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Vorrichtung zum selbsttätigen Übertragen von Buchungen.
Die Jbmndung betrint eine Vorrichtung, weiche, ausgehend von auf einem Buchungsblatt vorgenommenen Grundbuchungen, selbsttätig die Übertragung dieser Grundbuchungen auf Karten od. dgl. vornimmt.
Es ist bereits bekannt, auf photographischem Wege Zeichnungen oder Verzierungen auf lichtempfindlichem Papier von einem Negativ herzustellen, bei welchem das lichtempfindliche Papier über Rollen geführt und unter dem Negativ hindurchgeführt und belichtet werden kann, welches selbst auf einer drehbaren Scheibe od. dgl. angeordnet ist, so dass man durch wiederholtes Kopieren des gleichen Negativs an verschiedenen Stellen Verzierungsränder, kreisförmige Muster od. dgl. erhält.
Hievon unterscheidet sich der Gegenstand vorliegender Erfindung dadurch, dass eine zeilenweise Übertragung der einzelnen Buchungen auf verschiedene, der Reihe nach in die Arbeitsstellung gebrachte Buchungskarten erfolgt, so dass von den-verschiedenen der Reihe nach auf dem Buchungsblatt enthaltenen Buchungen jede einzelne oder auch mehrere gleichzeitig auf verschiedene Buehungskarten übertragen werden. Vorzugsweise geschieht dies dadurch, dass die Buchungskarten in mit Steuerungsvorriehtungen versehenen Rahmen der Reihe nach von einem-Stapel in Absätzen einer Vorrichtung zum Auftragen der lichtempfindlichen Schicht einer Belichtungsvorrichtung und einer Entwicklungsvorrichtung zu- geführt und dann auf einen andern Stapel abgeführt werden.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens, u. zw. ist Fig. 1 ein schematischer Längsschnitt durch die gesamte Einrichtung, Fig. 2 ist ein Schnitt in Richtung
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Das Originalbuchungsblatt, d. h. dasjenige Blatt, auf welches zuerst die zu übertragenden Grundbuchungen eingetragen werden, besteht aus einem Blatt lichtdurchlässigen Papiers, z. B. Pauspapier, welches mit einem den jeweiligen Verhältnissen entsprechenden Aufdruck versehen ist und nun zeilenweise beschrieben wird. Jede Zeile enthält eine Buchung, z. B. den Vermerk eines Geldeinganges od. dgl.
Angenommen, dieses Originalbuchungsblatt enthalte 30 Zeilen, so müssten diese 30 Zeilen unter der Voraussetzung, dass sich jede Buchung auf einen andern Kunden bezieht, auch auf 30 verschiedene Kontokorrentblätter oder sonstige Karten, auf welche die Buchung übertragen werden soll, der Reihe nach übertragen werden. Es werden nun von dem die Vorrichtung Bedienenden diese 30 Karten, u. zw. in derselben Reihenfolge, in welcher die Buchungen sich auf dem Buchungsblatt befinden, aus der Kartothek herausgesucht und in je einen Rahmen 1 eingefügt, wie er in Fig. 8 schaubildlich dargestellt ist. Die in den Rahmen eingefügte Karte ist mit 2 bezeichnet.
Der Rahmen ist ein rechteckiger oder quadratischer, an drei Seiten durch U-fönnige Wandungen abgeschlossener flacher Teil, der an der vierten Seite offen ist, so dass man die Karte 2 einschieben kann. An dem Rahmen ist an den beiden Seiten je eine Nase 3 vorgesehen, u. zw. sind diese Nasen an den verschiedenen Rahmen an soviel verschiedenen Stellen vor-
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es 20 verschiedene Rahmenarten, die sich lediglich durch die Lage ihrer Nasen 3 voneinander unterscheiden.
Bei dem Einfügen der Karten 2 in die Rahmen stellt man zunächst fest, auf welche Zeile der in Frage stehenden Karte die Buchung angebracht werden soll. Es sind also bereits fünf Zeilen beschrieben und soll die Buchlmg auf die sechste Zeile gesetzt werden, so nimmt man einen Rahmen 1, dessen Nasen 3 an der Stelle 6, d. h. neben der leeren sechsten Zeile liegen. Soll eine spätere, z. B. die 18. Zeile beschrieben werden, so wählt man einen Rahmen, dessen Nasen weiter hinten an dem Rahmen, nämlich neben der leeren 18. Zeile liegen. Diese Nasen haben nämlich den Zweck, beim Durchgang der Karte durch die Vorrichtung die Stelle zu bestimmen, an welcher die Buchung auf der Karte 2 vorgenommen wird.
Nachdem man die Karten in die Rahmen eingefügt hat, werden die einzelnen Rahmen in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise in ein Gestell 4 eingefügt, welches im wesentlichen aus vier etwa aus Winkeleisen gebildeten Eckpfeilern besteht, in denen Böden 6 angeordnet sind, auf denen die Rahmen 1 aufliegen. Die Rahmen 1 mit den Karten werden in der Reihenfolge, in welcher die Buchungen auf dem Originalbuchungsblatt angeordnet sind, in das Gestell 4 eingeschoben, also diejenigen Karte 2, auf welcher die erste Buchung des Originalbuchungsblattes aufzubringen ist, wird in das unterste Fach des Gestelles 4 gelegt, diejenige Karte, auf welcher die zweite Buchung anzubringen ist, in das vorletzte Fach usw., so
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liegt.
Das Gestell 4 ist in einem oder mehreren Ständern 6 in senkrechter Richtung geführt und mit einer Kette 7 verbunden, welche oben über eine in dem Ständer 6 gelagerte Führungsrolle S und unten über eine entsprechende Führungsrolle 9 gelegt ist derart, dass bei der Bewegung dieser Kette 7 das gesamte Gestell 4 an seiner Führung 6 entlang gehoben und gesenkt wird.
Die Rahmen 1 mit den Karten werden aus diesem Gestell 4 in einer noch zu beschreibenden Weise einzeln herausgeschoben, durch die Vorrichtung geführt und in ein auf der andern Seite der Vorrichtung angeordnetes, in genau gleicher Weise ausgebildetes Gestell 10 eingeschoben. Dieses Gestell 10 ist an Führungen 11 in senkrechter Führung geführt und wird durch eine Kette 12 gehoben und gesenkt, die ebenso wie die Kette 7 über Kettenräder 13 und 14 geführt ist. Auf der gleichen Achse mit den Kettenrädern 9 und 14 liegen je ein weiteres Kettenrad, über welche eine gemeinsame Kette 15 geführt ist.
Diese Kette 16 führt noch über ein drittes Kettenrad 16, welches in dem Gestell der Vorrichtung drehbar gelagert ist und auf der gleichen Achse mit einer Scheibe 17 befestigt ist, die axial vorspringende Stifte oder
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in dem Wege der Nasen 3 der Kartenrahmen. Jeder vorbeigehende Rahmen stösst mit seiner Nase gegen die gerade nach oben zeigende Spitze des Sternrades 19 und dreht das Sternrad dadurch um 90 . Entsprechend wird auch die Scheibe 17 um einen Zahn weiter geschaltet und die Ketten 15, 12 und 7 weiter bewegt, u. zw. derart, dass das Gestell 4 um eine Teilung, d. h. um die Entfernung zweier Kartenrahmen voneinander gesenkt und gleichzeitig das Gestell 10 um den gleichen Betrag gehoben wird.
Die Kartenrahmen werden durch die Vorriehtung hindurch mit Hilfe von Bändern 20 und 21 befördert, welche über Rollen 22 laufen. Zu beiden Seiten der Vorrichtung sind je ein oberes und unteres
Band 20 und 21 vorgesehen, so dass also der Kartenrahmen an seinen seitlichen Stegen oben und unten von den Bändern erfasst und in der Vorrichtung weiter geschoben wird. Der Antrieb der Bänder 20 und 21 erfolgt durch zwei an dem einen Ende vorgesehene Kettenräder 23 bzw. 24, die durch Ketten mit entsprechenden Kettenrädern auf der Achse 25 verbunden sind. Die Achse 25 trägt ein Kegelrad 26 und dieses kämmt mit einem Kegelrad 87, welches lose auf einer Welle 28 sitzt und als konische Reibungskupplung, u. zw. als hohler Teil einer solchen ausgebildet ist.
Auf dieser Welle 28 sitzt axial verschiebbar, aber nicht drehbar der zweite Kupplungsteil 29, dessen Verschiebung durch eine Gabel erfolgt, die um den Zapfen 30 drehbar ist. Mit dieser Gabel starr verbunden ist ein Doppelhebel, dessen einer Arm 31 als Bremsschuh ausgebildet ist, und der sich gegen das Kegelrad 27 legt und es bremst wenn die Kupplung ausgerückt ist, während der zweite Arm gelenkig mit einer Lenkstange 32 in Verbindung steht. Der Lenker 32 ist in senkrechter Richtung geführt und er kann durch die mit seinem oberen Ende verbundene
Querstange 33 nach abwärts bewegt werden.
Die Abwärtsbewegung der Querstange 33 kann durch drei Gleitstücke 34, 35 und 36 erfolgen, welche in senkrechter Richtung im Maschinengestell geführt sind und mittels eines Anschlages oder mittels an ihnen befestigter Zapfen so mit der Querstange 33 in Eingriff stehen, dass jeder von ihnen unabhängig von dem andern die Querstange niederdrücken kann, ohne gleichzeitig auch eine Abwärtsbewegung der übrigen Gleitstücke zu veranlassen. Beispielsweise kann dies, wie in der Zeichnung dargestellt, in der Weise erfolgen, dass an den Gleitstücken 34, 35 und 36 Zapfen angeordnet sind, welche sich auf das Qnerstück 33 aufsetzen. In Fig. 1 sind die Gleitstücke 34,36 der Übersichtlichkeit wegen zu weit rechts gezeichnet.
Tatsächlich liegen sie in der Mitte der Teile 48 bzw. 84 bzw. 89. Es muss dann bei jeder Abwärtsbewegung eines der Gleitstücke die Querstange 33 mit abwärts gehen, während die übrigen Gleitstücke in ihrer Lage verharren. Die Gleitstücke 34 bis 36 haben einen hakenförmigen, nach der rechten Seite zu abgeschrägten Kopf mit einer etwas abgeplatteten oder vertieften Spitze, sie dienen zum Ein-und Ausschalten der Kupplung 27, 89, u. zw. wird die Kupplung ausgeschaltet, wenn eines der Gleitstücke 34 bis 36 und damit auch der Lenker 32 abwärts gedrückt wird, so dass der dreiarmige um 30 drehbare Hebel in Richtung des Uhrzeigers schwingt.
Umgekehrt wird die Kupplung durch die Feder 37 eingerückt, sobald die Gleitstücke 34 bis 36 frei sind und sich in ihre obere Lage bewegen können. Schliesslich sind noch im Gestell der Vorrichtung zu beiden Seiten je eine Zugstange 35 waagrecht geführt, die an ihren beiden Enden in dem unteren gegabelten Teil von um die Zapfen 39 bzw. 40 schwingbaren Doppelhebel 41 und 42 anfassen. An die oberen Enden dieser Doppelhebel sind Ausstossplatten 43 und 44 angelenkt, u. zw. liegen diese Ausstossplatten 43 und 44 in gleicher Höhe, wie die Bahn des durch die Vorrichtung hindurchgehenden Kartenrahmens.
Die Zugstangen 38 stehen mit dem Gleitstück 34 durch einen Winkelhebel 45 in Verbindung derart, dass beim Niedergehen des Gleitstückes 34 die Zugstangen 38 in der Zeichnung nach links bewegt werden, wobei der Schieber 43 in das oberste leere Fach des Gestells 10 eingeschoben wird, während der in dem untersten leeren Fach des Gestells 4 befindliche Schieber 44 gleichzeitig aus diesem zurückgezogen wird.
Die Welle 28 ist fest mit der Achse eines Motors 47 verbunden und wird von diesem dauernd in Umdrehung versetzt.
Soweit wie bisher beschrieben wirkt die Einrichtung wie folgt.
Die von dem die Maschine bedienenden Arbeiter herausgesuchten Karten, auf welche die Buchungen des zu bearbeitenden Buchungsblattes übertragen werden sollen, werden in die entsprechenden Kartenrahmen eingefügt, il. zw. in solche Kartenrahmen, deren Nasen 3 der auf der betreffenden Karte nächsten
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Zeile entsprechen. Die verschiedenen Kartenrahmen sind in dem Gestell 4 eingefügt, u. zw. die Karte, auf welche die erste Buchung vorzunehmen ist, zu unterst. Der Motor wird nunmehr angelassen und der unterste Rahmen aus dem Gestell 4 durch Einschieben des Schiebers 44 in die Vorrichtung hineingeschoben, so dass er von den Transportbändern 20, 21 ! aufgenommen wird. Der Rahmen bewegt sich hiebei vorwärts.
Sobald die Nasen 3 an die Schieber 34 gelangen, wirken sie auf diese ein und drücken sie abwärts. Infolgedessen wird die Kupplung 27,29 ausgerückt und der Kartentransport bleibt stehen.
Bei dieser Lage der Einrichtung erfolgt das Versehen der betreffenden Zeile der Karte mit lichtempfind- licher Masse in einer noch später zu beschreibenden Weise. Sobald dies geschehen ist, wird selbsttätig in einer ebenfalls noch zu. beschreibenden Weise die Nase 3 über das Gleitstück 34 hinweggeschoben.
Infolgedessen kann die Kupplung durch die Wirkung der Feder 37 wieder eingerückt werden und die
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wieder ausrücken. Der Kartentransport bleibt dann zum zweiten Male stehen, wobei sich der Kartenrahmen in dem Belichtungsapparat befindet, der im einzelnen noch beschrieben werden wird. Hierauf erfolgt wiederum selbsttätig das Herüberschieben der Nasen 3 über das Gleitstück 35, der Kartentransport
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der Nase 3 über das Gleitstück 36 erfolgt dann der Weitertransport des Kartenrahmens bis an das Ende der Vorrichtung.
Inzwischen waren bereits beim Niederdrücken des Gleitstückes 34 durch den Winkelhebel 45 die Zugstangen 38 nach links bewegt worden, infolgedessen wurde der Schieber 44 aus seiner in Fig. 1 dargestellten Stellung zurückgezogen und der Schieber 43 vorgeschoben. Beim Weitertransport des Kartenrahmens bewirkt dieser nunmehr eine Drehung'des Stemrades- ! ss. Hiedureh wird der Rahmen 4 um eine Teilung gesenkt, so dass sich der Schieber 44 jetzt vor dem nächsten Kartenrahmen befindet und der Rahmen 10 gehoben, so dass jetzt ein leeres Fach in der Höhe der Kartenbahn liegt, in dem sich jetzt der Schieber 43 befindet. Wird nun der Rahmen durch die ihn befördernden Walzen noch weiter geschoben, so drückt er den Schieber 43 heraus, indem er sich selbst in das leere Fach hineinlegt.
Hiedurch wird die Zugstange 38 wieder in die in Fig. l gezeichnete Lage geschoben und selbsttätig der nächste Kartenrahmen aus dem Gestell 4 heraus zwischen die Bänder 20 und 21 geschoben, so dass sich der Arbeitsgang wiederholt.
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Transport anschliessen, dass ein vollständiges Hineinschieben des Rahmens in den Ständer 10 stattfindet und auf der andern Seite der Kartenrahmen sofort von dem Transportband ergriffen wird, sobald er aus dem Gestell 4 herausgeschoben wird.
Die beiden Schieber 43 und 44, mindestens der Schieber 43, müssen gelenkig an den zugehörigen Hebeln befestigt sein, damit sie während der Auf-und Abwärtsbewegung der Gestelle 4 bzw. M um ein gewisses Mass nachgeben können. Natürlich sind auch geeignete Anschläge vorhanden, um zu verhindern, dass sie aus ihrer Lage, wenn sie aus den Gestellen herausgezogen sind, zu weit nach abwärts schwenken.
Das Auftragen der lichtempfindlichen Schicht, das Belichten und Entwickeln erfolgt in den in Fig. 1 angedeuteten und in den Fig. 2-5 in vergrössertem Massstabe dargestellten Einrichtungen. Jede der drei Vorrichtungen besteht aus einem geschlossenen, in gleicher Weise ausgebildeten Gehäuse, durch welches die Bahn der Kartenrahmen hindurchgeht. In dem Gehäuse 48 der die lichtempfindliche Schicht auftragenden Vorrichtung ist ein Stempel 49, dessen Unterfläche aus einer Gummischicht gebildet ist, in senkrechter Richtung beweglich vorgesehen.
An dem Stempel ist drehbar ein mit Gewinde versehener Zapfen 50 befestigt, welcher durch eine Mutter 51 in dem Gehäuse hindurchgeht und an seinem oberen Ende durch ein Kegelrad 52 fasst, demgegenüber er sich axial verschieben, aber nicht drehen lässt, so dass beim Drehen des Kegelrades der Stempel 49 gehoben und gesenkt wird. Unterhalb des Stempels ist ein einen Filz tragender Behälter 53 vorgesehen, der an seinen Seiten in Schwenkhebeln in der bei Gummistempeln bekannten Art gelagert ist, u. zw. so, dass der Behälter 53, wenn sich der Stempel 49 niedersenkt, nach der Seite ausschwenkt und den Weg über den Stempel 49 freigibt.
Der Filz ist mit einer lichtempfindlichen Masse getränkt und es kann eine Vorrichtung vorgesehen sein, durch welche ununterbrochen oder periodisch dem Filz die lichtempfindliche Masse tropfenweise zugeführt wird, um den Filz dauernd feucht zu halten. In der Ruhelage liegt die freie obere Filzseite an der Unterseite der Gummifläche des Stempels 49 an und befeuchtet dadurch diese Gummifläche. Bewegt sich nun der Stempel 49 nieder, so schwenkt, wie bereits erwähnt, der Filzbehälter 53 aus und der Gummistempel kommt, wenn er sich weit genug niederbewegt hat, mit der betreffenden Karte in Eingriff, die sich vorher mit ihrer richtigen Stelle unter diesen Gummistempel eingestellt hat und auf dem zwischen den unteren Transportrollen 22 angeordneten Tisch 54 befindet.
Der Tisch kann noch mit einer besonderen elektrisch beheizten Platte 55 belegt sein, damit die lichtempfindliche Masse, sobald sich der Stempel 49 wieder von dem Ka rtenblatt fortbewegt hat, rasch troel,-net. Die Auf-und Niederbewegung des Stempels 49 geschieht nun durch zwei Kegelräder 56 und 57, die beide mit dem Kegelrad 52 kämmen und deren Wellen in dem
Gehäuse 48 gelagert sind und an ihren äusseren Enden weitere Kegelräder 58, 59 tragen. Diese Kegel-
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dieser beiden in gleicher Richtung umlaufenden Räder in Eingriff steht, wird durch die beschriebene Radübertragung das Kegelrad 52 nach links oder nach rechts gedreht und der Stempel gehoben oder gesenkt.
Die Kegelräder 64 und 65 sitzen auf Wellen 66 und 67, die an ihrem zweiten Ende wiederum Kegelräder 68 und 69 tragen. Die letzterwähnten beiden Räder können mit einem Kegelrad 70 in Eingriff
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können drei Lagen einnehmen. In der in der Zeichnung dargestellten Mittellage sind die Räder 64 und 65 ausser Eingriff mit den Rädern 62 und 63, ebenso stehen die Räder 68 und 69 ausser Eingriff mit dem Rade 70. Schiebt man die Lagerböcke mit den Wellen und den Rädern nach rechts, so treibt das Kegelrad 70 über das Kegelrad 68 und das Radpaar 64,62 die Vorrichtung in einer Richtung an. Umgekehrt wird, wenn die Einrichtung nach links geschoben wird. durch die Radübersetzung 70,69 und 65, 63 der Antrieb in umgekehrter Richtung erfolgen. Der letzterwähnte Antrieb dient zum Senken des Stempels 49, der ersterwähnte zum Hebel desselben.
Mit den Lagerböcken 71, 72 ist ein Sperrstück 73 verbunden, in welches ein Sperrad 74 eingreift.
In das gleiche Sperrad greift eine Sperrklinke 75 ein, die durch eine Stange 76 mit dem Gleitstück 34 verbunden ist, derart, dass bei der Abwärtsbewegung des Gleitstückes gleichzeitig auch die Stange 76 abwärts geht, hiebei die Klinke 75 mitnimmt und das Sperrad in der Uhrzeigerrichtung dreht, wobei dieses durch die Sperrzahnstange 73 und die Böcke 77 und 72 in Fig. 2 nach links bewegt.
Es wird demnach beim NiederdrÜcken des Gleitstückes 34 durch die Nase des Kartenrahmens zweierlei bewirkt, nämlich zunächst, wie bereits oben angeführt, ein Stillsetzen des Kartenrahmens in dem Augenblick, in dem die zu beschreibende Zeile der in dem Rahmen befindlichen Karte gerade unterhalb des Stempels 49 liegt und dann gleichzeitig ein Einrücken der Kegelräder 69 und 65 in die zugehörigen Kegelräder, wodurch unter Vermittlung des beschriebenen Antriebs der Stempel 49 niederbewegt wird, bis er sich auf die Karte aufsetzt und an der zu beschreibenden Stelle derselben die lichtempfindliche Masse aufträgt. Mit dem Stempel 49 ist ein Rahmen 77 verbunden, der unten in seiner Mitte einen Ansatz 78 trägt. Letzterer greift mittels eines Zapfens in ein Langloch eines Hebels 79, dessen freies Ende hakenartig ausgebildet ist.
Der Hebel 79 ist ein Teil eines Doppelhebels, dessen zweiter Arm mit 80 bezeichnet ist und der um den Zapfen 81 schwenkbar im Gestell der Vorrichtung gelagert ist. An den beiden Lagern 71 und 72 sind nun nach innen gehende Ansätze vorhanden, die mit oben abgeschrägten Aussparungen 82 bzw. 83 versehen sind. In diese Aussparungen können die Nasen der Arme 79 und 80 einfassen. Die Nasen sind verschieden breit und entsprechend auch die Aussparungen u. zw. derart, dass die Nase des Armes 79, wenn sie in die Aussparung 82 einfasst, die beiden Lager 71 und 72 um den doppelten Betrag nach rechts schiebt, um den die Nase des Armes 80 bei ihrem Einfassen in die Aussparung 83 die Lager nach links schiebt.
Wie angegeben, waren durch das Niedergehen der Stange 76 die Lager 71 und 72 in ihre linke Endlage geschoben worden. Der Stempel 49 bewegt sich dann abwärts, er nimmt hiebei den Rahmen 77 und dieser wiederum den Arm 79 mit und sobald der Stempel in seine unterste Lage gelangt ist und die Karte mit der lichtempfindlichen Masse versehen hat, ist auch schon die Nase des Armes 79 in die Aussparung 82 eingedrungen. Sie schiebt dadurch die Lager 71, 72 nach rechts, bringt die jetzt in Eingriff befindlichen Zahnräder 65 und 69 ausser Eingriff und die Zahnräder 64 und 68 in Eingriff. Infolgedessen wird jetzt die Stempelspindel umgekehrt gedreht und der Stempel wieder angehoben. Beim Anheben wird auch der Arm 79 durch den Rahmen 77 wieder zurüekgeschwenkt und der Arm 80 in der Uhrzeigerrichtung niederbewegt.
Bei der obersten Lage des Stempels 49 dringt die Nase des Armes 80 in die Aussparung 88 ein und bewegt dadurch wiederum die Lage 71 und 72 nach links, aber nur soweit" bis die Zahnräder 68 und 64 ausser Eingriff sind, so dass nunmehr die Vorrichtung stillsteht. Da die Platte 55 warm ist, trocknet die lichtempfindliche Masse schnell und die Karte muss nunmehr in die Belichtungvorrichtung weiter geschoben werden, in welcher die Belichtung stattfindet.
Die Belichtungsvorrichtung entspricht in ihrem Aufbau genau der vorher erwähnten Auftragsvorrichtung, sie ist in einem Gehäuse 84 untergebracht. Zu ihrem Antrieb dient eine Antriebs-und
Schaltvorrichtung, welche ganz genau der vorher beschriebenen entspricht und die deswegen nicht nochmals im einzelnen beschrieben zu werden braucht, nur dass hier das Einschalten des Beleuchtungapparates durch das Gleitstück 35 erfolgt. Damit nun nach Beendigung des Auftragens der lichtempfindlichen Schicht die Transportvorrichtung für den Kartenrahmen, die vorher durch das Niederdrücken des Gleitstückes 34 ausser Tätigkeit gesetzt wurde, wieder eingerückt wird, ist. wie aus Fig. 4-7 hervorgeht, in dem Rahmen 77 eine Klinke 85 um einen Zapfen 86 drehbar gelagert.
Sie liegt in einem Ausschnitt des Rahmens, der sie in der in Fig. 6 gezeichneten Lage wagrecht hält, aber eine Drehung der Klinke in der Uhr7.. eigerrichtung zulässt. Die Klinke liegt unmittelbar oberhalb des Gleitstückes 34 und die vordere
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freie Nase der Klinke liegt oberhalb des Kartenrahmens. Bewegt sich nun der Rahmen 77, wie vorher angegeben, zum Zwecke des Auftragens der lichtempfindlichen Masse abwärts, so schwingt die Nase, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, nach aufwärts in die dort strichpunktiert gezeichnete Lage, gleitet aber dann an dem Kartenrahmen seitlich ab, bis sie unter die Nase 3 desselben gelangt, wie in Fig. 5 und 7 ausgezogen gezeichnet ist. Die Nase liegt hiebei unmittelbar unter der nach rechts gerichteten schrägen Fläche der Nase 3 des Kartenrahmens.
Geht nun nach Beendigung des Auftragens der lichtempfindlichen Schicht der Rahmen 77 wieder nach oben, so drückt die Oberkante der Klinke 85 gegen die Nase. 3 des Kartenrahmens und schiebt dadurch den Kartenrahmen aus der in Fig. 5 dargestellten Stellung nach links weiter, so dass die Nase 3 über das Gleitstück 84 fortgeschoben wird. Das Gleitstück 84 wird infolgedessen frei, kann wieder nach oben gehen und der Transport des Kartenrahmens ist eingeschaltet, so dass nun der Kartenrahmen weiter geht, bis er an das nächste Gleitstück 35 gelangt, dieses niederdrückt und dadurch den Kartentransport wieder ausschaltet. Gleichzeitig wird durch das Niedergehen des Gleitstückes 35 der Antrieb des Beliehtungsapparates eingeschaltet, wie vorher bei der Vorrichtung zum Auftragen der lichtempfindlichen Schicht im einzelnen beschrieben.
Der Belichtungsapparat, welcher in der Hauptsache in Fig. 3 dargestellt ist, unterscheidet sich von dem Auftragsapparat im wesentlichen nur dadurch, dass an Stelle des Stempels ein auf-und abbewegter, den Belichtungskörper, also eine elektrische Lampe tragender Teil 87 tritt. Die Stromzuführung zu der elektrischen Lampe kann in beliebiger Weise erfolgen. Die Lampe kann entweder dauernd brennen, sie kann aber auch so eingerichtet sein, dass die Kontakte gegen Ende der Abwärts-
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kommen, so dass die Lampe erst aufleuchtet, wenn sie sich unmittelbar über dem zu belichtenden Gegenstand befindet. Beim Aufwärtsgehen der Lampe wird dann infolge der Öffnung der Kontakte die Lampe von selbst wieder ausgeschaltet. Man spart dadurch an Strom während der Zeit, in der die Lampe nicht wirksam ist.
Nach erfolgter Belichtung wird wieder durch eine Klinke, die in dem Rahmen 88 gelagerte ist und in ihrer Wirkungsweise der Klinke 86 entspricht, der Kartenrahmen über das Gleitstück 59 weg- geschoben, so dass der Transport wieder eingerückt wird, bis der Rahmen mit der Karte an den Entwicklungsapparat 89 gelangt und durch Niederdrücken des Gleitstückes 36 den Transport wieder stillsetzt. Der Entwicklungsapparat entspricht genau der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung zum Auftragen der lichtempfindlichen Schicht, nur mit dem Unterschied, dass an Stelle der lichtempfindlichen Masse Wasser aufgetragen wird.
Vorzugsweise wird man als lichtempfindliche Masse die für Blaupauspapier verwendete Masse benutzen, so dass sich auf der Buchungskarte dann weisse Schrift auf blauem Grund ergibt. Sobald die Karte den Belichtungsapparat, der ebenfalls wiederum mit einer Troekenvoniehtung, d. h. einer elek- tlisch beheizten Unterlage für das Kartenblatt versehen sein kann, verlassen hat, wird der Rahmen mit dem Kartenblatt weiter befördert. Der Rahmen nimmt dann in der oben angegebenen Weise die Weiterschaltung der beiden Rahmengestelle vor und gelangt dann in das linke Rahmengestell.
Es bleibt nun noch die Anordnung und der Vorschub des Buchungsblattes zu beschreiben. Das Buchungsblatt besteht, wie bereits erwähnt, aus einem lichtdurchlässigen Papier, also z. B. Ölpapier, welches mit lichtundurchlässiger Farbe oder Tinte beschrieben ist. Man lässt vorzugsweise das Buehungsblatt an seinem oberen und unteren Ende etwas länger, als die Beschriftung ausmacht. Das obere Ende wird in eine Transportwalze 90 eingespannt oder eingeklemmt oder in sonst einer Weise daran befestigt. Das Blatt wird dann über zwei Führungswalzen 91 und 92 geleitet, welche es dicht über dem darunter hinweggehende Kartenrahmen halten, und das untere Ende ist dann auf eine Walze 9. 3 aufgewickelt, welche mit einer Bremsfeder od. dgl. tzum Strammhalten des Blattes versehen sein kann.
Die Walze 90 besitzt an ihrem äusseren Rande ein Sperrad 94, dessen Zähne mit einer Anzahl von Zähnen 95 an dem Kartenrahmen in Eingriff gelangen können. Sobald dies geschieht, wird die Walze 90 um einen bestimmten Betrag weiter geschaltet u. zw. erfolgt jedesmal ein Weitertransport um die gleiche Höhe einer Zeile.
Jedesmal demnach, wenn ein Kartenrahmen mit einer neuen Karte unter das Buchungsblatt einfährt, erfolgt durch den betreffenden Kartenrahmen die Weiterschaltung, so dass jetzt die nächste Zeile des
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Zeile übertragen wird.
Um ein Rückwärtsrollen des Buchungsblattes zu verhindern, kann auch die Walze 90 mit einer Bremsvorrichtung versehen sein, oder sie kann ein Sperrad tragen, welches die Rückwärtsdrehung verhindert.
Enthält das Buchungsblatt hintereinander eine Anzahl von Buchungen, welche auf dieselbe Kontokorrentkarte od. dgl. 2 übertragen werden sollen, so kann man geeignete Vorkehrungen treffen, durch welche veranlasst wird, dass dieselbe Karte wiederholt durch die Vorrichtung hindurchgeht oder aber man kann auch für solche Fälle einstellbare Vorsehübe vorsehen, um dann gleichzeitig mehrere Zeilen mit lichtempfindlicher Masse zu versehen, zu belichten und zu entwickeln. Vorzugsweise wird man die ersterwähnte Ausführung wählen, die mechanisch ausgeführt sein kann, man kann aber auch in einem solchen Fall einfach, sobald die betreffende, wiederholt mit Buchungen zu versehende Karte an die Reihe
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In diesem Falle wird, wenn die betreffende Karte durch die Vorrichtung hindurchgegangen ist, keine neue Karte mehr eingeführt, man kann die Karte aus dem Gestell 10 herausnehmen und erneut von Hand auf der andern Seite der Vorrichtung wieder einführen.
Natürlich ist die beschriebene Einrichtung nur ein Ausführungsbeispiel, die sowohl was das Getriebe anlangt, auch was die sonstigen Einzelheiten betrifft, auch beliebig anders ausgeführt werden kann, so können z. B. die Nasen 3 an den Kartenrahmen auch einstellbar sein, man braucht dann nur eine Sorte Rahmen und stellt die Nase jedesmal an die zu behandelnde Zeile ein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Übertragen von Buchungen, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem lichtdurchlässigen Papier befindliche Originalbuchungen zeilenweise oder zu mehreren Zeilen gleichzeitig der Reihe nach auf mit lichtempfindlicher Masse versehene oder zu versehende Buchungskarten kopiert werden.