DE565846C - Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Elfenbeinabfaellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Elfenbeinabfaellen

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DE565846C
DE565846C DET36048D DET0036048D DE565846C DE 565846 C DE565846 C DE 565846C DE T36048 D DET36048 D DE T36048D DE T0036048 D DET0036048 D DE T0036048D DE 565846 C DE565846 C DE 565846C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08L61/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Elfenbeinabfällen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer plastischen ?Masse aus Elfenbeinabfällen, die sich zu Gegenständen verarbeiten läßt, welche sonst aus natürlichem Elfenbein gefertigt werden, wie z. B. Billardkugeln.
  • Erfindungsgemäß werden die Elfenbeinabfälle mit verdünnter Sodalauge gewaschen, dann gespült und nach ihrer Größe sortiert. Die Abfälle von annähernd gleicher Größe werden mit Phenol getränkt und im Autoklav erhitzt, worauf sie zu Pulver zerrieben «erden. Das Pulver wird mit wässerigem Formaldehyd so lange kondensiert, bis sich aus dem Gemisch oben Wasser abscheidet. Die Behandlung der Abfälle mit Phenol unter Druck im Autoklav bewirkt, daß die im Elfenbein enthaltenen Mineralstoffe von dem Ossein getrennt und mit Phenol völlig durchtränkt werden. Die so durchtränkten Mineralstoffe dienen zur Gewinnung der weiter zu bearbeitenden formbaren Endmasse.
  • Beispiele Elfenbeinstücke, deren Rauminhalt 25 ccm nicht überschreitet, werden im Verhältnis von ungefähr 5 Gewichtsteilen Elfenbein zu i Gewichtsteil Phenol gemischt. Das Gemisch wird im Autoklav mit Wasserdampf unter einem Druck von ungefähr .4 kg,Iqcm etwa 3 Stunden behandelt. Hierbei nehmen die Elfenbeinstücke den größten Teil des Phenols auf, so daß sie leicht zu einem sehr feinen Pulver zerkleinert werden können, das schneeweiß aussieht. Dieses pulverförmige Phenolelfenbein wird mit Formaldehyd zur Reaktion gebracht. Zu diesem Zweck werden 6o Gewichtsteile Phenolelfenbein mit 25 Teilen Phenol, 6o Teilen wässerigem Formaldehyd und io Teilen eines alkalischen Katalysators, z. B. wässerigem Ammoniak, gemischt und das Gemisch unter Rückfluß gekocht. Es ist leicht zu erkennen, wann die Kondensation beendet ist, da das Gemisch sich dann in zwei Schichten trennt. Die plastische Masse sinkt zu Boden, während das Wasser sich über der Masse ansammelt. Dieser Masse, die klargelb ist und leicht abgeschieden werden kann, können Färbemittel, z. B. Metalloxvde, zugesetzt werden. Soll die Masse die natürliche Elfenbeinfarbe wiedererhalten, so färbt man sie mit Zinkoxvd.
  • Zweckmäßig wird die Kondensation der blasse nur so weit durchgeführt, daß die Masse noch teigig bleibt, um sie leicht in Formen füllen zu können, wo sie erhärten kann. Zu diesem Zweck werden die gefüllten Formen in einem Autoklav einem Druck von ö kg/qcm und einer Temperatur von igo ° ausgesetzt. Die Dauer dieser Behandlung beträgt etwa .l Stunden und die Temperatur nicht mehr als 200'.
  • Anstatt des Phenols können auch die Homologen des Phenols, wie z. B. Kresol, u-Naphthol oder P-Naphthol, ferner Salicvlsäürephenvlester, Resorcin oder Pvrogallol benutzt werden. Das Formaldehyd kann durch Trioxymetbylen, Paraformaldehyd, NIethvlendiacetat, Hexamethvlentetramin ersetzt werden.
  • Als Katalysator kann Ammoniak in beliebiger Form dienen. Das Phenol kann in flüssiger Form zu go°(o in Alkohol gelöst oder in Kristallform angewendet werden. Auch bei der Umwandlung der Elfenbeinabfälle in Phenolelfenbein können andere Homologen der Phenole an die Stelle des Phenols treten. Die Dauer der Behandlung der Elfenbeinabfälle richtet sich nach der Größe der letzteren und währt länger, als oben angegeben, wenn der Rauminhalt der zu verarbeitenden Stücke größer ist als 25 ccm.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung einer plastischen Masse aus Elfenbeinabfällen, dadurch gekennzeichnet, daß die Elfenbeinabfälle mit verdünnter Sodalauge gewaschen, gespült und sortiert und nach Zugabe von Phenol im Autoklav erhitzt werden, worauf das mit Phenol getränkte Elfenbein zu Pulver zerrieben und mit wässerigem Formaldehyd so weit kondensiert wird, daß das Gemisch sich in Wasser und eine plastische Masse trennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Elfenbeinabfälle in Stücken von nicht mehr als 5 ccm Rauminhalt zu 5 Gewichtsteilen mit z Gewichtsteil Phenol gemischt werden und diese Mischung mit Wasserdampf bei einem Druck von 4. kg/qcm ungefähr 3 Stunden behandelt wird, worauf das daraus entstandene Phenolelfenbein in Pulverform im Verhältnis von 6o Gewichtsteilen mit 25 Gewichtsteilen Phenol, 6o Gewichtsteilen wässerigem Formaldehyd und ro Gewichtsteilen wässerigem Ammoniak gemischt und unter Rückfluß erhitzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die im teigigen Zustande in Formen gebrachte Masse in einem Druckgefäß unter einem Druck von etwa 8 kg/qcm bei einer Zoo ° nicht überschreitenden Temperatur zum Erhärten gebracht wird.
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