DE565477C - Verfahren zur Herstellung von Estern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Estern

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DE565477C
DE565477C DEI38546D DEI0038546D DE565477C DE 565477 C DE565477 C DE 565477C DE I38546 D DEI38546 D DE I38546D DE I0038546 D DEI0038546 D DE I0038546D DE 565477 C DE565477 C DE 565477C
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DE
Germany
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esters
alcohols
esterification
preparation
acids
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Expired
Application number
DEI38546D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Franzen
Dr Robert Held
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Estern Es wurde gefunden, daß man in praktisch vollständiger Ausbeute Ester aus höher molekularen Fettsäuren und zwei- oder dreiwertigen aliphatischen Alkoholen herstellen kann, wenn man die beiden Reaktionskomponenten in dampfförmigem oder vernebeltem Zustand unter vermindertem Druck aufeinander einwirken läßt. Es ist dabei nicht unbedingt nötig, die Komponenten in wasserfreiem Zustande zu verwenden: es hat sich vielmehr gezeigt, daß sie bei der zur Veresterung nötigen Temperatur auch im Gemisch mit evtl. überhitztem Wasserdampf angewandt werden können. So ist es z. B. möglich, die bei der Destillation von -Fettsäuren oder der Entsäuerung von Ölen mit überhitztem Wasserdampf anfallenden Brüden direkt zur Veresterung mit Glycerin zusammenzubringen und so ihren Wärmeinhalt vorteilhaft auszunutzen. Die zu verwendende Alkoholmenge ist in weiten Grenzen veränderlich; das Verfahren gestattet ein Arbeiten ohne nennenswerten Überschuß bzw. Verlust an Alkohol.
  • Die Vernebelung von Alkohol und Säure kann z. B. in der Weise erfolgen, daß man Alkohol oder Säure in einer geeigneten Apparatur, vorteilhaft unter Verwendung von Zerstäuberdüsen, mit oder ohne Trägergas versprüht. Die hierdurch erzielte große Oberfläche der Reaktionsteilnehmer erleichtert die Reaktion und kürzt ihre Dauer wesentlich ab. Auch Katalysatoren, z. B. Metalle, wie Zink. Zinn oder Magnesium, oder deren Oxyde oder Salze können angewandt werden. Das Verfahren läßt sich auch kontinuierlich ausführen.
  • Man hat bereits vorgeschlagen. Ester von flüchtigen Carbonsäuren mit Alkoholen in der Weise zu verestern, daß man die Dämpfe dieser Säuren und der Alkohole gemischt über hochaktive Kohle leitet. Bei diesem Verfahren handelt es sich speziell um die Veresterung flüchtiger, d. h. niedrig molekularer Säuren mit flüchtigen Alkoholen. Es ist ferner bekannt, Carbonsäuren mit Alkoholen in Gegenwart von Metallseifen oder Metalloxyden zu verestern. Hierbei erfolgt jedoch die Veresterung unter solchen Arbeitsbedingungen, daß die angewandten Carbonsäuren bzw. Alkohole nicht in dampfförmigem Zustand vorhanden sind. Bei dem vorliegenden Verfahren «-erden höhere Fettsäuren, die nicht ohne weiteres verdampfbar sind, in Dampf- oder Nebelform gebracht und mit zwei- oder dreiwertigen Alkoholen, die ebenfalls in dampf- oder nebelartigem Zustand vorhanden sein sollen, zur Umsetzung gebracht. Dadurch wird eine besonders schnelle und praktisch vollständige Veresterung erzielt, und das Veresterungsprodukt braucht nicht unnötig lange hohen Temperaturen ausgesetzt zu werden. Die Ausführung des vorliegenden Verfahrens gelingt in der Regel schon ohne Anwendung von Katalysatoren.
  • Beispiel-1 Die aus einer Fettsäuredestillationsapparatur im Gemisch mit Wasserdampf austretenden Dämpfe von Olivenölfettsäure (Säurezahl= i 8o) läßt man in einem heizbaren Rohr bei 22o° und 5o mm Druck mit Glycerindämpfen zusammentreffen. Die dabei durch Veresterung gebildeten, nicht flüchtigen Glyceride werden entfernt; das nicht verbrauchte Glycerin kann in üblicher Weise von Wasser befreit und evtl. im Kreislauf wieder verwendet werden. Das Reaktionsprodukt zeigt eine Säurezahl - 5.
  • Beispiel e Stöchiometrische Mengen von Olivenölfettsäure (Säurezahl ==I8o) und Glycerin werden mittels Zerstäuberdüsen mit überhitztem Wasserdampf in ein auf 22o° erhitztes, auf ioo mm Ouecksilberdruck evakuiertes Reaktionsrohr versprüht. Hierbei tritt Veresterung ein; das flüssige Veresterungsprodukt zeigt eine Säurezahl 5 bis 8 und wird in üblicher Weise weiterverarbeitet. Beispiel 3 In ein auf 23o° erhitztes, geneigtes Reaktionsrohr läßt man bei 2o mm Druck in stöchiometrischem Verhältnis Dämpfe von Palmitinsäure und Glykol eintreten. Während des Durchströmens des Dampfgemisches durch das Reaktionsrohr erfolgt zu über 9o 01, V eresterung zu Palmitinsäureglykolid. Die nicht umgesetzten Anteile von Palmitinsäure und Glykol werden in einem auf 7o° erwärmten Rückflußkühler von Wasser befreit und kondensiert, sodann in einer besonderen Vorlage aufgefangen'. Nach ihrer Trennung können beide Produkte wieder bei dem Verfahren Verwendung finden. Das flüssige Palmitinsäureglykolid wird in üblicher Weise raffiniert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Estern aus höher molekularen Fettsäuren und zwei- oder dreiwertigen aliphatischen Alkoholen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Säuren und Alkohole in dampfförmigem oder vernebeltem Zustand bei erhöhter Temperatur und unter vermindertem Druck aufeinander einwirken läßt.
DEI38546D 1929-06-30 1929-06-30 Verfahren zur Herstellung von Estern Expired DE565477C (de)

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