DE557249C - Verfahren zur Oxydation mehrkerniger aromatischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Oxydation mehrkerniger aromatischer Verbindungen

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DE557249C
DE557249C DEI40143D DEI0040143D DE557249C DE 557249 C DE557249 C DE 557249C DE I40143 D DEI40143 D DE I40143D DE I0040143 D DEI0040143 D DE I0040143D DE 557249 C DE557249 C DE 557249C
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acid
oxidation
aromatic compounds
polynuclear aromatic
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DEI40143D
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Dr Filip Kacer
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C47/00Compounds having —CHO groups
    • C07C47/52Compounds having —CHO groups bound to carbon atoms of six—membered aromatic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B35/00Reactions without formation or introduction of functional groups containing hetero atoms, involving a change in the type of bonding between two carbon atoms already directly linked
    • C07B35/04Dehydrogenation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C65/00Compounds having carboxyl groups bound to carbon atoms of six—membered aromatic rings and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups
    • C07C65/32Compounds having carboxyl groups bound to carbon atoms of six—membered aromatic rings and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups containing keto groups
    • C07C65/34Compounds having carboxyl groups bound to carbon atoms of six—membered aromatic rings and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups containing keto groups polycyclic

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Description

  • Verfahren zur Oxydation mehrkerniger aromatischer Verbindungen Man hat bereits die Seitenketten von einkernigen aromatischen Verbindungen durch Behandlung mit Kaliumpersulfat, Bleisuperoxyd, Nickel- oder Kobaltoxyd oxydiert. Es gelingt jedoch nicht oder nur unvollständig, mit Hilfe dieser Oxydationsmittel Methyl-oder Methylengruppen von mehrkernigen aromatischen Verbindungen zu oxydieren. Man hat auch schon durch Methylgruppen substituierte einkernige aromatische Kohlenwasserstoffe in der Dampfphase katalytisch mittels Luft in Gegenwart von Wolfram-, Molybdän-, Tantal- und/oder Uranoxyden oxydiert. Eine solche Arbeitsweise ist auf Methyl-oder Methylengruppen enthaltende mehrkernige aromatische Verbindungen nicht ohne weiteres übertragbar, da bei der katalytischen Oxydation von durch Methylgruppen substituierten mehrkernigen aromatischen Kohlenwasserstoffen, soweit sie verdampfbar sind, leicht eine weitergehende Oxydation des betreffenden Kohlenwasserstoffes unter Zerstörung des Ringsystems einwirken kann.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Methyl-oder Methylengruppen enthaltende mehrkernige aromatische Verbindungen sehr vorteilhaft oxydieren kann, wenn man sie mit Sauerstoffverbindungen des Selens, wie seleniger Säure oder Seelensäure, in Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, gegebenenfalls unter Druck, erhitzt. Dabei werden die Methylgruppen zu Aldehyd- oder Carboxylgruppen, die Methylengruppen zu Ketogrupp-en oxydiert, während die Ringsysteme der Ausgangskörper erhalten bleiben.
  • Beispiel i 244 Teile 2-Methylbenzanthron, 17o Teile selenige Säure und iooo Teile Wasser werden im Autoklaven 4 Stunden lang auf 23o bis 24o° erhitzt. Nach dem Erkalten wird das Reaktionsprodukt abgesaugt und mit Wasser gewaschen, um den Überschuß der selenigen Säure zu entfernen. Der Rückstand besteht aus dem bisher noch nicht bekannten Benzanthron-2-aldehyd und Selen. Die Trennung des Benzanthron-2-aldehyds vom Selen gelingt leicht mit Hilfe organischer Lösungsmittel. Der reine Aldehyd bildet gelbe Kristalle, die bei 215 bis 2i7° schmelzen und sich in Schwefelsäure mit roter Farbe lösen. Aus der heißen Lösung in Eisessig fällt mit Hydrazinhydrat ein außerordentlich schwer lösliches gelbes Aldazin vom Fp. 332 bis 333° 'aus. Der Aldehyd ist ein wertvolles Ausgangsmaterial zur Darstellung von Farbstoffen. Verwendet man im vorstehenden Beispiel statt 2 - Methylbenzanthron 6 - Methylbenzanthron, so erhält man den ebenfalls noch nicht bekannten Benzanthron-6-aldehyd. Beispiel 2 49 Teile 2-Methylb,enzanthron, i ooo Teile Eisessig und 6o Teile konzentrierte Selensäure werden 8 Stunden lang am Rückflußkühler gekocht. Die braune Lösung wird in Wasser gegossen, das ausgeschiedene Reaktionsprodukt wird abfiltriert; mit Wasser neutral gewaschen und getrocknet. Durch Kristallisation aus organischen Lösungsmitteln erhält man den reinen Benzanthron-2-aldehyd. Beispiel 3 49 Teile '-Methylbenzanthron und 67 Teile selenige Säure werden in 5oo Teilen Nitrobenzol 5 Stunden lang gekocht. Sodann wird das überschüssige Nitrobenzol durch Destillation mit Wasserdampf entfernt. Der Rückstand wird gepulvert .und mit verdünnteir Natronlauge ausgezogen. Aus dem erhaltenen Auszug wird durch Salzsäure die entstandene Benzanthron-2-carbonsäure gefällt. Beispiel 4 12 Teile 5-Methylnaphthanthrachinon werden mit 25 Teilen seleniger Säure und 25 Teilen Wasser 4 Stunden lang im Autoklaven auf 24o° erhitzt. Nach dem Erkalten wird das Reaktionsprodukt abgesaugt und neutral gewaschen. Durch Extraktion mit verdünnter Natronlauge und Fällen des Auszuges mit Salzsäure erhält man die bisher unbekannte Naphthanthrachinon-5-carbonsäure, die, aus Trichlorbenzol umkristallisiert, gelbe Nadeln vom Fp. 303 bis 3o5° bildet. Aus. dem alkaliunlöslichen Rückstand läßt sich, z. B. durch Kristallisation aus Eisessig, der bisher ebenfalls unbekannteNaphthanthrachinon-5-aldehyd gewinnen, der gelbe Nadeln vom Fp. 212 bis 215° bildet. Mit Hydrazin liefert @er ein sehr schwer lösliches, orangegelbes Aldazin. Ja nach Wahl der Bedingungen hat man es in der Hand; überwiegend Aldehyd oder Carbonsäure zu erzielen. Beispiel 5 16 Teile 2-Benzylbenzanthron werden mit 2o Teilen seleniger Säure und Zoo Teilen Wasser im Druckgefäß 4 Stunden lang auf 23o bis 24o° erhitzt. Das Reaktionsprodukt ist sehr reines 2-Benzoylbenza'uthrozi. Durch Kristallisation aus Eisessig erhält man gelbe Nadeln vom Fp. 174 bis 176°. Beispiel 6 36 Teile i . 5-Dibenzoyl-2 # 6-dimethylnaphthalin (hergestellt z. B. gemäß den Angaben in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Band 62, S. 953) werden- mit 5o Teilen seleniger Säure irI 5oo Teilen Nitrobenzol 7 Stunden lang gekocht. Sodann wird das Nitrobenzol durch Destillation mit Wasserdampf entfernt und der Rückstand mit verdünnter Natronlauge extrahiert. Aus dem Extrakt fällt man mit Salzsäure die bisher nicht bekannte i # 5 - Dibenzoylnaphthalin-2 # 6 - dicarbonsäure, die, aus Eisessig umkristallisiert, fast farblose, schwachgelbe Kristalle vom Fp. 324 bis 326° bildet.
  • Beispiel? io Teile 4-Methylnaphthyl-i-phenyU<eton werden in ioo Teilen Nitrobenzol gelöst und mit 2o Teilen seleniger Säure so lange bei etwa 15o° gerührt, bis die Oxydation beendet ist. Dann wird das Nitrobenzol durch Wasserdampfdestillationentfernt und der Rückstand mit verdünnter Sololösung ausgekocht. Aus der filtrierten Lösung wird mit Salzsäure die erhaltene 4-Benzoyl-i-naphthoesäure ausgefällt. Aus Eisessig kristallisiert, bildet sie weiße Kristalle vom Schmelzpunkt etwa 184°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Oxydation von mehrkernigen aromatischen Verbindungen, die Methyl- oder Methylengruppen enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man sie mit Sauerstoffverbindungen des Selens in Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, gegebenenfalls unter Druck, erhitzt.
DEI40143D 1929-12-15 1929-12-15 Verfahren zur Oxydation mehrkerniger aromatischer Verbindungen Expired DE557249C (de)

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