DE668951C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Saeuren und mehrwertigen Alkoholen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Saeuren und mehrwertigen Alkoholen

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DE668951C
DE668951C DEB159332D DEB0159332D DE668951C DE 668951 C DE668951 C DE 668951C DE B159332 D DEB159332 D DE B159332D DE B0159332 D DEB0159332 D DE B0159332D DE 668951 C DE668951 C DE 668951C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/02Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/12Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/46Polyesters chemically modified by esterification
    • C08G63/48Polyesters chemically modified by esterification by unsaturated higher fatty oils or their acids; by resin acids

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Säuren und mehrwertigen Alkoholen Bei der Herstellung von gemischten Kondensationsprodukten aus mehrbasischen Säuren, mehrwertigen Alkoholen und Fett- bzw. Harzsäuren oder deren Derivaten, wie Rizinusöl, bestehen dann beträchtliche Schwierigkeiten, wenn der Anteil an mehrbasischer Säure sehr hoch ist, insbesondere mengenmäßig den Anteil an Fettsäure bzw. Harzsäure überschreitet. Die Kondensation findet bekanntlich durch Erhitzen auf Temperaturen von Zoo bis 300° statt. In den genannten Fällen treten bei so hoher Temperatur leicht Gelatinierungen ein, zumindestens ist es betriebsmäßig außerordentlich schwierig, gleichmäßige Chargen von nicht zu hoher.Viscosität herzustellen.
  • Es zeigte sich nun, daß man auf einfache Weise derartige, größere Anteile an mehrbasischen Säuren enthaltende Kondensationsprodukte herstellen kann, wenn man zunächst mit nur einem Teil der mehrbasischen Säure und des mehrwertigen Alkohols bei hoher Temperatur kondensiert, wobei zweckmäßig die einbasischen Carbonsäuren bzw. deren Glyceride in mindestens :eben derselben Menge wie die mehrbasische Carbonsäure zugegen sein sollen, dann den Rest des mehrwertigen Alkohols und der mehrbasischen Säure bzw. ein Kondensationsprodukt dieser Stoffe zusetzt und bei Temperaturen von 15o bis 2oo° fertigkondensiert. Hierbei tritt zunächst lediglich eine Vermischung ein, und erst nach längerem Erwärmen findet eine chemische Bindung der nachträglich zugesetzten Stoffe statt. Diese Umsetzung zeigt sich z. B. darin, daß das Produkt nach dem Vermischen nur teilweise in z. B. Benzol löslich ist. Erhitzt man einige Zeit, so wird völlige Löslichkeit in Benzol erzielt.
  • Die erhaltenen Produkte eignen sich besonders gut für ofentrocknende Lacke und Emaillen, insbesondere auch für Spachtel und Kitte.
  • Beispiel I 15o Teile Phthalsäureanhydrid, 123 Teile Glycerin und 28o Teile Olein werden mehrere Stunden auf etwa 28o° erhitzt, worauf bei 200° noch 135 Teile Glycerin und 225 Teile Phthalsäureanhydrid zugegeben werden. Es wird dann so lange bei etwa igo° erhitzt, bis Löslichkeit in Benzol, Terpentinöl, fetten Ölen u. dgl. erzielt ist.
  • Beispiel II r7oTeile Phthalsäureanhydridund i8o Teile Rizinusöl werden mit go Teilen Glycerin 3 Stunden bei 280° kondensiert. Man läßt erkalten und gibt sodann portionsweise bei i8o bis 200° 15o Teile eines Kondensationsproduktes zu, das aus einem Teil Glycerin und zwei Teilen Phthalsäureanhydrid durch ibis 2-stündiges Erhitzen bei i8o bis 200° erhalten wurde. Nach völliger Lösung wird die Masse noch 2 bis q. Stunden bei 180 bis 200° gehalten: An Stelle von Phthalsäureanhydrid,
    können auch ganz oder teilweise andere mehr='"
    basische Carbonsäuren, wie Adipinsäure, rn
    steinsäure, Maleinsäure, Ätherdicarbons3iix
    die mehrbasischen Säuren aus Manilakop
    u. dgl., an Stelle von Glycerin können andere mehrwertige Alkohole Verwendung finden Beispiel III 56o Teile Adipinsäure, 6oo Teile Kolophonium und 38o Teile Glycerin werden mehrere Stunden bei 2q.0° kondensiert. Nach dem Abkühlen auf 15o° wird ein in üblicher Weise erhaltenes Kondensationsprodukt aus 23o Teilen Maleinsäure und 15o Teilen Glycerin zugegeben und sodann so lange bei r5o bis 16o° gehalten, bis eine außerordentlich zähflüssige, nur schwer rührbare Masse entstanden ist.
  • Es ist ein Verfahren bekannt, wonach die Reaktion zwischen mehrbasischer Säure, mehrwertigem Alkohol und fettem Öl zunächst mit einer so großen Menge von mehrwertigem Alkohol durchgeführt wird, daß wenigstens ein Drittel der alkoholischen Grüppen in Überschuß vorhanden bleibt (vgl. die britische Patentschrift 36q.737). Es folgt dann eine zweite Reaktionsstufe, in der die frei gebliebenen alkoholischen Gruppen noch nachträglich mit mehrbasischer Säure verestert werden. Die zweite Stufe besteht also bei diesem Verfahren lediglich in einer Veresterung der in der ersten Stufe der Kondensation frei gebliebenen Hydroxylgruppen, während bei dem vorliegenden Verfahren in der zweiten Stufe eine Umesterung stattfindet, in-
    'Min mit bereits fertigen Kondensationspro-
    ',Aten oder entsprechenden Mischungen der
    WOinponenten, also mehrbasischen Säuren und
    9fehrwertigen Alkoholen, nacherhitzt wird.
    Auch ist darauf hinzuweisen, daß selbst bei peinlicher Innehaltung der in den Beispielen der genannten Patentschrift angegebenen Versuchsbedingungen nach der Zugabe des Lein-bzw. Holzöls bei dem anschließenden Erhitzen immer die Gelatinierung eines Teils des Ansatzes erfolgt. Die gelatinierten Anteile lassen sich aber nicht wieder in Lösung bringen.

Claims (1)

  1. I'ATrNTANSPlcucl1: Verfahren zur Herstellung größere Anteile an mehrbasischen Carbonsäuren enthaltender Kondensationsprodukte aus mehrbasischen Säuren, mehrwertigen Alkoholen und fetten Ölen zugrunde liegenden Fettsäuren, den entsprechenden fetten Ölen selbst sowie Harzsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man die einbasischen Carbonsäuren bzw. deren Glyceride zunächst nur mit einem Teil der mehrbasischen Carbonsäure und des mehrwertigen Alkohols bei hoher Temperatur kondensiert, dann die restliche Menge des mehrwertigen Alkohols und - der mehrbasischen Carbonsäure bzw. auch ein entsprechendes Kondensationsprodukt zusetzt und bei 15o bis 2öo° weiterkondensiert.
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