Solenoid entmagnetisiert wird, die beiden Kupplungsteile g 5, g 6 außer Eingriff miteinander hält. Die Teile werden entgegen der Wirkung der Feder in Reibungsberührung gehalten, wenn das Hilfssolenoid E erregt ist.
so daß, wenn der Motor M angelassen wird, die Spindel g 2 durch das Getriebe gg, g8, gj und die Kupplungsteile g 6, g 5 getrieben wird, wodurch, je nach der Drehrichtung des Motors, das Hilfsventil G geöffnet oder geschlossen wird.
Die zur Steuerung der oben beschriebenen Vorrichtung dienenden elektrischen Schaltungen sind in Abb. iA dargestellt. Bei dieser Anordnung werden die »Offen«-Hubschalter ο ι und ο 2 und die »Schließe-Hubschalter c ι und c 2 des Hauptventils durch Federn für gewöhnlich geschlossen gehalten. Wenn das Hauptventil vollständig" geöffnet ist, sind dagegen die Schalter 0 1 und 0 2 offen, während die Schalter c 1 und c 2 offen sind, wenn das Hauptventil vollständig geschlossen ist. Diese Paare von Schaltern werden durch die Auslösevorrichtungen O bzw. C beeinflußt. Die »Offen«-Hubschalter Go i, Go 2 und die »Schließe-Hubschalter Gc 1, Gc 2 des Hilfsventil G werden für gewöhnlich durch Federn geschlossen gehalten, doch öffnen sich die Schalter Go 1, Go 2, wenn das Hilfsventil vollständig offen ist, und die Schalter Gc 1 und Gc 2 öffnen sich, wenn das Hilfsventil geschlossen ist.
Ein für Gleichstrombetrieb geeigneter Schalter ist schematisch dargestellt. Der Einfachheit halber ist nur der Motor-Xebenschlußstromkreis mit den Klemmen m veranschaulicht. Der Schalter des Ankerstromkreises, die von dem Hauptschalter beeinflußt werden, sind in Abb. 5 dargestellt. Die Drehrichtung des Motors ist davon abhängig, in welcher Richtung der Hauptschalter Ä' von seiner Mittelstellung bewegt wird.
L und L 2 sind die beiden Stromzufuhrleitungen.
Der Hauptschalter ist in allen Fällen in seiner Ruhe- oder Mittellage gezeigt, k 1 ist ein von dem Arm K getragenes Kontaktsegment, k 2, k 2' sind Kontakte zum Schließen des Hilfsventils und k 3 und /; 4 Kontakte zum Schließen des Hauptventils. Zum Öffnen des Hilfs- bzw. Hauptventils dienen die Kontakte k 5, k 5' bzw. k 6 und k 7. Die Schaltungen sind wie folgt:
k ι ist durch die Leitung 20 mit der Hauptleitung L 2 verbunden.
k 2 ist durch die Leitung 1 mit dem Kontakt 2 des »Schließe-Hubschalters Gc 1 verbunden, k 2' ist durch die Leitung 1' mit dem Kontakt 2' des »Schließe-Hubschalters Gc 2 verbunden, k 5 ist durch die Leitung 3 mit dem Kontakt 4 des »Offen«-Hubschalters go 2 verbunden, k 5' ist durch die Leitung 3' mit dem Kontakt 4' des »Offen«-Hubschalters go ι verbunden, k 3 ist durch die Leitung 5 mit dem »Schließe-Hubschalter c 1 verbunden, k 4 ist durch die Leitung 6 mit dem »Schließe-Hubschalter c 2 verbunden, k 6 ist durch die Leitung 7 mit dem »Offen«-Hubschalter ο 2 und k 7 durch die Leitung 8 mit dem »Offene-Hubschalter 0 1 verbunden. Die Kontakte 9 und 11 der Hubschalter 0 1 und c ι sind durch die Leitung 21' mit der Klemme s des Hauptsolenoides S verbunden. Die Kontakte 10 und 12 der Schalter 0 2 und CZ sind durch die Leitungen 14 und 18 mit einer der Motorklemmen m und durch die Leitungen 14 und 21 mit den beiden Hubschaltern Go 2 und Gc 1 des Hilfsventils verbunden. Die Hubschalter Go 1 und Gc 2 für das Hilfsventil sind durch die Leitung 23 mit der Klemme e des Hilfssolenoides verbunden. Die Klemmen s und m des Hauptsolenoides bzw. des Motors M sind durch die Leitungen 17 bzw. 19 mit der Hauptleitung L verbunden. Die Klemme e des Hilfssolenoides E ist durch die Leitungen 24 und 17 mit der Hauptleitung L verbunden.
Angenommen, beide Ventile sind geschlossen und der Hauptschalter K ist in einem dem Uhrzeiger entgegengesetzten Sinne bewegt worden, so daß das Segment k 1 mit k 5 und k S' in Berührung steht, was der Hilfsventil-»Offene-Stellung entspricht, so wird der Stromkreis von der Hauptleitung L2 über die Leitung 20, den Kontakt k 5, die Leitung 3, den Schalter Go 2, die Leitungen 21 und 14, die Leitung 18, die Klemmern des Motors, die Leitung 19 und die Hauptleitung L bzw. von der Leitung L 2 über die Leitung 20, Kontakt k 5', Leitung 3', Schalter Go 1, Leirung 23, Hilfssolenoid E, Leitung 24 und 17 und Hauptleitung L geschlossen.
Unter diesen Bedingungen wird der Motor im richtigen Sinne gedreht, um das Hilfsventil zu öffnen, und da das Hilfssolenoid E erregt wird, stehen die Kupplungsorgane g 5 und g 6 (Abb. 1) in Eingriff miteinander. Das Hilfsventil wird durch das Getriebe g 9, g&> S 7, g6> S 5. S2 geöffnet. Sobald das Hilfsventil vollkommen geöffnet Avorden ist, öffnen sich die Hubschalter Go 1 und Go 2, der Motor kommt zum Stillstand, und die Hilfskupplung wird ausgeschaltet.
Wenn der Schaltarm K im Sinne des Uhrzeigers in die Stellung bewegt wird, in weleher das Hauptventil geöffnet wird, werden die Kontakte k 6 und ky durch das Segment k 1 über die Leitung 20 mit der Hauptleitung L 2 verbunden. Der Stromkreis wird alsdann von k 6 über Leitung 7, »Offem-Hubschalter σ 3, "5 Leitung 18, Motor M, Leitung 19 und Hauptleitung L geschlossen, und der Motor läuft an. Der Stromkreis von dem Kontakt k 7 wird durch die Leitung 8, den »Offene-Hubschalter 0 i, Kontakt 9, Leitung 21', Hauptsole- 12a noid,5\ Leitung 17 und Leitung L geschlossen. Durch das Solenoid 5" wird der Motor
mit der Hauptkupplung verbunden und das Hauptventil geöffnet. Sobald das Hauptventil vollständig geöffnet worden ist, werden die Stromkreise durch Öffnen der Schalter ο ι und ο 2 unterbrochen.
Wenn beide Ventile offen sind und der Hauptschalter K im Sinne des Uhrzeigers in die das Nebenventil schließende Lage bewegt wird, wird der Stromkreis von der Hauptleitung L 2 über Leitung 20, Segment k 1, Kontakte k 2, k 2', alsdann über Leitung 1, Kontakt 2, Schalter Gc 1, Leitungen 21, 14 und 18, Motor M, Leitung 19, Hauptleitung L und über Leitung ι', Kontakts', Schalter Gc2, Leitung 23, Hilfssolenoid E1 Leitungen 24 und 17, Hauptleitung L geschlossen. Der Motor M dreht sich nun im umgekehrten Sinne und schließt das Hilfsventil durch Betätigung der Kupplungsorgane g 5 und g 6, so welche durch die Erregung des Hilfssolenoides in Eingriff miteinander stehen. Sobald das Hilfsventil geschlossen ist, öffnen sich die Schalter Gc 1 und Gc 2 und unterbrechen die Stromkreise. «5 Wenn nun der Hauptschalter K weiter im Sinne des Uhrzeigers in die Hauptventilschließlage bewegt wird, werden die Kontakte k 3 und k 4 durch die Leitung 20 mit der Hauptleitung L 2 verbunden. Es wird dann ein Stromkreis von dem Kontakt &4 über Leitung 6, »Schließe-Hubschalter c 2, Leitungen 14 und 18, Motor M und Hauptleitung L geschlossen. Der Stromkreis von dem Kontakt k 3 wird über Leitung 5, Schließhubschal ter ei, Leitung 21', Hauptsolenoid S, Leitung 17 und Hauptleitung L geschlossen. Das Hauptventil wird durch diese Schaltungen geschlossen, worauf die »Schließ«-Hubschalter C 1 und C 2 geöffnet und die Stromkreise unterbrochen werden.
Es leuchtet ein, daß durch die beschriebene Anordnung das Hilfsventil durch die freie Bewegung des Motors nicht beeinflußt wird. Anderenfalls müßte jedes Weiterlaufen des Motors nach dem Öffnen des zugehörigen Hubschalters durch das Ventil selbst unterbrochen werden, wodurch unerwünschte Beanspruchungen und Abnutzungen der Ventilsitze erfolgen würden.
Bei der beschriebenen Anordnung wird durch die Wirkung des zugehörigen Hubschalters das Hilfssolenoid entmagnetisiert, wodurch augenblicklich die Kupplungen g 5, g 6 außer Eingriff kommen, so daß der Motor weiterlaufen kann, ohne in irgendeiner Weise das Ventil zu beschädigen. Diese bestimmte Steuerung oder Regelung durch das Hilfsventil ist auch noch in vielen anderen Beziehungen von großem Vorteil, z. B. wenn kleine Öffnungs- bzw. Schließbewegungen des Hauptventils erreicht werden sollen.
Bei der beschriebenen Anordnung können das Haupt- und Nebenventil in beliebiger Reihenfolge unabhängig voneinander geöffnet und geschlossen werden. Für gewöhnlich ist es jedoch erwünscht, eine selbsttätig wirkende, von der Aufmerksamkeit des die Anlage Bedienenden unabhängige Vorrichtung für eine bestimmte Reihenfolge der Betätigung der beiden Ventile zu schaffen. Eine derartige Reihenfolge ist gewöhnlich so, daß beim Öffnen des Ventils das Hilfsventil sich eher öffnet als das Hauptventil, während beim Schließen das Hilfsventil geschlossen wird, nachdem das Hauptventil geschlossen worden ist. Eine Anordnung zur Erzielung dieses Zweckes ist in Abb. iB dargestellt. Wie ersichtlich, sind die Verbindungen zwischen den Kontakten k 2 bis k 7 und den verschiedenen Schaltern im wesentlichen dieselben wie in Abb. ιA, jedoch ist der Kontakt k 7, anstatt durch die Leitung 8 unmittelbar mit dem Hauptventil-»Offen«-Hubschalter ο ι in Verbindung zu stehen, mit dem Hubschalter durch die Leitung 8' und den Folgeschalter Sg verbunden. Der Schalter Sg ist derart mit dem Haupthubschalter Go 1 des Hilfsventil verbunden, daß, wenn der Schalter Go 1 sich schließt, der Folgeschalter Sg sich öffnet, und umgekehrt.
Die Kontakte k 5 und k 5' sind durch die Leitungen 3 und 3' mit den Hilfsventilhubschaltern Go 2 und Go 1, und die Kontakte k 2 und k 2' durch die Leitungen 1 und 1' mit den Hilfsventil-xSchließe-Hubschaltern Gc 2 und Gc ι verbunden.
Der Kontakt k 3 ist außer durch die Leitung s mit dem Hauptventil-aSchließe-Hubschalter c 1 auch noch über einen Folgeschalter Sv durch die Leitungen 5' und 1 mit dem Hilfsventil-sSchließe-Hubschalter Gc 2 verbunden. Der Folgeschalter Sv ist mit dem Hauptventil-sSchließe-Hubschalter C2 derart verbunden, daß, wenn c 2 geöffnet wird, Sv geschlossen wird, und umgekehrt.
Die Kontakte 10 und 12 der Schalter O 2 und c 2 sind durch die Leitung 18 über den Motor M mit der Hauptleitung L verbunden, und die Kontakte 9 und 11 der Schalter 0 1 und c ι sind durch Leitung 21 über Solenoid S und Leitung 17 an die Hauptleitung L angeschlossen. Die Schalter Go 1 und Gc 2 stehen durch die Leitungen 23, 24 und 17 und das Hilfssolenoid E mit der Speiseleitung L in Verbindung. Die Schalter Go 2 und Gc 1 sind durch Leitungen 18 und den Motor M mit der Speiseleitung L verbunden. Der Kontakt k 1 des Hauptschalters K ist durch die Leitung an die Speiseleitung L 2 angeschlossen. Die verschiedenen Verbindungen sind im wesentlichen gleich den in Abb. iA dargestellten.
Angenommen, das Hauptventil und das Hilfsnebenventil sind geschlossen und das Hilfsventil soll geöffnet werden, so wird das Segment k ι des Hauptschalters mit den Kontakten k 5 und k 5' in Berührung gebracht, wodurch das Hilfsventil, wie an Hand der Abb. ι Α beschrieben, geöffnet wird. Wenn das Hauptventil und das Hilfsventil in richtiger Reihenfolge geöffnet werden sollen, wird das Segment k 1 des Hauptschalters in Berührung mit den Kontakten k 5, k 5', k 6 und k 7 gebracht. Der Stromkreis des Motors M wird dann über den Schalter Go 2 und der Stromkreis des Hilfssolenoides E über den Schalter Go 1 geschlossen. Der Stromkreis des Motors J/ wird ebenfalls über den Hauptventil-»Offen«-Hubschalter 0 2 geschlossen. Der Stromkreis des Hauptsolenoides S jedoch wird zunächst nicht geschlossen, da der Folgeschalter sg infolge des geschlossenen Schalters go 1 offen ist. Der Motor arbeitet mithin über die Kupplungen 0-5, ^6 (Abb. 1 j, die unter Wirkung des Hilfssolenoides E in Eingriff miteinander stehen, um das Hilfsventil zu öffnen. Wenn die Schalter Go 1 und Go 2 sich öffnen, wird das Hilfssolenoid E entmagnetisiert und derjenige Motorstromkreis geöffnet, der durch den Schalter Go 2 geschlossen worden war. Der durch den Schalter 0 2 geschlossene Motorstromkreis bleibt aber geschlossen.
Sobald der Schalter sg sich schließt, wird das Solenoid S erregt und der Motor M mit dem Hauptventil gekuppelt, welches alsdann geöffnet wird. Die »Offene-Hubschalter 0 1 und 0 2 öffnen sich dann und schalten den Motor und das Hauptsolenoid von den Speiseleitungen ab. Durch den Folgeschalter Sg wird das Öffnen des Hilfsventil vor dem Öffnen des Hauptventils gewährleistet, wenn es nicht bereits dadurch geöffnet worden ist, daß der Hauptschalterkontakt k 1 über die Kontakte k 5, k 5' bewegt worden ist.
Angenommen, beide Ventile befinden sich in der Offenlage und das Hilfsventil soll geschlossen werden, so wird der Kontakt k 1 in Berührung mit den Kontakten k 2, k 2' gebracht, worauf das Hilfsventil sich in der an Hand von Abb. iA beschriebenen Weise schließt. Sollen das Haupt- und Nebenventil in der richtigen Reihenfolge geschlossen werden, so wird das Segment k 1 über die Kontakte k 2', k 3 und k 4 bewegt, kommt jedoch in dieser Lage mit dem Kontakt k 2 nicht in Berührung. Der Motorstromkreis wird nun über den Schalter Gc 1, die Leitung 18 und ebenfalls über den Schalter c 2 und die Leitungen 14 und 18 geschlossen. Das Hauptsolenoid wird durch den Schalter c ϊ und die Leitungen 21 und 17 erregt. Das Hilfssolenoid wird nicht erregt, da der Schalter Sv offen ist. Das Hauptventil schließt sich nun- ! mehr, worauf die Schalter c 1 und c 2 sich öffnen und der Folgeschalter Sv sich schließt, wodurch der Stromkreis des Hilfssolenoides : über Kontakt k 3, Leitung 5, Schalter Sv, ! Leitungen 5' und 1, Schalter Gc 2, Leitungen 2^, 24 und 17 geschlossen wird. Der Stromkreis des Motors M wird noch durch den Schalter Gc 1 geschlossen gehalten. Durch das Solenoid E werden die Kupplungsteile g 5 und g 6 miteinander in Eingriff gebracht, wodurch durch den Motor M das Hilfsventil geschlossen wird, jedoch, wie bereits erklärt, nicht bevor das Hauptventil geschlossen worden ist.
Die zuletzt beschriebene Reihenfolge des Öffnens und Schließens kann auch durch die abgeänderte, in Abb. iC dargestellte Ausführungsform erreicht werden, gemäß weleher der Folgeschalter Sv fortgelassen und durch einen Folgeschalter Ss ersetzt worden ist. Letzterer wird durch den sich bewegenden Teil s 1 des Hauptsolenoides 6" beeinflußt und ward geöffnet, sobald das Solenoid erregt wird, während er durch eine Feder beim Entmagnetisieren des Solenoides geschlossen wird. Der Folgeschalter sg ist wie beim vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel durch Leitungen 8' und 21 in Reihe mit dem Hubschalter 0 1 und dem Hauptsolenoid 6" geschaltet.
Die Schaltungen sind sonst die gleichen wie in Abb. iB, und die Wirkungsweise beim Öffnen und Schließen des Hilfshebels und beim Öffnen der Haupt- und Nebenventile in der richtigen Reihenfolge ist die gleiche, wie an Hand der Abb. iB beschrieben. Bei dieser abgeänderten Ausführungsform werden das Hilfsventil und das Hauptventil in nachstehend beschriebener Weise in der richtigen Reihenfolge geschlossen. Das Segment k ι des Hauptschalters wird mit den Kontakten k 2, k 2', k 3 und k 4 in Berührung gebracht. Alsdann wird der Motorstromkreis über den Kontakt k 4, den Hauptventil-ÄSchließx-Hubschalter c 2, den Kontakt k 2 und den Hilfsventil-»Schließ«-Hubschalter Gc 1 geschlossen. Der Stromkreis des Solenoids vS wird durch den Kontakt k 3 und den Hubschal- no ter c ι geschlossen. Der Stromkreis des Hilfssolenoides E würde ebenfalls geschlossen werden, doch erfolgt dies nicht, da bei erregtem Solenoid 61 der Folgeschalter Ss offen ist. Unter diesen Bedingungen wird durch den Motor M das Hauptventil geschlossen, worauf die Hubschalter c 1 und c 2 sich öffnen, so daß der Stromkreis des Hauptmotors durch den Hauptventilhubschalter geöffnet und der Stromkreis des Hauptsolenoids S unterbrochen wird. Hierauf schließt sich der Folgeschalter 5\τ und erregt das Hilfs-
solenoid E. Der Motorstromkreis ist noch durch den Hubschalter Gc ι geschlossen. Durch die Kupplung" g 5. g 6 wird nunmehr die Spindel des Hilfsventils (Abb. 1) mit dem Motor M verbunden, wodurch das Hilfsventil geschlossen wird. Hierauf öffnen sich die Schließhubschalter Gc 1, Gc 2 und schalten den Motor und das Hilfssolenoid aus dem Stromkreis aus.
Die in Abb. 2 dargestellte Ausführungsform ist ähnlich der in Abb. 1 veranschaulichten, soweit die Wirkungsweise des Hauptmotors Jl/, dessen Verbindung mit der Spindel des Hauptventils, das Solenoid 5", die τ5 Wirkungsweise der Hauptkupplung und die »Offen«- und »Schließ«-Hubschalter für das Hauptventil in Betracht kommen. Bei dieser Ausführungsform wird jedoch das Hilfssolenoid E benutzt, um den unabhängigen Motor Z mit der Spindel des Hilfsventils durch die Kupplung s 4 zu verbinden, die in der Wirkung ähnlich der Kupplung m 2, in 3, m 4, m 5 (Abb. 1) sein kann. Das Solenoid E beeinflußt die Kupplung ζ 4 durch, die Hebel ζ s und 26 sowie die Stange ζ γ in der gleichen Weise, wie das Solenoid S seine Kupplung beeinflußt, s sind die Xebenschlußklammern des Motors Z. Die Ankerverbindungen des Motors Z werden durch Kontakte an dem Hauptschalter Jv (nicht dargestellt) hergestellt, derart, daß, wenn der Hauptschalter /C in eine das Ventil schließende Lage bewegt wird, die Ankerverbindungen so erfolgen, daß die gewünschte Umdrehungsrichtung zum Schließen des \rentils erzielt wird, während, wenn der Hauptschalter in eine das Ventil öffnende Lage verschoben wird, diese Ankerverbindungen umgekehrt werden.
Die elektrischen Schaltungen für diese Ausführungsform sind in Abb. 2A veranschaulicht. Die Kontakte k 3 und ft 4 sind mit den Leitungen 5 undo über die Hauptventil-»Schließ«~ Hubschalter c 1 und c 2 mit dem Hauptsolenoidstromkreis bzw. dem Motorstromkreis verbunden. Die Kontakte k 6 und k 7 werden durch Leitungen 7 und 8 über die Hauptventil-ÄOffenK-Hubschalter 0 2 und 0 1 mit dem Motor bzw. dem Hauptsolenoid verbunden. DieSchaltungen sind hier die gleichen, wie an Hand der Abb. iA beschrieben worden ist.
Bei dieser Ausführungsform sind nur zwei Hubschalter an dem Hilfsventil vorhanden. Der Kontakt-ft 2 ist durch die Leitung 1 mit dem »Schließ«-Hubschalter Gc ι und der Kontakt ft 5 durch die Leitung 3 mit dem »Offen«- Hubschalter Go 1 verbunden. Beide Hübschalter sind durch die Leitungen 30 und 32 und die Leitung 17 mit der Speiseleitung L und über den Motor Z und das Hilfssolenoid E verbunden.
Um das Hilfsventil zu öffnen, wird das Segment ft 1 des Hauptschalters K mit dem Kontakt k 5 in Berührung gebracht. Hierdurch läuft der Motor an, und das Solenoid E wird erregt, wrorauf das Ventil geöffnet wird. Sobald das Hilfsventil geöffnet worden ist, wird der Hubschalter Go 1 geöffnet, das Solenoid E entmagnetisiert, der Motor von dem Hilfsventil abgeschaltet und der Stromkreis des Motors Z unterbrochen.
I'm das Hilfsventil zu schließen, wird das Segment ft 1 mit dem Kontakt ft 2 in Berührung gebracht. Hierdurch werden das Hilfssolenoid E und der Motor Z erregt, jedoch nach der entgegengesetzten Richtung hin, und sobald das Ventil geschlossen ist, werden beide Stromkreise durch den Hubschalter Go 1 geöffnet.
Zwecks öffnens des Hauptventils wird das Segment ft 1 mit den Kontakten ft 6 und k 7 und, wenn das Hauptventil geschlossen werden soll, das Segment ft 1 mit den Kontakten ft 3 und k 4 in Berührung gebracht. Die Wirkungsweise ist ähnlich der bereits beschriebenen. Die verschiedenen Schaltungen sind mit Bezugzeichen versehen, welche den in den bereits beschriebenen Ausführungsformen erläuterten entsprechen.
Ist das Hilfsventil mit einem eigenen un- go abhängigen Motor und einem Hilfssolenoid versehen und sollen das Hilfsventil und das Hauptventil in der gewünschten Reihenfolge geöffnet und geschlossen werden, werden Folgeschaltei" sg und Sv vorgesehen. Die Wirkungsweise dieser Folgeschalter zur Erzielung der gewünschten Reihenfolge ist wie an Hand der Abb. iB beschrieben. Die Schaltungen für diese Anordnung sind in Abb. 2B veranschaulicht, in welcher entsprechende Teile gleiche Bezugzeichen erhalten haben wie bei der Schaltung nach Abb. iB.
Das Hilfsventil wird in der an Hand der Abb. 2A beschriebenen Weise geöffnet. Wenn beide Ventile geöffnet werden sollen, wird der Hauptschalter so bewegt, daß das Segment ft 1 mit den Kontakten fts, fts', ft 6 und ft 7 in Berührung kommt. Wenn das Hilfsventil offen ist, wird es geschlossen, bevor das Hauptventil geschlossen wird, und zwar infolge des Folgeschalters sg im Stromkreis des Hauptsolenoides, der offen bleibt, bis der Hilfsventil-»Offen«-Hubschalter geschlossen und das Hilfsventil mithin geöffnet worden ist.
In ähnlicher Weise wird beim Schließen des Haupt- und Nebenventils in der gewünschten Reihenfolge das Segment ft 1 mit den Kontakten ft 2', ft 3 und ft 4 in Berührung gebracht, wodurch die Stromkreise des Hauptmotors und des Solenoides geschlossen werden, so daß das Hauptventil sich schließt.
Der Stromkreis des Hilfssolenoides E und des Hilfsmotors Z werden nicht geschlossen, bevor das Hauptventil geschlossen worden ist, worauf der zugehörige »Schließ«-Hubschalter geöftnet und der Folgeschalter Sv geschlossen \vird. Das Hilfsventil wird alsdann geschlossen, worauf der Hubschalter desselben sich öffnet und das Hilfssolenoid und den Hilfsmotor abschaltet.
ίο Die in Abb. iC dargestellte abgeänderte Alisführungsform kann ebenfalls verwendet werden, wenn das Hilfsventil durch einen Hilfsmotor beeinflußt wird. Schaltungen für diese Anordnung sind in Abb. 2C dargestellt. Die Wirkungsweise ist im wesentlichen ähnlich der an Hand der Abb. iC beschriebenen. Abb. 3 ist eine Ansicht einer Ausführungsform des Hauptschalters K. Iw ist die Mitteloder Ruhestellung, k n die Hilfsventilao »OffeiiÄ-Stellung, k 12 die Hilfs- und Hauptventil-»Offen«-SteIlung, k 13 die Hilfsventil- »Schließ«-Stellung und k 14 die Hilfs- und Hauptventil-xSchließK-Stellung.
In Reihe mit den Schaltern / (Abb. 1) und einer geeigneten Stromquelle geschaltete Signallampen j ι, j 2, / 3, j 4, j 5 zeigen an, um welchen Betrag das Hauptventil geöffnet worden ist. Die Lampen / 1 bzw. / 5 zeigen die vollständige Öffnung bzw. vollständige Schließung des Ventils an, während die Lampen ; 2, j 3 und / 4 Zwischenstellungen des geöffneten Ventils andeuten, j 6 und j 7 sind ähnliche Lampen, die in Reihe mit entsprechenden Kontakten des Hilfsventils geschaltet worden sind und andeuten, ob das Hilfsventil offen oder geschlossen ist. Ein Schalter .r dient zur Steuerung der Signallampen.
Abb. 4 zeigt die beschriebenen Schaltungen und die Motorankerverbindungen sowie einen Trommelschalter, durch dessen Betätigung die an Hand der Abb. iB beschriebenen Schaltungen hergestellt werden können. Die Kontakte k 2 bis k 7 sind in ähnlicher \¥eise wie nach Abb. iB mit Bezugzeichen versehen. L und L 2 sind die Hauptspeiseleitungen. Die Leitung 20 entspricht der Leitung 20 in Abb. ι B und verbindet eine Reihe von Kontakten k i-v mit der Hauptspeiseleitung L 2. Eine Reihe von Segmentkontakten ist koaxial auf der Trommel angeordnet und verbindet in geeigneter Weise angeordnete feststehende Kontakte. Der Deutlichkeit halber sind die Kontakte so dargestellt, als wenn sie auf voneinander getrennten parallelen Achsen angeordnet wären.
Ein Segment C 1 schließt seine Kontakte, wenn der Hauptschalter in die Hilfsventil- »Offen«-Lage bewegt wird. Segmente C 2 schließen ihre Kontakte, wenn der Hauptschalter in die Hilfsventil-»Schließ«-Lage und weiter in die Hilfs- und Hauptventil-Schließe-Lage bewegt wird. Die Segmente C 3 schließen ihre Kontakte, wenn der Hauptschalter in die Hilfs- und Hauptventil- :>Schließ«-Lage bewegt wird. Die Segmente O 2 schließen ihre Kontakte, wenn der Hauptschalter in die Hilfsventil-»Offen«- Stellung und weiter in die Hilfs- und Hauptventil-»Offen«-Stellung bewegt wird. Die Segmente O 3 überbrücken ihre Kontakte, wenn der Hauptschalter in die Hilfs- und Haupt\-entil-»Offen«-Stellung bewegt wird. Segmente M' schließen ihre Kontakte in allen Lagen des Hauptschalters, mit Ausnahme der Mittelstellung.
0 1 und 0 2 sind die Hauptventil-»Offen«- Hubschalter, c 1 und c 2 die Hauptventil- »Schließ«-Hubschalter. Go 1 und Go 2 sind Hilfsventil-KOffenÄ-Hubschalter und Gc 1 und Gc 2 Hilfsventil-ÄSchließÄ-Hubschalter. sg und Sv sind Folgeschalter. Letztere entsprechen den in Abb. iB veranschaulichten Schaltern. Hubschalter 0 3, 0 4, c 3, c 4, Go 3, Go 4 und Gc 3, Gc 4 sind in entsprechenden Lagen in dem Anker- und Zwischenpolstromkreis m 20 bzw. in 21 angeordnet. Paare von Ankerverbindungen 30 und Kreuzverbindungen 31 sind mit den Kontakten k 10 bis k 17 verbunden. Die Reihenwicklung m 22 des Motors ist mit einem Ende mit der Leitung 32 der zugehörigen Kontakte gegenüber den Kontakten k 14 bis k 17 und mit ihrem anderen Ende durch die Leitung 33 mit dem Kontakt k 18 verbunden, der durch die Segmente M' mit einem entsprechenden Kontakt der Hauptzufuhrleitung L verbunden ist.
E ist das Hilfssolenoid, 6" das Hauptsolenoid und Ms die Motornebenschlußwicklung, ν sind Widerstände zur Verhütung der Funkenbildung.
Die Schaltungen sind soweit wie möglich mit Bezugzeichen entsprechend der Abb. iB belegt, und es leuchtet ein, daß, wenn der Hauptschalter im Sinne des Uhrzeigers in seine erste Schließlage bewegt wird, die Segmente C 1 und C 2 ihre Kontakte schließen und dieselben \Terbindungen herstellen, die entstehen, wenn das Segment k 1 nach Abb. iB in seine Hilfsventil-sSchließK-Lage in Berührung mit den Kontakten k 2 und k 2' bewegt wird. In dieser Lage werden die nötigen Verbindungen hergestellt, um den Anker des Motors in Lfadrehung zu versetzen und das Hilfsventil zu schließen. Durch eine weitere Drehung im Sinne des Uhrzeigers in die Hilfs- und Hauptventil-ÄSchließw-Lage werden die Segmente C 2, C 3 ihre Kontakte schließen und die Verbindungen herstellen, die in Abb. 1B durch das Segment k 1 erzielt werden, wenn dieses in Berührung mit den Kontakten k 2', k 3' und k 4 gebracht wird. In dieser Lage wurden die Haupt- und" Hilfs-
ventile in der richtigen Reihenfolge geschlossen. Die erforderlichen Ankerverbindungen sind ebenfalls in diesem Schema angedeutet. Durch eine ähnliche Bewegung des Hauptschalters entgegen dem Uhrzeigersinn in die erste Offenstellung werden die Segmente 0 2 mit ihren zugehörigen Kontakten in Berührung gebracht, um die Verbindungen herzustellen, welche in xA.bb. iB entstehen, wenn ίο das Segment k ι die Kontakte k 5 und k 5' verbindet. Aus Abb. 4 ist ersichtlich, daß die Ankerschaltungen des Motors umgekehrt sind, so daß die Öffnungsbewegung des Hilfsventil erzielt wird.
Wenn der Hauptschalter weiter entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt wird, werden durch die Segmente 0 2 und 0 3 die Kontakte hergestellt, welche erzielt werden, wenn das Segment k 1 in Abb. iB in ähnlicher Weise ao bewegt wird. In dieser !Lage werden die Hilfs- und Hauptventile in der richtigen Reihenfolge geöffnet.
Es leuchtet ein, daß durch die veranschaulichten zusätzlichen Hubschalter die öffnung as sowohl des Ankerstromkreises als auch der anderen Stromkreise gewährleistet wird, wenn die entsprechenden Hubschalter zur Wirkung kommen.
Abb. 5 zeigt eine der Abb. 4 ähnliche An-Ordnung und Schaltung.
Der Motor M ist ein Wechselstrommotor. Mst ist die Statorwicklung, I, II, III sind die drei Phasen der Wechselstromzufuhr. Das Schema ist mit Bezugzeichen versehen, die, soweit dies möglich ist, mit denen der Abb. 4 übereinstimmen, so daß die' Wirkungsweise leicht an Hand der in bezug auf Abb. 4 gegebenen Beschreibung festgestellt werden kann. Bei dieser Anordnung ist angenommen worden, daß der Motor ein Käfiginduktionsmotor ist. Es wird nur der eine Motorstromkreis, der Statorstromkreis, durch die Kontakte k 10 bis k 18 gesteuert. Die Statorphasenverbindungen werden gewechselt, wenn' eine Umkehr des Drehsinns des Motors erforderlich ist.
Die Kontakte k 2, k 5', k 4 und k 6, welche in Abb. 4 benutzt werden, um die Motornebenschlußschaltungen herzustellen, sind bei der Anordnung nach Abb. 5 nicht erforderlich. Jeder der Kontakte k 2, k 3, k 5, k 7 ist doppelt vorhanden, um die Solenoide E und S in Deltaschaltung mit den drei Phasen zu verbinden. Die Verbindung mit der Phase I ist dauernd.
Es sei bemerkt, daß bei jeder der oben beschriebenen Ausführungsformen das Ventil oder die Ventile durch das Handgetriebe H nicht geöffnet werden können, wenn der Hauptschalter in eine Ventilschließlage bewegt worden ist und das entsprechende Hilfsventil oder Hauptventil oder beide geschlossen worden sind. Letzteres ist deshalb nicht möglich, weil, sobald das Ventil sich zu öffnen beginnt, die »Schließ«-Hubschalter durch den, Hauptschalter die Stromkreise schließen, die zum Schließen des Ventils erforderlich sind. In ähnlicher Weise kann das Ventil, wenn der Hauptschalter in die Ventil- »Offen«-Lage bewegt und das Ventil geöffnet worden ist, durch das Handgetriebe nicht geschlossen werden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind Hub-, Folge- und Umkehrschalter in den von ihnen gesteuerten Motor- und Solenoid-Stromkreisen selbst vorgesehen. Es ist jedoch, wenn verhältnismäßig starke Ströme in Betracht kommen, üblich, durch Relais o. dgl. geschlossene Kontakteinrichtungen zu verwenden, und die obenerwähnten Schalter würden alsdann in den Stromkreisen der Schließrelais angeordnet werden, die selbstverständlich hinsichtlich der Steuerung äquivalent der durch die Kontakteinrichtungen gesteuerten Stromkreise sind.
So können beispielsweise in Abb. 2B Kontakte m als die Klemmen eines Schließrelais y ι einer Kontakteinrichtung Y betrachtet werden, durch welche, wenn sie geschlossen ist, der Motorstromkreis M 2 erregt wird. Derartige Kontakteinrichtungen würden in an sich bekannter Weise hauptsächlich in den Ankerstromkreisen des Motors (in denen starke Ströme auftreten) zur Erzielung der Umkehrungen benutzt werden.
In Abb. 6 ist die Vorrichtung nach Abb. iB mit zwei Hauptschaltern K 1 und K 2 versehen worden, die in verschiedenen Lagen angeordnet sind und durch Verbindungen so miteinander zusammenarbeiten, daß, wenn der bewegliche Teil des einen oder anderen Hauptschalters in eine Ventilschließlage- gebracht wird, das Ventil geschlossen und der andere Schalter verhindert wird, dieses Ventil zu öffnen.
Jeder Hauptschalter hat Schließkontakte k 2, k2', A3 und k 4 und Öffnungskontakte k 5, k 5', k 6 und k 7. Diese Gruppen von Kontakten sind mit den Hub- und Folgeschaltern in der an Hand der Abb. iB beschriebenen n0 Weise verbunden. Die Leiter 1, i', 2', 3', 5, 6, 7 und 8 sind den entsprechenden Hauptschaltern gemeinsam; k und kx sind Kontaktplatten und stellen den beweglichen Teil jedes Schalters dar. In jedem Schalter verbindet die Kontaktplatte k die erforderliche Gruppe von Schließkontakten k 2, k2', k 3 und k 4 mit einer mit der Hauptspeiseleitung L 2 in Verbindung stehenden Platte a 4 und die Öffnungskontakte k 5, k 5', k 6 und k 7 mit einer mit der Hauptleitung L 2 in Verbindung stehenden Kontaktplatte α 3 in Reihe mit
zwei Paaren von Sicherheitskontakten αϊ, a 2, \on denen in jedem Schalter ein Paar vorgesehen ist. Die Kontaktplatte kx in jedem Schalter verbindet die Sicherheitskontakte α ι und α 2, wenn sich der sich bewegende Teil des Schalters entweder in der Mittellage oder in einer Ventilöffnungsstellung befindet. Diese Kontakte α ι und α 2 in einem Schalter werden jedoch voneinander getrennt, wenn sich
"o der sich bewegende Teil in einer Ventilschließlage befindet. Es leuchtet mithin ein, daß jeder Schalter für eine Ventilschließlage vorherrschend ist, d. h. wenn ein sich bewegender Teil des Schalters in eine Ventilschließlage gebracht wird, bleiben, gleichgültig, welche Lage das Ventil oder der andere Schalter hat, die Ventile geschlossen und können nicht unter Wirkung des anderen Schalters geöffnet werden. Ein solches Ventil
jo oder solche Ventile können auch nicht durch eine Bewegung des Handgetriebes geöffnet werden, da durch die geringste Bewegung des letzteren die entsprechenden Hubschalter geöffnet werden, worauf das Ventil oder die Ventile durch die elektrischen Vorrichtungen geschlossen werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur elektrischen Steuerung von Haupt- und Hilfsventilen, die die Ventile derart beeinflußt, daß das Hauptventil nicht geöffnet werden kann, bevor das Hilfsventil geöffnet ist, und bei welcher ein Elektromotor durch eine von einem Solenoid gesteuerte Kupplung mit der Hauptventilspindel verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Solenoid oder Hilfssolenoid (E) vorgesehen ist. welches die das Hilfsventil (G) mit dem Motor verbindende Kupplung ig 5, g 6 Abb. i, £ 4 Abb. 2) steuert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsventil (G Abb. 2) mit einem Folgeschalter (sg Abb. 2B) versehen ist, der sich nur dann schließt, wenn das Hilfsventil geöffnet ist, und daß das Hauptventil mit einem Folgeschalter (Sv Abb. 2B) versehen ist, der sich nur dann schließt, wenn das Hauptventil geschlossen ist, wobei der Hilfsventilfolgeschalter in dem das Ventil öffnenden Stromkreis des Hauptventilsolenoides (S Abb. 2B) und der Hauptventilfolgeschalter in dem das Ventil schließenden Stromkreis des Hilfsventilsolenoides (E Abb. 2 B) liegt, so daß das Hilfsventil immer vor dem Hauptventil geöffnet und das Hauptventil immer vor dem Hilfsventil geschlossen wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptventilfolgeschalter (Ss Abb. ι C) durch das Hauptsolenoid (S) beeinflußt und nur geschlossen wird, wenn das Hauptsolenoid entmagnetisiert worden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, bei welcher zwei oder mehr Hauptschalter zur Steuerung des Hauptventils und seines Hilfsventil vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptschalter (K' und K 2 Abb. 6) untereinander elektrisch verbunden sind und ' jeder Hauptschalter ein Paar von Sicherheitskontakten (αϊ, α 2 Abb. 6) hat, die in Reihe mit demjenigen die Speiseleitung und den Hauptschalter verbindenden Leiter (3') geschaltet- sind, durch den alle zum Ventilöffnen dienenden Stromkreise der Hauptschalter geschlossen werden, und die nur dann von dem dazu dienenden Kontakt (kx) geschlossen werden, wenn der Hauptschalter sich in der ausgeschalteten oder in einer Ventilöffnungslage befindet, so daß, wenn einer der Hauptschalter in eine Ventilschließlage bewegt wird, der oder die anderen Schalter außerstand gesetzt werden, das Ventil bzw. die Ventile wieder zu öffnen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
DE1930566186D 1929-11-26 1930-11-26 Vorrichtung zur elektrischen Steuerung von Haupt- und Hilfsventilen Expired DE566186C (de)

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