DE556963C - Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen

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DE556963C
DE556963C DE1930556963D DE556963DD DE556963C DE 556963 C DE556963 C DE 556963C DE 1930556963 D DE1930556963 D DE 1930556963D DE 556963D D DE556963D D DE 556963DD DE 556963 C DE556963 C DE 556963C
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B33/00Disazo and polyazo dyes of the types A->K<-B, A->B->K<-C, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B33/02Disazo dyes
    • C09B33/08Disazo dyes in which the coupling component is a hydroxy-amino compound
    • C09B33/10Disazo dyes in which the coupling component is a hydroxy-amino compound in which the coupling component is an amino naphthol

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen Es wurde gefunden, daß man neue Metallhaltige Farbstoffe erhält, wenn man Disazofarbstoffe von der allgemeinen Formel in welcher R1 einen Rest, der in o-Stellung zur - N - N-Brücke eine Hydroxylgruppe enthält, und R2 einen Phenylrest, der in o-Stellung zur - N = N-Brücke eine Carboxylgruppe enthält, bedeuten, mit metallabgebenden Mitteln behandelt.
  • Die neuen metallhaltigen primären Disazofarbstoffe können ein oder mehrere Metalle enthalten. Die Herstellung der Metallverbindungen kann in sauren, neutralen oder alkalischen Medien, offen oder unter Druck in Gegenwart oder Abwesenheit von geeigneten Zusätzen erfolgen.
  • Die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen metallhaltigen Farbstoffe färben Baumwolle und vor allem Kunstseiden aus regenerierter Cellulose, z. B. streifige Viscose, gut gleichmäßig und echt.
  • Beispiel i 5,7 Teile des primären Disazofarbstoffes, den man erhält, wenn man diazotierte Anthranilsäure in saurem Medium mit a-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure kuppelt und auf den entstandenen Monoazofarbstoff in alkalischern Medium diazotiertes 5-Nitro-2-amino i-oxybenzol einwirken. läßt, werden in 6oo Teilen Wasser gelöst -und unter Zugabe von 8,4 Teilen krystallinischem Natriumacetat und 3 Teilen Cr203 in Form einer etwa .ipro7entigen Fluorchromlösung so lange rückfließend gekocht, bis völlige Chromierung erfolgt ist. Die Farbe geht hierbei von rot nach blau über. Die Farbstofflösung wird nötigenfalls filtriert und der Farbstoff auf übliche Weise abgeschieden. Nach dem Trocknen stellt er ein schwärzliches Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst. Viscose wird in graublauen Tönen gefärbt, die sich durch gute Gleichmäßigkeit auszeichnen.
  • Die Chromverbindung des entsprechenden, unter Verwendung von diazotierter d.-Nitro- 2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure hergestellten Farbstoffs stellt ein schwärzliches Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst. Viscose wird in gleichmäßigen blaugrauen Tönen gefärbt, während der unter Verwendung von diazotiertem 4-(;hlor-5-nitro-2-amino-i-oxybenzol erhältliche chromhaltige primäre Disazofarbstoff ein schwärzliches Farbstoffpulver bildet, das sich in Wasser mit blauer, in konzentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst und Viscose in gleichmäßigen, kräftigen, grünstichiggrauen Tönen färbt.
  • Ähnliche Eigenschaften weisen die unter Verwendung von diazotiertem 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol bzw. 4-Chlor-2-aminoi-oxybenzol-6-sulfonsäurehergestellten metallhaltigen Disazofarbstoffe auf. Beispiel e 6,8 Teile des Farbstoffes aus diazotierter 6-Nitro-2-amino- i -oxybenzol-4-sulfonsäure und dem Monoazofarbstoff, erhalten durch saure Kupplung von diazotierter Anthranilsäure mit 2 Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure, .werden in 6oo Teilen Wasser gelöst und nach Zugabe einer Fluorchromlösung, entsprechend 3 Teilen Cr2O3, längere Zeit rückfließend gekocht. Die Farbe der Lösung geht von rot bald nach blau über. Die Lösung wird nötigenfalls filtriert und der Farbstoff durch Eindampfen der Lösung gewonnen. Er stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe löst. Viscöse wird in gleichmäßigen graublauen Tönen gefärbt.
  • Ersetzt man die 6-Nitro-2-amino-i-oxybenzol-4-sulfonsäure durch die entsprechende 4-Nitro-2-amino- i -oxybenzol-6-sulfonsäure und verfährt im übrigen genau wie im ersten Absatz dieses Beispiels, so erhält man einen Farbstoff mit ähnlichen Eigenschaften. Beispiel 3 6,7 Teile des Natriumsalzes des Disazofarbstoffes aus diazotierter 4-Chlo@-2-aminoi-oxybenzol-6-sulfonsäure und dem Farbstoff aus diazotierter Anthranilsäure und 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure (sauer gekuppelt) werden in 5oo Teilen Wasser gelöst und rückfließend mit 1,2 Teilen Ni C1, behandelt. Nach Zugabe von 2,2 Teilen Cr203 in Form von Fluorchromlösung wird weitergekocht, bis die Metallkomplexbildung beendet ist. Der Farbstoff wird durch Eindampfen und Zugabe von Kochsalz abgeschieden. Er stellt in getrocknetem Zustande ein schwärzliches Pulver dar, das sich in Wasser leicht mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst. Viscose wird in gleichmäßigen grauen Tönen gefärbt. i Beispiel 4 6,8 Teile des Natriumsalzes des eingangs des Beispiels 2 beschriebenen Disazofarbstoffes werden in Zoo Teilen Wasser gelöst und nach Zugabe von etwas Ammoniak mit r,25 Teilen Cti S04 als Kupferoxydammoniaklösung während kurzer Zeit behandelt. Der Farbstoff wird durch Essigsäure abgeschieden. Er wird neuerdings in 6oo Teilen Wasser gelöst und mit 2,2 Teilen Cr203 in Form von Fluorchromlösung rückfließend gekocht, bis Chromierung erfolgt ist. Der Farbstoff wird, gegebenenfalls nach vorherigem Eindampfen, durch Salz abgeschieden. Er stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit violetter und in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe löst. Viscose wird in gleichmäßigen grauvioletten Tönen gefärbt. Beispiel s 6,7 Teile des Natriumsalzes des primären Disazofarbstoffes aus diazotierter 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol-5-sulfonsäure und dem Farbstoff aus diazotierter Anthranilsäure und 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure (sauer gekuppelt) werden wie in Beispiel 4. mit Cu S 04 vor gekupfert und hierauf auschromiert. Der nach dem Einengen auf Zugabe von Salz abgeschiedene Farbstoff stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit violetter und in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe löst. Viscose wird in grauen Tönen gefärbt. Beispiel 6 5,7 Teile des eingangs des Beispiels i beschriebenen Disazofarbstoffes werden in 6oo Teilen Wasser gelöst und mit o,2 Teilen Cr203 in Form von Fluorchromlösung und o,5 Teilen krystallinischem Natriumacetat rückfließend vorchromiert. Hierauf wird mit 2,5 Teilen Cu SO, ausgekupfert. Der Farbstoff wird auf übliche Weise abgeschieden. Er stellt ein dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit violetter und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe löst. Viscose wird in grauen Tönen gefärbt.
  • Chromiert man den Ausgangsfarbstoff mit 0,4 Teilen Cr203 in Form von Fluorchromlösung und behandelt alsdann mit Kupfer- ° sulfat, so erhält man ein analoges Produkt, das sich in Wasser mit violetter, in konzentrierter Schwefelsäure mit blauvioletter Farbe löst und Viscose in gleichmäßigen grauvioletten Tönen färbt.
  • Wird im Gegensatz zum ersten Absatz dieses Beispiels der Disazofarbstoff zuerst mit o,8 Teilen Cu SO, behandelt und nach Zugabe von 8,4 Teilen krystallinischem N atriumacetat mit 3 Teilen Cr#.03 als Fluorchromlösung chromiert, so erhält man einen Chrom und Kupfer enthaltenden Farbstoff, der sich in Wasser mit violetter, in konzentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe löst und Viscose in grauen Tönen färbt.

Claims (1)

  1. PATENTAN S1'RUC11 Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Disazofarbstoffe von der allgemeinen Formel in welcher R1 einen Rest, der in o-Stellung zur - N = N-Brücke eine Hydroxylgruppe enthält, und R2 einen Phenylrest, der in o-Stellung zur - N - IV-Brücke eine Carboxylgruppe enthält, bedeuten, mit metallabgebenden Mitteln behandelt.
DE1930556963D 1929-06-20 1930-04-01 Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Azofarbstoffen Expired DE556963C (de)

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