DE557012C - Lederschabemaschine - Google Patents

Lederschabemaschine

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DE557012C
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    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • C14B1/02Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather
    • C14B1/04Fleshing, unhairing, samming, stretching-out, setting-out, shaving, splitting, or skiving skins, hides, or leather using slicking, scraping, or smoothing-out cylinders or blades fixed on supports, e.g. cylinders, in a plane substantially at right angles to the working surface

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
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Description

  • Lederschabemaschine Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Lederschabemaschinen derjenigen Art, wie man sie in Gerbereien und anderen Leder bearbeitenden Fabriken anwendet, und hat im besonderen eine verbesserte Einrichtung zur Lagerung und Einstellung der Auflager- oder Förderwalze bei einer solchen Maschine sowie zum Antrieb eines die Haut vorschiebenden Arbeitstisches zum Gegenstande.
  • Maschinen der in Rede stehenden Art haben gewöhnlich eine sich drehende Messerwalze und eine Auflager- oder Druckwalze, die gegen das Messer hin und davon weg bewegt werden kann und die das Werkstück gegen die Messerschneiden zu drücken vermag. Bei üblichen Anordnungen bemüht sich der Bedienungsmann, möglichst viel Gewicht der Haut zu behalten, und schabt demgemäß nur solche Teile der Haut ab, die für die Verwendung ungeeignet sind,- wobei er die Haut über die Druckwalze zwischen aufeinanderfolgenden Eingriffen des Messers zieht und sie beim Verschieben vom Druck zwischen Walze und Messer entlastet. Um dieses ungleichförmige Schaben zu erleichtern, wird die Druckwalze durch einen Fußhebel betätigt, auf den sich der Bedienungsmann. mit solchem Körpergewicht auflegt, wie erforderlich ist, um an einer bestimmten Stelle die gewünschte Schnittiefe zu erzielen, wobei der auf den Fußhebel ausgeübte Druck jederzeit für die Einwirkung des Messers auf die Haut bestimmend ist. Bei der modernen Schuhherstellung ist es indessen bisweilen wünschenswert, die Häute so zu bearbeiten, daß sie gleichförmige Dicke .erhalten, wobei es erforderlich werden kann, die ganze Hautoberfläche abzuschaben, im Unterschied von der üblichen Art, den Schabevorgang nur an bestimmten Stellen durchzuführen. Nun ist aber die alte Form der Schabemaschine, die auf Schabwirkung an ausgewählten Stellen berechnet war und bei der die Schabwirkung ausschließlich von der Einwirkung des Gewichts des Bedienungsmannes auf den Fußhebel abhing, nicht gut geeignet, um eine ganze Haut auf gleichförmige Dicke abzuschaben, und es kann bei der Verwendung einer solchen Maschine für den letzterwähnten Zweck notwendig werden, die Haut mehrfach zu schaben, um sie auf die gewünschte gleichförmige Dicke zu bringen.
  • Es sind zwar auch schon Schabemaschinen bekannt, bei denen die Druckwalze durch mechanische Mittel gegen die Messerwalze verstellt wird. Hierbei hat man die Druckwalze in einem Schwinggestell gelagert, dessen Achse unterhalb der Messerachse liegt und das Anpressen der Druckwalze an die Messerwalze durch elastische Druckglieder unter Vermittlung eines Kniehebels bewirkt, der von unten her auf die seitlich von der Messerwalze liegende Druckwalze wirkt. Die sich hierbei ergebende mittelbare und dazu elastisch nachgiebige Druckanwendung zur Sicherung des Eingriffs der zu bearbeitenden Haut mit der Messerwalze gibt stets Anlaß zum Auftreten von Totgang oder Spiel zwischen den wirksamen Maschinenteilen, was zur Folge hat, daß eine mit solchen Maschinen bearbeitete Haut stets mehr oder weniger große Dickenunterschiede in ihren verschiedenen Teilen aufweist. Außerdem @ergibt sich bei der Verwendung solcher vorb,ekannter Maschinen leicht ein übermäßig starkes Abschaben als Folge des Bestrebens, die Einstellung so zu treffen, daß möglichste Gleichförmigkeit der Dicke erzielt wird. Die kraftgetriebenen bekannten Maschinen gestatten auch nicht, die Schabwirkung auf ausgewählte Teile der Haut zu beschränken, wie es für viele Arten von Leder verlangt wird.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden Einrichtungen vorgesehen, die gestatten, die Druck- oder Förderwalze unverrückbar und mit der größten Genauigkeit in einem festen Abstande von dem Schabmesser während des Schabens zu halten, wobei die Bearbeitung durch das Messer zwangsläufig erfolgt und gänzlich unabhängig von der Kraft ist, die entweder durch den Bedienungsmann oder durch den Antrieb der Vorrichtung ausgeübt wird. Die gemäß der Erfindung vorgesehene Feststellvorrichtung für die Stützwalze ist sehr einfach und billig in ihrer Herstellung; sie kann bei bereits bestehenden Maschinen eingebaut werden und ist, obwohl sie für gewöhnlich kaum der Abnutzung unterworfen ist, wie sie sich sonst als Folge zahlreicher Gelenkpunkte einstellt, mit einer Einrichtung ausgerüstet, um auch die geringe Abnutzung auszugleichen, die sich vielleicht einstellen könnte.
  • Für gewisse Arbeiten, z. B. zum Schaben von Kalbshäuten, die in ihrem mittleren Längsteil entsprechend dem Kalbsrücken wesentlich dicker sind als an ihren Seiten, ist es bisweilen wünschenswert, eine gewisse Nachgiebigkeit der Druckwalze an einer oder mehreren Stellen zwischen ihren Enden vorzusehen, damit sie sich der größeren Hautdicke anpaßt. Dabei ist es aber auch wünschenswert, einen oder mehrere einstellbare Anschläge für die Druckwalze vorzusehen, die vorzugsweise mit reibungsvermindernden Einrichtungen ausgestattet sind, um das Maß der Durchbiegung der Druckwalze unter dem Einfluß von Druck passend zu überwachen.
  • Damit die Maschine auch zum Schaben von frischen Häuten, die unmittelbar aus der Salzlösung kommen, geeignet ist, eine Bearbeitung, die bisher nicht als praktisch durchführbar angesehen wurde, wird gemäß, einem weiteren Teil der Erfindung eine Anordnung vorgesehen, die aus .einem endlosen Fördergurt besteht, der mit der Druckwalze zusammenarbeitet und der eine frische Haut in wirksame Stellung gegenüber dem Messer zu bringen vermag, so daß sie in derselben Weise gleichförmig abgeschabt werden kann, wie es mit einer gegerbten Haut geschieht, wobei das endlose Förderband seinen Antrieb durch eine angetriebene Walze erhält, gegen die es gepreßt wird, wenn die Druckwalze in die Arbeitsstellung mit Bezug auf die Messerwalze gebracht wird.
  • Die Erfindung ist auf den beiliegenden Zeichnungen an zwei beispielsweisen Ausführungsformen von Maschinen veranschaulicht.
  • Fig. i ist ein senkrechter Teilschnitt in einer im wesentlichen in der Mitte zwischen der rechten und der linken Seite der Maschine liegenden Ebene und veranschaulicht eine Anordnung, bei der die Druckwalze einen Drehantrieb nur empfängt, wenn sie sich in Arbeitsstellung gegenüber dem Messer befindet.
  • Fig. z ist eine der Fig. i ähnliche Darstellung einer abgeänderten Bauart, die besonders zum Schaben von frischen, gesalzenen Häuten geeignet ist.
  • Fig.3 zeigt im Grundriß ein Messer und eine elastische Druckwalze.
  • Fig.4 ist eine Seitenansicht einer anderen Form einer elastischen Druckwalze.
  • Fig. 5 ist ein Schnitt in größerem Maßstabe nach der Linie 5-5 der Fig. 4.
  • Fig.6 veranschaulicht im Grundriß eine Einrichtung von einstellbaren Auflagern für eine -elastische Druckwalze.
  • Das Hauptgestell der Maschine hat rechts-und linksseitige Rahmenstücke i, :die in ;geeigneter Weise miteinander verbunden sein können, um einen starren Träger für die wirksamen Teile der Maschine zu bilden. Die Rahmenstücke sind mit Lagern ausgerüstet, in denen die Welle eines drehbaren Schabmessers bzw. Messerwalze 3 ruht, wobei die Welle in irgendwelcher geeigneten Weise von einer Kraftquelle aus angetrieben -wird. Das Messer 3 kann irgendeine gewünschte Form haben und weist vorzugsweise eine Mehrzahl von Messerblättern auf. Mit 4 ist eine übliche Schleifwalze zum Schärfen der Messerschneiden bezeichnet.
  • An einer passenden Stelle, vorzugsweise zwischen der senkrechten Ebene, in der die Achse der Messerwalze liegt, und der Vorderseite der Maschine, -st eine waagerechte Welle 5 in den Rahmenstücken i gelagert, auf der ein schwingbarer Rahmen aufgesetzt ist, in dem sich die Lager für die Stütz- und Förderwalze befinden. Dieses Gestell hat vorzugsweise seitliche Rahmenstücke 6 und einen oberen Querbalken B. Der Querbalken 8 ist mit einem mittleren Bolzen 9 ausgerüstet, der eine Öffnung in dem waagerechten Lagerstück io der Stützrolle durchsetzt. Der Querbalken 8 des Gestells ist nahe seinen beiden Enden mit nach vorn vorstehenden Haltern i i versehen, die einstellbare Anschlagschrauben r 2 tragen, die sich gegen das Lagerstück i o nahe von dessen beiden Enden zu legen vermögen und auf diese Weise dessen Winkeleinstellung um den Drehzapfen 9 bestimmen.
  • Das Lagerstück io ist an seinen beiden Enden mit hochstehenden Haltern i oa versehen, die Lageröffnungen für die Enden einer Welle haben, die die Druckwalze 13 trägt. Bei der gewöhnlichen Betriebsstellung der Teile befindet sich die Achse der Stützrolle vorzugsweise im wesentlichen in der gleichen waagerechten Ebene wie die Achse der Messerwalze, wobei die Druckwalze 13 vor der Messerwale liegt.
  • Um die Schwingbewegung der Druckwalze, wenn sie von der Messerwalze abgerückt wird, zu begrenzen, sind die Rahmenstücke i mit Ansätzen 1q. ausgerüstet, die einstellbare Anschlagschrauben 16 tragen, gegen die sich die Rahmenstücke; 6 des Lagergestells für die Stützrolle zu legen vermögen. Um die Stützrolle selbsttätig von der Messerwalze abzurücken, wenn die später zu beschreibenden Sicherungsvorrichtungen ausgelöst werden, sind die Rahmenstücke 6 mit unteren Schwanzenden 18 versehen, an die die vorderen Enden von Federn 2o angreifen, deren hintere Enden an Zapfen 22 angehängt sind, die an den Rahmenstücken i vorgesehen sind. Auf diese Weise kann durch passende Einstellung der Schrauben 16 das Maß der Abrückung der Druckwalze von der Messerwalze für die Einführung dies Arbeitsstückes eingestellt werden, während durch Einstellung der Schrauben 12 die Achse der Druckwalze genau parallel zur Achse der Messerwalze gestellt werden kann.
  • Um die Druckwalze i3 gegen das Messer hin zu bewegen und um es unverrückbar in seiner Arbeitsstellung zu halten, ist ein Kniehebel vorgesehen, bestehend aus einem Lenker 23, der an seinem hinteren Ende mit einer Hülse 2¢ versehen ist, die eine Welle 25 umfaßt, die an ihren Enden in den Haltern ioa ruht. Ein zweiter Lenker 26 ist gelenkig mit dem vorderen Ende des Lenkers 23 durch einen Zapfen 27 verbunden. Das vordere Ende des Lenkers 26 läuft in eine Muffe 28 aus, deren Bohrung an ihren äußeren Enden konisch gestaltet ist und dazu dient, konische Zapfen 29 aufzunehmen, die in hochstehende Halter eingeschraubt sind, die an einem Schlitten 31 sitzen. Dieser Schlitten ruht auf der ebenen Oberfläche eines fest angeordneten Tisches 32, der mit den Rahmenstücken i starr verbunden ist. Der Tisch 32 hat einen hochstehenden Flansch 34, der einen dem Kniehebe123, 26 vorgelagerten festen Anschlagkörper bildet und mit einem senkrechten Schlitz 35 versehen ist, in den ein mit Schraubengewinde versehener Zapfen 36 in seiner Längsrichtung unverschiebbar eingesetzt ist, wobei dieser Zapfen mit einem kantigen Kopf versehen ist und mit seinem Schraubengewinde in ein entsprechendes Gewinde des Schlittens 31 eingreift. Durch Drehen des Zapfens kann somit der Schlitten 3 i auf der Tischfläche 32 eingestellt werden, wodurch die Lage des vorderen Drehpunktes des Lenkers 26 verändert wird.
  • Der eine Xniehebelarm, z. B. der Lenker 26, ist auf seiner Unterseite nahe dem Gelenkzapfen 27 mit einem Ansatz 37 versehen, der sich gegen eine einstellbare Anschlagschraube 38 zu legen vermag, die in eine Öffnung der Tischplatte 32 eingeschraubt ist. Diese Anschlagschraube dient dazu, die Verstellung des Kniehebels 26, 23 zu begrenzen, sobald das Gelenk 27 so weit abwärts bewegt ist, daß es sich etwas unterhalb der Totpunktlage befindet, die durch die geradlinige Verbindung der Drehzapfen 25, 27 und 29 bestimmt wird. In dieser Stellung sperrt das Kniehebelpaar die Druckwalze gegen Bewegung nach vorn.
  • Um den Kniehebel zu betätigen, ist eine Stange 39 vorgesehen, die mit ihrem oberen Ende an den Gelenkzapfen 27 angreift. Die Lenker 23 und 26 sind vorzugsweise mit einander deckenden Öffnungen zur Aufnahme des oberen Endes der Stange 39 versehen. Das untere Erde der Stange 39 ist mit einem Fußhebel 40 verbunden, der an seinem hinteren Ende an eine Welle ¢ i angelenkt ist und am vorderen Ende eine Trittfläche ¢2 hat.
  • Vorzugsweise trägt der schwingbare Rahmen einen Querbalken ¢3, an dem eine Abdeckplatte 44 für die soeben beschriebene Stellvorrichtung befestigt ist, die zugleich als Auflage für den Teil des Werkstückes dient, der sich vor der Druckwalze befindet.
  • Die Benutzung der Maschine erfolgt so, daß zunächst die Druckwalze 13 nach vorn, d. h. in die Fernstellung von der Messerwale, geschwungen wird, und daß der Zapfen 36 passend eingestellt wird, um die gewünschte Schnittiefe zu erzielen, worauf der Bedienungsmann das Ende der zu bearbeitenden Haut in die Lücke zwischen der Druckwale und der Messerwalze einschiebt und dann den Fußhebel 42 niederdrückt, wodurch das Kniehebelpaar 23, 26 gestreckt und die Druckwalze in der gewünschten Nahestellung zur Messerwalze festgestellt wird. Der Bedienungsrriann kann jetzt seinen Fuß- von der* Trittplatte 42 entfernen und seine ganze Aufmerksamkeit der Leitung der Haut zwischen Druckwalze und Messerwalze zuwenden. Die Druckwalze kann gewünschtenfalls in irgendeiner geeigneten Weise durch Kraft angetrieben werden, so daß sie die Haut vorschiebt, die bei ihrer Bewegung zwischen Druckwalze und Messerwalze auf gleiche Dicke abgeschabt wird. Wenn die Bearbeitung der Haut beendigt ist, kann die Druckwalze durch leichtes Anheben des Fußhebels mittels des Fußes freigegeben werden, worauf die Feder 2o das Abrücken der Druckwalze von der Messerwalze bewirkt.
  • Man erkennt, daß der Kniehebel unmittelbar zwischen dem festen Anschlag 34 und dem Träger der Druckwalze an einer- Stelle eingeschaltet ist, die wesentlich oberhalb der Drehachse 5 liegt, um die das die Druckwalze tragende Gestell schwingt, und sehr nahe benachbart der waagerechten Ebene, die durch .die Achse der Messerwalze gelegt ist. Auf diese Weise übt der Kniehebel seine Druckwirkung an einem Punkt aus, der demjenigen benachbart ist, an dem die Druckwalze wirksam ist, so daß keine in Betracht kommende Möglichkeit vorhanden ist, daß sich die Druckwalze durch die Federung von Maschinenteilen unbeabsichtigterweise aus ihrer Arbeitsstellung zurückbewegt. Außerdem sind die beweglichen Arbeitsteile der Maschine auf eine Mindestzahl verringert, so daß nur in. verschwindend geringem Maße die Möglichkeit zu Leerlaufbewegung vorhanden ist, wobei noch eine etwa infolge von Abnutzung eintretende Leerlaufbewegung durch Verstellen der Gelenkpunkte 29 ausgeglichen werden kann.
  • Wie in Fig. i dargestellt, kann Vorsorge getroffen werden, die Druckwalze 13 positiv anzutreiben, wenn sie sich in Arbeitsstellung mit vor der Messerwalze 3 befindet. Zu diesem Zweck ist das Traggestell für die Druck= walze mit einer Vorschubwalze 43a versehen, die .an einem Ende ein Kettenrad 43v trägt. Die seitlichen Rahmenstücke i des Maschinengestells haben Lager für eine-Welle 2, die ein Kettenrad 45 trägt, das eine Kette 46 antreibt, die über ein Kettenrad gelegt ist, das auf der Welle 41 sitzt. Diese Welle trägt auch ein Zahnrad 48, vorzugsweise nahe der einen Seite der Maschine, und die Welle 2 und das Zahnrad 48 befinden sich während des Betriebes der Maschine dauernd in Umlauf. Das eine Rahmenstück i trägt ein Schwinggestell 49 mit einem Wellenstumpf, auf dem ein Zahnrad 52 sitzt, das sich in der gleichen senkrechten Ebene wie das Zahnrad 48 befindet. Ein Zapfen 54 ragt aus dem Fußhebel 4o durch einen Schlitz 55 im benachbarten Rahmenstück i der Maschine heraus und tritt in ein Loch 56 des Schwinggestells 49 ein. Am Zahnrad 52 sitzt ein Kettenrad, auf das eine Kette 57 gelegt ist, die über das Kettenrad 43b, ein Kettenrad 13a, das auf das Ende der Druckwalze 13 aufgesetzt ist, und über ein Kettenrad auf der Welle 5 läuft. Für gewöhnlich befindet sich das Zahnrad 52 außer Eingriff mit dem Zahnrad 48. Wenn aber der Bedienungsmann den Fußhebel 42 abwärts bewegt, um die Druckwalze gegen, die Messerwalze zu bewegen, dann erfährt das Schwinggestell 49 eine Drehung, und die Zahnräder 52 und 48 gelangen in Eingriff miteinander, wodurch ein Drehantrieb der Druckwalze herbeigeführt wird.
  • Bei der Durchführung gewisser Arbeiten ist es wünschenswert, daß die Druckwalze an gewissen Punkten nachgiebig ist, um eine übermäßig große Materialabnahme von der bearbeiteten Haut zu vermeiden. Wie in Fig. 3 dargestellt, kann aus diesem Grunde die Walze 13 oder ihre Welle .einen solchen Durchmesser haben oder aus solchem Material bestehen, daß sich, wenn das Arbeitsstück W an einer Stelle wesentlich dicker ist als an einer anderen, z. B. entlang seiner mittleren Längslinie, die Druckwalze federnd von der Messerwalze zu entfernen vermag, wie dies übertrieben in Fig.3 dargestellt ist. Es ist aber wünschenswert, den Betrag der elastischen Durchbiegung der Druckwalze und die Stelle, an der diese eintreten kann, zu überwächen, wozu vorzugsweise ein oder mehrere Anschläge 6o vorgesehen sind, die nach der Darstellung der Zeichnung aus Klötzen bestehen, die auf einer sie -tragenden Tischplatte 59 zu gleiten vermögen, die an dem Druckwalzenträger i o befestigt sind. Diese Klötze sind einzeln gegen die Achse der Messerwalze @einstellbar, 'und zwar durch Einstellschrauben 63, die in mit Gewinde versehenen öffnungen von Haltern 64 sitzen, die an der Tischplatte 59 vorgesehen sind. Diese Anschlagklötze 6o können aus beliebigem Werkstoff, z. B. aus -Lagermetall, bestehen oder auch gewünschtenfalls mit Aussparungen zum Halten von die Reibung vermindernden Körpern, wie z. B. Kugeln 61, versehen sein. Vorzugsweise sind die Flächen dieser Klötze, die dazu bestimmt sind, sich gegen die Druckwalze zu legen; ausgehöhlt, und zwar unter Begrenzung durch einen Kreisbogen; der im wesentlichen konzentrisch zur Achse der Druckwalze verläuft. Unter gewissen Umständen können die Anschläge anstatt eiilstellbar auch fest -angeordnet und je nach Wunsch in wechselnder Zahl vorgesehen sein.
  • Eine abgeänderte Ausführungsform einer der Durchbiegung fähigen Druckwalze ist in Fig. 4 und 5 veranschaulicht. Hier kann die Welle 13b der Walze aus starrem, steifem Werkstoff bestehen, der sich während des Schabe- oder Schneidvorganges nicht durchbiegt. Auf die Welle 13b ist ein Überzug 65 aus nachgiebigem Werkstoff, z. B. Kautschuk, Filz o. dgl., aufgezogen, der eine nennenswerte Dicke hat und eine Anzahl starrer Ringe 66 trägt, die in einem gewissen Abstande voneinander auf den überzug aufgesetzt sind, so daß sie "fest auf diesem sitzen. Diese Ringe können aus Stahl, Messing oder sonstigem geeignetem Werkstoff bestehen und in der gleichen Weise dazu dienen, das Werkstück gegen das Messer zu pressen, wie dies durch die übliche Druckwalze aus Metall geschieht. Diese Form einer Druckwalze kann mit oder ohne die oben beschriebenen Anschlagklötze Anwendung finden und ist, obwohl sie mit starren Flächen auf das Werkstück drückt, doch nachgiebig, so daß sie sich wechselnden Dicken des Werkstückes, das dem Messer dargeboten wird, anzupassen vermag.
  • In Fig. 2 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Maschine veranschaulicht, die gewisse Merkmale aufweist, die sie besonders zum Schaben von frischen oder nicht gegerbten Häuten, die unmittelbar 'der Salzlösung entnommen werden, geeignet macht, obwohl auch diese Ausführungsform in gleicher Weise zum Schaben von gegerbten Häuten brauchbar ist. Bei dieser Anordnung tragen die Hauptrahmenstücke i des Maschinengestells Hilfsrahmenstücke 65a, die mit länglichen Aussparungen versehen sind, die Führungskanäle 66a für Gleitstücke bilden, in denen die Welle des Schleifrades ¢ gelagert ist. Das Hilfsrahmenstück trägt auch einstellbare Halter 67a für die Welle einer oberen Förder- oder Klemmwalze 67. Das Traggestell für die Druckwalze mit den Rahmenstücken 6 ist vorzugsweise auf eine einstellbare Welle 5a nahe der Grundplatte der Maschine aufgesetzt und erhält seine Schwingbewegung durch einen Kniehebel mit dem Hebelpaar 23, 26, wie bei der ersten Ausführungsform beschrieben. In diesem Falle ist die Stange 39 mit einem Arm 68 verbunden, der fest auf einer Welle 69 sitzt, die einen zweiten Arm 7o an einer Seite des Maschinengestells trägt, der durch eine Stange 7 i mit dem Fußhebel q.0 verbunden ist. Ein Gegengewicht 72 ist an die Stelle der 'Feder 20 bei der Ausführungsform der Fig. i getreten. Die Druckwalze i_3 kann unmittelbar mit der oberen Förder- oder Klemmwalze 67 zusammenwirken, um das zu bearbeitende Werkstück von einem Werktisch 73 vorzuschieben, der an dem Traggestell der Druckwalze sitzt. Um die Möglichkeit zu bieten, ungegerbte Häute frisch aus dem Salz zu schaben, ist ein endloser Fördergurt 74 vorgesehen, der um die Druckwalze 13 und um geeignete Führungsrollen 76 und 76- herumläuft, die in dem schwingbaren Traggestell der Druckwalze gelagert sind. Wenn der Fördergurt benutzt wird, dann kann der Arbeitstisch 73 .wegfallen. Da indessen dieser Tisch eine wünschenswette Unterlage für den oberen waagerechten Strang des Fördergurtes bildet, so empfiehlt es sich, auch bei Anwendung eines Fördergurtes den Arbeitstisch 73 beizubehalten. Gewünschtenfalls kann der Gurt ununterbrochen mittels eines unmittelbaren Antriebes von der Kraftquelle aus angetrieben werden, indem man entweder die Druckwalze antreibt, wie oben beschrieben, oder eine der Führungsrollen, z. B. die Rolle 76. Ein solcher ununterbrochener Kraftantrieb für den Fördergurt ist aber in den meisten Fällen nicht erforderlich.
  • Die Klemmwalzenhalter 67a sind einstellbar an gegenüberliegenden Seiten des Hilfsmaschinengestells mittels der Zapfen 67b gelagert. Die Klemmwalze 67 wird vorzugsweise durch eine Kette 670 angetrieben, die über Führungskettenräder 77, 78 und 79 und über Kettenräder auf der Welle 2 und der Welle der Klemmwalze 67 läuft. Man erkennt, daß die Führungskettenräder 77 und 78 oberhalb der Rolle 13 angeordnet sind, und zwar die eine auf der Rückseite und die andere auf der Vorderseite der Rolle. Die Kettenräder halten auf diese Weise die Kette 670 in Eingriff mit dem Kettenrad auf der Welle der Klemmrolle bei allen Einstellagen der letzten.
  • Auf der Welle 2 sitzt eine Riemenscheibe 8o, die durch einen Riemen 81 angetrieben wird, der über eine Riemenscheibe auf der Hauptantriebswelle 82 der Maschine läuft, die durch eine geeignete Kraftquelle angetrieben wird. Die Welle 82 ist vorzugsweise im oberen hinteren Teil der Maschine gelagert und trägt eine Riemenscheibe 83, die einen Riemen 8¢ antreibt, der sowohl die Welle der Schleifscheibe als auch diejenige der drehbaren Messerwalze in Umdrehung versetzt. Auf diese Weise steht also, wie die Zeichnung zeigt, der obere Strang des Riemens 84 in Berührung mit einer Riemenscheibe auf der Welle der Schleifscheibe und läuft um eine Riemenscheibe auf der Welle der Messerwalze.
  • Für den Antrieh der Schleifscheibe und zu deren Einstellung mit Bezug auf die Messerwalze können beliebige geeignete Mittel benutzt werden.
  • Eine drehbare Bürste 85 ist unterhalb der Messerwalze 3 vorgesehen, um zu verhindern, daß sich Hautteile an den Messerschneiden festsetzen. Diese Bürste kann durch einen Riemen 86 angetrieben werden, der seinen Antrieb ebenfalls. durch eine Riemenscheibe auf der Welle 2 enthält. In den Fig. 2 und 6_ ist eine abweichende Art der Unterstützung und überwachungeiner elastischen Druckwalze veranschaulicht. Bei dieser hat die Druckwalze 13, wie am besten aus Fig. 6 ,ersichtlich ist, eine dünne Welle 87, die :eine Durchbegung der Walze ermöglicht, während zur Überwachung dieser Durchbiegung eine nachgiebige Welle 88 vorgesehen ist, die zwischen zugespitzten Schrauben 81 oder in sonstiger Weise so gelagert ist, daß ihre Achse im wesentlichen in einer waagerechten Ebene liegt, die die Achse der Walze 13 enthält, wobei auf die Welle 88 Rollen 9o aufgesetzt sind, die sich m einem gewissen Abstande voneinander befinden und vorzugsweise in Kugellagern laufen und die Oberfläche der Walze 13 berühren. Eine Einstellschrauhe 91 vermag sich gegen den mittleren Teil der Welle 88 zulegen, so daß deren D:urchbiegung begrenzt wird. Diese Einrichtung zur überwachung der D urchbiegung der Druckwalze ist in dem Traggestell der Drucbvalze in beliebiger Weise gelagert, und dieses Gestell trägt auch vorzugsweise noch eine Rolle 92, die sich gegen die Unterseite der Stützrolle 13 legt.
  • Die Benutzung der Maschine in der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform erfolgt derart, daß das Werkstück .auf den Fördergurt 74 gelegt wird, worauf dieser mittels des die Druckwalze 13 tragenden Gestells so geschwungen wird, daß der Fördergurt in Eingriff mit der Klemmwalze 67 gelangt. Wenn dann der Fußhebel 42 niedergedrückt wird, um das Traggestell in seine Arbeitsstellung zu bringen, dann werden die Teile durch den Kniehebel 23, 26 gesperrt, so daß sie während des Schabevorganges in der richtigen Lage verharren. Der Fördergurt rückt jetzt vor und nimmt die auf ihm ruhende Haut mit. Wenn diese naß und salzig ist, dann hat sie die Neigung, sich an dem Gurt festzusaugen, so daß sie sich in glattem Zustande befindet, wenn der Gurt vorrückt und die Haut runter die Klemmwalze führt. Auf diese Weise kanneine nasse, frische Haut in glattem Zustande dem Schabemesser dargeboten werden, was nicht möglich ist, wenn die Haut von dem Bedienungsmann von Hand bewegt wird. Die Anwendung des Fördergurtes ergibt bei der Bearbeitung frischer, nasser Häute eine wesentliche Ersparnis an Wirkstoff und Arbeitslohn und gestattet, die Haut abzuschaben, ohne daß die Feuchtigkeit daraus durch Druck entfernt wird, wodurch ein vollkommenes Erzeugnis erzielt wird und ein weiteres Schaben nach erfolgter Gerbung der Haut entbehrlich wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Lederschabemaschine mit in festen Lagern ruhender Messerwalze mit Kraftantrieb, einer das Werkstück in Eingriff mit der Messerwalze haltenden Stütz- und Druckwalze, die in einem Gestell gelagert ist, das tun eine unterhalb der Messerwalze liegende Achse schwingbar ist und an dem ein. Kniehebel angreift, der durch einen Trethebel'betätigt werden kann, dadurch gekennzeichnet, da.ß das eine Ende des Kniehebels (23, 26) unmittelbar an das die Druckwalze (13) tragende Schwinggestell (6,.8) nahe der Achse der Druckwalze (bei 24) oberhalb der Schwinggestellachs:e angreift, während sein anderes Ende (28) mit einem starren, für gewöhnlich festen Anschlagkörper (Schlitten 31)- so verbunden ist, daß die beiden Endpunkte und der Gelenkpunkt des Kniehebels im wesentlichen in einer rechtwinklig zum Schwinggestell stehenden Waagerechten liegen.
  2. 2. Maschine -nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagkörper (31), an den das .eine Ende des Kniehebels ,angelenkt ist, einstellbar ist, so daß die Arbeitsstellung der Stützrolle gegenüber der Messerwalze verändert werden kann.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i, bei der die Oberfläche der Druckwalze zwischen den Walzenenden elastisch. nachzugeben und sich den in der Längsrichtung der Walze auftretenden Dickenunterschieden der Haut anzupassen vermag, dadurch gekennzeichnet, da.ß zur Begrenzung der elastischen Nachgiebigkeit der Druckwalze in der Walzenlängsrichtung mehrere unabhängig voneinander einstellbare Anschlagkörper (6o) vorgesehen sind, die mit reibungsvermindernden Mitteln (z. B. Kugeln 61) ausgestattet sind, die die Druckwalze abstützen, sobald die Durchbiegung eingewisses Maß erreicht hat.
  4. 4. Maschine nach Anspruch i bis 3, bei der das Werkstück der Messerwalze durch ein endloses Förderband zugeführt wird, das vom Schwinggestell für die Druckwalze getragen wird und dessen Antrieb eingerückt wird, wenn das Schwinggestell durch den Kniehebel in die Arheitsstellung überführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des endlosen Förderbandes durch eine angetriebene Klemmwalze (67) erfolgt, die sich gegen den auf der Druckwalze (13) aufliegenden Teil des Förderbandes legt, wenn das Schwinggestell in die Arbeitsstellung eingerückt wird.
DE1930557012D 1929-08-09 1930-08-09 Lederschabemaschine Expired DE557012C (de)

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DE (1) DE557012C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE897471C (de) * 1950-01-01 1953-11-23 Badische Maschinenfabrik Ag Se Falzmaschine zum Egalisieren und Bearbeiten von Leder

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