DE565892C - Vorrichtung zum Bedrucken von Saecken - Google Patents
Vorrichtung zum Bedrucken von SaeckenInfo
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- DE565892C DE565892C DEK120937D DEK0120937D DE565892C DE 565892 C DE565892 C DE 565892C DE K120937 D DEK120937 D DE K120937D DE K0120937 D DEK0120937 D DE K0120937D DE 565892 C DE565892 C DE 565892C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F17/00—Printing apparatus or machines of special types or for particular purposes, not otherwise provided for
- B41F17/007—Use of printing belts
Landscapes
- Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)
- Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)
Description
Die bisher bekannten Maschinen zum Bedrucken von Säcken haben den Nachteil, daß
sie nur leere Säcke bedrucken können. Nun werden aber gewisse Waren, z. B. salpetersaurer
Kalk, zwar das ganze Jahr hindurch erzeugt, jedoch nur zu bestimmten Zeiten des Jahres verschickt. Es sammeln sich infolgedessen
regelmäßig große Lagerbestände an, die alsdann in kürzester Zeit an zahlreiche Abnehmer verteilt werden müssen. Es ist
hierbei ganz unmöglich, auch nur mit einiger Sicherheit im voraus zu schätzen, welche
Mengen die verschiedenen Abnehmer jeweils benötigen werden, deren jeder die Ware in
Säcken geliefert zu erhalten wünscht, die seinen eigenen Firmennamen oder seine besondere
Handelsmarke tragen. Infolgedessen ist es auch ebenso unmöglich, eine dem späteren Bedarf genau entsprechende Anzahl
von leeren Säcken für jeden Abnehmer im voraus mit dem gewünschten Aufdruck zu versehen und für den Zeitpunkt des Versandes
bereitzulegen.
Die Erfindung verfolgt nun den Zweck, eine Maschine zu schaffen, mittels derer auch
gefüllte Säcke in einwandfreier Weise bedruckt werden können. Bei Benutzung einer
solchen Maschine wird das umständliche und zeitraubende Abstempeln von Hand vermieden,
und der Erzeuger hat die Möglichkeit, beliebig große Mengen seiner Ware in noch nicht bedruckten, sonst aber versandfertigen
Säcken zu lagern und diese erst dann mit dem gewünschten Aufdruck zu versehen, wenn sie vom Lager zum Schiff oder zur
Eisenbahn befördert werden sollen.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Vorrichtung derart einstellbar
ist, daß die zuvor durch eine mit unebener Mantelfläche versehene Preßwalze durch- 4a
gekneteten und hierdurch in die zum Empfang des Aufdruckes erforderliche flache Form gebrachten Säcke an Ort und Stelle gefüllt
bedruckt werden können.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Sackdruckmaschine nach der Erfindung
dar, und zwar zeigt Abb. 1 die Seitenansicht und Abb. 2 die teilweise geschnittene
Stirnansicht der Maschine nach Entfernung der Fördervorrichtung.
Um die Zeichnung möglichst klar und verständlich zu halten, sind in ihr nur die für
die Erfindung wesentlichen Teile eingezeichnet, während die meisten übrigen Teile, z. B.
die Antriebsvorrichtungen für die verschiedenen Walzen und das Förderband, fortgelassen
wurden.
Die zu bedruckenden Säcke werden der Maschine durch eine Förderbahn j zugeführt,
die durch einen Zahnradsatz ia von der in
der Maschine selbst angeordneten Hauptförderbahn 2 aus angetrieben wird. Die Beschickung
der Förderbahn ι kann entweder
to mittels eines Handkarrens oder auch mittels einer besonderen selbsttätigen Fördervorrichtung
erfolgen. Damit die Förderbahn ι bei fortschreitender Sackförderung der abnehmenden
Stapelhöhe jederzeit folgen kann, ist die Förderbahn 1 mit der Hauptförderbahn 2
durch ein Gelenk ib derart drehbar verbunden,
daß ihr äußeres Ende nach Bedarf gehoben oder gesenkt werden kann.
Die zur Zuführung der Säcke dienende Förderbahn 1 kann entweder baggerartig ausgebildet
sein oder auch ein aus geeignetem Stoff bestehendes Förderband aufweisen, das alsdann aber mit Querleisten o. dgl. versehen
sein muß, damit die angelieferten Säcke tatsächlich auch sicher erfaßt und auf der geneigten
Bahn der Maschine zugeführt werden. Sobald ein Sack von der Förderbahn 1 an
die horizontale Förderbahn 2, wie sie an sich bei Sackdruckmaschinen für leere Säcke bekannt
ist, abgegeben ist, nimmt er eine waagerechte Lage ein und wird in dieser einem Fach zugeführt, das durch eine obere
Preßwalze 3, eine untere Gegenwalze 3ß und
zwei seitliche Druckrollen 4 gebildet wird.
Die Mantelfläche der Preßwalze 3 ist mit regelmäßig verteilten Unebenheiten, z. B. mit
Reihen von kräftigen, knopfartigen Erhöhungen, versehen, die den Sack bei seinem durch
die Förderbahn 2 bewirkten Durchgang zwisehen den Walzen 3 und 4 derart durchkneten
und zusammendrücken, daß seine Füllung in einer Schicht von gleichmäßiger Dicke ausgebreitet
wird. Hierbei stützen die beiden seitlichen Druckrollen 4 die Seiten des Sackes derart ab, daß dieser schließlich einen fast
rechteckigen Querschnitt erhält. Man gewinnt auf diese Weise mit einem Mindestaufwand
an Druck eine möglichst große, glatte Fläche auf der oben liegenden Seite des Sackes. Die
seitlichen Druckrollen 4 werden von schwenkbaren, durch starke Federn belasteten
Hebeln 4a getragen, um durch die an sich bekannte
Federwirkung geringere Unterschiede in der Füllung der Säcke ausgleichen zu können.
Das Bedrucken der Säcke erfolgt durch eine Druckwalze 5, die gewöhnlich in Ruhe
verharrt und nur beim Durchgang eines gefüllten Sackes in Drehung gesetzt wird. Sie
ist zu diesem Zweck frei drehbar auf einer dauernd angetriebenen Welle 6 gelagert, auf
der die eine Hälfte einer geeigneten Kupplung 7 fest aufgekeilt ist. Die andere Hälfte
dieser Kupplung ist- mit der Druckwalze S undrehbar, aber verschiebbar verbunden und
steht unter der Wirkung eines Kupplungshebels 8, der durch einen oder mehrere in die
Bahn der Säcke hineinragende Anschlaghebel 8a sowie ein geeignetes Verbindungsgestänge selbsttätig gesteuert wird. Infolge
des ununterbrochenen Antriebes der Hauptförderbahn 2 wird jeder Sack nach erfolgter
Bearbeitung durch die Preßwalze 3 der Druckwalze 5 zugeführt, stößt hierbei auf die
Anschlaghebel 8ß, schwingt sie aus und führt hierdurch die Kupplung der Druckwalze 5
mit der auf der Welle 6 festgekeilten Kupplungshälfte und damit auch mit der Welle
selbst herbei. Beim Weiterwandern der Förderbahn 2 wird schließlich der flach gepreßte
Sack durch die Druckwalze 5 mit dem gewünschten Stempelaufdruck versehen, worauf
der hierbei entfärbte Druckstempel durch die sich weiterdrehende Druckwalze einer Einfärbwalze
5a zugeführt und von ihr frisch eingefärbt wird. Sobald die Druckwalze 5
eine volle Drehung beendet hat, wird sie durch den oder die nach dem Durchgang eines Sackes wieder nach unten schwingenden
Anschlaghebel 8a selbsttätig wieder von der Welle 6 entkuppelt und in einer solchen Lage
festgehalten, daß sich der Druckstempel wieder genau in der zum ordnungsmäßigen Bedrucken des nächsten Sackes erforderlichen
Bereitschaftsstellung befindet. Auf diese Weise wird jeder Sack in genau gleichem
Abstande von seinem in der Förderrichtung liegenden Ende mit dem Stempelaufdruck
versehen, gleichgültig, mit welchem gegenseitigen Abstand die Säcke der Druckwalze 5 ioo
zugeführt werden. Nach beendeter Bedrukkung wird der gestempelte Sack sodann an eine dritte Förderbahn 9 abgegeben, um von
dieser einer ständigen Fabrikförderanlage und schließlich dem Schiff oder Eisenbahnzug
zugeführt zu werden. Auch die Förderbahn 9 ist gelenkig mit der Hauptförderbahn 2 verbunden.
Die jeweilige Höhenlage der Hauptförderbahn 2 kann nach Bedarf mittels einer Handkurbel
10 geändert werden, die hierbei durch Gliederketten 1 oa und Kettenrädern0 eine
Anzahl von Querwellen 11 antreibt. Diese sind ihrerseits wieder durch Schneckenrädergetriebe
ii& o. dgl. mit senkrechten Hubschrauben
12 derart verbunden, daß durch Drehung der Handkurbel 10 sich auch die
Hubschrauben 12 in der einen oder anderen Richtung drehen und hierdurch die Hauptförderbahn
2 heben oder senken.
Gelegentlich kann es notwendig werden, Säcke bedrucken zu müssen, deren Füllung
erheblich voneinander abweicht. Um auch in diesem Falle einen ordnungsmäßigen Druck
zu ermöglichen, werden einerseits die Preßwalze 3 und andererseits die mit der Druckwalze
5 zusammenwirkende Gegen walze 13
mittels je zweier federbelasteter Gleitlager derart nachgiebig gelagert, daß sie ihre
Arbeitslage auch bei stark abweichenden Sackfüllungen der Dicke der einzelnen Säcke
ohne weiteres selbsttätig anpassen können.
Zwecks bequemer Fahrbarkeit ist die Maschine mit Schlepprädern 14 versehen, die
jedoch, sobald die Maschine den gewünschten Arbeitsplatz eingenommen hat, durch Hub-"5
schrauben 15 des Maschinenrahmens vom Boden abgehoben werden. Die Maschine kann
alsdann bis auf weiteres nicht mehr vom Platze bewegt werden.
Die in der Zeichnung dargestellte Ausführe rungsform der Maschine ist derart eingerichtet,
daß die Säcke nur in einer einzigen Farbe bedruckt werden. Die Maschine kann jedoch auch derart ausgeschaltet sein, daß
das Bedrucken der Säcke in zwei oder auch mehr Farben erfolgt. Ebenso ist es möglich,
durch geeignete Anordnung der Druckwalzen beide Seiten der gefüllten Säcke zu bedrucken.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Bedrucken λόιι Säcken, gekennzeichnet durch die Anordnung einer als Drucktisch wirkenden, verstellbaren Förderbahn (2) mit einer oder mehreren die Säcke flach drückenden Preßwalzen (3, 3°, 4) am einen und einer Druckwalze (5) am anderen Ende, so daß die Säcke bei jedem beliebigen Durchmesser gefüllt bedruckt werden können.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbahn (2) in senkrechter Richtung verstellbar-ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung der Förderbahn (2) durch eine einzige Handkurbel (10) o. dgl. über Zwischenglieder (ioß, iia, 11, ii*, 12) erfolgt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelfläche der Preßwalze (3) mit wulstartigen Erhöhungen versehen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwalze (5) mit einer selbsttätig wirkenden Kupplungseinrichtung (7, 8, 8°) verbunden ist, mittels welcher die zu bedruckenden Säcke die Druckwalze (5) jeweils einschalten, und die nach Durchgang eines Sackes die Druckwalze (5) selbsttätig entkuppelt und' sie für das Bedrucken des nachfolgenden Sackes in der gleichen Bereitschaftsstellung festhält.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenfeERMN. GEDSL-CKT IN DER
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB565892X | 1930-06-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565892C true DE565892C (de) | 1932-12-06 |
Family
ID=10477016
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK120937D Expired DE565892C (de) | 1930-06-21 | 1931-06-20 | Vorrichtung zum Bedrucken von Saecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565892C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE930985C (de) * | 1953-03-06 | 1955-07-28 | Telefunken Gmbh | Verfahren zum Aufbringen eines Musters auf die Stoffbespannung von Schallwaenden fuer Lautsprecher |
-
1931
- 1931-06-20 DE DEK120937D patent/DE565892C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE930985C (de) * | 1953-03-06 | 1955-07-28 | Telefunken Gmbh | Verfahren zum Aufbringen eines Musters auf die Stoffbespannung von Schallwaenden fuer Lautsprecher |
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