DE564293C - Doppel-Kettenflorgewebe mit durchgewebtem Rueckenmuster - Google Patents

Doppel-Kettenflorgewebe mit durchgewebtem Rueckenmuster

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DE564293C
DE564293C DEP60406D DEP0060406D DE564293C DE 564293 C DE564293 C DE 564293C DE P60406 D DEP60406 D DE P60406D DE P0060406 D DEP0060406 D DE P0060406D DE 564293 C DE564293 C DE 564293C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/16Double-plush looms, i.e. for weaving two pile fabrics face-to-face
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics
    • D03D27/02Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
    • D03D27/10Fabrics woven face-to-face, e.g. double velvet

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Doppel-Kettenflorgewebe mit durchgewebtem Rückenmuster Die Erfindung bezieht sich auf ein als Dreichußware einschützig hergestelltes Doppel-Kettenflorgewebe mit durchgewebtem Rückenmuster sowie auf die hierzu not-«-endigen Jacquardeinrichtungen.
  • Die bisher gewebten Waren dieser Gattung wurden fast ausschließlich in Dreischußbindung gemäß Abb. i mit Spezial-Jacquardtnaschinen nach Abb.2 hergestellt, die eine vordere Abteilung für den Oberpol und eine hintere Abteilung für den Unterpol besitzen. Der Platinenboden UPB der hinteren Abteilung UW wurde in Tiefstellung festgelegt, während der Messerkasten U161K dieser Abteilung bewegt wurde. Umgekehrt stand in der vorderen Abteilung U W der Messerkasten Oillh in Hochstellung fest, während der Platinenboden OPB dieser Abteilung bewegt wurde. Die Platinen beider Abteilungen Oll,' und Uli% besitzen Doppelnasen, und die Messer einer jeden Abteilung sind wendbar eingerichtet, so daß man nach Bedarf mit derselben Karte sowohl das positive als auch das negative Fach erzielen kann. Die Bewegung des hinteren Messerkastens UUK und des vorderen Platinenbodens OPB erfolgte in der aus Abb. 3 ersichtlichen Weise durch ein geteiltes Doppelhebezeug H0, HU mit Hilfe von zwei offenen oder geschlossenen Treibkurz enscheiben E0 und EU, an deren Stelle bisweilen auch gemäß Abb.3a ein einziges Nutexzenter E trat. Mit Hilfe der geschilderten Einrichtung ist bei richtiger Einstellung eine schöne Ware erzielbar; jedoch arbeitet die jacquardmaschine innerhalb der sechs zur Bildung je einer Noppenreihe in jeder Ware erforderlichen Arbeitsgänge sehr ungleichmäßig bezüglich des Kraftbedarfs (vgl. das Zeit-Weg-Schaubild Abb. ia), und es besteht immerhin noch die Möglichkeit, daß die jeweils zur Florbildung nicht benutzten, im folgenden kurz »toter Pol;< genannten Florkettenfäden nach der Rückseite des Gewebes durchschlagen und so die Klarheit des Rückseitenmusters beeinträchtigen, weil der tote Pol nur durch einen Schuß nach der Rückseite zu abgedeckt ist.
  • Zweck der Erfindung ist, die aufgeführten Übelstände zu beseitigen.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die zur Florbildung herangezogenen Florkettenfäden OP oder UP in der Ware, aus der sie stammen, um drei Schußfäden, in der entgegengesetzten Ware hingegen nur um zwei Schußfäden herumgeführt sind, und daß zum Einbinden der jeweils nicht benötigten Florkettenfäden in Ober- und Unterware immer nur der auf der Florseite liegende Schußfaden dient. Das neue Doppel-Kettenflorgewebe ermöglicht dadurch, daß für sechs Schüsse (3 Ober- und 3 Unterschüsse) gemäß der Erfindung dreitourig umlaufende Treibkurv enscheiben verwendet werden, wesentlich ruhigere und sicherere Bewegungen der vorbeschriebenen jacquardmaschine, gestattet infolgedessen eine Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit des Webstuhls und bringt dadurch eine Steigerung der Leistungsfähigkeit desselben zustande. Dabei wird gleichzeitig der denkbar größte Kraftbedarfsausgleich und die größtmögliche Schonung der Jacquardkarte angestrebt und erreicht. Gleichzeitig werden günstigere Konstruktionsverhältnisse bezüglich der jacquardexzenter E01 EU geschaffen, und das Durchschlagen des toten Pols nach der Geweberückseite wird wirkungsvoll verhindert. Das Erzeugnis dieser Bemühungen ist der jetzt gangbaren Dreischußware zum mindesten ebenbürtig.
  • Durchgemusterte Doppel-Kettenflorgewebe, bei denen die florbildenden Florkettenfäden in der Ware, aus der sie stammen, um drei, in der entgegengesetzten Ware aber nur um zwei Schüsse herumbinden, sind zwar bereits bekannt, jedoch lagen bei diesen Geweben bisher toter Pol und Füllkette ungetrennt in einer Ebene. Infolgedessen war die Möglichkeit des Durchschlagens der toten Füllkettenfäden nach der Rückseite immer noch gegeben, und vor allen Dingen mußten seclistourig umlaufende jacquardexzenter verwendet werden. In bezug auf die jacquardexzenter gilt das gleiche für die ebenfalls bekannten durchgemusterten Doppel-Kettenflorgewebe, deren musterbildende Florkettenfäden in der Ware, aus der sie stammen, uni drei, in der entgegengesetzten Ware hingegen nur um einen einzigen Schuß herumbinden und bei denen toter Pol und Füllkette, durch einen Schuß getrennt, in zwei verschiedenen Ebenen liegen. Keine der genannten Gewebearten vereinigt alle im vorstehenden aufgeführten Vorteile des neuen Gewebes.
  • Abb. 2 zeigt die neue Dreischußware. Abb.2a ist ein Zeit-Weg-Schaubild, aus dem die Bewegungen der jacquardmaschine für das neue Doppel-Kettenflorgewebe nach Abb. 2 zu ersehen sind.
  • Abb. q. stellt schematisch die Jacquardmaschine und ihren Antrieb für die neue Dreischußware nach Abb. 2, Abb.5 einen zwangsläufigen Jacquardantrieb für die gleiche Ware dar.
  • Das neue einschützig zu webende Dreischuß-Doppel-Kettenflorgewebe nach Abb. z unterscheidet sich in bezug auf die Schußfolge I bis VI und die Bindung der Füllketten F0 und FU in keiner Weise von dem bekannten Gewebe gemäß Abb. i. Die Bindekettenfäden wurden in allen Beispielen weggelassen, weil ihre Verkreuzung mit den Schüssen für die Erfindung unwesentlich ist. Hinsichtich der Bindung der Florkettenfäden hingegen treten wesentliche Änderungen ein.
  • Während bei dem bisherigen Dreichußgewebe nach Abb. i der tote Pol in derselben Weise mit den Schüssen kreuzt wie die Füllketten F0 und FIT, liegt derselbe in dem neuen Gewebe nach Abb.2 getrennt von diesen mehr nach der Florseite zu. Das wird dadurch erreicht, daß man ihn sowohl in der Oberware als auch in der Unterware nur durch einen einzigen Schuß (11I bzw. `'I) einbinden läßt. Da der tote Pol nunmehr nach der Rückseite zu durch zwei Schüsse (I, II bzw. IV, V) abgedeckt ist, so wird sein Durchschlagen nach dieser Seite wirkungsvoll verhindert, wodurch sich ein sau'oeres klares Rückenmuster erzielen läßt. Während weiterhin nach Abb. i die jeweils musterbildenden Florkettenfäden (im nachstehenden immer nur kurz Musterpol genannt) sowohl in der Oberware als auch in der Unterware stets um alle drei zu einer 1Noppenreihe in jeder Ware gehörigen Schüsse (I, II und III bzw. IV, V und VI) herumbinden, bindet nach Abb. 2 der Musterpol OP der Oberware zwar um die Schüsse I, 1I und III, in der Unterware hingegen nur um die Schüsse IV und V. Im Gegensatz hierzu bindet der Musterpol UP der Unterware in der Unterware um die Schüsse IV, V und VI, in der Oberware hingegen nur um die Schüssel und 1I.
  • Aus dieser Eigenart des Gewebes ergibt sich eine außerordentlich günstige Arbeitsweise der jacquardmaschine, wie aus Abb. 2a ersichtlich ist.
  • Der Oberware-Messerkasten steht wie bisher in Hochstellung, der Unterware-Platiiienboden UPB in Tiefstellung fest. Für Schuß I und II befindet sich der Unterware-MeSSorkasten UMK in Hochstellung und der Oberware-Platinenboden OPB in Tiefstellung. Beide wechseln für Schuß III gleichzeitig ihre Stellung, worauf die Karte zum Zwecke des Musterwechselns für den Oberpol andrückt. Alsdann erfolgt für Schuß IV ein erneuter gleichzeitiger Stellungswechsel des Unterware-Messerkastens und des Oberware-Platinenbodens OPB. Die so erreichte Stellung behalten UMK und OPB für den Schuß V bei, um für Schuß VI erneut gleichzeitig ihre Stellung zu wechseln, worauf die Karte zum Zwecke des Musterwechsels für den Unterpol andrückt. Durch den gleichzeitigen Stellungswechsel von UIITIL und OMK in entgegengesetzter Richtung findet ein teilweiser Kraftausgleich statt, der den ruhigen Gang der jacquardmaschine sehr günstig beeinflußt. Die Jacquardkarte, die für die alte Dreischußware nach Abb. i viermal mit demselben Kartenblatt andrücken mußte, wird jetzt nur noch zweimal mit demselben Blatt gegen die Nadeln gepreßt. Hieraus ergibt sich einesteils eine Schonung der Karte selbst und, da die zum Anpressen der Karte angewendete Kraft ziemlich bedeutend ist, auch eine erhebliche Kraftersparnis sowie ein ruhigeres Arbeiten der Platinen. Dadurch, daß sich das Arbeitsspiel von UNK und OPB bereits nach drei Schüssen wiederholt, kann man an Stelle der sechstourig innlaufenden Treibkurvenscheiben oder Exzenter E0 und EU bzw. E (Abb. 3 und 3a) dreitourig umlaufende Exzenter E0 und EL' (Abb..l) verwenden. Diese erhalten bei gleich großem Grund- und Außendurchmesser wesentlich flachere Hubkurven, arbeiten also viel günstiger als die E#>zenter E0 und EU nach Abb. 3 bzw. E nach Abb. 3a. Man kann diese dreitourig umlaufenden Exzenter E0 und EU selbstverständlich auch als Nutexzenter ausbilden und so den Antrieb gemäß Abb.4 z«-angsläuiig gestalten.
  • Auf einfachere Weise wird dies jedoch erreicht, indem man die Exzenter E0 und EL" nach Abb. 5 als Exzenter und Gegenexzenter auf ein gegenläufig verbundenes Doppelhebezeug HO, HU bekannter Art wirken läßt.

Claims (3)

  1. PATEN TAi\ SPRÜCHE: r. Als Dreischußware einschützig gewebtes Doppel-Isettentlorgewebe reit durchgewebtem Rückenmuster, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Florbildung leerangezogenen Florkettenfäden (OP oder UP) in der Ware, aus der sie stammen, um drei Schußfäden, in der entgegengesetzten Ware hingegen nur um zwei Schußfäden herumgeführt sind, und daß zum Einbinden der jeweils nicht benötigten Florkettenfäden in Ober- und Unterware ininier nur der auf der Florseite liegende Schußfaden dient.
  2. 2. Jacquardeinrichtüng für Webstühle zur Herstellung von einschützig als Dreischußware gewebten Doppel-ILettenflorgeweben mit durchgewebtem Rückenmuster nach Anspruch r unter Verwendung einer zweiteiligen Jacquardinaschine, deren Oberware-Messerkasten und L nterware-Platinenboden fest, clerenOberwa_re-Platinenboden und Unterware-Messerkasten dagegen beweglich angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Bewegungsübertragung auf die Messerkästen und Platinenböden dienende geteilte Doppelhebezeug (HO, HU in Abb.6) durch 7,,-,vei dreitourig umlaufende Treibkurvenscbeiben (E0 und EU in Abb.6) gesteuert wird.
  3. 3. Jacquardeinrichtung für Webstühle zur Herstellung von einschützig als Dreischußware gewebten Doppel-hettenflorgeweben finit durcbgewebtein Rückenmuster nach Anspruch r unter Verwendung einer zweiteiligen Jacquardmaschine, deren Oberware-Messerkasten und L`nterware-Platinenboden fest, deren Obenvare-Platinenboden und Unterware-Messerkasten dagegen beweglich angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Bewegungsübertragung auf die Messerkästen und Platinenböden dienende gegenläufig «wirkend ausgebildete Doppelhebezeug (HO, HU in Abb.6a) durch zwei dreitourig umlaufende. einander entgegengesetzt wirkende Treibkurvenscheiben (E0 und EL" in Abb. 6a) gesteuert wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2894244A1 (de) * 2014-01-09 2015-07-15 STÄUBLI BAYREUTH GmbH Verfahren zum Herstellen von Florgeweben und Florgeweben mit Schatten-Velours-Zonen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2894244A1 (de) * 2014-01-09 2015-07-15 STÄUBLI BAYREUTH GmbH Verfahren zum Herstellen von Florgeweben und Florgeweben mit Schatten-Velours-Zonen
CN104775223A (zh) * 2014-01-09 2015-07-15 圣豪纺织机械有限公司 用于织造绒头织物的方法及具有阴影割绒区域的绒头织物

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