DE557002C - Verfahren zur Nachbehandlung von Entwicklungsfaerbungen auf Wickelgut - Google Patents

Verfahren zur Nachbehandlung von Entwicklungsfaerbungen auf Wickelgut

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DE557002C
DE557002C DENDAT557002D DE557002DD DE557002C DE 557002 C DE557002 C DE 557002C DE NDAT557002 D DENDAT557002 D DE NDAT557002D DE 557002D D DE557002D D DE 557002DD DE 557002 C DE557002 C DE 557002C
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/02After-treatment

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

Bisher behandelte man mit Entwicklungsfarbstoffen gefärbtes Wickelgut, wie Kreuzspulen, Copse, Kettbäume u. dgl., mit einem klebende Stoffe enthaltenden Nachbehandlungsmittel oder mit Sodalösungen bzw. gleichzeitig mit Soda und Seifenlösungen'. Beim Trocknen blieb im ersteren Falle der klebende Stoff auf der Faser haften und hielt den losen FarbstpfHack mechanisch auf der Faser fest.
Eine Erhöhung der Reibechtheit wurde kaum erzielt, die Faser.jedoch mit an sich entbehrlichen Fremdstoffen belastet. Die Seif- und Spülverfahren führen ebenfalls nicht zu befriedigend reibechten Färbungen, weil die den losen Farbstofflack emulgierenden Flüssigkeiten das dichte Wickelgut nicht in befriedigender Weise zu durchdringen vermögen.
Zur Behebung aller dieser Mängel wird
so erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Nachbehandlung von Entwicklungsfärbungen auf Kreuzspulen, Copsen, Kettbäumen u. dgl. mit schaumigen Mitteln in der Weise durchzuführen, daß nach der Entwicklung und Vorspülung des gefärbten Faserguts Seifenlauge mit Hilfe von hochgespanntem Wasserdampf durch, dasselbe gedruckt wird. Der hochgespannte Wasserdampf dispergiert die Seifenlauge zu mikroskopisch kleinen Tröpfchenkolloiden (Emulsoiden), deren Gesamtoberfiäche im Verhältnis zu der ursprünglichen Substanzmasse unendlich groß ist. Die Emulsoide werden beim Durchgang durch das Fasergut mit Farbstoffpartikeln förmlich, aufgeladen und der überschüssige Farbstoff nicht, wie bei den bekannten Verfahren, durch mechanische Mittel, wie Druckspülverfahren, d.h. allein durch Ausnutzung der Bewegungsenergie von Flüssigkeiten, unvollkommen, sondern restlos entfernt.
Im nachfolgenden ist dieses Verfahren an Hand einer geeigneten, schematisch dargestellten Einrichtung erläutert.
Die das Fasergut tragende Spule α wird nach dem Entwickeln auf einen Stand & aufgesteckt. Durch die Spule« wird zunächst durch die Leitungen c und d vom Innern des Ständers & aus Wasser gedrückt, urn die Entwicklungslösung aus der Spule α zu entfernen. Nach Absperrung des Wassers wird die Seifenpumpe/ in Tätigkeit gesetzt und gleichzeitig die Dampfleitung ,0 geöffnet. Die Seifenpumpe/ fördert Seifenlauge über 'die Saugleitung g und die Druckleitung h aus dem Laugenbehälter/ durch eine in die Dampfleitung # mündende Düse A. Beim Zusammentreffen des Wasserdampfes, der unter höherem Atmosphärendruck, z. B. etwa 8 atü, steht, mit der Seifenlauge wird die Seifenlauge zerstäubt, d.h. in Tröpfchenkolloide (Emulsoide) von höchster Adsorptionsfähigkeit übergeführt. Die vor der Düse nunmehr vorhandenen, unter Druck stehenden Emulsoide durchdringen sodann' das Fasergut kontinuierlich unter Expansion, wodurch die Färb-Stoffpartikel resf.os mitgeführt und ein reibecht gefärbtes Fasergut erhalten wird. Das Verfahren wird so lange angewendet, bis das aus dem Wickelgut in Form von Seifenschaum austretende Mittel frei yon Farbstoffpartikeln ist. Nach Abstellen der Zufuhr von Seifenlösung aus der Leitung h wird schließlich mit heißem Wasser, erhalten durch Öffnen der Dampf- und Wasserleitung, nachgespült.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Verfahren zur Nachbehandlung von Entwicklungsfärbungen auf Wickelgut, wie Kreuzspulen, Copsen, Kettbäumen, mit emulgierenden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Entwicklung der Färbungen und Vorspülung Seifenlauge mit Hilfe von hochgespanntem Wasserdampf durch das Wickelgut gedrückt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DENDAT557002D Verfahren zur Nachbehandlung von Entwicklungsfaerbungen auf Wickelgut Expired DE557002C (de)

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