DE55536C - Sicherheitsschlofs - Google Patents

Sicherheitsschlofs

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Publication number
DE55536C
DE55536C DENDAT55536D DE55536DA DE55536C DE 55536 C DE55536 C DE 55536C DE NDAT55536 D DENDAT55536 D DE NDAT55536D DE 55536D A DE55536D A DE 55536DA DE 55536 C DE55536 C DE 55536C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bolt
disk
keyhole
pin
key
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55536D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. REITZE in Hannover, Ludwigstr
Publication of DE55536C publication Critical patent/DE55536C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B21/00Locks with lamelliform tumblers which are not set by the insertion of the key and in which the tumblers do not follow the movement of the bolt e.g. Chubb-locks
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B17/00Accessories in connection with locks
    • E05B17/14Closures or guards for keyholes

Landscapes

  • Supporting Of Heads In Record-Carrier Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 68: Schlosserei.
AUG. REITZE in HANNOVER. Sicherheitsschloß.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1890 ab.
Bei dem vorliegenden Schlofs soll ein hoher Grad von Sicherheit gegen das Oeffnen Unberufener dadurch erzielt werden, dafs während des Oeffnens bezw. Schliefsens das Schlüsselloch vollständig versperrt wird und zur Zurückschiebung des Riegels die gleichzeitige Bethätigung des Sperrmechanismus unbedingt erforderlich ist, so dafs das Einführen irgend welcher zum Oeffnen dienender Instrumente unmöglich gemacht werden soll.
Fig. ι bis 3 veranschaulichen den Mechanismus des Schlosses, während Fig. 4 den zum Oeffnen und Schliefsen desselben erforderlichen Schlüssel darstellt.
In Fig. ι ist die obere Platte P1 des Schlosses bis auf ein kleines, das Schlüsselloch tragendes Stück abgebrochen gedacht, um den Mechanismus deutlicher hervortreten zu lassen. An der unteren Seite der oberen Platte sitzt drehbar die Scheibe d, welche einen mit Aussparungen 0 o1 versehenen Ring α trägt.
In der Mitte ist die Scheibe erhöht und genau dem Schlüsselloch entsprechend geschlitzt. Der Rand der Scheibe besitzt eine Einkerbung k, in welche sich nach jeder vollendeten Umdrehung der Scheibe d ein durch die Wirkung der Feder g beständig an den Scheibenrand geprefster Hebel % einlegt. Das andere Ende des Hebels \ steht vermittelst der Schubstange ς ϊ und des im Schlitz i geführten Stiftes c mit dem auf der oberen Seite der Platte P'1 befindlichen Schieber S in Verbindung. Dieser Schieber S ist ebenfalls der Form des Schlüsselloches entsprechend ausgefeilt, besitzt aber aufserdem noch einen von der Rundung des Schlüsselloches seitlich sich erstreckenden kleinen Schlitz h. Geführt wird der Schieber durch die auf Platte P1 aufgeschraubte Platte ρ und durch den Führungsstift c1. Bei der in Fig. 1 und 2 angenommenen Stellung der Scheibe d befindet sich der schlüssellochförmige Ausschnitt des Schiebers S1 genau über dem eigentlichen Schlüsselloch, so dafs, da in dieser Stellung auch die entsprechende Aussparung der Scheibe d unter dem Schlüsselloch angelangt ist, das Einführen oder Herausziehen des Schlüssels erfolgen kann.
Wird aber die Scheibe^ gedreht, so gleitet die am Ende des Hebels ^ angebrachte Rolle aus der Einkerbung k auf den Scheibenrand, so dafs sich der Schieber S verschiebt und das Schlüsselloch versperrt. Eine solche Stellung ist in Fig. 3 veranschaulicht.
R ist der gezahnte Riegel, der doppeltourig eingerichtet ist. Als Zuhaltung dient die Sperrklinke b mit Feder q. Die Sperrklinke trägt einen geschweiften Fortsatz, gegen welchen der Schlüssel beim Drehen stöfst. Concentrisch zur Rundung des Schlüsselloches sind auf der unteren Platte P gebogene Plättchen VV1V2 angebracht, über welche entsprechende Einfeilungen des Schlüsselbartes beim Drehen hinweggleiten.
Nun befindet sich aber auf dem Riegel R noch eine Vorrichtung, welche zur Feststellung des Riegels dient, wenn nicht gleichzeitig mit letzterem auch der Ring d bewegt wird. Diese Vorrichtung besteht aus den Stiften s und s1, von welchen Stiften ersterer auf dem Riegel selbst unbeweglich befestigt ist, während sich Stift s1 auf einer drehbar auf dem Riegel angeordneten , durch den Stift t geführten und
durch die Feder χ in ihrer Lage gehaltenen Zuhaltung y befindet.
Diese Stifte haben eine solche Lage und Form, dafs sie bei gleichzeitiger Bewegung des Riegels R und der Scheibe d durch die Aussparungen ο o1 des Ringes α hindurchschlüpfen und so dem Riegel seine Rück- oder Vorwärtsbewegung gestatten. Bleibt aber die Scheibe d während der Hin- und Herbewegung des Riegels R ruhig stehen, so legen sich die Stifte s und sl an die innere bezw. die äufsere Wandung des Riegels α und hindern den Riegel an seiner Weiterbewegung.
Es soll nun in folgendem die Wirkung der gesammten Sicherheitsvorrichtung näher beschrieben werden.
Angenommen, das Schlofs sei vollständig geschlossen, Fig. ι und 2, so dafs sich der Stift s innerhalb und der Stift s1 theilweise aufserhalb des Ringes α befinden. Wird nun ein Hohlschlüssel von der in Fig. 4 veranschaulichten Gestalt in das Schlüsselloch eingeführt und über den Dorn il geschoben, so wird der Ansatz al des Schlüsselbartes sich in den Schlitz der mittleren Erhöhung f der Scheibe d einlegen, während die verticalen Einfeilungen des Schlüsselbartes sich über die entsprechenden Ringstücke »v'»! schieben. Wird nun der Schlüssel von rechts nach links gedreht, so dreht sich auch die Scheibe d in derselben Richtung, da sie durch den Schlüsselbartansatz a1 mitgenommen wird, und kurz bevor der Riegel seine erste Tour vollendet, schlüpft der Stift s1 durch die mittlerweile in seine Nähe gelangte Aussparung o1 aus dem Innern des Ringes α hinaus.
Gleich beim Anfang der Scheibendrehung gleitet die Rolle des Hebels \ aus der Einkerbung k auf den Scheibenrand, so dafs sich der Schieber 5 von rechts nach links bewegt, wobei sich der Schlitz h an der Einkerbung /i1 des Schlüsselschaftes vorbeischiebt und das Schlüsselloch auf diese Weise vollständig dicht verschlossen wird. Ein Einführen von Instrumenten bei Anwendung eines Schlüssels mit falschem Bart ist also unmöglich. Hat der Schlüssel, also auch die Scheibe d, genau eine Umdrehung gemacht, so sind alle Theile der Construction wieder in der durch Fig. 1 und 2 veranschaulichten Stellung, nur ist der Riegel um die Hälfte seines ganzen Hubes nach links verschoben, so dafs sich der Stift 5 jetzt aufserhalb des Ringes α und der Stift s1 dicht an der äufseren Wandung desselben befindet. Wird nun der Schlüssel zum zweiten Mal gedreht, so wird das Schlüsselloch zum zweiten Mal versperrt, und der Stift s1 schlüpft durch die mittlerweile in seine Nähe gelangte Aussparung 0 in das Innere des Ringes. Am Schlufs der zweiten Drehung ist das Schlofs vollständig geöffnet und auch der Schieber S hat wieder, wie nach Beendigung der ersten Tour, das Schlüsselloch freigegeben, da die Rolle des Hebels \ wieder in der Einkerbung k liegt und die Feder g den Schieber S wieder zurückgezogen hat.
Um nun die Sicherheit, welche ein solches Schlofs gegen das Oeffhen vermittelst Nachschlüssels gewährt, klar zu legen, soll in folgendem die Wirkung des Mechanismus bei Anwendung verschiedener Arten von falschen Schlüsseln beobachtet werden.
Angenommen, der Schlüssel besitze die Einkerbung hl und den Ansatz a1, sei aber im übrigen falsch, so kann das Schlofs nicht ohne Einführung anderer Instrumente geöffnet werden. Da aber das Schlüsselloch beständig versperrt ist, so ist dies unmöglich. Nimmt man nun an, der Schlüssel entbehre nur des Ansatzes α1, sei aber im übrigen richtig construirt, so dreht sich die Scheibe d nicht und infolge dessen kann sich auch Riegel R nicht genügend verschieben, da die Stifte s sl gegen die Wandung des Ringes a stofsen. Hierbei wird das Schlüsselloch allerdings nicht versperrt; wollte man indefs andere Instrumente durch das offene Schlüsselloch einführen, so müfste immerhin die Scheibe d gedreht werden, und sobald dies geschieht, verschliefst sich das Schlüsselloch. Wird der Schieber S aber an seiner Bewegung gehindert, so kann sich auch die Scheibe d nicht drehen, da das Ende des Hebels \ sich an die Seiten der Einkerbung k anlegt.
Letzteres tritt auch ein, wenn ein Schlüssel eingeführt wird, der im übrigen richtig ist, aber die Einkerbung h1 entweder gar nicht besitzt oder nicht genügend eingekerbt ist.
Dann kann sich der Schieber «S nicht bewegen und infolge dessen auch nicht die Scheibe d, ja der Schlüssel kann sich überhaupt nicht drehen.
Ist der Schlüsselbart nicht mit der horizontalen Einkerbung a1 versehen, so tritt Folgendes ein.
Der Schlüsselbart hebt bei seiner Drehung die etwas vorstehende Zuhaltung jr, welche den Stift s1 trägt, zu hoch, so dafs der Stift s1 aus der zu seinem Durchschlüpfen durch Aussparung ο erforderlichen Lage gerückt wird. Infolge dessen stöfst er gegen die Wandung des Ringes α und hindert den Riegel R an seiner Bewegung.
Ist der Nachschlüssel noch unvollkommener, oder besitzt er mehrere der genannten Unvollkommenheiten zugleich, so ist selbstverständlich das Oeffnen des - Schlosses noch sicherer verhindert.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Sicherheitsschlofs, bei welchem das Einfuhren von Sperrwerkzeugen dadurch
    verhindert werden soll, dafs eine Scheibe d mit einer Einkerbung angeordnet ist, in welch letztere sich bei Beginn und Ende jeder Tour das Ende eines Hebels \ einlegt , so dafs der mit Hebel \ verbundene Schieber 5 infolge der Wirkung der Feder g das Schlüsselloch freigiebt, während bei der Bewegung des Riegels die Scheibe d selbst wie der Schieber S das Schlüsselloch versperrt.
    Bei dem unter i. geschützten Sicherheitsschlofs die Vorrichtung, welche die gleichzeitige Bethä'tigung des Sperrmechanismus und des Riegels erforderlich macht, bestehend aus den auf Scheibe d angeordneten Oeffnungen ο ο1 und den auf Riegel R angebrachten Stiften s und s1, welche so gestaltet und angeordnet sind, dafs sie bei gleichzeitiger Bewegung der Scheibe d und des Riegels R durch die Oeffnungen ο ο1 hindurchschlüpfen, in dem Falle aber, dafs sich nur Riegel R bewegt, gegen die Vorsprünge der Scheibe d stofsen.
    3. Bei der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung die Anwendung des Stiftes sl auf einer Zuhaltung ^, welche, drehbar auf Riegel R angebracht, durch Stift t geführt ist und durch die Feder χ in ihrer Lage gehalten wird, zum Zwecke, den Stift aus seiner zum Durchschlüpfen ■ durch Oeffnung 0 erforderlichen Lage zu rücken, wenn ein nicht mit der horizontalen Einkerbung α2 versehener Schlüssel angewendet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT55536D Sicherheitsschlofs Expired - Lifetime DE55536C (de)

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